Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon Reinheit » 23.06.2012, 01:21

V_Strom111 hat geschrieben:….
Eins noch. Sag mir mal eine Bank die mir 2,4% oder mehr gibt, für Geld das man Monat für Monat einzahlt? In dem Fall jeden Monat ca 100€? Ist doch alles Quatsch was ihr hier schreibt!

Durchaus nicht; schau mal z. B. hier:
http://www.bankofscotland.de/de.html
https://www.cortalconsors.de/Produkte-u ... D22.app254
…. Kommt mal von eurem hohen Ross herunter und sagt nicht Leuten die von 1500€ im Monat ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, das sie noch eben mal 150€ jeden Monat für die Nachforderung vom FA weglegen sollen!

Du sollst ja nicht zusätzliches Geld zur Seite legen. Ich meinte den Betrag, den Du Monat für Monat von Deinem Arbeitgeber „zu viel“ ausgezahlt bekommst, weil er von Deinem Bruttolohn zu wenig Steuern einbehält. Und es sind doch bloß, wie Du oben selber schriebst, 100 € pro Monat.

OT: Ich sitze übrigens nicht auf hohem Rosse, wie Du unterstellst. Meine Rente summiert sich auf deutlich weniger als die von Dir für normal erachteten 30.000 € brutto im Jahr. Umso mehr muß ich ja darauf achten, nichts zu verschenken und zinslose Kredite zu nutzen. ;)
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon kpr » 23.06.2012, 08:48

@V_Strom

Vielleicht machst Du den Fehler, den Sachverhalt nur aus Deiner Sicht zu beleuchten.
Wenn wir von Lohnsteueretabellen reden, dann müssen wir uns an etlichen Millionen Fällen orientieren;
bzw. wenn wir uns über das Thema "Steuervorauszahlungen und Liquidität" unterhalten, müssen wir uns an allen Steuerpflichtigen orientieren. Nicht an Deiner einzelnen Konstellation. (Die dann sogar noch relativ speziell ist.)

Ich kenne nun niemand, der gerne sein Geld anderen ausleiht... und selbst zur Finanzierung seiner übrigen Lebensumstände (angefangen von der höchst seriösen Immobilienfinanzierung; aufgehört bei der etwas fragwürdigeren Beanspruchg von Kontokorrent zur Finanzierung des Urlaubs) Zinsen zahlt.

Die Schaffung bzw. Erhaltung von Liquidität ist zwar nur das sekündäre Ziel jeglicher Steuerstrategie (die Steuersenkung /-vermeidung wäre das primäre) .. allerdings ist es in meinen paar Jahrzehnten das am häufigsten verfolgte Ziel.
Es geht selten darum, "weniger" Steuern zu zahlen; sondern meistens darum Steuern "spät" zu zahlen.

Dein Beispiel zeigt eigentlich Dein Unverständnis:
Wenn Du 1.500 Euro im Monat zum Leben hast... und nun 12 x 150,- Euro am Jahresende nachzahlen musst (1.800,- ) Euro.
Dann haben die Dir ja vorher auch zur Verfügung gestanden.
Ergo hättest Du ohne die Nachzahlung "nur" 1.350,.- Euro monatlich zur Verfügung gehabt.
Wenn Du sagst, aus 1.500,- Euro könnte man keine 150, Euro mehr sparen (das glaube ich gerne), dann ist es ja umso wichtiger, dass Du die Kohle erstmal hast. (Die Zahlen sind beliebig austauschbar.)
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon michael091963 » 23.06.2012, 20:57

Hallo v_strom,

das Missverständnis liegt möglicherweise hier:

Egal, ob Du am Ende des Jahres Steuern ans Finanzamt nachzahlst, oder Dir das Finanzamt Steuern erstattet - die Höhe der auf Dein Jahreseinkommen fälligen Einkommensteuer ist in beiden Fällen identisch.

Wenn Du also dafür sorgst, mit geschickter Steuerklassenwahl und / oder der Eintragung von Freibeträgen, die monatliche Auszahlung (Nettolohn) zu erhöhen, steht Dir mehr Geld zur Verfügung. Wenn Du nun weißt, dass dies Mitte bis Ende des nächsten Jahres zu einer Nachforderung des Finanzamtes führt, kannst Du dieses höhere Netto nutzen, in einem Einzahlsparplan auf eines der im obigen Link hinterlegten Tagesgeldkonten zu Zinserträgen zu nutzen. Dort steht Dir dann auch das notwendige Geld zur Verfügung, die Nachforderung des Finanzamtes zu begleichen. Die Zinsen gehören aber dann Dir.

Für die Steuererklärung hast Du immer Zeit bis zum 31. Mai des Folgejahres. Bei einer zu erwartenden Nachzahlung ist dieser Zeitraum vollständig auszunutzen. Ggf. hilft ein Antrag auf Fristverlängerung noch darüber hinaus.

Wenn Du dagegen die Nachzahlung vermeiden und lieber einer Erstattung haben möchtest, heißt das nichts anderes, als das Dein Arbeitgeber Dir Monat für Monat dieses Geld eben nicht auszahlt und das Finanzamt dieses Geld für sich selbst anlegt. Das ist für den Deutschen Staat immer noch die billigste Anleihe (von der Ausnahmesituation der letzten Wochen am Finanzmarkt mal abgesehen... ;-))

Wobei dann immer noch nicht geklärt ist, warum der Lohnsteuerhilfeverein Deinem Schwiegervater rät, an der Steuerklassenwahl nichts zu ändern... Wenn es nur um die Rente der Deutschen Rentenversicherung geht, wäre dies Unsinn (wie ich inzwischen gelernt habe)

Es will Dir hier niemand was. Und wenn Du Abkürzungen nicht verstehst, schreib das doch einfach. Da reißt Dir niemand den Kopf ab

Sonnige Grüße
Michael
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon Awapp » 09.07.2012, 15:22

nur mal so zur Info: da du Kurzarbeitgeld und deine Frau ALG I bezogen habt, erhöht sich euer Steuersatz, da diese Einkünfte zwar steuerfrei sind, jedoch dem Progressionsvorbehalt unterliegen und somit zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen werden!

Die entsprechenden Zahlungen habt ihr ja schon bekommen, ohne hierfür Steuern zu zahlen, doch umsonst sind sie trotzdem nicht. Im Klartext heißt das, dass euer gesamtes Einkommen zusammengezählt wird, der entsprechende Steuersatz errechnet wird und dann auf die steuerpflichtigen Einkünfte angewandt wird. Folglich habt ihr einen höheren Steuersatz wie beim unterjährigen Lohnsteuereinbehalt!

An der Wahl der Lohnsteuerklasse liegt es also nicht...
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon sema » 09.07.2012, 18:35

Awapp hat geschrieben:nur mal so zur Info: da du Kurzarbeitgeld und deine Frau ALG I bezogen habt, erhöht sich euer Steuersatz, da diese Einkünfte zwar steuerfrei sind, jedoch dem Progressionsvorbehalt unterliegen und somit zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen werden!....


Hallo,
jetzt sag ich nur noch - wer lesen kann ist klar im Vorteil - siehe 3. Absatz im ersten Thread.
Schau dir bitte die Eingangssituation VORHER an und versuche die Antwort an den Sachverhalt anzupassen.
Was du da von dir gibst, hat leider nichts mit dem Thema zu tun.

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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon michael091963 » 10.07.2012, 13:49

Abgesehen davon war der TS ja längst vom Ausgangsfall weg und hat über seinen verrenteten Schwiegervater gepostet.
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon V_Strom111 » 07.04.2013, 12:53

So, ihr lieben Freunde der Einkommensteuererklärung,

es ist mal wieder soweit. Nachdem ich letztes Jahr ja mit Hilfe des Forums (user Sema) einen Fehler in meiner Steuererklärung identifizieren konnte, hab ich dieses Jahr für 2012 schon wieder das gleiche Problem. Nur hab ich alles überprüft und kann einfach keinen Fehler finden. Also nochmal kurz zu den Fakten:
Für 2011 musste ich nach Korrektur nur noch 30€ nachzahlen anstatt der zuerst errechneten 1000€. Die Jahre zuvor war der Steuerbescheid immer im ähnlichen Rahmen. Immer so zwischen 30-150€ nachzahlen.
Jetzt für 2012 soll ich laut Berechnung von Elster plötzlich schon wieder etwas mehr als 900€ zahlen.
Meine Frau und ich haben die Steuerklassen 3/5 und es ist mir Bewusst das man da Gefahr läuft nachzahlen zu müssen da bei meiner Halbtagsarbeitenden Frau jeden Monat ca 80€ Steuern zu wenig abgezogen werden. Aber den Sprung von 30€ zu über 900€ finde ich viel zu heftig. Mir fehlt da zur Zeit etwas die Planungssicherheit. Sicherlich werden jetzt einige denken, das man bei den Klassen 3und5 was weglegen soll jeden Monat aber bisher hatte ich dafür ja keinen Handlungsbedarf da die Nachzahlungen bisher moderat ausfielen.
Jetzt mal das was sich geändert hat:
1) Für 2011 habe ich als erstes schonmal in Anlage G 640€ Verlust eintragen können, für 2012 nur 80€ Verlust.
2) Meine Frau hat den Arbeitgeber zu Jahresbeginn nahtlos wechseln müssen und verdient dort im Jahr nur noch 12000€ anstatt 14500€ zu vorher. Dafür hat sie anstatt 26km zu vorher, nur noch 13km zur Arbeit.

Sonst hat sich nichts geändert, bei mir blieb alles so wie vorher. 28km zur Arbeit und ca 45000€ Brutto.
Können diese drei Faktoren da soviel ausmachen das ich soviel nachzahlen muss? Wenn sich jemand damit mal beschäftigen will, so kann ich ihm gerne die Unterlagen oder die Elster Berechnung für 2011 und 2012 zukommen lassen. In der Elster Berechnung als PDF sollte ja eigentlich alles relevante drinstehen. Selbstverständlich wäre ich auch bereit einen Unkostenbeitrag zu zahlen.
Bin mal auf nächstes Jahr gespannt, denn meine Frau hat schon wieder zu Jahresbeginn die Arbeit gewechselt und jetzt nur noch 5km zur Arbeit. Somit greift da nur noch die Werbungskostenpauschale. Wahrscheinlich muss ich dann 2000€ nachzahlen. :(

Gruß
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon Eisbaer » 07.04.2013, 16:58

Also so ganz auf die Schnelle:
Deine gemachten Angaben (Änderungen zum Vorjahr) erklären nicht die errechnete Differenz!
Da muss noch irgend etwas anderes anders sein (Irgend was übersehen? Irgendwo ein Eingabefehler deinerseits? etc.)
Servus

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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon V_Strom111 » 08.04.2013, 14:42

Und genau da liegt ja mein Problem. Ich finde keinen Fehler. Gebe ich die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb und in Anlage G den Betrag vom Jahr zuvor an, kommen immer noch ca 350€ Nachzahlung raus beim Einkommen von 2012. Ich finde es halt seltsam weil doch meine Frau 2500€ weniger verdient hat.
Deshalb wäre ich froh wenn mal ein Profi sich das nur ansieht. Ich hab aber auch etwas Bammel davor hier vor Ort zu einem Steuerberater zu gehen und der mir sagt: Nein, es ist alles richtig es bleibt bei den 900€ und ich bekomme jetzt für meine Mühen auch nochmal 300 oder so.
Nehmen wie mal an ich hätte eine wichtige Angabe vergessen die zu meinen Gunsten wäre, fällt das dem FA auf und korrigiert es oder arbeiten die Stumpf meine Angaben ab?
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Re: Einkommensteuer-Was läuft hier falsch?

Beitragvon donnermeister1 » 08.04.2013, 14:48

V_Strom111 hat geschrieben:...
Nehmen wie mal an ich hätte eine wichtige Angabe vergessen die zu meinen Gunsten wäre, fällt das dem FA auf und korrigiert es oder arbeiten die Stumpf meine Angaben ab?


Da die meisten bis alle FA-MA nicht über hellseherische Fähigkeiten verfügen, können sie nur mit dem arbeiten, was du ihnen lieferst.
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