Förderung, Kreditgeber, Finanzamt, Wirtschaftlichkeit, Steuern,...
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von paderborner75 » 23.06.2011, 13:53
Hallo Leute !
Ich bin Ingenieur, arbeite in einem Unternehmen, bislang also nicht selbstständig !
Ich besitze einen kleinen Hof mit einigen landwirtschaftlichen Ackerflächen (verpachtet). Auf einer meiner Flächen wird eine Freiflächenanlage errichtet. Die Fläche ist bereits als Sondergebiet Photovoltaik im FNP geändert worden. Geplant sind ingesamt 400 kw (1,1 ha), desweiteren eine 28 kw Dachanlage.
Ich habe bereits Bankgespräche geführt, für die Finanzierung wird 15 % Eigenkapital vorrausgesetzt. Diese sind bei mir jedoch nicht vorhanden, deswegen folgende Überlegung: 200 kw werden an einen "Fremdinvestor" vergeben, die 20 Jahres- Pacht lasse ich mir abgezinst auszahlen --> mein Eigenkapital für 200 kw wäre ungefähr vorhanden.
Möglichkeit zwei wäre die 400 kw komplett selbst zu machen, aber das geht nur über eine eingetragene Grundschuld. Da ich kein Risiko eingehen möchte und Pv- Neuling bin, strebe ich Möglichkeit 1 an.
Nun zur eigentlichen Frage, welche Unternehemsform würdet ihr anstreben ? Ich denke bei einer Investitionssumme von >400.000 € ist eine GmbH schon angebracht ?
Sprich, wenn die GmbH pleite gehen würde, hafte ich "nur" mit meinem Eigenkapital von ca. 60.000 € (inkl. 25.000 Stammkapital).
Ist es sinnvoll die kleine Dachanlage mit in die GmbH zu nehmen ?
weitere Vorteile / Nachteile der GmbH (außer Haftungsausschluss) ? Keine Verlustrechnung möglich ? Wie verhält sich das mit der Gewerbesteuer (erst ab Gewinn von 24500 € ?)
Was sind für Kosten bei der Buchführung/ Bilanzierung zu veranschlagen ? Selbst möglich ?
vielen Dank für Antworten im vorraus,
mfg
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von Sargon » 23.06.2011, 16:27
paderborner75 hat geschrieben:Nun zur eigentlichen Frage, welche Unternehemsform würdet ihr anstreben ? Ich denke bei einer Investitionssumme von >400.000 € ist eine GmbH schon angebracht ?
Sprich, wenn die GmbH pleite gehen würde, hafte ich "nur" mit meinem Eigenkapital von ca. 60.000 € (inkl. 25.000 Stammkapital).
Vergiss das mit der "begrenzten Haftung". Wenn eine Bank einen Kredit an eine kleine GmbH vergibt, holt sie den Unternehmer natürlich über Bürgschaften und Grundschulden mit in's Boot - oder sie lässt sich das höhere Risiko mit höheren Zinsen bezahlen. Unternehmer sein ohne unternehmerisches Risiko ist halt auch ein bisschen wie sich waschen ohne nass zu werden... Gruß, Sargon
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von TLX9999 » 24.06.2011, 11:47
Nach meinen Informationen ist doch die Förderung von Freiflächenanlagen auf Ackerflächen schom zum 1.7.2010 eingestellt worden. Die Begründung war, dass es vermieden werden soll, dass landwirtschaftlich nutzbare Flächen für Solaranlagen verbraucht werden. Freiflächenanlagen werden danach nur noch auf Flächen ehemalige militärischer Nutzung, auf vorbelasteten Flächen (wie Industrie- und Gewerbegebiete, sowie Seitenstreifen von Autobahnen und Schienenwegen) gefördert. Gilt bei Dir irgendeine abweichende Regelung ??? MfG T.Lx
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von paderborner75 » 25.06.2011, 12:01
@TLX9999 Die Fläche befindet sich an einer Schienenanlage......es gilt also die Sonderreglung des EEG mit einem 110 Meter Streifen Unsere Gemeinde besitzt bislang keinerlei erneuerbare Energien, da wurde die FNP Änderung relativ schnell, einstimmig, bechlossen Mal sehen, evtl beantrage ich noch mehr @Sargon Du meinst also, die Bank spielt nicht mit ? Also wenn Sie 15 % eigenkapital bekommt, + die Anlage und Einspeisevergütung als Sicherheit ? Die Fläche, sprich Grundbuch, möchte ich nicht belasten ! mfg
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von Sargon » 28.06.2011, 13:29
paderborner75 hat geschrieben:@Sargon Du meinst also, die Bank spielt nicht mit ? Also wenn Sie 15 % eigenkapital bekommt, + die Anlage und Einspeisevergütung als Sicherheit ?
Die Fläche, sprich Grundbuch, möchte ich nicht belasten !
Im anderen Thread malst Du doch selbst die Risiken an die Wand: nicht mehr funktionierende Module, insolvente Modulproduzenten usw. Kommt Dir das nicht selbst merkwürdig vor, dass Du auf er einen Seite sagst: "Da ist kein Risiko!" und auf der anderen Seite willst Du nicht persönlich haften? Banken lassen sich für Risiken bezahlen. Hohes Risiko = hoher Zins, niedriges Risiko = niedriger Zins. Verhandlungsgeschick, Leitzinsen, Wettbewerb spielen natürlich auch eine Rolle. Du wirst aber keine Bank dazu bringen, ein Risiko zu übernehmen, das Dir selber zu groß war und das ganze dann auch noch für 4% Zinsen. Da machst Du dir was vor. Gruß, Sargon
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von PV-Berlin » 02.07.2011, 20:23
Wir machen ja immer die GmbH, schon wegen der besseren Besteuerung und weil die Abtrennung sich so besser darstellen läßt. Die guten Konditionen bekommen wir natürlich nur, weil 3 der vier Gesellschafter mit unterschreiben. Der "Flächenmann" muss logisch nicht mit unterschreiben. dafür bekommt er keine Pacht, ist aber mit mickrigen 25% dabei. Logisch, die 12.500,25- € muss er auch noch "bringen".
Private Leute wie sie, verstehen dass dann meist nicht mit den 25%. Außerdem, können die nicht verstehen, dass das Spiel erst nach einigen Jahren echten Spaß bringt. *Bitte 3 mal durchlesen, danke.
*Hat mich schon Überwindung gekostet.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von leibi » 04.07.2011, 23:11
PV-Berlin hat geschrieben:Wir machen ja immer die GmbH, schon wegen der besseren Besteuerung und weil die Abtrennung sich so besser darstellen läßt.
Kannst du das etwas näher ausführen? Die GmbH hat eine bessere Besteuerung? Besser als was?
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