Vor den Hintergründen fällt die Entscheidung auf den ersten Blick nicht so leicht. Sie bedeutet:
Verzicht auf mittlerweile hochwertigste Produkte, starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und Verfügbarkeit aufgrund Potenz.
Ich habe ich einen Entschluß gefasst. Ich kann es derzeit nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, die Politik Chinas zu unterstützen. Ich werde aufgrund des Vorgehens in Tibet bis auf weiteres chinesische Produkte aus Programm und Konsum werfen. Auch sind andere Vorgehensweisen fragwürdig.
Ich stelle diesen Entschluss hiermit zur Diskussion und hoffe das sich andere meinem Boykott anschließen werden. Auf den zweiten Blick zählt doch die Menschlichkeit, oder?
bin dabei Und hoffe daß sich unsere Olympioniken, Transrapidler usw. ebenfalls zumindest Gedanken machen...
So, bin zu müde um noch weiter zu posten. Gute Nacht zusammen!
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Die Ereignisse lassen mir keine Wahl.
... Ich kann es derzeit nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, die Politik Chinas zu unterstützen. Ich werde aufgrund des Vorgehens in Tibet bis auf weiteres chinesische Produkte aus Programm und Konsum werfen. ...
Da bist Du doch etwas spät dran. Die Politik Chinas gegenüber Tibet dauert nun schon 58 Jahre an und hat sich nicht verbessert.
Ich meide ebenfalls chinesische Waren wo immer es geht und habe meine Anlage ganz bewusst aus deutschen Produkten zusammengestellt.
Deine Idee ist gut, aber dennoch frage ich mich, wieso Du erst jetzt auf diese Idee kommst. Die Ereignisse auf dem "Platz des himmlischen Friedens" sind doch wohl noch allen im Gedächtnis, oder? Darüber hinaus ist es ja wohl auch kein Geheimnis, dass sich Chinas Menschenrechtspolitik seitdem nicht geändert hat. Hast Du das nur verdrängt oder machst Du Dir nur dann Gedanken, wenn ein Ereignis in der Tagesschau in bunten Bildern präsentiert wird?
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700248 Stammmitglied
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Verfasst am:
16.03.2008, 17:13
"Ich habe ich einen Entschluß gefasst. Ich kann es derzeit nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, die Politik Chinas zu unterstützen. Ich werde aufgrund des Vorgehens in Tibet bis auf weiteres chinesische Produkte aus Programm und Konsum werfen."
Die Politik von China ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt.Dann müüste man doch seit Jahrzehnten auf Waren aus Chine verzichten.Nur wird das im Alltag doch schwerfallen.Wer weiß denn heutzutage wo genau welche Teile oder Komponenten hergestellt werden?Mp3 Player,Fernseher usw.
Die Politik Chinas hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten schon gewandelt, aber zum schlechten. Einen gewissen Einblick habe ich, weil mein ältester Bruder von 1980 bis 1982 ein Stipendium des DAAD für einen Chinaaufenthalt hatte. Damals sahen die Ideen in Chinas Elite echt noch anders aus, z.B. wollte man bei der anstehenden Industrialisierung auf Umweltschutz achten.
Seit Ende der 80iger sind diese Ideen aber verdrängt worden und die Menschenrechte hielten mit der in vielen Bereichen der Welt zu beobachtenden positiven Entwicklung nicht stand.
Bei vielen Konsumgütern weiß man nicht, woher sie stammen, aber Textilien z.B. sind immer gelabelt. Deshalb vermeide ich schon seit Jahren Produkte aus China.
Aufgrund der extmren ausgeweiteten Produktpiraterie sollte man sich sowieso überlegen, ob man bei Kaufentscheidungen nicht bewusst heimische Betriebe unterstützt.
Chinamodule kommen mir nicht aufs Dach (und auch meinem jüngsten Bruder nicht, der mit einer Chinesin verheiratet ist), nicht nur aus Boykottgründen. Dieses Land ist so unberechenbar, wie steht es da mit einer Garantie von 20 bis 25 Jahren? Wenn die sowieso schon unzuverlässig sind, dann ...
Ich persönlich würde mich über einen Boykott der olympischen Spiele freuen, für mich war es von Anfang an klar, dass es keine gute Entscheidung war, Bejing zu wählen.
An meine Vorschreiber: Man kann sich nicht um jedes Problem in der Welt kümmern, dshalb fällt dem einen oder anderen eine Problematik später auf als anderen. Also besser verspätet als nie.
Lichtblick, ich finde es gut, dass du dieses Thema hier anschneidest.
_________________ Brigitte
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Angemeldet: 23.04.2008
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Verfasst am:
16.05.2008, 08:21
Hallo,
Gut, Politik sollte im Forum kein großes Gewicht haben, aber diese "Kauft nicht bei Chinesen" Einstellung ist wirklich Unsinn. (Das sage ich jetzt nicht nur weil ich chinesische Module im Programm habe)
Das Argument lässt sich nämlich ganz einfach auf fast jedes Land richten. Deutschland ist zum Beispiel einer der größten Landminen Hersteller der Welt und wir fänden es auch seltsam, wenn plötzlich keiner mehr deutsche Solarmodule kaufen würde, weil ein anderer Industriezweig unseres Landes (oder die Politik) Mist baut.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was ein Boykott von Waren aus "bösen" Ländern irgendwem bringen sollte. Ist ja nicht so, dass arme Länder, die bereits eine kaputte Wirtschaft haben, kategorisch "gut" sind.
Oder wie war denn das, als ein paar der Amis deutschen Wein zerdeppert haben und French Fries in Freedom Fries umbenannt haben, weil sie sauer waren, dass wir nicht mit ihnen in den Krieg gezogen sind? Das war doch genauso Unsinnig.
Unser Job ist nicht die Politik, sondern eine friedliche Energiewirtschaft, und da wär mir auch Nordkorea willkommen, wenn sie Solarmodule statt Atomkraft wollten.
Deutschland ist zum Beispiel einer der größten Landminen Hersteller der Welt und wir fänden es auch seltsam, wenn plötzlich keiner mehr deutsche Solarmodule kaufen würde, weil ein anderer Industriezweig unseres Landes (oder die Politik) Mist baut.
Jetzt haut ihr hier aber Einiges durcheinander. Es geht lichtblick nicht darum, was die Wirtschaft eines Landes herstellt, sondern es geht um die Menschenrechtspolitik einer bestimmten Nation.
Das Beispiel mit der Landminenherstellung ist umso abstruser, als auch China Unmengen Landminen herstellt.
Was China von Menschenrechten und von Meinungsfreiheit hält, hat sich ja gerade in den letzten Wochen bei den Fackelläufen in den verschiedenen Ländern sehr deutlich gezeigt. Beyenburgerin hat darüber hinaus sehr zu Recht auch noch einmal darauf hingewiesen, dass Chinesen Patente ziemlich egal sind und sie schamlos alles kopieren, was ihnen gut verkäuflich erscheint. Wenn Euch weder Politik noch Wirtschaftsrecht interessieren, kauft bzw. verkauft ruhig weiter chinesische Produkte - dafür leben wir in einer Demokratie, in der jeder im Rahmen der Gesetze sein Handeln nur vor sich selbst verantworten muss. Ich selbst aber werde, wenn es irgendwie geht, chinesische Produkte in den Regalen liegen lassen, bis sie verschimmeln.
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Marius Neu hier
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Verfasst am:
16.05.2008, 11:45
Naja, ich will auch gar nicht darum streiten, ob in China alles super läuft oder nicht. Ich meine nur, dass ich Solarenergie (bzw Erneuerbare Energien ganz allgemein) als eine sehr positive Sache empfinde, egal wo sie herkommt oder hingeht. Natürlich haben wir in Deutschland eine wesentlich fortschrittlichere Infrastruktur und ein effektiveres Wirtschaftssystem, so dass wir hochwertige Technik herstellen können. Damit kann China natürlich noch nicht mithalten.
Aber man darf nicht vergessen, dass auch für heutige Industrieländer wie Japan oder Deutschland den Weg zur Industrienation mit vielen Privilegien für Arbeitnehmer und Bevölkerung (z.B. Menschenrechte, Versicherungen usw) sehr steinig war. Ich persönlich glaube daran, dass auch China die Möglichkeit hat, westliche Werte wie Menschenrechte und Individualität zu erlernen und sehe Solarenergie als einen positiven Faktor auf diesem Weg. Dem teilweise schon rassistisch anmutenden China-Bashing in den Medien jedenfalls kann ich mich jedenfalls nicht anschließen. Demokratie und Co ist halt ein stetiger Lernprozess, den wir in der EU mit Verlaub auch noch nicht perfektioniert haben.
Was die Patente angeht stimmt das was du sagst. Schlimmes Raubkopiererland das. Aber wenn man mal an das Image der Japaner der 70er zurückdenkt war das glaube ich in etwa eine vergleichbare Situation: Damals hieß es auch, die Japaner kopieren nur, aber irgendwann sind sie durch das viele kopieren besser und effektiver geworden als die amerikanischen Originale und auf einmal fanden das alle gut. Heute schreckt jedenfalls kaum einer mehr vor japanischen Produkten zurück.
Ich bezweifle, dass ich ausreichend Informationen besitze aber ich denke, dass es China ziemlich wenig interessiert wenn ein paar Sportler zum Beispiel zuhause bleiben. Vor den Spielen werden sie auf lieb und brav tun und nach den Spielen so weitermachen wie bisher.
_________________ Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. - Kurt Tucholsky
Ich persönlich glaube daran, dass auch China die Möglichkeit hat, westliche Werte wie Menschenrechte und Individualität zu erlernen
@Marius: Man war in China schon auf dem besten Wege dazu, und das bis zum Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Dies kann ich aufgrund vielfältiger persönlicher Kontakte sagen. China ist derzeit mehr Diktatur als Mitte der 80iger, leider. Die Ideen, die man in China Anfang der 80iger hatte waren "fortschrittlich". Man schicke kluge Köpfe ins westliche Ausland, damit diese hier studieren. Ich habe damals intensive Gespräche mit solchen Studenten geführt. Die Idee war es , bei der Industrialisierung die Fehler der westlichen Welt bez. Umweltverschmutzung zu vermeiden. Auch hat man dahingehend Überlegungen gehabt, ohne Atomkraft auszukommen, nur um zwei Beispiele zu nennen. Dann wurde die Führungsriege ausgetauscht, und die guten Ideen gerieten in Vergessenheit.
Zitat:
Damals hieß es auch, die Japaner kopieren nur
Die Chinese haben genug kluge Köpfe, um alles selber zu entwickeln. Allerdings fehlt es am Willen.
_________________ Brigitte
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