Stringverschaltung beim IG 60 HV

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Stringverschaltung beim IG 60 HV

Beitragvon Toni GS » 11.11.2008, 18:02

Hallo,

bin neu hier im Forum und habe auch gleich die eine oder andere Frage :D

Hatte mich im Spätsommer entschieden eine PV-Anlage zu installieren und habe dann eine Konstellation gem. dieses Angebotes geordert.

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Die PV-Anlage wurde letzte Woche geliefert und ist bereits montiert. Müssen nur noch die Strippen in den Keller gelegt werden.

Im Laufe dieses ganzen PV-Projektes bin ich dann auch auf dieses Forum gestoßen und habe mich schon ein wenig schlauer gelesen. OK, das hätte ich vielleicht schon drei Monate eher machen sollen, aber das ist jetzt Geschichte :oops:

Geliefert wurden 28 Module SOLPOWER 170z-M5/72 und, entgegen der ursprünglichen Planung, ein Fronius IG 60 HV mit Freischaltbox 40/60.

Gemäß Projektplan wurden 2 Strings mit jeweils 14 Modulen geschaltet. Zwischenzeitlich habe ich mir auch die Software Solar.configurator runtergeladen und damit ein wenig gespielt. Eine Variante mit 2 x 14 Modulen habe ich dabei nicht realisieren können. Als Option hätte ich aber die Möglichkeit, 4 x 7 Module zu schalten (siehe Anlage). Dann muß ich zwar nochmal auf´s Dach, aber das ist das geringste Problem. Ich möchte nur vermeiden, dass der WR Schaden wegen Überspannung nimmt. Gemäß technischem Datenblatt ist er für eine Maximalspannung von 530 Volt ausgelegt. Ich habe heute bei guter Sonneneinstrahlung mit einem normalen Multimeter eine Stringspannung von 580 Volt gemessen und habe nun Bedenken, diese an den WR anzuschließen.

Nun meine Frage an die Fachleute: Soll ich die Verschaltung mit 2 x 14 Modulen lassen, oder doch lieber auf 4 x 7 Module gehen. Welche Vor- oder Nachteile haben die verschiedenen Aufteilungen. Beziehen sich die 530 V Maximalspannung des WR auf Leerlaufspannung oder Lastspannung?

Jetzt, nachdem ich mich etwas mehr mit der Materie befasst habe, bin ich mit der Auslegung der Anlage auch nicht ganz glücklich :( . Ursprünglich hatte ich 35 Module geplant, die ich auch vom Platz her gut untergebracht hätte. Nach Rücksprache mit prosolar sagte mir dann ein „Techniker“, dass mit einem WR max. 28 Module möglich sind :? . Daraufhin habe ich dann die Anlage entsprechend verkleinert. Wenn ich mir allerdings die Konfigurationsmöglichkeiten bei Fronius ansehe, wäre ich mit 5 x 7 Modulen deutlich besser gefahren und hätte auch eine bessere Auslastung des WR´s. Wenn ich jetzt mit 4 x 7 verschalte, habe ich doch auch die Möglichkeit, später problemlos einen fünften String nachzurüsten?

Kann es sein, dass sich die Angabe zu den max 28 Modulen auf den ursprünglich geplanten WR Diehl AKO Platinum 4600S bezieht und dort zutrifft?

Tja, wie oben schon einmal geschrieben, ist es jetzt eh zu spät für Hardwareänderungen, da die Anlage bereits auf dem Dach ist und ich in diesem Jahr noch in Betrieb gehen will/muß.

Wäre schön, wenn ich kurzfristig ein paar kompetente Meinungen dazu bekommen könnte, weil ich am WE die restlichen Kabel ziehen will und dann eventuell die Verschaltung der Module noch ändern würde.

Gruß
Toni

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Beitragvon Boelckmoeller3 » 11.11.2008, 19:41

Hallo,

also so (2 x14) kannst Du die Strings nicht anschlie0en, zuviel Spannung für den Wr.ist höchtswahrscheinlich dann demnächst irgendwann tödlich.
4 x7 Module ist wieder recht ungünstig. Wegen der niedrigen DC-Spannung.
Eine DC-Spannung im normalen Betrieb(MPP) in der Nähe von 370V wäre optimal, da hat der Wr den besten Wirkungsgrad.
Bewusst ist dir allerdings doch, dass dein WR wirkungsgradmäßig schon gegen IG Plus und Konkurrenz abgeschrieben ist ?
Am besten wäre wohl eine Verschaltung mit 3 x 10 oder 3 x 11 Modulen.
Wieso dir der Techniker erzählt hat, da gingen nicht mehr Module drann weiß ich nicht, natürlich gehen an einen IG60 HV auch noch ein paar mehr Module.
(aber richtig verschaltet).

Viele Grüße:

Klaus
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Beitragvon Toni GS » 11.11.2008, 20:02

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo,

also so (2 x14) kannst Du die Strings nicht anschlie0en, zuviel Spannung für den Wr.ist höchtswahrscheinlich dann demnächst irgendwann tödlich.
4 x7 Module ist wieder recht ungünstig. Wegen der niedrigen DC-Spannung.
Eine DC-Spannung im normalen Betrieb(MPP) in der Nähe von 370V wäre optimal, da hat der Wr den besten Wirkungsgrad.

Fronius gibt doch aber in dem Solar.configurator eine mögliche Verschaltung von 4 x 7 Modulen bei einer Spannung von 358 Volt als mögliche Option an (siehe oben)

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Bewusst ist dir allerdings doch, dass dein WR wirkungsgradmäßig schon gegen IG Plus und Konkurrenz abgeschrieben ist ?

Ist mir nicht bewusst, da das eine kurzfristige Entscheidung war und ich dieses Jahr noch an´s Netz will. Von daher musste ich zusehen, dass ich überhaupt noch eine Anlage zeitnah bekommen konnte. Hätte mich auch lieber vorher als hinterher schlau gemacht, aber da hat mir auch beruflich ein wenig Zeit gefehlt. Von daher habe ich mich auf andere verlassen :? .

Wäre der ursprünglich angebotene WR Diehl AKO Platinum 4600S besser gewesen?

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Am besten wäre wohl eine Verschaltung mit 3 x 10 oder 3 x 11 Modulen.
Wieso dir der Techniker erzählt hat, da gingen nicht mehr Module drann weiß ich nicht, natürlich gehen an einen IG60 HV auch noch ein paar mehr Module.
(aber richtig verschaltet).

OK, das ist dann aber Zukunft. Im Augenblick läuft mir die Zeit weg und ich muß aus dem, was ich jetzt habe, das Beste machen :wink:

Wenn also 2 x 14 nicht geht, bleibt mir nur 4 x 7 als Option übrig.
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Beitragvon solmaka » 11.11.2008, 21:20

Hallo Toni GS,

kann dem nur zustimmen!
Der Fronius arbeitet im MPP Bereich von 150 bis 400 V, bei 35,9 V kannst Du Dir selbst ausrechnen das das nicht Funktioniert mit 14 Modulen.
Wenn Du eh aufs Dach gehst und umbauen willst, Plan gleich so das Du je String irgendwann noch mal 3-4 Module je String nach erweitern kannst.
Voraus gesetzt Du Schaltest 4 Strings a 7 Module..

Gruß Solmaka :roll:
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Beitragvon Wiese » 11.11.2008, 21:25

schade, Toni, dass Du uns so spät entdeckt hast.

Nun bleibt Dir tatsächlich nur die Option 4 mal 7 Module.

Ich hab jetzt Boelkmoellers Berechnungen nicht nachgerechnet, das ist aber auch nicht notwendig, der weiß wovon er redet.

Als Ergänzung kann ich noch folgendes vorschlagen:
frag doch aber mal nach, ob man Dir noch 2 oder 5 Module liefern kann, dann könntest Du an den ohnehin schon vorhandenen Fronius, der für bis zu 6 kWp gut ist mit 3 mal 10 oder 3 mal 11 Modulen doch noch einigermaßen gut wegkommen.

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Beitragvon Wiese » 11.11.2008, 21:26

Wiese hat geschrieben:schade, Toni, dass Du uns so spät entdeckt hast.

Nun bleibt Dir tatsächlich nur die Option 4 mal 7 Module.

Ich hab jetzt Boelkmoellers Berechnungen nicht nachgerechnet, das ist aber auch nicht notwendig, der weiß wovon er redet.

Als Ergänzung kann ich noch folgendes vorschlagen:
frag doch mal nach, ob man Dir noch 2 oder 5 Module liefern kann, dann könntest Du an den ohnehin schon vorhandenen Fronius, der für bis zu 6 kWp gut ist mit 3 mal 10 oder 3 mal 11 Modulen doch noch einigermaßen gut wegkommen.

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Beitragvon Boelckmoeller3 » 11.11.2008, 21:57

Hallo nochmal,

also 11 Module im Strang geht leider schon nicht mehr, da die Leerlaufspannung bei -10 Grad schon zu hoch werden könnte.
10 Module im Strang ist aber die beste Auslegung.
Die 370V sind nicht für die Leerlaufspannung angebracht sondern für die Spannung im MPP und da kommst Du mit 10 Modulen der Spannung am nächsten.
Selbstverständlich wird der Wr auch mit 7 Modulen im Strang laufen, da liegt aber dann zwischen 198V und 252V DC-Spannung im MPP, je nach Modultemperatur.

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Beitragvon Toni GS » 11.11.2008, 23:28

Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Dann werde ich noch ein paar Meter Kabel ordern und auf 4 x 7 umstellen.

Ist ja irgendwie eine Sch....planung bei prosolar, wenn ich mir damit den WR zerlegen kann :evil:

Werde jetzt auch nichts weiter umstellen mit Zusatzmodulen o.ä., da der Antrag an die EON auch gerade mit den aktuellen Daten raus ist. Will da jetzt nicht mehr viel ändern, damit das alles in diesem Jahr noch klappt. Ich kann ja versuchen, im nächsten Jahr noch 2 Module zu bekommen und dann auf 3 x 10 umstellen. Im nächsten Jahr gibt´s ja weniger Förderung, dann werden die Module auch wieder billiger :wink:

Normalerweise informiere ich mich auch immer vorher über durchzuführende Projekte, aber die Entscheidung für PV ist sehr kurzfristig gefallen. Habe parallel noch ein zweites Projekt (Wärmepumpe, Erdwärme, Tiefbohrung) laufen, dass auch noch zum Abschluß gebracht werden muß. Da habe ich mich allerdings frühzeitig schlau gemacht und bin in allen Bereichen fit :wink: 8)

Noch ein Frage zur PV:

Wenn ich jetzt auf 4 Strings umstelle, habe ich unterschiedliche Entfernungen (2 -12 m) zur Freischaltbox. Die Verbindung von den Anfangs- und Endmodulen der Strings zur Freischaltbox werde ich in 6 mm² ausführen. Muß ich dabei auf gleiche Kabellängen achten, oder kann ich das vernachlässigen? Sollte m.E. bei dem Querschnitt keine Rolle spielen.

Von der Freischaltbox zum WR (ca. 12 m) liegt 10 mm². WR hängt direkt neben dem Zählerschrank.
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Beitragvon Boelckmoeller3 » 11.11.2008, 23:49

Hallo, die Unterschiede in der Leitungslänge kannst Du vernachlässigen, das sind wirklich Peanuts.
Auch wenn ich dier die Realität hier nochmal vor Augen führen muß,
du verschenkst bereits deutlich mehr an Wechselrichter-Wirkungsgrad.
Durch mäßige Auslegung und auch dessen Auswahl an sich.

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Beitragvon Toni GS » 11.11.2008, 23:59

Hallo Klaus,

ich muß das jetzt erst einmal so hinnehmen, dass die Anlage nicht optimal ausgelegt ist. Wichtig ist für mich die Inbetriebnahme bis Ende November und im nächsten Jahr werde ich dann die Optimierung der Anlage in Angriff nehmen (mit eurer Unterstützung :) )

Anbei noch die Verschaltung wie sie jetzt liegt und wie ich sie noch ändern werde. Ich denke mal, das sollte so OK sein.

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Wenn alles fertig ist, setze ich noch ein paar Bilder und Daten rein 8)
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