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Verfasst am:
18.03.2008, 16:15
In der letzten Photon März war ja der Solarstrahlungsatlas 2007 des DWD zu finden mit einer Zusammenfassung.
Viel interessanter als die Jahressummen von 2007 fand ich persöhnlich die Abweichungen vom langjährigen Mittel (1981-2000).
Während es in einigen Regionen Plusabweichungen von über 10% gab , gehöre ich zu der Region, wo die Werte 2007 -1% bis +1% vom langjährigen Mittel abweichen .
Eigentlich könnte ich doch jetzt davon ausgehen, dass meine (2007 erreichten) 934 kwh/kwp nun auch als mein langjähriger Mittelwert für meine PV-Anlage (Ort,Neigung,Ausrichtung) einzustufen sind (natürlich ohne Degration der Module eingerechnet), oder denke ich da jetzt irgendwie verkehrt
Wenn dem so ist, wäre ja meine Ertragsberechnung mit PVGIS (869 kwh/kwp) entweder viel zu konserativ, oder es wird eine Moduldegration von durchschnittlich 9-10 % mit einberechnet. Wäre das dann nicht ein bisschen viel ?
Sicher ist nicht nur die Gesamtstrahlungssumme entscheidend...
... sondern auch die Temperaturen bei auftreten der Strahlung. Da besonders das Frühjahr strahlungsreich und der Sommer verregnet war, dürfte dies zu einer effektiveren Strahlungsnutzung geführt haben, als wenn der Sommer strahlungsreicher gewesen wäre.
Glaube übrigens nicht, daß die GIS mit Degradation rechnet
... sondern es rechnet standardmäßig mit 14% Systemverlusten. Bei einer kleinen Hausanlage mit SB4200TL oder so würde in 8% dem WR und 2% der AC+DC Verkabelung zugedenken, Verschmutzung der Module X%, Effizienzverluste der Module bei Schwachlicht, etc....
Vielleicht stimmts mit den 14%, aber ein paar die Frage ist, welcher Systemverlust wurde dem WR zugedacht. Falls die 14% ein alter Literaturwert sind, ist er wahrscheinlich überschätzt. Auf der anderen Seite scheint er mir auch nicht so schrecklich hoch.
Die Valentin-Software rechnet z.B. zur Sicherheit mit dem garantierten Minimalwert der Module.
Mit was für einem Tk rechnet die PVGIS, wenn sie die Module gar nicht kennt?
Denke mal die 934kWh/kWp sind etwas optimistisch für ein durchschnittliches Strahlungsjahr und etwas pessimistisch von der PVGIS.
Würde 50/50 tippen, also ca. 900kWh/kWp.
Gruß
fischkopp
PS.: Hab natürlich das gute Antireflexglas der Solara-Module vergessen, was die PVGIS nicht berücksichtigt.. erhöhe auf 905kHp/kWp im Normalstrahlungsjahr.
_________________ mit 30x Solara 870TI (170W) & Sunnyboy 5000TL auf Photonenfang
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Verfasst am:
18.03.2008, 19:28
Zitat:
Sicher ist nicht nur die Gesamtstrahlungssumme entscheidend...
... sondern auch die Temperaturen bei auftreten der Strahlung. Da besonders das Frühjahr strahlungsreich und der Sommer verregnet war, dürfte dies zu einer effektiveren Strahlungsnutzung geführt haben, als wenn der Sommer strahlungsreicher gewesen wäre.
Mist....ich wusste dass ich irgendetwas bei der ganze Sache nicht bedacht habe....
Jetzt wäre natürlich der Vergleich mit einem normalen Jahr (incl. eines normalen Sommers) interessant......
Zitat:
Glaube übrigens nicht, daß die GIS mit Degradation rechnet
... sondern es rechnet standardmäßig mit 14% Systemverlusten. Bei einer kleinen Hausanlage mit SB4200TL oder so würde in 8% dem WR und 2% der AC+DC Verkabelung zugedenken, Verschmutzung der Module X%, Effizienzverluste der Module bei Schwachlicht, etc....
Vielleicht stimmts mit den 14%, aber ein paar die Frage ist, welcher Systemverlust wurde dem WR zugedacht. Falls die 14% ein alter Literaturwert sind, ist er wahrscheinlich überschätzt. Auf der anderen Seite scheint er mir auch nicht so schrecklich hoch.
....habe ja meine 865 kwh/kwp von PVGIS mit "nur" 10% Systemverlusten gerechnet...
Zitat:
Mit was für einem Tk rechnet die PVGIS, wenn sie die Module gar nicht kennt?
...würde ich auch gerne mal wissen....vieleicht Standart -0,5% ?......
Zitat:
Denke mal die 934kWh/kWp sind etwas optimistisch für ein durchschnittliches Strahlungsjahr und etwas pessimistisch von der PVGIS.
Würde 50/50 tippen, also ca. 900kWh/kWp.
Darauf will ich ja nun hinaus....
da ich ja auch den langjährigen Mittelwert nach, in einer nicht gerade globalstrahlungsreichen Gegend wohne ( nur unwesentlich besser als Hamburg).....dürften demnach die so oft genannten 850 kwp/kwh als Planungsgrundlage wohl der Vergangenheit angehören.
Meine Solateure hatten damals in meiner Planungsphase mit 800-837 kwh/kwp kalkuliert (mit Verschattung bis ca. 09.00)...
....ist aber eigentlich meilenweit von meinen heutigen Ergebnissen entfernt.
wie kann man denn anhand des Globalstrahlungsatlas die Leistung der Anlage überprüfen? Hier fließt doch noch die Dachneigung ectr. mit ein?
Wer kennt die Formel?
Die Prognosen von den Solarteuren konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Da steckt viel Teufel im Detail und möglicherweise in Parametern, zu denen der einfache User/Solarteur keinen Zugang hat.
Bei PVSol von Valentin wird z.B. mit der Modulleistung minus Toleranz gerechnet. Das führt zu miesen Prognosen von weit tolerierten Modulen wie z.B. den Sanyos, während die Aimex-Ganymed Reihe mit einer Toleranz von +-2,5W bei 210W Leistung viel bessere Prognosen abliefern sollten.
Es gibt die Möglichkeit, eine genaue WR-Wirkungsgradkurve zu berücksichtigen oder auch mit Faustformeln zu rechnen usw.
Habe so das unbestimmte Gefühl, die Solarteure wollen eher pessimistisch rechnen, damit sie später nicht in die Pflicht genommen werden können. Die Prognosen für Standrand HH reichten von 750 bis 850 kWh/kWp, S und 45°. Ist aber auch die Frage wieder mit den Systemverlusten. Wie viel % gehen z.B. durch Verschmutzung verloren??
Bin mir auch nicht sicher, ob es nicht auch Rechenprogramme gibt, die die durchschnittliche Degradation mit einrechnen, währen andere die Anfangsleistung berechnen und darauf bauen, daß die Degradation in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt wird.
Denke es gibt aber immer noch einige Faktoren, die das Ergebnis ein bißchen positiver oder negativer machen können, wie z.B. der Stromzähler (+-2%). Und auch an der WR-Wirkungsgradkurve könnte man noch bestimmt +-0,5% gewinnen/verlieren wegen guter/schlechter Stringspannungen sowie der Bauteiltoleranzen der WR. Gab ja auch schon WR im Test wo es hieß das Datenblatt verspricht 1% mehr Wirkungsgrad oder so.
Erst einmal stimmt mich insbesondere Dein Ergebnis positiv... läßt mich auch mit meiner ähnlichen Anlage hoffen (sind bei Dir eigentlich Ersol oder Q-Cells drin?). Zur Zeit kann ich jedenfalls in Bezug auf die Erträge nicht klagen, trotz Hamburger "Sonnenloch":
@Energiemanager
Daß auch die Auslegung immer besser wird, kann man hier im Forum nicht unbedingt nachvollziehen.
Gruß
fischkopp
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Verfasst am:
19.03.2008, 09:57
Zitat:
Sicher ist nicht nur die Gesamtstrahlungssumme entscheidend...
... sondern auch die Temperaturen bei auftreten der Strahlung. Da besonders das Frühjahr strahlungsreich und der Sommer verregnet war, dürfte dies zu einer effektiveren Strahlungsnutzung geführt haben, als wenn der Sommer strahlungsreicher gewesen wäre.
Hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und die Erträge (www.pv-ertraege.de) und die dazugehörige Globalstrahlung meines Postleitzahlbereich 30000-31999 aus dem Jahr 2006 mit 2007 verglichen (Ausrichtung: 160°-180° und Dachneigung 40°-50°)
Das Jahr 2007 hatte ein sehr gutes Frühjahr, während 2006 einen wunderschönen WM-Sommer hatte.
Demnach hätte es im Jahr 2007 (sehr gutes Frühjahr und schlechter Sommer) eine etwa 5% bessere Strahlungsnutzung gegenüber 2006 (normales Frühjahr sehr guter Sommer) gegeben.
Könnte man so ungefähr rechnen?
Das würde mein Soll auf ungefähr 887 kwh/kwp senken.....
....da allerdings 2006 auch ein überdurchschnittlichen Sommer hatte...
....dürfte die Abweichung eigentlich nicht ganz so hoch ausfallen.....
Deine Schätzung kommt eigentlich schon ganz gut hin.....
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