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 vorgeschriebener Leitungsverlust? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
peterpoppet
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Angemeldet: 22.10.2007
Beiträge: 10
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 18:48 Nach oben

Hallo Sonnenhungrige,

ich habe eine Frage zu Leitungsverlusten zwischen Wechselrchter und Einspeisezähler. Ich habe eine 5,6 Kwp Anlage. Der Weg zwischen WR und Zähler beträgt 50 m. Mein Solarteur hat für die Strecke 6mm² verbaut. Dies ergibt mit dem Berechnungstool von SMA einen Leitungsverlust vn über 3 %. Das Tool sagt 1 % ist ok.

Kann mir denn jemand sagen, ob das in irgend einer Vorschrift steht?
Ich habe das bei meinem Solarteur reklamiert aber der sagt 3 % ist ok und es gibt dafür keine Vorschrift.

Ich hoffe mir kann jemand helfen. Danke Peter

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Verfasst am: Nach oben

-Sven-
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Angemeldet: 06.03.2008
Beiträge: 84
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 19:04 Nach oben

laut din sind ab dem Ha 3% spannungsverlust zulässig. das besieht sich aber für den bezug von strom! beim einspeisen ist es eigentlich persönliches pech wenn deine verluste hoch sind!

aber wenn ich bei dir nachrechne bleibe ich auch unter 1%, wo ist den das tool bei sma ?

_________________
Gesamtleistung: 17,16kWp und 6,6kWp
Module: Solar World 220 Poly
Wechselrichter: Von SMA die komplette Palette.
http://www.solarlog-home.de/fiebig/ und http://www.solarlog-home.de/fiebig2/
Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2616

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 19:05 Nach oben

Hallo,

Vorschrift greift erst später, über eine 6mm² Leitung darf man ganz offiziell 25 A und mehr rüberschicken oder wieviel ist es ?
Nach deiner Signatur hast Du einen Wr mit max. 5 kw ?
Falls dein Solarteur dafür eine 3 phasige Leitung gelegt hätte, wären ja im Prinzip noch zwei Adern in der Leitung frei ? Dann ginge da schon noch was.
Schreib doch bitte erstmal wie die Netzeinspeisung genau aussieht. 1 WR oder mehrere ? Kabel 5 x 6mm² ?

Viele Grüße:

Klaus

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Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.

[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]

Zuletzt bearbeitet von Boelckmoeller3 am 16.03.2008, 19:23, insgesamt einmal bearbeitet
Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2616

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 19:14 Nach oben

Sorry, das wären dann 100m für hin- und zurück ?
Ansonsten komme ich hier bei einphasiger Einspeisung und 50m (2 x25m) und 5kw auf maximal 1,6%. Im Jahresmittel ist 0,8% anzusetzen. Bei Drehstromeinspeisung wäre es nur die Hälfte.
Bei 2 x 50m ist es so (3,2%) aber im Jahresmitte auch l nur 1,6%.

Viele Grüße:

Klaus

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[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
Atommafia
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Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 534

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 22:42 Nach oben

Tach
Boelckmoeller3 hat Folgendes geschrieben:

Falls dein Solarteur dafür eine 3 phasige Leitung gelegt hätte, wären ja im Prinzip noch zwei Adern in der Leitung frei ? Dann ginge da schon noch was.


Was denn ?
Adern parallelschalten und ignorieren das die Isolierung vom Neutralleiter dann nicht mehr im nur im Farbton Blau ausgeführt ist , sondern in Blau +
Grau-Braun-Irgendetwas.
Erst bei der Planung den Leitungsverlust ignorieren und dann den Fehler flüchtig ausbessern und auf VDE-Vorschriften pfeifen.


MfG
stromar
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Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 22:55 Nach oben

Hallo peterpoppet,
um eine Leitungsberechnung anzustellen fehlen noch, wie schon Boelckmoeller3 gepostet hat, ein paar Angaben:
Nennleistung des WR:
Einspeisung 1 Phasig/2 Phasig/ 3 Phasig,


Nach meiner Berechnung mit der maximalen zulässigen 1 Phasigen Einspeisung von 4,6 kVA, entspricht bei einem vorgeschriebenem cos von 0,9 eine Leistung von ca. 5,11 kW (und mehr wird Dein WR bei 5,6 kWp nicht bringen) eine Verlustleistung von 2,7% d.H. einen jählichen Minderertrag von 1,4 % also genau die von Dir berechneten Werten.
Ansonsten kann ich die vorhergehenden Antworten bestätigen.

@-Sven-
ich glaube du verwechselst Verlustleistung in % mit jährlichem Minderertrag in %, das Tool ist bei
http://download.sma.de/smaprosa/dateien/1365/Leitungsberechnung_1-11.xls
(ich hoffe der Link klappt)

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stromar
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Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 22:59 Nach oben

uuupps,

da kommt ja gleich das Downloadfenster.

nächster Versuch:

http://www2.sma.de/de/solartechnik/downloads/index.html

auf dieser Seite gaaaanz unten.

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stromar
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BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 23:03 Nach oben

Mannomann, wieder nicht, also Beschreibung

bei vorherigem Link einfach auf Kartenreiter "Kommunikation/Software"

dann auf "GenAu"

dann rechts "Alle Downloads anzeigen"

dann Ganz unten.

geschafft!!!!!

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peterpoppet
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Beiträge: 10
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 16:45 Nach oben

Hallo,
hier noch mal en paar genauere Daten. Nennlestung WR 5,4 KW, die einfache Wegstrecke wie gesagt 50m, das Kabel hat 3 x 6 mm² und es wird einphasig eingespeist.

Ich glaube ich habe mich wirklich von der roten 3 im Tool verwirren lassen und unten den jährlichen Minderertrag ignoriert. Ist ja aber klar, das nicht das ganze Jahr Vollast gefahren wird.

Schon mal vielen Dank für die Antworten.

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Helios
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BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 17:31 Nach oben

...mal abgesehen davon dass der Anschluss dieses WR nicht VDE konform sein dürfte, max. Schieflast 4,6kW ~10%, der PVI 60 kann 5,4kW,...wäre hier ein Kabel 10mm² angebracht gewesen.

Gruß Helios

Edit:WR Datenblatt, von 2 oder 3phasiger Einspeisung kann ich hier nichts finden:

http://www.mp-tec.de/fileadmin/download/de/produktdaten/Wechselrichter_Photowatt_DE.pdf

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BeitragVerfasst am: 27.04.2008, 21:40 Nach oben

5,4kW = 23,48A (@1x230V)

laut PWI-Datenblatt: maximale Nennstromstärke = 23A

Das SMA-Leitungsberechnungstool rechnet nicht wirklich richtig! Der Fehler leigt so bei ca.8-20% Wink

Ein 6mm2-Kabel hat laut DIN EN 60228 bzw. VDE 0295 einen max. Leitungswiderstand von bei 20°C:
3,08..3,11 mOhm/m (Rundleiter aus Kupfer)
3,30..3,39 mOhm/m (fein- bzw. feinstdrähtinge Leitungen aus Kupfer)
(siehe zB. http://www.meinhart.at/pdf/Technik_2007.pdf Seite 248f, 280)

Je 10°C hast noch eine Widerstandserhöhung von 3,9 (..3,93)%

R40 = R20 x (1+ 0,0039 x 20°C) = 3,08 mOhm/m x 1,078 =
R40 = 3,32 mOhm/m (@40°C)

Pverlust = I^2 x R40 x 2 x l = 23A^2 x 3,32mOhm/m x 2 x50m =
Pverlust = 175,6 Watt = ~3,25% (@40°C)

(Pverlust = 162,9 Watt = ~3,02% (@20°C))


ps: Für 23,0A (~5,29kW @1x230V) und 20°C ist das SMA-Tool um ~8,7% daneben (bei 40°C logischerweise wegen nicht berücksichtigung der Temp. gar ~17,1%)

Was ich damit sagen will ist, das wenn du deinem Elektriker eine falsche Leitungsauslegung/dimensionierung nachweisen willst musst du richtig rechnen und nicht mit div. "Tools"..

.
fn-at
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Angemeldet: 23.03.2008
Beiträge: 157
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 27.04.2008, 22:01 Nach oben

Nachtrag..
Achja die -3% Toleranz gelten nicht für die Leistungsverluste (in Watt), sondern den Spannungabfall (in Volt) an der Leitung..

Bei dir:
dU20= 23A x 3,08mOhm/m x 2 x 50m = 7,08V (3,08%)
dU40= 23A x 3,32mOhm/m x 2 x 50m = 7,63V (3,32%)

(SMA-Tool: 6,5V entspricht 2,8%)

hmm...
.
Boelckmoeller3
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Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2616

BeitragVerfasst am: 27.04.2008, 22:09 Nach oben

Atommafia hat Folgendes geschrieben:
Tach
Boelckmoeller3 hat Folgendes geschrieben:

Falls dein Solarteur dafür eine 3 phasige Leitung gelegt hätte, wären ja im Prinzip noch zwei Adern in der Leitung frei ? Dann ginge da schon noch was.


Was denn ?
Adern parallelschalten und ignorieren das die Isolierung vom Neutralleiter dann nicht mehr im nur im Farbton Blau ausgeführt ist , sondern in Blau +
Grau-Braun-Irgendetwas.
Erst bei der Planung den Leitungsverlust ignorieren und dann den Fehler flüchtig ausbessern und auf VDE-Vorschriften pfeifen.

MfG


@Atommafia

Hatte dich ja damals ganz überlesen.
Also ich persönlich würde ja auch schonmal über meinen Schatten springen und bei mir zu Hause in krimineller und böswilliger Absicht die blauen Farben ignorieren.
Ansonsten mag ich Ignoranten aber nicht.
Aber das würde und will ich doch um Gottes Willen hier im Forum niemandem empfehlen !
Nein, diese Diskussion lief hier schonmal vor langer Zeit. Es gibt da mindestens zwei andere "legale" und DIN- und VDE-konforme Wege was zu machen. wenn Du etwas nachdenkst kommst vielleicht noch selber drauf ? Wenn nicht, auch nicht schlimm anders (mit toten Adern) gehts auch. Ist nur schade bei den Kupferpreisen heutzutage.

mehr sag ich nicht dazu Smile

@fn-at

Hast völlig Recht und "per Hand" rechnen ist auch super, mach weiter so, ich machs auch manchmal noch, wenn es mal eng an die Grenze geht, andernfalls nehme ich aber gerne und lieber die vorhandene Tools dazu.
Unter bewußter Vernachlässigung der Rundungstoleranzen.

Viele Grüße:

Klaus

_________________
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[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
fn-at
Vielschreiber
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Angemeldet: 23.03.2008
Beiträge: 157
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 27.04.2008, 22:39 Nach oben

Boelckmoeller3 hat Folgendes geschrieben:

....
Nein, diese Diskussion lief hier schonmal vor langer Zeit. Es gibt da mindestens zwei andere "legale" und DIN- und VDE-konforme Wege was zu machen. wenn Du etwas nachdenkst kommst vielleicht noch selber drauf ? Wenn nicht, auch nicht schlimm anders (mit toten Adern) gehts auch. Ist nur schade bei den Kupferpreisen heutzutage.

mehr sag ich nicht dazu Smile

@fn-at

Hast völlig Recht und "per Hand" rechnen ist auch super, mach weiter so, ich machs auch manchmal noch, wenn es mal eng an die Grenze geht, anderfalls nehm ich aber gerne und lieber die vorhandene Tools dazu.
Unter bewusster Vernachlässigung der Rundungstoleranzen.

Klar darf man einen blauen Neutralleiter auch als Phase benutzen, so man beidseitig einen (zB. schwarzen) Schrumpfschlauch auf einigen cm Länge drüberschrumpft oder eine äquivalente Kennzeichnungs-Maßnahme setzt..

Den Schutzleiter PE bzw. PEN-Leiter darf man aber nicht fremdverwenden bzw. darf auch keine andere Farbe zum PE werden. Wink

@Boelckmoeller3 :
Nunja bei SMA-Kabeltool sind es nicht die Rundungstoleranzen, sondern nicht korrekte Leitwerte bei 20°C.
SMA rechnet für Kupfer mit 1,70x10^-8 Ohm*m.
Die Kabelhersteller und bzw. Vorschriften liegen umgrechnet bei etwa 1,80..1,90^-8 Ohm*m

Das ergibt schon mal ca.6-12% Rechenfehler bei den Widerständen, welcher dann für die weiteren Berechnungen mitgenommen wird..
.
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