| Autor |
|
Sonnenfinsternis
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 22.08.2007
Beiträge: 614
Wohnort: Frohburg
|
Verfasst am:
20.05.2008, 12:21 |
 |
Wie vielfach dokumentiert, versuchen fast alle VNB's den PV-Betreibern diverse Steine in den Weg zu legen. Klar, die sehen (da sie ja auch gleichzeitig die grössten Kraftwerksbetreiber sind) nur ihre damit nicht produzierten & verkauften kWh. Doch ist das nicht viel zu kurz gedacht?
Ich kenne jetzt nicht die internen Kalkulationen, weichen ja bestimmt auch von Versorger zu Versorger etwas ab. Um einfach mal 'ne Hausnummer zu haben, nehme ich jetzt mal 5 Cent für Produktion, 5 Cent für Transport und 20 Cent Erlös beim Kunden an. Also bleiben den Versorgern grob geschätzt 10 Cent pro kWh, um damit ihre Bürokratie, Vertrieb & Profit zu erwirtschaften.
Und nun kommen wir, die einfach unseren Solarstrom einspeisen. Die hohen Vergütungen dafür sollten die Versorger nicht jucken, die werden gleichmässig auf alle Versorger verteilt und von sämtlichen Stromkunden in Deutschland bezahlt. Transportkosten dürften zu Gunsten der Versorger ausfallen, da die meisten Anlagen in der Nähe von Verbrauchern stehen (also weniger Transportverluste) und mir keine Netzausbauten in Grössenordnungen (wegen PV) bekannt sind. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Grossteil des Solarstroms zu Spitzenlastzeiten eingespeist wird sollten uns die Versorger doch eigentlich dankbar sein ?!? Einziges Gegenargument was hier wirklich zieht wäre das vorhalten von Spitzenlastkapazitäten, denn verlassen kann man sich auf das Wetter nun mal zugegebenerweise nicht.
Es wäre jetzt also wirklich interessant, wenn man diese Geschichte quantifizieren könnte. Auf PV-Seite kein Problem, teilweise sind ja jetzt schon digitale Zähler im Einsatz, die stundenweise Verbrauchsanzeigen zulassen - sind in naher oder ferner Zukunft bestimmt auch Standard. Schwieriger wird dies auf Seiten der Versorger, denn mir ist nicht bekannt, ob höhere PV-Strom-Quoten zur Erhöhung oder Absenkung der Spitzenlastkapazitäten geführt hat. Ich bin aber der Meinung, würden die PV-Stromerzeuger als gleichwertige Produzenten behandelt und der Strom gemäss der produzierten Tageszeit vergütet, ist die Ersparnis der Versorger grösser als der Verwaltungsmehraufwand & der entgangene Gewinn. Nehme ich diese 3 Punkte (Verwaltungsmehraufwand, entgangener Gewinn & ggf. höhere Spitzenlastkapazitäten - wobei Leteres auch mit umgekehrten Vorzeichen wirken kann) mit 10 .. 15 Cent pro kWh an, und schaue mir schon erreichte Spitzenpreise von über 50 Cent pro kWh an der Strombörse an, kann sich jeder bei der derzeitigen Preisentwicklung der Energiekosten ausrechnen, zugunsten welcher Seite sich die Verhältnisse verschieben werden.
Oder habe ich jetzt hier irgendwelche Denkfehler drin bzw. gewichtige Gründe (pro oder kontra) vergessen? Wenn ja, klärt mich bitte auf & lasst mich nicht dumm sterben !!!!
Sonnenfinsternis |
_________________ am Netz seit 17.10.2007 mit 6,3 kWp
36 * Suntechpower STP175S
1 * Fronius IG 60
Dachausrichtung 225° Dachneigung 38°
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=1761 |
|
|
 |
Google-Werbung
|
Verfasst am:
|
 |
|
|
 |
MHL2BUE
Vielschreiber

Info: Betreiber
Angemeldet: 19.02.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Baden
|
Verfasst am:
20.05.2008, 12:36 |
 |
Ich denke, das wird noch viel lukrativer für die EVUs, wenn die Anzahl der Klimaanlagen auf ein ähnliches Niveau wie in den USA steigt. Dann decken sich nämlich Spitzenlast mit Spitzenlasterzeugung.
Matze |
|
|
|
 |
|
|
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
| |