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phenning
Forumsinventar

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Verfasst am:
23.02.2008, 22:09 |
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Globalstrahlung - das, was bei uns den Strom produziert - setzt sich aus einem diffusen Anteil und einem direkten Anteil zusammen. Der direkte Anteil kommt auf geradem Wege von der Sonne - ist also für einen beleuchteten Punkt (nicht Fläche) leicht abzudecken, indem man eine Pappscheibe o.ä. zwischen Sonne und Punkt bringt.
Der diffuse Anteil kommt von "überall" am Himmel. Natürlich nicht gleichförmig verteilt- aber die Winkelabhängigkeit ist recht kompliziert und soll für den Moment außen vor bleiben. Natürlich ist "der Himmel" nicht so hell wie die Sonne - aber dafür kommt die Strahlung von einer sehr viel größeren Fläche als der scheinbaren Sonnenscheibe.
Die Frage ist nun, welcher Anteil der Globalstrahlung an einem bestimmten Tag direkt, und welcher diffus ist. Dieser Anteil ist deshalb wichtig, weil seine Kenntnis die Prognose des Ertrages von Solaranlagen gestattet. Denn der direkte Anteil der Globalstrahlung genügt dem Lambertschen Gesetz: Seine Intensität variiert mit dem Cosinus des Einfallswinkels (gemessen zwischen Sonnenrichtung und Senkrechter auf den Solarmodulen, wenn man gegen die Modulfläche misst, muss der Sinus genommen werden).
Der diffuse Anteil hingegen ist - in erster Näherung - unabhängig vom Winkel. Je nachdem, wo man nachschaut oder nachfragt, werden Daten zwischen 10 und 40 % für den diffusen Anteil genannt.
Jetzt zu den Daten: Am 19.2. hat (laut Angabe von Wiese) eine Wetterstation in Karlsruhe eine maximale Globalstrahlung auf horizontaler Fläche von 475 W /qm angegeben (Bisher keine Ahnung, welches Messgerät verwendet wurde).
Ich selbst habe am 19.2. mit einem temperaturkompensierten Silizium-Einstrahlungssensor von Mencke & Tegtmeier (lt. Datenblatt maximal Abweichung 5% in Bezug auf Pyranometer) auf einem 30 Grad geneigten Dach, orientiert 14 Grad aus der Südrichtung nach Westen, eine Globalstrahlung von 732 W/qm gemessen.
Jetzt berechnet man die Sonnenstände.Da hier im Forum gewisse Vorbehalte gegen wissenschaftliche Äußerungen bestehen, nehme ich dafür nicht mein eigenes Programm, sondern das Programm SOLPOS des National Renewable Energy Lab der USA. Dessen Quellen sind sehr gut dokumentiert, jedemann kann sich das aus dem Netz herunterladen.
Der Cosinus beträgt danach am 19.Februar 2008 0,493 für den Einfall auf eine horizontale Fläche, 0,857 für mein Dach sowie 0,965 für das Dach von Wiese.
Also gilt
475 W = D * 0,493 + F
732 W = D * 0,857 + F
Die Lösung dieser Gleichung ist
D = 706 W (direkter Anteil) = 85%
F = 126 W (diffuser Anteil) = 15%
Von der im alten Thread angegebenen Lösung weicht dies deshalb leicht ab, weil Wiese dort einen Cosinus von 0,5 angegeben hatte (entspricht einem Sonnenstand von 30 Grad für den 19.2., das ist aber eben nichtgenau genug.)
Aus diesen Werten ergibt sich danach auf dem Dach von Wiese eine Einstrahlung von maximal 806 W/qm.
Wiese und andere behaupten nun, auf dem Dach eine Einstrahlung von ca. 1000 W/qm gemessen zu haben.
475 W = D * 0,493 + F
1000 W = D * 0,965 + F
Damit aber ergäbe sich ein direkter Anteil von 1112 W/qm - und ein NEGATIVER Wert von -73 W/qm für den diffusen Anteil. Das ist mit Sicherheit falsch...
Dieser Fehler hat aber NICHTS mit meinen eigenen Messungen zu tun. Sondern die Fehlerhaftigkeit ergibt sich aus 1. der Karlsruher Messung und 2. aus den Sonnenstandswerten des NREL - beide lassen bei einer behaupteten Einstrahlung von 1000 W/qm eben nur den unmöglichen Wert von -73 W/qm für den diffusen Anteil zu. |
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Verfasst am:
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deba
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Angemeldet: 24.04.2007
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Verfasst am:
24.02.2008, 09:31 |
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Ein Wort zu den Wetterstationen im Internet:
Die meisten frei zugänglichen Tagesdaten werden von privaten Wetterstationen angezeigt. Bei den Stationen mit Angaben zur Strahlung, wird in der Regel die Wetterstation "Vantage Pro" von DAVIS genutzt, die die Globalstrahlung mit einem eigenen Strahlunssensor misst. Andere Hardwarelösungen messen die Lichtstärke, die dann in W/m² umgerechnet wird (ob das richtig/sinnvoll ist, sollte hier nicht diskutiert werden). Darum hier der Hinweis, sich über die Technik der verwendeten Hardware zu informieren. Die Toleranz des DAVIS-Strahlungssensors wird mit +/- 5% angegeben.
Bei der DAVIS-Station handelt es sich um eine bei Hobbymetereologen beliebte Station im semiprofessionellen Bereich, die nachgewissener Maßen gute Werte liefert. Lediglich der UV-Sensor unterliegt einem starken Drift, weshalb er in regelmäßigen Abständen kalibriert werden sollte (Angaben von DAVIS).
Die Wetterstationen Karlsruhe und Karlsruhe-Mühlburg verwenden (wie ich auch) eine "Vantage Pro 2". Schon alleine aus diesem Grund vertraue ich den Daten dieser pr. Wetterstationen. Bei einem Vergleich der Strahlungswerte von 2007 meiner Station mit den veröffentlichten Daten der Photon für unsere Region wurden nur kleine Unterschiede festgestellt, die ich zum einen auf die unterschiedlichen Messorte und zum anderen auf die unterschiedliche Messgenauigkeit der verwendeten Instrumente zurückführe. Auch liegt der Jahreswert von 1070 kWh/m² ziemlich nahe an dem offiziellen Wert 1075 kWh/m² der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.
Hier zwei Links für Grundlagen und Messmethoden:
http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt5/klimaatlas_bw/globalstrahlung/grundlagen/index.html
http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt5/klimaatlas_bw/globalstrahlung/messmethodik/index.html
und ein Link für Datenaufbereitung:
http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt5/klimaatlas_bw/globalstrahlung/daten/index.html
und wenn ich schon dabei bin, hier noch die Jahressummen für Mannheim, Stuttgart, Freiburg und Konstanz von 1981 - 2004:
http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt5/klimaatlas_bw/globalstrahlung/variabilitaet/index.html
Man liest sich ...
deba |
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phenning
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Verfasst am:
24.02.2008, 09:57 |
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Danke für den Hinweis auf das Messgerät.
Lt. Datenblatt von DAVIS Instruments ist noch hinzuzufügen, dass die Sensoren der Vantage Pro eine Drift von bis zu 2% pro Jahr aufweisen, und dass sie intern nicht temperaturkompensiert sind (sondern das Gehäuse zur Wärmeisolierung dienen soll). Die Genauigkeit könnte also etwas schlechter als 5% sein, je nachdem, wie lange das Ding schon steht.
Ich halte die Karlsruher Messung von 475 W/qm auf horizontaler Fläche dennoch für durchaus plausibel, sie stimmt auch mit den offiziellen daten für Februar durchaus überein. |
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deba
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Angemeldet: 24.04.2007
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Verfasst am:
24.02.2008, 11:04 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Danke für den Hinweis auf das Messgerät.
Lt. Datenblatt von DAVIS Instruments ist noch hinzuzufügen, dass die Sensoren der Vantage Pro eine Drift von bis zu 2% pro Jahr aufweisen, ... |
Bin auch über diese Angabe "gestolpert". Nach Rücksprache, wurde mir mitgeteilt, dass der Drift nur den UV-Sensor betrifft.
Man liest sich ...
deba |
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Wiese
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Angemeldet: 28.01.2007
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Verfasst am:
24.02.2008, 12:18 |
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Hallo Phenning
zunächst mal danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast.
Ich möchte auf Deine Ausführungen etwas näher eingehen.
Zunächst war für mich nicht klar, warum Dein Siliziumsensor, den Streulichtanteil nicht misst. Deine Ausführungen zeigen aber, dass darin der diffuse Anteil sehrwohl enthalten ist. Bisher hatte ich noch die Möglichkeit gesehen, dass die Differenz zu Deinen Messungen und Berechnungen mit 806 Watt für mein Dach und meinen Berechnungen mit 920 Watt durch den diffusen Strahlungsanteil erklärt werden könnte. Das scheint aber nun nicht so zu sein.
Ein kleiner, wenn auch bedeutender Fehler hat sich aber bei Deinen Ausführungen eingeschlichen:
Ich habe niemals behauptet, dass ich 1000 Watt/m² gemessen habe, sondern ich habe gesagt, dass ich aus den Werten (475W/m²) der Wetterstation in KA etwa 920 W/m² errechnet habe. Die Ungenauigkeit von wenigen Grad beim Sonnenstand kann eine Ungenauigkeit von ~ 15% beim Ergebnis nicht erklären.
Zur Sicherheit habe ich jetzt nochmal nachgerechnet und unter Zuhilfenahme dieser HP http://cgi.stadtklima-stuttgart.de/mirror/sonne.exe den Sonnenstand für den 19.2.08 nochmal recherchiert. Der Einstrahlungswinkel betrug für KA am 19.2. 29,35 Grad (obere Kulmination). Mit diesem Wert ergibt sich dann sogar eine Wert von 930 Watt pro m² für mein 45 Grad Dach, und für Deines mit 30 Grad ein Einstrahlungswert von 830 W/m². Ich komme damit übrigens auf einen Cosinus von 0,49014 Du rechnest mit 0,493 ich habe mit 0,5 gerechnet. Der Unterschied beeinflusst das Ergebnis nur minimal.
Aus dem Einstrahlungswert von 920 bis 930 Watt kann ich unter Berücksichtigung von WR-Verlusten und tk-Verlusten die erbrachte Leistung bei Sonnenhöchststand nachvollziehen. Aus dem Wert von 806 Watt/m² kann ich das nicht. Mit 800 Watt/m² können die Module bei 25 Grad Zellentemperatur nur 140 Watt el. Leistung erzeugen. Mein WR hat aber umgerechnet auf das einzelne Modul eine Einspeiseleistung von 148,5 Watt angezeigt. Rechnet man die WR-Verluste dazu kommt man auf 156,3 Watt. Da ich keine Leistungskurven der Module für verschiedene Temperaturen habe, rechne ich nun diesen Leistungswert hoch, indem ich die tk-Verluste aus der Temperaturerhöhung, die ich wiederum aus der Spannung herleite, auf die daraus resultierende fiktive Leistung bei 25 Grad Celsius umrechne. Wäre also das Modul nur 25 Grad warm, müsste die Sonne so viel Leistung auf die Module abstrahlen, dass diese bei den fiktiven 25 Grad 171,2 Watt leisten würden.
Damit die Module bei 25 Grad C 171,2 Watt Leistung bringen, muss die Somme mit mehr als 900 W/m² einstrahlen, weil die Module für 170 Watt Leistung bei 25 Grad 900 Watt Soneneinstrahlung benötigen.
Dass die Module wärmer als 25 Grad sind, wird mir durch meinen Thermometer an der Rückseite der Module bestätigt. Wenn die Lufttemperatur in ein bis 2 cm Abstand hinter dem Modul 32 Grad beträgt, muss die Zellentemperatur höher als diese 32 Grad sein, da die Erwärmung der Luft auschließlich auf die Temperatur der Module zurückzuführen ist.
Ich erlaube mir nun einfach mal zu behaupten, dass meine Module kein "Perpetuum mobile" sind, und eben nicht aus Nichts Energie erzeugen können. Man könnte nun natürlich auch die WR-Anzeige in Zweifel ziehen. Da mein WR aber die Tageserträge mit einer Genauigkeit von weniger als einem Prozent anzeigt, muss ich davon ausgehen, dass er Strom und Spannung relativ genau misst, und daraus auch relativ genaue Leistungsangaben berechnet. Um den richtigen MPP zu treffen, muss er hier auch recht genau arbeiten. Die aktuelle Leistung ist sehr einfach zu ermitteln, während der Tagesertrag eine wesentlich kompliziertere Angelegenheit ist, bei der der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle spielt. Eine recht hohe Genauigkeit bei der Berechnung des Tagesertrages setzt also eine mindestens genau so hohe Genauigkeit bei der Messung der absoluten Werte voraus.
Ich habe Dich auch gebeten mir zu sagen, ob Du mit Deinen gemessenen 732 Watt/m² Sonneneinstrahlung die WR-Leistung nachvollziehen kannst. Darauf hast Du keine Antwort gegeben. Denn das ist doch eigentlich das Ziel Deines Messgerätes. Es soll doch ermöglichen die Leistung der Anlage zu kontollieren.
Mir geht es überhaupt nicht darum, wissenschaftliche Ergebnisse anzuzweifeln. Ich bin immer wieder begeistert davon, was die Wissenschaft mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem Forschungsdrang alles heausfindet. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber auch ich bin beharrlich und habe immer das Bedürfnis den Sachen auf den Grund zu gehen.
Wenn die Ergebnisse aber nicht nachvollziehbar sind, sind sie wertlos.
Und genau diese Problem habe ich mit den 732 bzw. 806 Watt. 806 Watt Globalstrahlung können für die Leistung meiner Module an besagtem Tag nicht ausreichen. Es fehlen mindestens 100 Watt Globalstrahlung.
Wo ist also der Fehler? Diese Frage hat mit den Zweifeln an wissenschaftlichen Ergebnissen nichts zu tun.
Ich hoffe Du verstehst das richtig Phenning.
Peter |
_________________ 5,8 kWp laut Flashliste
32 Sharp Mono 180 Watt SolarMax 6000 C
Ausrichtung 170 Grad Süd 45 Grad Dachneigung
Anlage läuft seit 01.03.2007
http://www.solarlog-home3.de/wiesenmaier
Wo ich nicht bin, da ist das Glück.
- Christa Wolf - |
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Sandbank
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Angemeldet: 28.03.2007
Beiträge: 58
Wohnort: Schönau im Odenwald
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Verfasst am:
24.02.2008, 12:28 |
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Ich möchte zum Thema eine vollkommen unwissenschaftliche Beobachtung beisteuern:
Aufgrund meines Anlagenstandortes auf erhöhter Tallage im engen Steinachtal (Nord-Südtal) habe ich morgens und nachmittags/abends auch bei schönstem Sonnenschein ausschliesslich Diffusstrahlung auf den Modulen.
Die Anlage befindet sich auf dem Westhang mit Ausrichtung nach Südwesten (225°). Momentan geht bei mir die Sonne so gegen 10Uhr15 auf und etwa um 16Uhr30 unter.
Bei reinem Sonnenwetter ohne sichtbare Cirren u. ä. ist der Ertrag ohne direkte Strahlung bei unter 0,02kW/kWp. Haben wir leicht bedeckten Himmel so kommt je nach Wolkendecke und Dunst bis zum 3fachen diesen Wertes aus der Anlage.
Überrascht hat mich allerdings was passiert, wenn an sonnigen Tagen einige größere Schönwetterwolken unterwegs sind die von der Sonne angestrahlt werden. Obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen ist bzw. bereits untergegangen ist, erhalte ich Werte bis zu 0,15kW/kWp. Und damit erheblich mehr (bei mir für einige Stunden) als an wolkenlosen Tagen.
Das zeigt mir, dass die Thematik der diffusen Strahlung von sehr vielen Faktoren abhängt, und wahrscheinlich höchstens mit statistischen Betrachtungen einigermassen erfassbar ist.
Sonnige Grüße von
Sandbank |
_________________ 8,55kWp Solar
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Fischkopp
Forumsinventar


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Angemeldet: 25.07.2007
Beiträge: 689
Wohnort: Reinbek
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Verfasst am:
24.02.2008, 12:32 |
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Hallo phenning,
Mit den Wetterstationen ist das ja so einen Sache...
Wenn dies "die" Wetterstation Karlsruhe von Wiese ist, dann liegt es wahrscheinlich weniger an der Genauigkeit der Sensorik sondern am Aufstellungsort.
Ein Bild des Sensorenensembles ist hier zu finden.
Zu dieser Jahreszeit würde ich nicht einmal auf Schattenfreiheit wetten und die Horizontüberhöhung dürfte auf jeden Fall beachtlich sein.
Leider kann ich auch keinen Pyranometerkopf erkennen.
Gruß
fischkopp |
_________________ mit 30x Solara 870TI (170W) & Sunnyboy 5000TL auf Photonenfang |
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deba
Stammmitglied

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Angemeldet: 24.04.2007
Beiträge: 123
Wohnort: Raum Mannheim/Heidelberg
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Verfasst am:
24.02.2008, 14:16 |
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Hier ein Link zum Bild/zur Beschreibung des Strahlungssensors:
http://www.e-agrar.at/vpzubehor/000000962608ab249.php
Der Sensor kann mittels Libelle und Einstellschrauben genau justiert werden. Er sitzt normalerweise über und hinter dem Regentrichter in einer Höhe von zwei Meter, kann aber auch seperat angebracht werden.
Man liest sich ...
deba |
_________________ 3,87 kWp-18 SANYO HIP 215-SB3800-197° Süd-DN:50°
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superhaase
Forumsinventar

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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 1001
Wohnort: München
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Verfasst am:
24.02.2008, 14:24 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Also gilt
475 W = D * 0,493 + F
732 W = D * 0,857 + F
Die Lösung dieser Gleichung ist
D = 706 W (direkter Anteil) = 85%
F = 126 W (diffuser Anteil) = 15% |
Ich glaub, so einfach geht das nicht.
Durch die geneigte Fläche blendest Du einen Teil der vom Himmel kommenden Diffusstrahlung aus (im Norden), dafür erhältst Du zusätzlich Diffusstrahlung durch Bodenreflexionen im Süden. Das ist sicher nicht identisch und kompliziert zu berücksichtigen. Für die Bodenreflexionen gibt es empirisch ermittelte Faktoren, je nach Gelände und Jahreszeit.
Außerdem bezweifle ich, dass mit Deinem allzu einfachen Gleichungssystem die atmosphärischen Bedingungen richtig berücksichtigt werden. Die Diffusstrahlung ist auch und gerade bei "blauem Himmel" recht ungleichmäßig übers Firmament verteilt - wie Du selbst erwähnt hast.
Ich glaub, dass man hier in dieser Diskussion nicht zu brauchbaren Ergebnissen kommen kann, sofern man nicht eine aufwändige, wirklich wissenschaftlich umfassende Arbeit darüber erstellt.
Das wird wohl kaum einer hier leisten können bzw. wollen.
Solche einfachen Umrechnungen können also nur ein recht grober Anhaltspunkt sein und taugen höchstens für relative Aussagen. Systematischer Fehler irgendwo im hohen einstelligen Prozentbereich? Oder höher?
Ihr verzettelt Euch hier ein wenig ....
Ein geeichter Einstrahlungssensor hingegen, der konform zur Anlage montiert ist, kann recht einfach gute Globalstrahlungswerte für die geneigte Ebene der Anlage messen.
Das ist brauchbar, da er zwangsweise alle Umgebungsbedingungen berücksichtigt.
ciao,
sh |
_________________ 10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717 |
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Wiese
Forumsinventar


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Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1989
Wohnort: 76297
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Verfasst am:
24.02.2008, 15:56 |
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Hallo Fischkopp
die Wetterstation befindet sich auf dem Dach der Uni in KA http://imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de/WS_PUB/index_pub.html
Ansonsten werde ich jetzt halt akzeptieren, dass man das nicht ausrechnen kann.
Nur an Phennning hätte ich noch die Bitte mir mitzuteilen, ob die Werte seines Sensors die Leistung der Module bestätigt.
So wüsste ich wenigstens ob so ein Sensor was bringt, oder nur ein noch schlechteres Schätzeisen wie meine Ausrechnungen sind.
Peter
Edit: bei 730 Watt Globalstrahlung und 25 Grad Modultemperatur müsste ein Modul (sharp mono 180) 125 Watt liefern bei 40 Grad Modultemperatur noch etwa 116 Watt. |
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I-V
Vielschreiber

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Angemeldet: 11.02.2007
Beiträge: 219
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Verfasst am:
24.02.2008, 21:22 |
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Hallo,
ich schliesse mich da uneingeschränkt superhaase's Antwort an. Aussagen zur Zusammensetzung der Globalstrahlung können ohne genaue Messungen der Globalstrahlung, Diffus- oder/und Direktanteil nur sehr bedingt bis gar nicht gemacht werden.
Die Funktion einer PV-Anlage kann idealerweise mit einem flachen Siliziumsensor überwacht werden, da beide eine ähnliche spektrale Empfindlichkeit sowie ähnliche optische Eigenschaften besitzen.
Hier gibt's Info's zur Messung der Globalstrahlung:
http://www.pmodwrc.ch/pmod.php?topic=world_radiation_center
und meine Lieblingseite bezüglich solarer Strahlung (schöne LabVIEW Anzeigen )
http://www.nrel.gov/midc/srrl_bms/display/
Bis bald
I-V |
_________________ 54 x Kyocera KC200GHT2 in 6 Strings (Master-Slave) an 2 Kyocera KC5.4i, 15°Neigung, 212°Süd-West, installiert auf Passiv-Aktiv-Haus, ganzjährig unverschattet, Datenerfassung: 2x Stromzähler (S0, 2000 Pulse/kWh), Puls-zu-RS485, RS-485 zu RS232,LabVIEW |
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phenning
Forumsinventar

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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 730
Wohnort: Weingarten/Baden
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Verfasst am:
24.02.2008, 22:07 |
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@I-V:
Ja, was habe ich denn ? Genau den von dir geforderten planaren Si-Sensor.Zwar nicht "amtlich geeicht", aber da ich beim Recherchieren über ein Papier gestolpert bin, dass die Genauigkeit von Schattenbandpyranometern sehr kritisch beleuchtet, sehe ich dessen Eichung an Hand eines sekundären Normals als durchaus brauchbar an.
@Superhaase:
Betreffend die "Ausschaltung" von Globalstrahlung durch die schräge Montage: Das stimmt nicht, denn die Winkelabhängigkeit der Globalstrahlung sorgt dafür, dass vom Horizontbereich nicht mehr viel kommt (Raleigh-Streuung), und dieses wird bei derIntegration noch durch den kleinen Wert des Cosinus unterdrückt. das spielt also bei einem ebenen Sensor keine Rolle, ebenso wenig die Bodenreflexion (die ich aus geometrischen Gründen nicht bekomme).
@Wiese:
Natürlich lässt sich das ausrechnen ! Wir streiten nur über die Wahl der Messgeräte für die Eingangsdaten Klar ist auch, dass es dazu ein wenig Theorie braucht. Abwarten...
Ja, natürlich passen meine Messungen zur Leistung meiner Anlage. Wie Du an den öffentlichen Web-Seiten meines "Cheaper Logger" selbst nachvollziehen kannst, hat die Anlage bei niedrigen Modutemperaturen einen Wirkungsgrad von ca. 14% (Einspeisungsergebnis in Bezug auf die von mir gemessene Globalstrahlung, beides tagsüber öffentlich verfügbar). Das steht im Rahmen der Messgenauigkeit (höchstens 5%) in Übereinstimmung mit dem Wirkungsgrad der Module lt. Datenblatt (13,7%) und der Effizienz des WR mit 95%.
Der Unterschied in den Winkeln, den Du erwähnst, ergibt sich durch die refraktive Korrektur in SOLPOS (scheinbare Änderung des Sonnenstandes durch Lichtbrechung).
Betreffend die Wetterstation der Uni - nur ein Zitat aus der Beschreibung: "Dieser Aufstellungsort entspricht nicht den Vorgaben für die Einrichtung von meteorologischen Stationen.". Ich werde mit meinen Kollegen aus der Meteorologie das Thema mal diskutieren. |
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superhaase
Forumsinventar

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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 1001
Wohnort: München
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Verfasst am:
24.02.2008, 22:22 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Betreffend die "Ausschaltung" von Globalstrahlung durch die schräge Montage: Das stimmt nicht, denn die Winkelabhängigkeit der Globalstrahlung sorgt dafür, dass vom Horizontbereich nicht mehr viel kommt (Raleigh-Streuung), und dieses wird bei derIntegration noch durch den kleinen Wert des Cosinus unterdrückt. das spielt also bei einem ebenen Sensor keine Rolle, ebenso wenig die Bodenreflexion (die ich aus geometrischen Gründen nicht bekomme). |
Nene, das gilt vielleicht für geringe Neigungen, dass man das vernachlässigen kann.
Aber für die gängigen Neigungen von PV-Generatoren im Bereich von 20-50° kannst Du mir das nicht weismachen.... |
_________________ 10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717 |
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I-V
Vielschreiber

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Angemeldet: 11.02.2007
Beiträge: 219
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Verfasst am:
24.02.2008, 22:47 |
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@ phenning
nein, es geht mir hier nicht um die Methode diffuse Strahlung mit bandverschattetem Pyranometer zu messen...schau dir doch mal die Messwerte der unterschiedlichen Strahlungssensoren von NREL an, dann kannst du dir bestimmen vorstellen, welchen Aufwand man betreiben kann, um die Zusammensetzung der Globalstrahlung zu ermitteln:
http://www.nrel.gov/midc/srrl_bms/
Beachte mal die Abweichungen der Sensoren zueinander.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht möglich ist, mit einem flachen, geneigten Siliziumsensor eine allgemeingültige Aussage zur horizontalen Globalstrahlung sowie den diffusen Anteil treffen zu können. Die Genauigkeit des Sensors ist nicht der Grund dafür, sondern die Art des Sensors. Flache Siliziumsensoren, die im übrigen auch weniger stark degradieren als thermische Strahlungssensoren (Pyranometer, Pyrheliometer) sind keine Standardsensoren für die Messung der Globalstrahlung. Deshalb können deren Messwerte auch nicht als Referenz herangezogen werden.
Dass der Standort der Karlsruher Meteostation auf dem Hochhaus nicht den Empfehlungen des WMO entspricht, ist für die Messung der Globalstrahlung meiner Meinung nach nicht hinderlich, wenn die Sensoren WMO Standards entsprechen (secondary standard = höchste Genauigkeit oder first class = zweithöchste Genauigkeit nach WMO).
Bis bald
I-V |
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I-V
Vielschreiber

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Angemeldet: 11.02.2007
Beiträge: 219
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Verfasst am:
24.02.2008, 22:55 |
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...zu den Messwerten der NREL Sensoren kommt man über den 2. Link von oben:
"Live" data and plots |
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