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 Studie: Betriebs- und Unterhaltskosten von PV-Anlagen Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Elektron
Administrator


Info: Betreiber
Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 2309
Wohnort: 88457 Kirchdorf

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 15:54 Nach oben

Im Auftrag des schweizer Bundesamt für Energie in Bern, hat Frau Sandra Stettler eine Studie zu Betriebs- und Unterhaltskosten von PV-Anlagen erstellt.

Im März 2008 können die Resultate außerdem am 23.
Photovoltaik Symposium in Staffelstein präsentiert werden.

Vor wenigen Stunden erhielten wir den Schlussbericht, den wir hier freundlicherweise veröffentlichen dürfen.

    Verschiedene Organisationen in der Schweiz rechnen bei PV-Anlagen mit Betriebs- und
    Unterhaltskosten (B&U Kosten) von 12 bis 16 Rp./kWh. Dies liegt nicht nur deutlich über den
    Betriebskosten für thermische oder mechanische Kraftwerke, sondern sogar über den
    Stromgestehungskosten für konventionellen Strom (Wasserkraft, Kernkraft, Kohle). Das würde
    bedeuten, dass PV-Anlagen allein aufgrund ihrer B&U Kosten nicht mit konventionellen
    Stromerzeugern konkurrenzieren können.
    Da PV-Anlagen weder bewegliche Teile enthalten noch Brennstoff benötigen, vermuten
    Branchenkenner, dass ihre B&U Kosten deutlich unter 12 Rp./kWh liegen..............


Schlussbericht als pdf zum Download

Frau Stettler und wir wünschen uns eine rege Diskussion.

Gruß Elektron

_________________
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Verfasst am: Nach oben

Helios
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 29.07.2006
Beiträge: 2886
Wohnort: Bretten

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 17:27 Nach oben

....lese ich das richtig auf Seite 6? Die Grundlage für diese Auswertung bilden die Daten von 36 Anlagen???

...ähm Rolling Eyes

Gruß Helios

_________________
http://www.solarlog-home.de/helios/
13,8kWp mit BP-Trina-Sanyo
Bereits schon über 4.000 PV-Module in unserer Moduldatenbank.
mawe
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 12.08.2007
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 17:34 Nach oben

Elektron hat Folgendes geschrieben:
Im Auftrag des schweizer Bundesamt für Energie in Bern, hat Frau Sandra Stettler eine Studie zu Betriebs- und Unterhaltskosten von PV-Anlagen erstellt.

Im März 2008 können die Resultate außerdem am 23.
Photovoltaik Symposium in Staffelstein präsentiert werden.

Vor wenigen Stunden erhielten wir den Schlussbericht, den wir hier freundlicherweise veröffentlichen dürfen.

[...]

Frau Stettler und wir wünschen uns eine rege Diskussion.

Gruß Elektron


Herzlichen Dank fuer die Veroeffentlichung der Studie.
Auf Seite 43, ist unter 'Deutschland/Auffaelligkeiten, 2ter Spiegelstrich' zu lesen:
Code:
 Die kalkulierten Betriebskosten der zwei Freiflächenanlagen betragen 3,2 und 4,0 ct./kWh.


Leider fand ich keine Informationen ueber die techn. Details dieser beiden Anlagen (oder habe sie ueberlesen - dann bitte ich um einen Schups in die richtige Richtung).
Koennte Frau Stettler diese Informationen nachreichen?

Vielen Dank im Voraus.
à bientôt,
Martin
Regenhasser
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 04.07.2007
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 17:49 Nach oben

Ja wenn man beim Wechselrichter entstauben den Bodenschlüssel
4Tage suchen muss und die Stunden im PV-Forum mit 58,50€
vergüten will hat man schlechte Karten.
Aber die Kräuterbonbon`s schmecken!
Sonnige Grüsse vom Regenhasser!
SolAce
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 09.10.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:49 Nach oben

habe mal kurz überschlagen, bei 12 bis 16 Rp./kWh komme ich für meine 10,08 kWp-Anlage auf 700,- Euro pro Jahr, das wären in 20 Jahren 14.000 Euro! Selbst wenn ich meine WR nach 10 Jahren das erste mal zahlen muß und danach wieder 10 Jahre Garantie habe, wo soll der Rest draufgehen?
Dann muß ich halt jedes Jahr ein Spezialreinigungsunternehmen kommen lassen um meine Module sauber zu machen, dann geht die Rechnung bestimmt auf!

Ach ja, sehr repräsentativ die ganze Sache, soooo viele Betreiber befragt:
36 wenn ich das richtig gelesen habe.Rolling Eyes
Kontrollgänge? So oft wie ich meine Anlage anschaue und mit dem Solarlog auswerte und kontrolliere? Wenn ich da natürlich einen Stundenlohn von 100 Fränkli rechne komme ich auch auf ordentliche Beträge bzw. wäre die Anlage von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Shocked

Gruß
SolAce

_________________
10,08 kWp mit 56 Aleo S_16 180W
1 x SMA 5000 TL 1x SMA 4200 TL
Dachneigung 33° bei 180 Grad Südausrichtung
http://www.photovoltaik-websuche.de/
http://www.solarlog-home.de/high-light/
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2021
SolAce
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 09.10.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:52 Nach oben

noch ein Gedanke:

vielleicht wären auch statt 36 Anlagen und 10 Experten 36 Experten und 10 Anlagen besser gewesen? Hätte aber auch kein besseres Ergebnis geliefert, oder?

Gruß
SolAce

_________________
10,08 kWp mit 56 Aleo S_16 180W
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FürDieZukunft
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 1222
Wohnort: Südpfalz

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:57 Nach oben

Die Materie ist viel zu neu, es gibt keine 20-Jahre-Erfahrungswerte.

Es sind ja auch Verwaltungsgebühren berechnet, bei einer Kleinanlage entfallen ja diese, weil selbst verwaltet.

Niemand kennt heute die Rückbaukosten / Entsorgungskosten.
mawe
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 12.08.2007
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 20:01 Nach oben

OK, die Datenbasis liesse sich vielleicht mit Hilfe dieses Forums und der hier versammelten, stattlichen Anzahl Betreiber verbreitern.

(whispering: nur so'ne Idee ...)
Die Frageboegen sind der Studie beigefuegt. Ich habe nun keine Ahnung, welchen Aufwand es fuer die Moderatoren bedeuten wuerde, diese in eine Umfrage direkt hier im Forum zu verpacken...

à bientôt,
Martin
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1119
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 00:27 Nach oben

"...Erstaunlich ist, dass ein grosser Teil der Umfrageteilnehmer nur die Fragen zu den Investitionskosten
beantwortete und die Fragen zu den Betriebskosten entweder überhaupt nicht oder nur lückenhaft
ausfüllte. Insgesamt konnten von 36 PV-Anlagen Daten zu Betriebskosten ausgewertet werden...."

Könnte man nicht mutmaßen, dass eben jener "große Teil" der Umfrageteilnehmer ohne genaue Angaben zu Betriebskosten diese Fragebögen nicht ausgefüllt hat, weil die Kosten im weitgehend unbedeutenden Bereich liegen und man überweiegnd die Daten von den Anlagen erhoben hat, wo die Betriebskosten weit überdurchschnittlich waren und damit ausreichend Motivation für den Betreiber boten, sich damit auch intensiver zu beschäftigen.

mfg

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
solarfrischling
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 24.03.2007
Beiträge: 70
Wohnort: Münchsmünster

BeitragVerfasst am: 11.04.2008, 01:48 Nach oben

Auch der Stundensatz von 100 Franken ist gut, möchte ich auch haben

Sonne auf euer Dach

_________________
56 IBC M180 (Sharp) Module
1x Solarmax 6000C mit 2 Strings á 16 Module
1x Solarmax 4000C mit 24 Module
Ausrichtung SSO (165), Dachneigung 40°
www.solarlog-home.de/familie-schuster
Sonnenstevie
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 24.03.2008
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 13.04.2008, 21:27 Nach oben

Da sich meine Anlagen einige hundert Kilometer von mir entfernt aufzuhalten geruhen, habe ich einen Wartungsvertrag abgeschlossen. In Rechnung gestellt bekomme ich 23 € pro kwp. Wenn die Anlage 1000 kw pro kwp schafft, wären das exakt 2,3 cent pro kw oder ca. 3,5 Rappen.

Nun, dann wüsste ich doch gern einmal, wie die Verfasserin der Studie zu ihrem Ergebnis kommt.
Sonnenmelker
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 28.11.2007
Beiträge: 440

BeitragVerfasst am: 13.04.2008, 23:10 Nach oben

Hallo,
Zitat:
Das würde
bedeuten, dass PV-Anlagen allein aufgrund ihrer B&U Kosten nicht mit konventionellen
Stromerzeugern konkurrenzieren können.

Das kann schon hinkommen, ohne die Studie gelesen zu haben, es ist nicht schwer auf dieses Ergebniss zu kommen.
Wir Kleinanlagenbetreiber brauch jetzt allerdings nicht zusammenzucken, hin und wieder mal über die Anlage schauen und die Abrechnungen, machen wir gerne, ist so eine Art Hobby.
Der Materialeinsatz ist denkbar gering, Unterhaltskosten gegen Null.

Was ist jetzt aber mit großen Anlagen.
1MWp evtl. mit Nachführung, hier wird mindestens eine Person einen Vollzeitjob haben.
Im Vergleich ein Kraftwerk, Größe etwa ein Gigawatt.
Einiges mehr an Materialaufwand, 1000 Vollzeitjobs wird es hier aber nicht geben.
2ter Vorteil, es erzeugt auch Strom wenn es dunkel ist.

Was bei der Studie jedoch nicht berücksichtigt wird, die Kosten für den Klimawandel, Umweltverschmutzung, Endlager bei Atommüll und das hemmungslose Verbrennen unserer Energiereserven.
Die Rechnung hierfür wird mit Sicherheit nachgereicht.

Gruß
Manfred
V_Strom111
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 156
Wohnort: 66280 nördlich von Afrika

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 11:11 Nach oben

Ich denke auch das der Strom von vielen Kleinbetreibern, egal ob nun PV,Biogaskraftwerk, Windräder oder was es sonst noch alles gibt teurer ist als der von Energiegiganten. Aber wenn wir alle weiterhin Strom haben wollen, müssen wir auch den höheren Preis dafür zahlen, ob wir wollen oder nicht. Denn, keiner will Atomkraftwerke wegen der Endlagerung, keiner will Kohle-Gas-Biogas oder Ölkraftwerke haben wegen CO2 ausstoß und der damit verbundenen Erderwärmung. Also, die einzig wirklich interesanten und unerschöpflichen Energieträger sind die der Natur und die muss man halt teuer bezahlen!!!!! Es gibt aber keine Alternative!!!!!!!
Das müssen die Geldgierigen Manager und Politiker erstmal verstehen, und da wir wissen wie langsam die sind, kann das noch ne Weile dauern. Sad . Ich denke mal das auch eine Zeit kommen wird in der Strom und Wärme zum Luxus wird wenn man jetzt nicht vorsorgt und versucht sich ein Stückweit unabhängig zu machen. Wir können in der Zukunft nicht erwarten, wie bisher rund um die Uhr Strom zur Verfügung zu haben.
Ich dachte das wäre jedem klar!!!!!!

Grüße
Alex
beckechr
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 30.07.2007
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 11:33 Nach oben

Die Zukunft wird meiner Meinung nach in den dezentralen Energienetzen liegen, d.h. Inselanlagen werden zukünftig einen großen Teil der Energieversorgung ausmachen. Mit diesen Mitteln kann man dann aktiv gegen die Stromgiganten vorgehen. Hierzu noch eine Biogasanlage zur Deckung des restlichen Strombedarfes und man kann autark ein Dorf mit Energie versorgen. Ein Beispiel hierzu bietet folgender Link.

http://bioenergiedorf-mauenheim.de/info/das-projekt/photovoltaikanlagen.php

In meinen Augen ein guter Schritt zur Arbeit gegen die Stromgiganten.

Lieben Gruß

beckechr
V_Strom111
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 06.04.2008
Beiträge: 156
Wohnort: 66280 nördlich von Afrika

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 11:36 Nach oben

Als Kampfansage nicht schlecht, aber es geht ja auch um unsere Umwelt, und da ist ein Biogaskraftwerk nicht besser vom CO2 Ausstoß her gesehen als ein normales KW.

Gruß
Alex
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