Hallo,
ich lese seit ca. 1 Monat eifrig hier mit und bin der Versuchung erlegen,meine Anlage zu erweitern
Ans Netz gegangen sind im Juli 2000 (Eigenmontage) 32Stück BP Solar 75W-Module. Sie sind in 521.. bei Aachen auf einem Südwestdach,DN 16° verbaut. Wenn ich mir die Erträge hier so ansehe wird mir ganz schwindlig, mein 8-Jahresschnitt sind 770kWhp. Dabei müsste man aber berücksichtigen,dass in dieser Zeit das Dach einmal neu eingedeckt worden ist ( 2 Wochen Ausfall ) und mir letztes Jahr im August der Wechselrichter SMA SWR2000 ausgefallen ist, ich es ärgerlicherweise erst Ende des Monats bemerkt habe
Die PV-Anlage und die Solarthermieröhren befinden sich natürlich zentral auf der vorhandenen Dachfläche, somit müsste ich bei einer Erweiterung ziemlich viel umlegen.
Mit grossem Aufwand könnte ich für die Erweiterung eine Fläche von max.
6m * 4,80m freilegen. Ich würde,wenn überhaupt, gerne um mind 4kWp erweitern. Bei dieser Fläche kommen nach grober Durchsicht durch die Moduldatenbank leider (wegen des Preises) nur die Sanyo's in Frage
Meine Rechnung war:
21 Stück HIP215 macht 4,5kWp
Gibt es für die Fläche von 6*4,80 noch andere Module,die mehr als 4kWp ergeben?
Muss zwischen den Modulen noch ein Freiraum dazugerechnet werden?
Welcher Wechselrichter wäre für die Sanyos empfehlenswert?
Leider habe ich nur einen Wechselstromzähler, dieser müsste gegen einen Drehstromzähler getauscht werden. Könnte ich diesen auch kaufen ?, denn der alte Wechselstromzähler kostet mich 37€/Jahr?
Oje, ich sehe schon Fragen über Fragen, wobei mir bestimmt noch mehr einfallen.
Es wäre nett, wenn ihr mir ein paar beantworten könntet..
Hier im Forum dürften nicht sehr viele Leute sein, die sich schon vor acht Jahren praktisch mit Photovoltaik befaßt haben.
Dir ein ganz besonders warmes Willkommen!
Vielleicht erzählst Du mal einen Schwank. Was haben die Nachbarn gesagt? Wie hat das EVU reagiert? Und wie die werte Gattin?
Stell´ doch mal ein Bild Deines Daches ein!
Gruß, Olli
win_solar Öfters hier
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 18
Verfasst am:
22.04.2008, 19:57
Hallo Olli,
danke für das warme Willkommen
ja, damals waren die Zeiten noch etwas anders. Rot/grün war an der Regierung und diese hatten das 100.000-Dächer-Programm aufgelegt (vor EEG) . Dieses habe ich dann genutzt und konnte noch als Einer der Letzten (Freund von mir Antrag 3 Tage später abgeschickt und wurde abgelehnt) einen 0%-Kredit erhalten, gleichzeitig kam auch die Vergütung von 50Cent.
Trotz Eigenmontage hat mich das kWp irgendwas um die 6000€ gekostet
Trotzdem hatte ich viel Freude mit der Anlage, und nach kurzer Zeit ging bei Nichterreichbarkeit der Spruch um :
Er sitzt wieder vorm Zähler und schaut, wie er sich dreht
Der grosse Vorteil meines Süddachs ist: Man kann es so gut wie nicht sehen, somit haben es auch nur die direkten Nachbarn mitbekommen,wie ich da auf dem Dach gewerkelt habe.
Für die meisten,denen ich davon erzählt habe war ich jedoch ein Spinner, ich hätte mir doch lieber für das Geld ein vernünftiges Auto holen sollen
Das RWE hat wider Erwarten absolut keine Probleme gemacht,hatte ja gleichzeitig mit der PV-Anlage auch den ganzen Verteilerkasten samt Hauselektroverdrahtung erneuert. Abnahme war problemlos...
Ich kletter die nächsten Tage mal aufs Dach und schiess mal ein aktuelles Foto...
Gruss Win
BOBO Forumsinventar
Info: Betreiber
Angemeldet: 11.04.2006
Beiträge: 1336
Wohnort: Südlich von München
Verfasst am:
22.04.2008, 21:21
Servus win-solar,
ein PV-Anlagen-Methusalem. Herzlich willkommen in unserem Forum. Erzähl uns doch noch was zu deiner Anlage. Deine Erfahrungen werden sicherlich alle interessieren.
Zu deinen Fragen: Neben den Sanyos haben derzeit die SunPower-Module den höchsten Flächenwirkungsgrad.
Auf deine Fläche von 6 x 4,8 m wirst du wohl nicht mehr als 21 Sanyo-Module installieren können. Zwischen den Module ist natürlich für die Halteklammer ein kleiner Spalt (15 mm) vorhanden.
Für 20 Module würde ein Solarmax 4200S (2x10 Module) hervorragend passen. Für 21 Module würde ein SMA 4000TL-20 (3x7 Module) gut passen.
Einen eigenen Wechselstromzähler zu verwenden ist kein Problem. Ein neu geeichter Zähler kostet ca. 70 Euro.
Methusalem..grins
zu meiner derzeitigen Anlage:
32 Module BPsolar BP275F (75W)
2 Strings a 16 Stk
Wechselrichter SMA Sunnyboy SWR2000
(war bis 2003 auf dem Dachboden montiert, danach wegen kühlerer Umgebung in den Keller, hat 7 Jahre klaglos seinen Dienst verrichtet..
im letzten Jahr leider Komplettausstieg, Austauschgerät 357€)
Ich vermute mal, es wird auf die Sanyos (1570*798)hinauslaufen ,
die würde ich gerade so noch hinbekommen...
3 Stück waagerecht = 471cm + 3cm Zwischenraum = 474cm (max. 480)
7 Stück senkrecht = 559cm + 9cm Zwischenraum = 568cm ( max. 600)
Optisch gesehen würde ich nur ungern auf ein Modul verzichten, also 20 statt 21,wenns aber beim Ertrag nichts bringt...grübel
Der SMA 4000TL-20 würde also gut passen?
Ist er nicht ein wenig schwach für die 4,5kWp?
Wo kann ich einen geeichten Drehstromzähler kaufen?
( 37€ Miete pro Jahr is ja schon heftig..)
Danke
Gruss Win
Hallo Win,
ich würde mal beim Netzbetreiber die Erweiterung ankündigen und nachfragen, wieviel Miete der Drehstromzähler kosten würde.
37 Euro ist recht happig.
Es kann helfen, den Einbau eines eigenen Zählers anzudrohen. Sowas mögen die EVU nicht gerne und werden dann möglicherweise eine sehr günstige Miete anbieten.
Es ist immer besser, seinen eigenen Zähler zu nutzen. Ich weiß nicht, ob das vor 8 Jahren schon möglich war, aber jetzt ist es problemlos. die Zählermiete kann man sich ersparen...
Übrigens haben wir in der Familie eine Anlage, die im Juni 2001 ans Netz ging,
mit 40 Mono Modulen a 160 W, südlich von Freiburg, und diese Anlage hat im letzten Jahr 926 KW / KWp erbracht und das bei einer Dachneigung von nur 25° und immerhin leichter Verschattung durch Bäume im Winter. Die Kosten lagen aber deutlich über 6500 € / je KWp.
Die Pioniere müssen immer etwas mehr berappen, das ist oft so. Und keiner konnte damals wissen, dass die Politik später via EEG so dick würde einsteigen werden.
Es ist immer besser, seinen eigenen Zähler zu nutzen. Ich weiß nicht, ob das vor 8 Jahren schon möglich war, aber jetzt ist es problemlos. die Zählermiete kann man sich ersparen...
Übrigens haben wir in der Familie eine Anlage, die im Juni 2001 ans Netz ging,
mit 40 Mono Modulen a 160 W, südlich von Freiburg, und diese Anlage hat im letzten Jahr 926 KW / KWp erbracht und das bei einer Dachneigung von nur 25° und immerhin leichter Verschattung durch Bäume im Winter. Die Kosten lagen aber deutlich über 6500 € / je KWp.
Die Pioniere müssen immer etwas mehr berappen, das ist oft so. Und keiner konnte damals wissen, dass die Politik später via EEG so dick würde einsteigen werden.
win_solar Öfters hier
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 18
Verfasst am:
24.04.2008, 20:21
So, hab jetzt ne Antwort vom RWE erhalten:
Die Jahres-Miete für nen Wechselstromzähler beträgt 4€ brutto, für einen Drehstromzähler 6€ brutto. Bei dem Preis werde ich das Teil mieten...
Meine weitere Vorgehensweise sieht dann wiefolgt aus...
1. Wechselstromzähler gegen Drehstromzähler austauschen
2. Solarthermieanlage versetzen
3. Zusätzliche DC-Kabel zum Wechselrichterplatz im Keller legen
4. Gestell für beide Anlagen ( vermutlich Schletter Solo,oder? ) montieren
5. Finanzierung KfW klären
6. Sanyos + WR möglichst günstig für September besorgen
anbei meine derzeitiges Süddach auf Foto:
vorn Wintergarten, in der Mitte 32*BPsolar, zum Schluss die Solarthermieanlage mit 28 Mazdon-Röhren
..im Hintergrund ist der Bach zu sehen, den ich leider energietechnisch gesehen noch nicht nutze
Im Jahr 2000 war das Dach alt und die PV-Anlage neu, mittlerweile ist das Dach neu und die PV-Anlage schon recht betagt...
schönen Abend...
Schattenjäger Stammmitglied
Info: Betreiber
Angemeldet: 16.07.2007
Beiträge: 83
Wohnort: Wesselburen Schleswig-Holstein
Verfasst am:
25.04.2008, 01:30
Sieht ja sehr nett aus.
Die Module sehen auch noch klasse aus.
Die Bäume im Südwesten würden mir aber Kopfschmerzen machen,
oder täuscht die Entfernung?
..die Verschattung durch die Bäume täuscht etwas, da das Haus in einer Hanglage steht... die Bäume stehen am Bachrand und die Baumkronen liegen jetzt auf Firsthöhe.
Den Baum auf meiner Seite habe ich schon entscheidend "gekürzt" , die Bäume auf der gegenüberliegenden Bachseite gehören mir leider nicht...werde aber demnächst mal Rücksprache mit dem Bauern halten, dem sie gehören.. vielleicht darf ich ja dann "kürzen"..
mayrhubw Stammmitglied
Angemeldet: 31.01.2007
Beiträge: 54
Verfasst am:
25.04.2008, 10:03
Hallo win_solar,
hast du ein Wasserrecht an dem Bach? Wenn ja, dann würde ich durchaus über ein kleines Wasserkraftwerk nachdenken .Schliesslich gehts doch um einen Energiemix, oder? Alles Gute für deine Erweiterung!
Grüsse
Werner
_________________ 15 Stk. PVT-200MEA-C an Fronius IG 30
40 Stk. KYOCERA KC 175 GHT-2 an Fronius IG 30 und IG Plus 50
gesamt 10 kWp
wie sieht es denn mit der Degration nach so vielen Jahren aus? Ist überhaupt was feststellbar?
Sonnige Grüße
Toni
win_solar Öfters hier
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 18
Verfasst am:
26.04.2008, 09:47
einen sonnigen Morgen
@mayrhubw
...über sowas denke ich schon lange nach
ob ich ein Wasserrecht habe, weiss ich nicht. Grundstücksgrenze ist Mitte Bach
Wenn ich mal viel Zeit habe, werd ich in dieser Hinsicht aktiv...
@Eisbaer
eine Degration kann ich eigentlich nicht feststellen. Im Moment kann ich nur die Erträge pro Jahr gegenüberstellen und die sehen wiefolgt aus:
Wenn ich jetzt die Jahre 2001/2002 mit 2006 vergleiche, kann ich von Degration nichts erkennen, es kann natürlich sein dass die Sonneneinstrahlung im Jahr 2006 höher war wie 2001/2002.
Gut zu sehen ist das Jahr 2003, wo schon im Februar traumhaft viele Sonnenstunden zusammenkamen und der in der Tabelle stark auffällt.
...wünsche ein schönes sonniges Wochenende
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