Förderung, Kreditgeber, Finanzamt, Wirtschaftlichkeit, Steuern,...
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von Cascada » 28.06.2012, 09:21
Hallo zusammen,
ich hoffe, ich bekomme hier ein paar gute Fakten.
Lt einem Angebot vom letzten Jahr (Neubau EFH) würden auf unser Dach 7 kw/p passen. Allerdings konnte aufgrund der Witterung/Winter keine Anlage mehr installiert werden. Jährlicher Sonnenertrag wurde vorsichtig auf knapp über 900 kw (weiß die genaue Bezeichnung jetzt nicht) errechnet.
Die Anlage müsste zu 100% finanziert werden. Ein aktuelles Angebot liegt mir nicht vor. Wir haben eine Sole-WP. Eigenverbrauch sollte erfolgen, soweit möglich (Waschmaschine/Spülmaschine bei Sonnenschein usw.). Mit der Heizung im Winter wirds schwieriger. Wenn Hauptbedarf (nachts/morgens) kein Sonnenschein. Höchstens eine angepasste WW-Bereitung bei Sonnenschein wäre möglich.
Frage: bis zu welchem Preis kw/p würde sich die Anlage bei einer Finanzierung mit durchschnittlichem Zinssatz noch ökonomisch lohnen?
Vielen Dank einstweilen...
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von eggis » 28.06.2012, 10:31
Moin Cascada und Willkommen bei uns im Forum!  Wenn du noch im Juli ans Netz gehst, dann bekommst du 18,92ct/kWh vergütet. Bei 900kWh/kWp (Gebe mal Standort und Ausrichtung des Daches an?) sollte die Anlage nicht teurer als 1700€ je installiertes kWp sein. Die Anlage ist dann nach 10 Jahren aus den Erträgen refinanziert und die Anlagenrendite liegt bei 5,5% nach Abzug von Kosten und vor Steuern. Wenn du Eigenverbrauch nutzt und der Bezugsstrom teurer ist als die Einspeisevergütung, wird die Rendite auch etwas höher ausfallen. Bei einer 100% finanzierung wird die Anlage nach ca. 13 Jahren ihren Anschaffungskosten eingeholt haben.
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von Cascada » 28.06.2012, 15:17
@ eggis
Vielen Dank für die Antwort. Da werd ich mir das durch den Kopf gehen lassen. Hast du solche Sachen wie Rücklagen für Defekte, Versicherungen, steuerliche Aspekte usw. schon eingerechnet?
Das Haus hat ein 38Grad Satteldach, genau mittige Süd-West-Ausrichtung. Standort: nördliches Oberfranken.
Bedarf es beim Eigenverbrauch eigentlich einer gewissen anspruchsvollen Regelungstechnik? Elektrische Geräte sollen ja soweit wie möglich über die Anlage betrieben werden.
Oder macht es u. U. generell Sinn, noch abzuwarten, und später, wenn es erschwingliche Speichertechniken gibt, soweit wie möglich den Eigenbedarf zu bedienen, auch wenn es bis dahin keine Förderung mehr gibt?
Keiner kann die genaue künftige Érhöhung des Strompreises prognostizieren, oder die Entwicklung der Anlagenpreise...
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von eggis » 28.06.2012, 16:54
Cascada hat geschrieben:Hast du solche Sachen wie Rücklagen für Defekte, Versicherungen, steuerliche Aspekte usw. schon eingerechnet?
Rücklagen, Leistungsverlust der Module und Versicherung sind drin, Steuern nicht. Im verlinkten Thread kannst du dir auch mal selber die Überschlagformel anschauen. azimuth-110-dachneigung-45--p160616.html#p160616Cascada hat geschrieben:Das Haus hat ein 38Grad Satteldach, genau mittige Süd-West-Ausrichtung. Standort: nördliches Oberfranken.
Da sollten doch mehr als 900 kWh/kWp bei rauskommen. Konservativ rechnen halte ich aber auch für besser. Cascada hat geschrieben:Bedarf es beim Eigenverbrauch eigentlich einer gewissen anspruchsvollen Regelungstechnik? Elektrische Geräte sollen ja soweit wie möglich über die Anlage betrieben werden.
Nein dir brauchst du alles nicht. Einzig notwendig ist ein phasensaldierender Zähler. Cascada hat geschrieben:Oder macht es u. U. generell Sinn, noch abzuwarten, und später, wenn es erschwingliche Speichertechniken gibt, soweit wie möglich den Eigenbedarf zu bedienen, auch wenn es bis dahin keine Förderung mehr gibt?
Die Anlagen werden auch in Zukunft günstiger werden, wenn auch nicht mehr so viel wie in den vergangenen Jahren. Die renditestarken Jahre 2009-2011 sind nunmal vorbei. Ich würde jetzt investieren und schauen, was sich in den kommenden Jahren in Richtung Speicher entwickelt.
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von stromzaehlerchen » 04.07.2012, 11:39
Ich hoffe, ich darf mich mal hier dranhängen  Wir stehen vor einer ähnlichen Entscheidung. Aufs dach würden je nach Ausführung um die 5-6KwP passen (Dach ist lediglich die fast perfekte Südostseite nutzbar, die andere Seite ist stark verschattet. Neigung ist ca. 30%, Standort Vulkaneifel) . Wir würden allerdings nicht zu 100% finanzieren wollen, sondern eher zu 50%. Mir ist jetzt nur nicht klar, wie@eggis die maximal rentablen kWp-Preise errechnet hat? Könntest du das vielleicht etwas näher erklären  Danke für die Antworten!
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von eggis » 04.07.2012, 13:40
Moin stromzaehlerchen, stromzaehlerchen hat geschrieben:Mir ist jetzt nur nicht klar, wie@eggis die maximal rentablen kWp-Preise errechnet hat? Könntest du das vielleicht etwas näher erklären
das wird doch in dem Link erklärt den ich zuvor eingestellt habe. Aber nochmal zu mitschreiben: Ertragsprognose (je installierten kWp) * Vergütung (je kWh) * 10 Jahre = maximaler Preis (je installiertes kWp)Beispielrechnung: 900 kWh/kWp * 0,19 ct/kWh * 10 (Jahre) = 1710 €/kWpWenn der Nettopreis der Anlage bei ~1700€ je installiertes kWp liegt, erreicht man unter oben genanten Voraussetzungen überschlägig eine Rendite von 5,5% auf das investierte Kapital. Es handelt sich hier um eine Näherungsformel, die es vereinfachen soll die erhaltenen Angebote grob zu filtern. Eine genaue Berechnung wird dadurch nicht ersetzt.
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von waschi » 04.07.2012, 13:52
eggis hat geschrieben: Beispielrechnung: 900 kWh/kWp * 0,19 ct/kWh * 10 (Jahre) = 1710 €/kWp
Wenn der Nettopreis der Anlage bei ~1700€ je installiertes kWp liegt, erreicht man unter oben genanten Voraussetzungen überschlägig eine Rendite von 5,5% auf das investierte Kapital. .
Typische Solarteur-Milchmannrechnung. Da gibt es noch eine Kleinigkeit. A.Steuer!! Erzähle jetzt nichts von Sonder-Afa B.Und nach spätestens 8 Jahren ist der WR hinüber 
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von Taiwan » 04.07.2012, 13:58
Da hast Du schon recht mit der Steuer. Aber das Steuerthema ist nur ganz individuell zu betrachten und bei jedem anders. Für event. Reperaturen sollte natürlich in der Renditeberechnung ein gewisser Betrag jedes Jahr zurückgestellt werden. Die meisten Solarteure machen das ach. Eggis hat ja auch gesagt, dass seine Rechnung nur grob gilt und eine detailierte Berechnung nicht ersetzt. Gruß Taiwan
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von eggis » 04.07.2012, 14:11
waschi hat geschrieben:Typische Solarteur-Milchmannrechnung. Da gibt es noch eine Kleinigkeit.
Ich bin weder Solarteur noch Milchmann! waschi hat geschrieben:A.Steuer!! Erzähle jetzt nichts von Sonder-Afa
Steuern werden immer auf unternehmerischen Gewinn gezahlt. eggis hat geschrieben:Rücklagen, Leistungsverlust der Module und Versicherung sind drin, Steuern nicht.
Wenn du mal alles lesen würdest, dann hättest du auch gesehen, dass ich den Hinweis schon gegeben habe. Desweiteren findet sich in dem genannten Link folgende Aussage von Kollektor. Kollektor hat geschrieben:Die Faustformel ersetzt keine exakte Rechnung, eine exakte Rechnung ist sowieso nicht möglich da die Prämissen nicht fix sind. Eine exakte Rechnung erfasst auch die steuerliche Seite.
waschi hat geschrieben:B.Und nach spätestens 8 Jahren ist der WR hinüber
Hoffentlich hast du recht! Da ich 10 Jahre Garantie darauf habe, bekomme ich gleich kostenlos einen Neuen. Wie auch in dem Link zu Kollektors Beitrag lesen kannst, sind auch kalkulatorische Kosten schon drin enthalten, sonst würde die Rendite nach dieser Formel sogar bei 7,2% liegen. Nun hör endlich auf den Interessenten hier alles madig zu machen. Dann mach doch eine Anti-PV Forum auf und tausche dich mit den anderen Fünf aus die auch deine Meinung vertreten. Dieses ist ein Forum für Menschen die Interesse an Photovoltaik haben und nicht für welche die dagegen sind. Edit:  Taiwan!
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von waschi » 04.07.2012, 14:19
eggis hat geschrieben:waschi hat geschrieben:Typische Solarteur-Milchmannrechnung. Da gibt es noch eine Kleinigkeit.
Ich bin weder Solarteur noch Milchmann! waschi hat geschrieben:A. Nun hör endlich auf den Interessenten hier alles madig zu machen. Dann mach doch eine Anti-PV Forum auf und tausche dich mit den anderen Fünf aus die auch deine Meinung vertreten. Dieses ist ein Forum für Menschen die Interesse an Photovoltaik haben und nicht für welche die dagegen sind. Edit:  Taiwan!
Ich finde es als Frech und Verantwortungslos einen Neuling nur "Honig ums Maul" zu schmieren ohne negative Aspekte zu erwähnen. Aber Gewissenslosigkeit schein ja normal zu sein. Wandle deine Beiträge in eine Rubrik Nepper, Schlepper, Fallensteller dann brauche ich kein Anti-PV-Forum gründen. Tut mir leid das bei mir Anstand vor Kohle geht.
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