Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

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Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

Beitragvon pluckerwank » 15.01.2011, 08:56

Hallo,
ich habe einen Wechselrichter Fronius IG Plus 120 mit Datalogger easy und Wireless Access-Karte. Zum Auslesen der Daten wird die Software Solar.access verwendet. Die Anlage ist seit seit dem 8.7.09 eingerichtet.
2009 hatte ich nach einem halben Jahr und rund 5500 kWh Ertrag eine Abweichung der Messung Datalogger <-> Stromzähler von gerade mal 7 kWh.
2010 habe ich bei einem Ertrag von rund 11000 kWh eine Abweichung von 260 kWh! D.h. bei einer Verdoppelung der Ertragsmenge leistet sich der Datalogger eine Versiebenunddreißigfachung der Zählungenauigkeit!. Dass der Zähler geeicht ist und der Datalogger nicht, ist mir klar, aber was sich das Gerät da leistet, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Da brauche ich das Teil nicht mehr, weil die Zahlen völlig aus der Luft gegriffen sind.
Bereits in diesen wenigen Januartagen mit einem Ertrag von nur mal rund 50 kWh beträgt die Abweichung schon wieder 2 kWh. Wenn ich das hoch rechne, bin ich am Jahresende bei über 500 kWh Meßungenauigkeit.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann man da vielleicht sogar irgend etwas dagegen tun?

Nachträglich noch ein gutes und ertragreiches Neues Jahr!

Toni
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Re: Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

Beitragvon ReinholdK » 15.01.2011, 12:58

Hi Toni,

Fronius sind ja dafür bekannt nur Schätzeisen, bezüglich des Stromertrages, zu sein. Wenn ich bei dir schaue (lassen wir das Inbetriebnahmejahr mal außen vor) beträgt die Abweichung 3 %. Das ist völlig im Rahmen.

Meine IG 30 haben übers Jahr eine Abweichung von 5%.

In meinem Solarlog kann man einen Korrekturfaktor einstellen, der den Wechselrichterertrag korrigiert. Seitdem stimmt das einigermaßen. Bei schlechtem Wetter ist die Abweichung größer als bei Sonnenschein. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Fazit: Auf die kWh genau wirst du das nie hin bekommen.

Ob man im Fronius Datalogger einen Korrekturfaktor einstellen kann weiß ich nicht. Falls doch würde ich es mal mit 3% probieren und dann wieder ein Jahr beobachten.

Grüße
11,84 KWp Ausrichtung 250 ° West Neigung 42° - 64xAleo 185 4xFronius IG 30
PVGIS Prognose 794 kWh/kWp
2005: 907; 2006: 963; 2007: 980; 2008: 938; 2009: 925; 2010: 872 kWh/kWp
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Re: Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

Beitragvon pluckerwank » 15.01.2011, 14:22

Hallo,

danke für die Info.
Was mich am meisten stört, ist, dass die Messabweichung bei mir anscheinend im Laufe der Zeit größer wurde/wird.
Dennoch hat mir dein Hinweis sehr geholfen, dann auch in Solar.access kann ich - wie ich jetzt heraus gefunden habe - einen Korrekturfaktor angeben.
Damit sollte sich über's Jahr gesehen hoffentlich ein halbwegs vernünftiger Messpegel hintrimmen lassen.
Ich habe jetzt mal 0,977 als Korrekturfaktor eingegeben und damit nachträglich bei den Werte von 2010 praktisch eine Punktlandung hingelegt.

Gruß

Toni
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Re: Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

Beitragvon solarteur0502 » 15.01.2011, 18:21

Hallo pluckerwank: So machen es auch viele Betreiber. Wir verbauen ziemlich viele Fronius WR und sehen dabei, das die Geräte sehr unterschiedlich messen. Manche sind konform mit dem Zählerwert und unsere höchste Geräteabweichung war mal 6%. Also weiter beobachten und den Korrekturfaktur danach angleichen.
Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
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Re: Gravierende Messabweichungen Datalogger - Stromzähler

Beitragvon Harvester66 » 07.02.2011, 13:31

Bei mir beträgt die Abweichung zwischen Wechselrichter-Ertragszählwerk und Einspeisezähler, wo immerhin ca 50 m Kabel zwischenliegen ziemlich exakt 1,00 %. Ich habe in allen WR den Yield-Wert auf 1 % eingestellt und somit habe ich exakt die gleiche Einspeisesumme wie ich auch im WR-internen Zählwerk habe.

Verbaut sind bei mir 5 WR der IG+ Reihe und 2 WR der IG-TL-Reihe

Wenn man bedenkt das auf 2 je 50m langen 16mm² Wechselstromkabel entsprechende Verluste auftreten, die dann wohl etwa 1% betragen, dann kann man - in meinem Fall - davon ausgehen das die WR sehr exakt den erzeugten Stromertrag erfassen. Da kann man dann ganz sicherlich nicht von einem Schätzeisen sprechen :!:

Sonnige Grüße
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