Also ich bin fürs Rückbauen auch nicht zu begeistern. Du hast zwar vermutlich aufs falsche Pferd gesetzt - aber jetzt nochmal die Pferde tauschen (und irgendwann wieder zurück).. das bringts auch nicht.
Das der Strompreis steigt.. halte ich für selbstverständlich. Vielleicht nicht stärker als die normale Inflation (weil bitteschön... dann kann selbst ein Normalverdiener mit geordneten Verhältnissen demnächst die Stromrechnung nicht mehr zahlen).; aber im Rahmen der üblichen Inflation ganz gewiss. (22-25 Cent halte ich aber auch schon für verflucht teuer.. vor allem wenn Du das auf "die letzten Jahre" beziehst)
Die Sonder-AfA: Vor dem Hintergrund der offiziellen Verwaltungsauffassung ändert der Rückbau gar nichts.
Für Notfälle bis 18% DV hätte ich eine Notargumentation im Hinterkopf.. von der ich aber selbst nicht überzeugt bin.
(Aber was will man machen.. bevor man sich überrennen lässt, wirft man halt mit Wattebäuschen)
Die Steuerthematik .. ja gut... bei vielen fallen plötzlich genau die paar Cent an Steuerlast an, mit der sie sich den großen Vorteil errechnet hatten. Das Thema an sich ist aber so schlimm auch nicht. Man muss es einmal gefressen und für lecker befunden haben.
Habe kürzlich noch bei einem Arbeitsessen dem Verfasser des berüchtigten BMF-Schreibens den Vorschlag gemacht, er solle das Teil für ein Jahr vom Markt nehmen. Danach werden die Betreiber ihn auf Knien anflehen, dass Ding endlich wieder aus der Schublade herauszuholen

Über Mühlis Idee hab ich auch schon nachgedacht. Das funktioniert m.E., sofern die Vergütung aus dem Vermögensbereich der Ehefrau in den Vermögensbereich des Betreibers gelangt - und die Vermögensbereiche getrennt sind.
In der Praxis auch nicht immer leicht durcnzuführen. Aber prinzipiell machbar.
Wenn die Voraussetzungen erst noch geschaffen werden, bekomm ich bad vibes in Bezug auf den Missbrauch von Gestaltungen; umgekehrt würde ich glauben, dass bei den paar Cent niemand den Bleistift spitzt.
Die Sonder-Afa an sich ist natürlich eine wichtige Förderung. Das hat nichts mit "Geschäftsmann" und "Klein-PV-Betreiber" zu tun, sondern damit, dass einem Unternehmen 100 für die Finanzierung einer Investition abfließen; und dann aber auch noch Steuern drauf gezahlt werden müssen. Und Geld wächst ja nicht am Baum; das muss aus der privaten Schatulle kommen.
Richtig ist allerdings... man muss die gewonnenen Liquidität auch arbeiten lassen.
1,6% auf dem Tagesgeldkonto sind da nicht gerade schnuckig. Aber wer für 12% das private Kontokorrent im Minus hat;
wer noch eine Sondertilgung zu 4 oder 6% unterbringen kann dem gehts schon richtig gut. Und da hat der "gewöhnliche Unternehmer" der einen ständigen Geschäftsbetrieb unterhält, sicherlich etwas einfacher.
Aber auch und gerade der Klein-PV-Betreiber kann ja die Sonder-Afa "wie EK" in die Finanzierung einfließen lassen - und erhält dann nochmal bessere Konditionen. (Oder kann schick Abendessen gehen. "Unternehmer sein" muss ja irgendwo auch Spass machen.)
16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung