Hallo Weidemann,
Was ist die Idee hinter diesem Spannungsbereich?
um in ein Wechselspannungsnetz mit einer Nominalspannung von 230V einspeisen zu können benötigt man eine Gleichspannung von mindestens 230V* Wurzel(2) = 325,3V (
siehe hier). Kalkuliert man noch etwas Regelreserve und einen kleinen Spannungsabfall an der AC-Drossel des Wechselrichters kommt man auf eine minimale Generatorspannung von 350V.
Ich habe in meinem Blog mal ausführlich über
trafolose Wechselrichter geschrieben. Vielleicht ist das interessant für Dich.
Der Vorteil dieser Wechselrichter, die nur eine einzige Wandlung durchführen (Gleichspannung/Wechselspannung) liegt einzig im guten Wirkungsgrad. Geräte die bereits bei einer Gleichspannung von z.B. 150 V anfangen zu arbeiten haben immer zwei Wandler an Bord. Einen DC/DC Wandler der aus einer variablen Eingangsgleichspannung eine konstante Zwischenkreisspannung von ca. 400V macht und eine Endstufe, die dann "wechselrichtet". Die größere Flexibilität bei der Spannung kostet natürlich etwas Wirkungsgrad.
Die obere Spannung der Wechselrichter bei 700V ist durch die maximale Spannungsbelastbarkeit der
Eingangselkos und die maximale Sperrspannung der eingesetzten
IGBTs (Leistungsschalter) begründet. Geht man zu höheren Spannungen werden die Verluste an den Schaltern wieder etwas größer. Man sucht hier deshalb immer einen Kompromiss zwischen Flexibilität und Wirkungsgrad.
Ich gebe Dir allerdings vollkommen Recht, dass die Geräte mit Modulen mit 72 Stck. 5" Zellen wesentlich einfacher zu beschalten waren als mit den 6" Zellern...
oder darf man die Spannungsuntergrenze deutlich unterschreiten?
Nein. Was dann passiert kannst Du
hier lesen...
Gruß pvbuero
photovoltaikbuero - 30 x Siemens M53 seit 9.11.93 - 56 x Braas SRT 35 s. 26.11.99 - 30 x BP 3155 seit 2003 - 40 x Kyocera KC180 s. 2005 - 40 x SRM 185 s. 2008 - 224 x Trina TSD 180 s. 2010