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Pilo
Öfters hier

Info: Interessent
Angemeldet: 20.05.2008
Beiträge: 16
Wohnort: Biberach a.d. Riß
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Verfasst am:
24.05.2008, 12:23 |
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Ich stelle mir als PV-Laie, was Technik angeht, die Frage wo die Vor- und Nachteile sind.
Daher möchte ich hier einige Punkte einfach mal ansprechen und würde mich freuen wenn der eine oder andere dazu ein fundiertes Wissen hätte und etwas dazu schreibt.
1. Wärme und Sonneneinstrahlung:
Die kWh Leistung, die man in Südspanien erreichen kann, scheint ja das 1,8 - 2,8 fache des deutschen Potentials zu sein ( im Süden laut div. Schemata bis zu 3000kWh pro kWp ).
Gelten diese Werte trotz der hohen Temperaturen, die man dort im Sommer vorfindet?
Ich hörte, dass die PV Module unter hohen Temperaturen an Leistung verlieren.
2. Einspeisevergütung
Sind die Einspeisevergütungen in Spanien immernoch auf 25 Jahre ausgelegt und liegen sie, ähnlich wie in Deutschland, noch bei 42cent/kWh?
3. SL / GmbH
Wenn ich dort unten eine SL ( was der deutschen GmbH entspricht ) gründen muss, zahle ich dann nicht unverhältnismäßig mehr Steuern als wenn ich hier in Dt. eine PV Anlage betreibe?
Ist eine SL überhaupt bei einer Größenordnung von einer 30-40kWp Anlage nötig oder geht es noch als Privatperson durch?
4. Bedingungen für die Module ungünstig?
Module und Salz oder Sand in der Luft, wie es in Küstennähe kaum zu vermeiden ist, sind sicherlich der Tot für Module.
Gibt es da Richtwerte oder Empfehlungen wie weit von der Küste entfernt man seine Anlage planen sollte?
5. Freifläche oder Dach
In Deutschland sollte man, sofern man ein entsprechendes Dach hat/findet, sicherlich immer die Dachvariante vorziehen.
Ist das in Spanien genauso oder gibt es dort andere Vergütungen oder Hürden, die das ganze dort andersherum aussehen lassen?
6. Finanzierung
Lässt sich eine dt. Bank auf eine Finanzierung einer spanischen PV Anlage ein? Die 50.000,- der Kfw entfallen ja...gibt es in Spanien ein Pondon dazu?
Es würde mich freuen, wenn ihr hier jegliche Erfahrung posten würdet, die ihr mit spanischen PV Anlagen gemacht habt.
Vielen dank und mfG,
Ulf |
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Verfasst am:
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phoenixx2007
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 21.07.2007
Beiträge: 1059
Wohnort: 83
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Verfasst am:
24.05.2008, 12:45 |
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Hallo Pilo!
Stelle fest, Deutschland ist nicht gleich Deutschland und Spanieen ist nicht gleich Spanien im Ertrag!
Und was ist nach der EEG vergütung! Spanien abbauen oder billig verscherbeln, bei Dir zu Hause hast dann immer noch was davon!
In Spain sind Anlagen wesentlich teuerer wie bei uns. Außerdem gibt es auch in Spanien (siehe Sonnenertrag) grotten schlechte Anlagen!!!! Daher, wer kontrolliert die Anlage "Regelmässig"!? in Spain!
Theorie und Praxis
Grüße Dich, Phoenixx! |
_________________ 51kwp-PVAnlagen von SolarFabrik-Sanyo-Solarworld auf den Süd und Westdächern
In www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=1941 unter Sunkraft 1-5 und solarstromsternwarte1, www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=1326 zu finden. |
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FürDieZukunft
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 1521
Wohnort: Südpfalz
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Verfasst am:
24.05.2008, 14:50 |
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Mein Einschätzung ist, ohne dass ich in Spanien-Erfahrung habe:
Es spielt keine Rolle (außer rechtliche Dinge, Steuern, Sicherheit ...) wo die Anlage steht, wichtig ist die Frage:
Was kostet es mich ein kWh ins Netz einzuspeisen (abzgl. Kosten wie Versicherung, Überwachung) und was bekomme ich für ein kWh gesicherte Vergütung für eine garantierte Laufzeit.
Die Anlage könnte auch in Grönland stehen wenn es dort 2 EUR pro kWh gibt.
Überschlagsrechnung:
Bei uns kostet ein kWp 4000 EUR gibt einen Ertrag von 1000 kWh im Jahr = 460 EUR minus pauschal 10 % Kosten (hoch angesetzt) = 414 EUR für 4000 EUR Einsatz pro Jahr.
-> 414 / 4000 = 10,35% Ertrag pro EUR Einsatz vor Steuern
In Spanien kostet zB. ein kWp 6000 EUR bei einen Ertrag von 1500 kWh im Jahr = 660 EUR (Stimmt die Vergütung ??? 0,44€/kWh) minus pauschal 15 % Kosten = 561 EUR für 6000 EUR Einsatz.
-> 561 / 6000 = 9,35% Ertrag pro EUR Einsatz vor Steuern
Minus 15% deshalb, weil alle Überwachung, Steuererklärung ... in fremde Hände gelegt werden muss, ein Überwachung nur über Datenlogger von hier ist schwierig möglich. Geht wohl nur mit Vollwartungsvertrag.
Würde nicht mehr als mit 1700 kWh Ertrag rechnen, nachgeführte Anlagen kosten dann auch mehr.
| Zitat: |
... eine dt. Bank auf eine Finanzierung einer spanischen PV Anlage ein? Die 50.000,- der Kfw entfallen ja...gibt es in Spanien ein Pondon dazu? |
Dieses KfW-Programm 140 "Solar-Strom erzeugen" bis 50.000 EUR ist nur für Anlagen auf dem eigenem Dach.
Für fremde Dächer gibt es die KfW-Programme 20, und ERP 225.
Ich glaube für 50.000 EUR Einsatz kann man in Spanien wenig
anfangen (außer vielleicht Fond), dafür gibt es nur 8 kWp, das ist schon für ein fremdes Dach bei uns zu klein.
siehe hier
https://www.kfw-formularsammlung.de/KonditionenanzeigerINet/KonditionenAnzeiger |
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fn-at
Vielschreiber


Angemeldet: 23.03.2008
Beiträge: 207
Wohnort: Österreich
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Verfasst am:
25.05.2008, 09:02 |
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| Pilo hat Folgendes geschrieben: |
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1. Wärme und Sonneneinstrahlung:
Die kWh Leistung, die man in Südspanien erreichen kann, scheint ja das 1,8 - 2,8 fache des deutschen Potentials zu sein ( im Süden laut div. Schemata bis zu 3000kWh pro kWp ).
Gelten diese Werte trotz der hohen Temperaturen, die man dort im Sommer vorfindet?
Ich hörte, dass die PV Module unter hohen Temperaturen an Leistung verlieren.
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3. SL / GmbH
Wenn ich dort unten eine SL ( was der deutschen GmbH entspricht ) gründen muss, zahle ich dann nicht unverhältnismäßig mehr Steuern als wenn ich hier in Dt. eine PV Anlage betreibe?
Ist eine SL überhaupt bei einer Größenordnung von einer 30-40kWp Anlage nötig oder geht es noch als Privatperson durch?
4. Bedingungen für die Module ungünstig?
Module und Salz oder Sand in der Luft, wie es in Küstennähe kaum zu vermeiden ist, sind sicherlich der Tot für Module.
Gibt es da Richtwerte oder Empfehlungen wie weit von der Küste entfernt man seine Anlage planen sollte?
5. Freifläche oder Dach
In Deutschland sollte man, sofern man ein entsprechendes Dach hat/findet, sicherlich immer die Dachvariante vorziehen.
Ist das in Spanien genauso oder gibt es dort andere Vergütungen oder Hürden, die das ganze dort andersherum aussehen lassen? |
Hallo Ulf,
ad.1) Deine "Zahlen" ("3000kWh pro kWp") stimmen definitiv nicht und sind mehr als übertrieben.. (wäre auch für 2-achsig nachgeführte PV-Anlagen zuviel)..
Nord-Spanien ist nicht Süd-Spanien und Nord-Deutschland ist nicht Süd-Deutschland..
EU-Sonneneinstrahlungskarten gibt es hier:
http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/
http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/countries/europe.htm
Beispiel:
ad.3) Warum sagst es nicht gleich so: "Ich bin gierig und möchte keine Steuern zahlen - Basta."
ad.5) Hängt von der Anlage bzw. Verwendung(sziel) ab.
Dach hat Vorteile, solange die PV-Anlagen nicht zu groß werden.. (Spirch: Ein Dach hat begrenzte Fläche zur Verfügung).
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2038
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
25.05.2008, 11:17 |
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Vor zwei Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Spanien beschäftigt. Auffällig ist, dass viele Deutsche in Spanien investieren, aber kein Spanier in Deutschland.
+ Die Einstrahlbedingungen in Südspanien sind klar besser ( ca 50 % gegenüber Süddeutschland ).
+ Freilandanlagen werden genauso hoch vergütet wie Dachanlagen.
+ Inflationsausgleich
- Die Herstellpreise in Spanien sind ebenfalls ca 50 % höher als in Deutschland.
- Die Wartungskosten sind deutlich höher als in Deutschland, Selbstwartung von Deutschland aus nicht möglich.
- Das Genehmigungsverfahren ist komplizierter als in Deutschland, ohne kompetenten Partner vor Ort nicht realisierbar
- Sprachbarriere
Die reine Amortisationszeit ist in Spanien so lang wie in Deutschland, es gibt aber länger Einspeisevergütung ( 25 Jahre + weitere 10 Jahre mit geringerer, aber garantierter Vergütung ).
Fakt ist, dass nur große Investionen ( ab ca 50 KWp, besser 100 KWp ) in Spanien den Aufwand rechtfertigen. Da ich mein Geld nicht gerne aus der Hand gebe und keine wirklichen Connections nach Spanien habe, habe ich das Vorhaben Spanien abgeblasen. Dazu kommt, dass ein finanzieller Lapsus meine finanzielle Unabhängigkeit gekostet hätte, mein langjährig aufgebautes Finanzpolster dient der Alterssicherung für mich und meine Frau. Wegen 500 € im Monat möglicher höherer Kapitaleinkommen im Alter setze ich doch niemals meine gesamte finanzielle Substanz aufs Spiel !
Um dennoch von der südlichen Sonne zu partizipieren, habe ich mich mittels Aktien bei der seriösen Firma Edisunpower Europe beteiligt http://www.edisunpower.com/index-europa-d.html . Das geht in für mich vernünftiger Beteiligungshöhe ( nicht alle Eier in einen Korb legen ! ) und nach dem vermutlichen Börsengang 2008/2009 kann ich die Aktien einfach verkaufen wenn ich mit der Entwicklung nicht mehr zufrieden bin. Ich vermeide die hohen Risiken und den Aufwand einer Direktinvestition und erwarte eine Rendite von 8 %, das ist nur etwas weniger als bei einer gutlaufenden Direktinvestition in Spanien aber deutlich mehr als bei PV-Anlagen in Deutschland. Für mich der goldene Mittelweg. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor
Solarlog + Sonnenertrag |
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Dirk78
Neu hier

Info: Interessent
Angemeldet: 22.05.2008
Beiträge: 4
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Verfasst am:
26.05.2008, 11:10 |
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| Kollektor hat Folgendes geschrieben: |
| Ich vermeide die hohen Risiken und den Aufwand einer Direktinvestition und erwarte eine Rendite von 8 %, das ist nur etwas weniger als bei einer gutlaufenden Direktinvestition in Spanien aber deutlich mehr als bei PV-Anlagen in Deutschland. Für mich der goldene Mittelweg. |
Mit welcher Rendite kann man in Spanien, bzw. in Norddeutschland rechnen? |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 2038
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
26.05.2008, 19:26 |
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| Dirk78 hat Folgendes geschrieben: |
| Mit welcher Rendite kann man in Spanien, bzw. in Norddeutschland rechnen? |
Das lässt sich pauschal so nicht beantworten. Beobachtungswerte bei idealen Anlagen ( 30 bis 100 KWp ) auf gemietetem Grund/Dach und Wartungsvertrag ( wegen der Vergleichbarkeit ) lassen Gesamtkapitalrenditen in Norddeutschland um die 6 % ( 20 Jahre ) und in Südspanien um die 8,5 % ( 30 Jahre ) realistisch erscheinen. Voraussetzung ist gute Qualität und strikte Kostenkontrolle. Während man in Norddeutschland bei Kreditzinsen über 5 % kaum sinnvoll hebeln kann, sind die Eigenkapitalrenditen bei Fremdfinanzierung in Spanien deutlich besser. Muss man am konkreten Fall abschätzen. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor
Solarlog + Sonnenertrag |
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logitechmaus
Stammmitglied

Angemeldet: 24.05.2006
Beiträge: 61
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Verfasst am:
23.06.2008, 11:25 |
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Hallo Kollektor,
hat Du im Süden von Spanien eine PV-Anlage ?
mit Sicherheit nicht,
dann würdest Du nämlich auf ca. 10% kommen, nach Steuer.
Wer nach noch mehr strebt wird denn Einfall gleich als Reinfall erleben
für 6% würde ich in keiner PV-Anlage investieren, außer es wird die PV-Anlage als Abscheibungsobjekt verwendet.
tschüss
logitechmaus |
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bina
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 14.04.2008
Beiträge: 30
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Verfasst am:
23.06.2008, 15:26 |
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ups! |
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ENERGIE AUF ANDEREN EBENEN
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