Günstige Finanzierung am besten wo machen?

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Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon Diver » 22.05.2012, 21:26

Weiß jemand von euch,wo man ne günstige Finanzierung der PV-Anlage machen kann?

bin jetzt seit 3 Wochen mit der Sparda-Bank zugange und der Typpes kommt nicht ausm Arsch da,langsam krieg ich n Hals,weil keine Reaktion von dort kommt,weder auf Telefon/Mailbox noch per Mail.
Hab dem heute per Brief ne Frist gesetzt,bis wann er sich mit den Unterlagen bei mir melden kann,ansonsten fangen wir wieder bei 0 an und suchen uns nen andren Partner.

Und wenn fragen,wieso ich nicht zu meiner Hausbannk gehe: die sind mir (noch) zu teuer.
Bei der Sparda hätt ich keine 100€ monatlich zahlen sollen,ärgert einen schon dass da nix konkretes passiert.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon bt.mail » 22.05.2012, 22:18

Hallo Diver,

aus eigener Erfahrung muß ich sagen daß es oftmals besser ist seine Finanzierung bei der Hausbank zu machen, auch wenn die Zinsen etwas höher sind. Das kann einige positive Nebeneffekte haben und ist meist für Dich einfacher. Kurze Wege, evtl. bekannte Ansprechpartner und einiges mehr.
Sicher, man muß schon sehen, wo man bleibt, aber das Zinsniveau ist momentan so niedrig, daß es meiner Meinung nach auf wenige Zehntel auf dem Papier nicht ankommt, wenn an der (Süd-) Anlage drumherum ansonsten alles paßt und mit spitzem Bleistift gerechnet wurde.
Was ich damit sagen will: Auch ich bin ein Sparfuchs, jedoch habe ich mich doch für das Angebot meiner Hausbank (Sparkasse Rhein-Haardt) entschieden, das war in unserer Situation am besten, auch wenn einige andere Anbieter den Zins vielleicht noch etwas unterboten hätten. Die einfache Hausbank "um die Ecke" ist oftmals bei genauerer Betrachtung und Verhandlung besser, als man denkt.
Kommt halt immer auf die spezielle Situation an, wieviel Geld braucht man, was ist an Sicherheiten wo und in welcher Form vorhanden uvm.
Die Abwicklung der ganzen Angelegenheit lief bei uns rasch und ohne Probleme ab. Um gute Leistungen zu bieten, brauchen Banken auch eine adäquate Personaldecke, die eben auch bezahlt werden möchte. Aber dafür sind es eben auch Arbeitsplätze, für die der Staat, sprich wir, keine Sozialleistungen aufbringen müssen.

Kannst uns ja mal sagen, wie Du Dich entschieden hast, wenn es soweit ist. Ansonsten gutes Gelingen und viel Spaß und Erfolg mit Deiner Anlage.

Viele Grüße

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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon michael091963 » 23.05.2012, 17:47

Diver hat geschrieben:Hab dem heute per Brief ne Frist gesetzt,bis wann er sich mit den Unterlagen bei mir melden kann,ansonsten fangen wir wieder bei 0 an und suchen uns nen andren Partner.


Fang schon mal an zu suchen :-)

Kaum eine Bank hat an diesen kleinen Krediten ein Interesse. Wenn dann noch die KfW ins Spiel gebracht werden soll, geht das Engagement der Fremd-Banker gegen null. Und wenn Du bei der neuen Bank erstmal eine Grundschuld eintragen lassen musst - womöglich zweitrangig, weil die Hausbank an erster Stelle steht - kommen noch die Gebühren für die Eintragung on top. Da ist der Zinsvorteil schnell aufgebraucht.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon tsfuchs » 25.05.2012, 22:36

Mein Vorschlag ist, das ganze über einen Bausparvertrag zu finanzieren.
Die Bausparkasse vergibt nämlich auch Zwischenkredite, bis der eingentliche Bausparvertrag so weit ist.

Für den Zwischenkredit zahle ich effektiv 2,5% Zinsen und nach 12 Jahren beim Bauspardarlehen effektiv 3,5%.
Damit liege ich bei den Zinsen über die gesamte Laufzeit bei etwas unter drei Prozent.
Das ist unter Umständen billiger als bei einem KfW-Darlehen.

Folgende Vorteile habe ich für mich gesehen:
- Ich habe eine feste monatliche Rate für die nächsten 20 Jahre, dann ist die Sache zurückbezahlt.
Während der Zeit kann sich auch der Zins nicht ändern.
Bei der KfW läuft die Zinsbindung nach 10 Jahren aus. Wer weiß was dann ist.

- Bei mir lagen gerade mal 3 Wochen zwischen Unterschrift auf dem Vertrag und der Auszahlung.

Die Probleme die "michael091963" beschreibt hast Du bei einem Bausparer auch nicht.
Was die Grundschuld betrifft geben sich Bausparkassen auch mit der zweiten Rangstelle im Grundbuch zufrieden und Bausparkassen machen in der Regel Darlehen ab 10.000 Euro.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon Steve114 » 09.06.2012, 11:22

Habe bei meiner Hausbank finanziert. Da die Schon erstrangig ne Grundschuld hat, gabs da auch keine Probleme.
Guckst Du hier: http://www.vb-bruchsal-bretten.de/priva ... solar.html
So +/- müsste das bei jeder seriösen Bank derz. abgeboten werden...
Habe im Sept. 2011 noch 3,45 gehabt.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon Gueldnerfan » 09.06.2012, 11:45

Hallo,

persönlich würde ich auch immer die Hausbank empfehlen, allerdings nicht um jeden Preis. Alternativ immer die Lokalbanken vor Ort.

Ich würde fast das Wort "niemals" bei Bausparverträgen benutzen wollen. Mag sein, dass ich gegen die Dinger eine grundsätzliche Abneigung habe. Die kommt aber auch daher, dass Bausparverträge unterm Stich meist die teuerste und ungünstigste Variante ist.

Der Zinssatz sagt bei Bausparverträgen meistens nur die halbe Miete aus. Abschlussgebühr, Darlehensgebühr, spätere Tilgungsverrechnung (meist Quartal) usw. . Richtig teuer wird es dann bei den sog. Bausparsofortkrediten, also wenn sofort das Geld haben will und somit sein lfd Anspar-Kapital mit bezahlen muss.

Dann noch ungünstig, weil sie einen schnellen Tilgungsverlauf haben, der meistens nicht optimal zur Finanzierung passt.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon kpr » 09.06.2012, 12:30

Das Wort "niemals" würde ich hier aber auf keinen Fall verwenden.

Der Bausparer ist der Zinsforward für den Privatmann oder Kleinstunternehmer. Und da gehören PV'ler meist dazu.
Ungeachtet dessen... selten kommt es vermutlich zu einer Situation, wo der BSV tatsächlich passt. Das kann sich allerdings ruck-zuck ändern.

Abschlussgebühren, Darlehensgebühren, Kontoauszugsgebühren, Tilgungsverrechnung.... sind alles letzlich nur Rechengrößen. Wer der fünf Grundrechenarten halbwegs fähig ist, wird sich einen eigenen Zins- und Tilgungsplan basteln, indem alle Zahlungsströme erfasst sind - und dann (wie bei jeder anderen Finanzierungsform) den internen Zinsfuß vergleichen.
Da trennt sich Spreu vom Weizen und Männer von Buben.

Darüber hinaus bietet der BSV zahlreiche Vorteile - die sich bei der PV allerdings wie ein Paar Asse beim Pokern erweisen, (derweil andere nen Drilling 2 auf der Hand halten).
- Risikoabsicherung.... für PV wenig wertvoll, weil die spült Geld in die Kasse, auch wenn der Darlehensnehmer ins Gras beisst. Schon wieder etwas anderes, wenn andere Schulden (Immobilie) vorhanden sind, die keiner Absicherung unterliegen.
- FRA: Üblicherweise kann eine Anlage sich selbst innerhalb von 10 Jahren bezahlen; oder zumindest soweit bezahlen, dass kein Zinsrisiko mehr übrig ist. Sieht aber in dem Moment schon wieder anders aus, wenn private Darlehen mit dem Geld der PV bedient werden, und das PV-Darlehen künstlich gestreckt wird. Der Ansatz ist ja prinzipiell gut, könnte aber zum Schuss in den ofen werden, wenn in 8 Jahren die Zinsen wieder bei 8% stehen. (Schwer vorstellbar; aber ich will auch nicht 8 Jahre lang beim Einschlafen drüber nachdenken müssen)

Der Tilgungsverlauf sollte eigentlich gar kein Problem sein. Letztlich hat man günstiges Geld auf der Hand. Es bleibt ja sogar die Chance, dass - wenns denn soweit ist - die Guthabenzinsen höher sind, als der Sollzins.
Bzw.... diejenigen Anlagenbetreiber die ich persönlich kenne und die finanziert haben, haben alle noch genug Schulden auf der Immobilie. Da würde man eh keinen halben Cent zuviel in die Tilung der PV stecken.


Fazit: Ja... der BSV ist sicherlich nicht erste Wahl für eine PV-Finanzierung. Einen Verriss hat er allerdings auch nicht verdient.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon Eisbaer » 09.06.2012, 12:39

Was spricht gegen KfW-Kredit? Bei den Super Konditionen!
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon Gueldnerfan » 09.06.2012, 17:13

Der Bausparvertrag täuscht viele mit seinen "günstigen" Nominalzins. Letztlich sind aber die Gesamtkosten (meistens) um ein vielfaches teurer.

Nur wenn in einer Niedrigzinsphase angespart wird und anschließend die Marktzinsen steigen, ist es ein gutes Geschäft gewesen.

Die Zinsen sind extrem niedrig, da brauche ich gar nicht erst die Bausparkosten zusammenrechnen. Und bei einem Bausparsofortdarlehen wird es richtig teuer. Schließlich muss man seine Sparbeiträge bis zur späteren Zuteilung finanzieren. So sieht es das Modell vor.

Erste Wahl ist kfw Kredit, in einigen Fällen ein Bankdarlehen.




P.S.: Darlehenszinsen für die PV kann man schön absetzen, die fürs Haus nicht. Ich würde daher bei dem PV-Darlehen immer eine sehr lange Dauer wählen. Für einige ist sogar interessant, gar nicht zu tilgen (bzw. am Ende - Festdarlehen) (Bitte nicht den Bausparsofortkredit hier aufführen.). Die angesparten Beträge versteuere ich nur mit der Abgeltungssteuer. So hat man einen Steuerspareffekt. (Aber das sollte man sich genau durchrechnen (lassen) und auf seine persönliche Situation abstimmen.
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Re: Günstige Finanzierung am besten wo machen?

Beitragvon kpr » 09.06.2012, 19:12

Ist alles schön. Nur diese "Allgemeingültigkeit" bzgl. der Ablehnung des BSV.. die gilt halt nicht.
Es steht auch nirgends geschrieben, dass ein Bausparsofortdarlehen "richtig teuer" wird. Denkbar ist ja - zur Zwischenfinanzierung - ein endfälliges Darlehen bei der Bank... wo man halt mal die Bank vor sich hertreiben muss.

Täuschen kann der Bausparer nur denjenigen, der sich täuschen lässt. (Ganz ehrlich.. der hat's dann auch nicht anders verdient.) Der interne Zinsfuss einer Bausparfinanzierung ist sicherlich teurer als der Nominalzins... aber bitte... wir reden von einem "Aufschlag". Nicht gleich von "Vielfaches". Die Kirche muss schon im Dorf bleiben.

Erste Wahl KfW.. unterschreib ich auch nicht. Vor allem in den Fällen nicht, wo ihn die Bank einfach nicht anbietet ;-)
(Ich hab Verständnis für jeden Banker, der sich lieber zwei Stunden in der Sonne untern Baum legt - als ein KfW-Darlehen über 10.000 Euro abzuschließen. Viel Arbeit - karger Lohn. Ich mags lieber anders herum. Da kann ich es dem Banker kaum verübeln.)

Eine "sehr lange Dauer" beim PV-Darlehen macht steuerlich 100%ig Sinn (wenn da andere Darlehen sind, die nach Steuern teurer sind). Gerade bei KfW oder beim Bankdarlehen ist jedoch meist mit 10 Jahren Zinsbindung das Fahnenstangenende erreicht. Genau in den Fällen macht der Bausparer z.B. extrem viel Sinn. (Allerdings.. dann muss es schon um Geld und weder um Porto noch die Hartgeldkasse gehen... aber noch nicht soviel, dass die Bank den Derivateschrank öffnet.)
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