Hilfe bei der ersten Steuererklärug

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Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Shadow Juergen » 29.01.2012, 14:31

Hallo zusammen,

wie viele hier im Portal stehe ich vor meiner ersten Steuererklärung mit PV
Ich habe eine kleine Anlage mit 4.1Kwp auf dem Dach, nutze selber den Strom und speise ein.
Die Software, welche man hier runterladen kann ist genial und hat mir viel geholfen.
Die Umsatzsteuererklärung ist kein Problem und in der EÜR habe ich den Eigenverbrauch mit zu den Betriebseinnahmen hinzugezogen. Soweit, so gut. Nun fängt es an.
In der Anleitung zur Ust2A steht, daß man auch die Anlage UR ausfüllen muß. Hier im Portal hieß es einmal "vergessen"?!
Notwendig oder nicht?
Muß ich auch die Anlage G ausfüllen? Wenn ja, gibt es dazu auch ein paar Tipps?
Da ich in der EÜR ein Minus erwirtschaftet habe würde ich diesen gerne in die Einkommensteuererklärung einfließen lassen.
Hier habe ich gelesen, daß ich dafür erst eine Gewinnermittlung über die gesamte Nutzungsdauer zur Untermauerung der Gewinnerzielungsabsicht erstellen muß. Falls keine Gewinnerzielung besteht,(wird bei mir wohl der Fall sein) gilt dies als Liebhaberei und es müssen keine Angaben in der ESt.-Erklärung machen. Was nun?
Muß ich das Minus vergessen oder wo kann ich es in der ESt-Erklärung einsetzen?
Ich werde langsam bekloppt mit der Steuer, will aber keinen Steuerberater, da der das bisschen was rauskommt für sich nimmt!
Es wäre super, wenn mir jemand einen Tip, am besten im "nicht Amts- oder Steuer Deutsch :? " geben kann.
Danke
Jürgen
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Tedi » 29.01.2012, 14:44

Ich bin kein Steuerexperte, darum habe ich auch keine Antwort auf deine Fragen.
Aber an dich mal die Frage: wieso denkst du, dass du keine Gewinnerzielungsabsichten hast ?
War deine Anlage in der Anschaffung teuerer, als du da - hochgerechnet über die potentielle Lebensdauer - jemals mit erwirtschaften kannst ?
Ansonsten brauchst du nur ne Aufstellung, beispielsweise von deinem Installateur, in dem eben hochgerechnet wird, was die Anlage in ihrer Lebensdauer so einbringen wird. Ein Blatt Papier als Anlage zur Steuererklärung. Mein Sachbearbeiter beim Finanzamt wollte das nicht einmal sehen.
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Shadow Juergen » 29.01.2012, 15:22

Die Anlage ist voll finanziert, und die Lage ist nicht optimal, so daß ich über die ersten 20 Jahre wohl kein Plus machen werde.
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon sitraani » 29.01.2012, 16:02

also ich verstehe es nicht ganz, aber da wäre ein Steuerberater sicher angebracht !!! Hier im Forum gibts welche die den Steuerkram für 150,-- erledigen und dann ist man auf der sicheren Seite mit dem FA und macht keine anfänglichen fehler die dann nicht mehr zu berichtigen sind gerade im Hinblick auf anfängliche Verluste bzw wie du schreibst längere Verlustphase
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Eisbaer » 29.01.2012, 16:39

Shadow Juergen hat geschrieben:Die Anlage ist voll finanziert, und die Lage ist nicht optimal, so daß ich über die ersten 20 Jahre wohl kein Plus machen werde.


Hallo Jürgen,

bei Inbetriebnahme 2011 muss man sich aber schon ganz schön anstrengen um keinen Gewinn zu erwirtschaften! :)

Gib doch mal ein paar Details bekannt!
Servus

Toni
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon kpr » 29.01.2012, 18:33

Klingt ein wenig wie "Wasch mir den Pelz - aber mach mich nicht nass".

Wenn Du den Steuerberater scheust (was ich nachvollziehen kann, wenn die Anlage so mau läuft, dass da wirklich Liebhaberei im Raume stehen sollte), dann wirst Du Dich in die Materie reinknien müssen. Und das KISS-principle (Keep it short and stupid) hilft halt nur beim fliegenden Teppichhandel weiter. Je mehr Du anfängst die Fachbegriffe zu verstehen und anzuwenden - desto früher blickst Du durch den Dschungel durch. Und je länger Du Dich dagegen sträubst, umso dichter wird der Dschungel.. und je höher wird die Wahrscheinlichkeit mal richtig ins Klo zu greifen.
(Für diejenigen, deren Aufgabe es nicht ist den Gesetzgeber zu kritisieren, gilt der Grundsatz: Wenn es einfacher wäre - hätte der Gesetzgeber es einfacher geschrieben).

Ne Anlage die auf 20 Jahre keinen Gewinn abwirft? Norddach im Schatten des Kölner Doms??? Module falsch rum aufs Dach gelegt???
Liebhaberei ist sehr schwer vorstellbar. Wenn da mal nicht ein Missverständnis drin ist. Gib wirklich mal ein paar Informationen zur Lage / Verschattung herein; vielleicht noch Laufzeit und Zinssatz vom Darlehen:
Wie auch immer.... "Liebhaberei"... die festzustellen ist Aufgabe des FA. Nicht Deine.
Von daher: Mal ganz interessant durchzurechnen; für die anstehende Erklärung aber irrelevant.
Bzw: Um Gottes Willen keine Hinweise drauf geben; vielleicht sogar mal sämtliche Belege vorlegen und dem FA den Teppich zu einer endgültigen Veranlagung ausrollen. Volksbank-Prinzip: Die Schäfchen ins trockene bringen.

Die Anlage G muss abgegeben werden. Das ist nun wahrlich keine Herausforderung, einfach nochmal den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag aus der steuerlichen Gewinnermittlung abzupinnen. Und schon fliesst der Jahresfehlbetrag in die Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte ein.
(Wäre ich fies, würde ich schreiben, Du musst dazu vor der laufende Webcam einarmige Liegestütze machen; je 20 für Einheit, Gott, Korps und Vaterland - und 20 zusätzliche für den BMF. Aber so Scherze sparen wir uns am Sonntag.)

Die Anlage UR betrifft steuerfreie Umsätze und innergem. Erwerbe. Ich gehe mal davon aus, dass beides bei Dir nicht gegeben ist - und demnach hat sich das erledigt. Entsprechend das käsekästchen in Zeile 28 ankreuzen.
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Shadow Juergen » 29.01.2012, 21:33

Hi kpr,

Steuerrechtlich kein Gewinn über 20 Jahre habe ich grob wie folgt überschlagen:
Die Anlage läuft seit mitte Juni 2011. Rechne ich den Ertrag auf ein Jahr hoch, erhalte ich 3400 kWh wobei ich 2000kWh selbst verbrauche. Ergibt ein EEG von ca. 650€ bei einer afa über 20 Jahre von 614€/Jahr =0 (sehr grob)
Der Gewinn durch die geldwerte Sachentnahme beträgt 320€/ Jahr (gerechnet mit 0,16€/kWh) wird aufgezeht durch Versicherung und Schuldzins, Zumindest in den ersten 10 Jahren, solange die Finanzierung läuft.
Natürlich rechne ich mir ein Vorteil durch die Anschaffung der Anlage aus, für die Steuer jedoch kann ich sehr lange Verluste schreiben.
Das Finanzamt auf meinen Nachteil hinweisen werden ich natürlich nicht, darauf sollen sie schon selbst kommen.

Den Gewinn / Verlust aus der EÜR in Spalte 4 der Anlage G einzufügen habe ich auch schon gemacht. Ich wußte nur nicht ob ich noch irgendwelche anderen Felder übersehen habe!. Um alle Punkte zu verstehen, muß man sich ja mit den Gesetzen und Begriffen auseinandersetzen und dazu habe ich eigentlich keine Lust, wie du schon richtig bemerkt hast.
Aber danke für die Info
Jürgen
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Eisy » 29.01.2012, 22:50

Erste Empfehlung: ein vollständiges PV-Jahr abwarten. Der letzte Sommer war größtenteils ein Reinfall, der vom guten Herbst nur noch abgefedert wurde. Ein recht gutes erstes Halbjahr ist Dir entgangen.
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon kpr » 29.01.2012, 23:19

Ich krieg beim Lesen so ein leichtes Drücken in der Magengegend.
614*20/4,1 = ca. 3.000 Euro. Hast Du wirklich 3.000 €/kWp bezahlt?

(Frage an die, die sich tagesaktuell mit Preisen auskennen: War das wirklich ein Schnäppchen?????)
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Re: Hilfe bei der ersten Steuererklärug

Beitragvon Shadow Juergen » 30.01.2012, 07:51

Ja habe ich; ca. 12T und etwas!
jetzt raube mir nicht die Illusion, daß ich einen guten Installateur hatte!
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