Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

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Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon Ralf Hofmann » 31.01.2012, 13:12

Hallo zusammen,

seit Installation meiner 30 kwp-Anlage um die Jahreswende herum ist heute der erste Tag, wo das Wetter zu Mittag so gut ist, dass ich mal eine ernsthafte Messung machen konnte.

Bei 17° Dachneigung und -15°, also 165° SSO hatte ich kurz vor 12.00 Uhr mittags eine Momentanleistung von etwas über 15 kw.
Es gab keine Verschattung und keine Trübung in der Atmosphäre, also strahlender Sonnenschein.
Die Außentemperatur betrug etwa -2°C.

Kann ich unter diesen Umständen als Faustregel davon ausgehen, dass in den Wintermonaten bei vergleichbarer Wetterlage als Spitzenleistung, die möglich ist, maximal gut 50% der Anlagenleistung drin sind?

Wie ist das bei Euch?
Geht bei denen, die ein Dach mit 40° oder mehr haben bei vergleichbaren Umständen die Anlagenleistung an`s mögliche Maximum?
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon JayM » 31.01.2012, 14:44

Hallo Ralf,
Bei deinen Dachdaten bekommst du nach PVGIS (tab: "daily radiation") im Januar bei klarem Himmel 480 W/m2 Einstrahlung. Modultemperatur bei -2 C Aussentemperatur könnte um die 25 C liegen. Damit wäre 50% der Nennleistung ziemlich genau was man in der Spitze erwarten kann. Bei optimaler Dachneigung von ca. 35 Grad genau nach Süden bekämst du 650 W/m2.

Mein Bestwert in diesem Winter war 9,7 kW mit einer 14,8 kWp Anlage also 65% der Nennleistung. Das Dach hat 38 Grad DN genau Süd (16.1.2012, ich glaube wir hatten da auch unter 0 C). Damit wären meine 65% auch in etwa im Soll.

Gruß
Jochen
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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon Ralf Hofmann » 31.01.2012, 15:48

Hallo Jochen,

JayM hat geschrieben:Mein Bestwert in diesem Winter war 9,7 kW mit einer 14,8 kWp Anlage also 65% der Nennleistung. Das Dach hat 38 Grad DN genau Süd (16.1.2012, ich glaube wir hatten da auch unter 0 C). Damit wären meine 65% auch in etwa im Soll.


theoretisch müsste es doch auch - oder gerade im Winter wegen der geringeren Modultemperatur möglich sein, auf 100% der Nennleistung zu kommen.
Wenn`s kalt genug ist doch sogar noch über 100%.

In unseren Breiten steht die Sonne zur Wintersonnenwende mittags doch mit ca. 16,5° am Himmel, oder?
Müsste dann die Modulfläche 73,5° steil sein für optimale Einstrahlung?
Im Sommer das gleiche bei 63,5° Sonnenstand: 26,5° Modulwinkel wäre dann optimal, oder?
Die 2-achsig nachgeführten Anlagen machen das doch mit, oder?
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon JayM » 31.01.2012, 18:28

Hallo Ralf,
die Winkel sind so richtig. Allerdings ist die Nennleistung bei Airmass 1,5 angegeben. Im Winter legt das Sonnenlicht in der Atmosphäre einen weiteren Weg als 1,5 mal Dicke der Atmospäre zurück. PVGIS sagt man bekommt bei 73 Grad Modulneigung im Januar mittags nur 810 kW/m2. An einem leicht bewölkten Tag bekommt man noch die Reflektion der Wolken, die gerade nicht vor der Sonne stehen, dann können es auch mehr sein.

Bei -20 C kommt man vielleicht bei voller Einstrahlung auf unter 25 C Modultemperatur. Dann könnte es klappen.

Also ausnahmsweise vielleicht mal, wenn alle Bedingungen stimmen.

Gruß
Jochen
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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon Ralf Hofmann » 10.02.2012, 12:47

Hallo Jochen,

JayM hat geschrieben:Allerdings ist die Nennleistung bei Airmass 1,5 angegeben. Im Winter legt das Sonnenlicht in der Atmosphäre einen weiteren Weg als 1,5 mal Dicke der Atmospäre zurück.


ahja, stimmt! Das hatte ich nicht berücksichtigt.
Dann ist bei mir für die Wintermonate wohl nix mehr zu optimieren.

Für die Sommermonate kann ich dann evtl. noch versuchen, die Modultemperatur zu reduzieren, aber das ist dann eine anderes Thema.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon JayM » 10.02.2012, 13:27

Hallo Ralf,
kleine Korrektur von mir. Die Airmass 1,5 Angabe bei den STC bestimmt das Spektrum des Lichts (ändert sich etwas mit verschiedenen Weglängen durch die Atmosphäre). Der Intensitätsverlust durch den längeren Weg durch die Atmosphäre ist in den Einstrahlungsdaten (W/m2) berücksichtigt.

Gruß
Jochen
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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon auchdabei » 11.02.2012, 18:18

Hallo Ralf
Die Februarzahlen meiner Anlage:
01.02. 67,6%
02.02. 65,3%
03.02. 13,2%
04.02. 68,8%
05.02. 66,3%
06.02. 66,3%
07.02. 47,8%
08.02. 63,3%
09.02. 72,6%
10.02. 67,34%
11.02. 71,53%
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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon SunnySauerland » 12.02.2012, 11:47

Mein bisheriger Spitzenwert für 2012 betrug gestern, also 11.02. (sehr kurzzeitig) 89% bei einer Dachneigung von 45 Grad. Es muss also nur kalt genug sein. ;)

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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon KyoSun » 12.02.2012, 11:50

SunnySauerland hat geschrieben:Mein bisheriger Spitzenwert für 2012 betrug gestern, also 11.02. (sehr kurzzeitig) 89% bei einer Dachneigung von 45 Grad. Es muss also nur kalt genug sein. ;)

SunnySauerland


....89% von was :|
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Re: Welche Maximalleistung im Winter bei 17° Dachneigung?

Beitragvon JayM » 12.02.2012, 13:57

SunnySauerland hat geschrieben:Mein bisheriger Spitzenwert für 2012 betrug gestern, also 11.02. (sehr kurzzeitig) 89% bei einer Dachneigung von 45 Grad. Es muss also nur kalt genug sein. ;)

SunnySauerland

Hallo SunnySauerland,
und der Winkel muß stimmen. 45 Grad DN sind im Winter besser als Ralf's 17 grad. PVGIS sagt bei uns (Pfalz) für 45 Grad DN im Februar 865 W/m2. 89% der Modulnennleistung sind also ziemlich dicht dran.

Gruß
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