Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Helmut1 » 05.06.2011, 16:24

Retrerni hat geschrieben:Grundsätzlich ist ein M-Förmiger Spannungsverlauf über den Tag korrekt. Siehe auch [url]todo[/url].
Als Querschnitt würde ich hier schon fast 10mm2 verwenden.

Ciao

Retrerni

Hallo Retrerni
Mich verwundert, dass man da besser 10 mm^2 Kabel nehmen soll. Ich bin ja nun E-Techniklaie und habe von PV nur Ahnung dahingegehend was ich hier im Forum so aufschnappe.
Aber bei 320 Watt und wenn es parallel ist dann halt grob 20 Volt hat, dann sind das doch nur 16 Ampere. Da würde ich wenn ich mir was selbst basteln würde ganz schmerzfrei das übliche 1,5 mm^2 doppelt nehmen, weil es auch billig ist.

Oder haben 16 Ampere in 3 mm^2 auch schon erheblichen Widerstand? Würde das nicht vermuten weil ja 1,5 mm^2 auch bis 16 Ampere gehen.
Oder habe ich da einen PV-spezifischen Denkfehler? Oder sind Aluleitungen bei PV üblich?

Gruß Helmut
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Retrerni » 05.06.2011, 16:30

1,5mm2 hat bei 16 m Kabellänge einen Widerstand von 191 mOhm, bei 16 Ampere also einen Spannungsabfall von 3 Volt, wir haben insgesamt aber nur 20 V, da sind 3 V immerhin 15% davon und wir hätten eine schöne 40 W Heizung...

Ciao

Retrerni
Zuletzt geändert von Retrerni am 05.06.2011, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon 1030100 » 05.06.2011, 16:33

Danke Euch allen für Eure Antworten! :danke:

Das Anschlusskabel werde ich in 10 mm² austauschen und die Module erstmal messen ob diese o.k. sind. Sicher ist sicher. Ich meld mich dann mit den Ergebnissen.

Gruß Mike
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon silver » 05.06.2011, 16:57

die chinakocher die sich wechselrichter nennen,kannste gleich in die tonne hauen,

aus mehrerlei hinsicht,

1:keine netztzulassung
2:kein eigenes ens
3:der total schwachsinnige mpp bereich,wie du selber schon gemerkt hast an der kabeldicke.
4:und die gefahr an sich die teile zu betreiben.

mein favorit bei so kleinen anlagen sind die mastervolt soladin 600 wechselrichter laufen super haben eine zulassung,nur ein ens muß vorgeschaltet werden,und der hohe eingangsbereich von max 150 volt was der kabeldicke sehr zugute kommt.
silver
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Helmut1 » 05.06.2011, 17:16

Retrerni hat geschrieben:1,5mm2 hat bei 16 m Kabellänge einen Widerstand von 191 mOhm, bei 16 Ampere also einen Spannungsabfall von 3 Volt, wir haben insgesamt aber nur 20 V, da sind 3 V immerhin 15% davon und wir hätten eine schöne 40 W Heizung...

Ciao

Retrerni

:shock:
Das ist ja erstaunlich! Ich habe das jetzt auch noch mal nachgerechnet und komme auf etwa das gleiche Ergebnis. Ich hätte aber wie gesagt aus dem Bauch heraus das 1,5 mm^2 doppelt genommen und mir nur eine 20 Watt Heizung gebaut. :(
Aber ich schätze mal, bevor ich sowas wirklich gebaut hätte, hätte ich das wohl selbst auch vorher richtig berechnet. :wink:

Aber was mich an der ganzen Sache wundert ist ja, was allgemein bei PV für eine „Kabelschlacht“ stattfinden muß. Die Strings selber sind ja in Reihe aber jeder einzelne hat ja dann wohl über 10 Ampere. Und der Wechselrichter ist ja meist recht weit weg von den Modulen. Da muss ja einiges an Kupfer verbaut sein. Treibt der PV-Boom die Kupferpreise in die Höhe? Diese Frage stellt sich mir spontan. :?:

Ab welcher Anlagengröße nimmt man eigentlich Alu auf der Gleichstromebene? Das sollte sich ja lohnen bei den Kupferpreisen. Ist Alu nur üblich bei Freiflächenanlagen wo man mit der Kabelverlegung kein Platzproblem hat wie bei Häusern? Dicke Aluleitungen kann man ja natürlich nicht so eng biegen wie Kupfer.

Sind die Module selbst vielleicht mit Aluleitungen zu einem String gekoppelt? Zwischen Modulfläche und Dach sollte ja genügend Platz sein um dort eine klobige Aluleitung zu verstecken.

Gruß Helmut
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon 1030100 » 05.06.2011, 22:59

silver hat geschrieben:die chinakocher die sich wechselrichter nennen,kannste gleich in die tonne hauen,

aus mehrerlei hinsicht,

1:keine netztzulassung
2:kein eigenes ens
3:der total schwachsinnige mpp bereich,wie du selber schon gemerkt hast an der kabeldicke.
4:und die gefahr an sich die teile zu betreiben.

mein favorit bei so kleinen anlagen sind die mastervolt soladin 600 wechselrichter laufen super haben eine zulassung,nur ein ens muß vorgeschaltet werden,und der hohe eingangsbereich von max 150 volt was der kabeldicke sehr zugute kommt.


Warum schmeisst Du alle WR aus China gleich in einen Topf ohne überhaupt zu wissen welchen ich benutze?

Meiner hat ein eigenes ENS und ob meine Verluste am MPP liegen, ist auch noch nicht abschließend geklärt. Punkt 4 Deiner Antwort bitte etwas detaillierter.

Nicht alles was teurer ist wie z.b. der Soladin ist auch gleichzeitig sicher trotz Zulassung: Siehe http://www.photovoltaikforum.com/wechselrichter-f3/mastervolt-soladin-600-rueckrufaktion-t57621.html Vom Preis mal ganz zu schweigen.

Gruß Mike
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Oeko-Fuzzi » 05.06.2011, 23:28

Aluleitungen ?
Mit dem Halbwissen des Eletrolaien muss ich mal nachfragen.
Alu hat doch einen höheren Widerstand als Kupfer, egal ob nun AC oder DC.
Bei einer massiven Leitung erhöht sich doch der Widerstand proportional gegenüber einer
Litzenleitung, da mit zunehmender Belastung die Elektronen nur noch im Aussenbereich des Leiters, bzw
der Litze transprtiert werden können.
Also doch besser Kupferlitze mit 6mm²
Ich lasse mich gerne aufklären.
Gruss
Willi
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Helmut1 » 06.06.2011, 00:56

Oeko-Fuzzi hat geschrieben:Aluleitungen ?
Mit dem Halbwissen des Eletrolaien muss ich mal nachfragen.
Alu hat doch einen höheren Widerstand als Kupfer, egal ob nun AC oder DC.
Bei einer massiven Leitung erhöht sich doch der Widerstand proportional gegenüber einer
Litzenleitung, da mit zunehmender Belastung die Elektronen nur noch im Aussenbereich des Leiters, bzw
der Litze transprtiert werden können.
Also doch besser Kupferlitze mit 6mm²
Ich lasse mich gerne aufklären.
Gruss
Willi

Hallo Willi
Ja, Alu hat einen etwas höheren spezifischen Widerstand als Kupfer. Deshalb wird eine Aluleitung so oder so dicker sein müssen. Aber es ist deutlich leichter und vor allem viel billiger als Kupfer. Deshalb meine ich das es günstiger wäre Alu zu nehmen wenn es geht, was aber wohl der kritische Punkt ist. Kupfer eignet sich sehr gut als Kabelmaterial weil man es gut biegen kann. Alu ist da wohl kritischer. Die Großen Freileitungen sind jedenfalls alle aus Alu mit einem Stahldraht drinnen wegen der benötigten Zugfestigkeit.
Das mit diesem Effekt, dass der Strom nur außen auf dem Leiter fließt ist glaube ich ein Effekt der bei „Feld-Wald-Wiesenanwendungen“ nicht relevant ist. Tritt das nur bei hohen Frequenzen auf? Oder bei riesigen Spannungen oder Stromstärken? Das weiß ich jetzt auch nicht. Aber bei popeliger Gleichspannung glaube ich nicht.

Gruß Helmut
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Oeko-Fuzzi » 06.06.2011, 01:14

Hallo Helmut
Wenn große Freileitungen mit Alu erstellt werden, mag das ja sinnvoll sein.
Aber die paar Euro in einer Kleinanlage einzusparen, ist m. E. unsinnig.
Wenn dadurch eine bessere Wirkleistung erzielt werden kann, würde ich auf jeden Fall
Kupferlitze vorziehen.
Übrigens, dieser Effekt ist von der Stromstärke, nicht von der Spannung oder Frequenz abhängig, glaube ich ?
Gruss
Willi
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Re: Endlich in Betrieb! Läuft meine Anlage?

Beitragvon Helmut1 » 06.06.2011, 02:47

Hallo Willi
Jetzt habe ich es endlich gefunden. „Skin-Effekt“ nennt sich das mit dem Strom nur außen auf dem Leiter. Und das tritt nur bei Wechselstrom und gerade bei hohen Frequenzen auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Skineffekt

Ich habe auch mal nachgegoogelt was Kabel kostet.
http://www.conrad.de/ce/de/overview/251 ... rSequence=

10 mm^2 gibt es schon für 2,9 Euro den Meter. (Da hätte ich noch schlimmeres befürchtet)
Der Threadstarter braucht 16 Meter, weil er ja von einer 8 Meter Zuleitung zum Wechselrichter spricht. Dann sind das aber auch schon mit Verschnitt 50 Euro.
Womöglich würde da das Geld für einen besseren Wechselrichter besser angelegt sein.

Was mich an dieser „Kabelschlacht“ stört ist das Gesamtproblem Kosten der PV. Irgendwann sollte PV halt für unter 5 Cent pro kWh möglich sein. Das Kabelgedöns ist noch sicherlich prozentual ein kleiner Kostenpunkt. Aber halt leider ein Faktor wo eine deutliche Kostensenkung wenig wahrscheinlich ist. Im anderen Thread wurde ja auch schon mal ein Kostenvergleich Gewicht zu Kosten für Auto und Solarmodul durchgeführt und Kosten für Fläche PV im Vergleich zu Bodenbelag. Ich werde immer pessimistischer, dass PV wirklich billig werden kann. :(

Gruß Helmut
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