Bombenertrag für die Versorger, oder ?

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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon Joerg aus dem Norden » 10.07.2012, 12:28

:D hurra,
Werner ist wieder da, nur diesmal anders gepolt .. :o

Don´t feed .....
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon Solarwatt » 11.07.2012, 11:53

Hallo,

was soll ich ? Einsehen das ich mich in meinem Denkansatz verrant habe ? :lol:

Also einer meiner positiven Eigenschaften ist die, das ich Fehler wenn Sie mir bewusst sind grundsätzlich zugebe.

Und auch wenn ich ein absoluter Neuling auf dem Gebiet der Photovoltaik bin, so bleibe ich bei meiner Meinung das Strom der permanent durch die Photovoltaik produziert wird ein BOMBENGESCHÄFT für die RWE etc.ist :!:

Wenn von benötigten 80 Gigawatt in Deutschland 20 Gigawatt von der Photovoltaik kommen, dann müßen die Kraftwerke eben diese 20 Gigawatt NICHT produzieren.

Gleichzeitig laufen die Stromzähler aber doch weiter, und jede kw/h wird von den Verbrauchern mit 0,23 Euro bezahlt. Die 20 Gigawatt werden aus dem EEG bezahlt.

Gruß
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon eggis » 11.07.2012, 12:05

Moin!

Dann versuch ich mich auch noch einmal. :D

Solarwatt hat geschrieben: ein BOMBENGESCHÄFT für die RWE etc.ist

Hier mal ein paar Einwände zu deinen Aussagen.
Solarwatt hat geschrieben:Wenn von benötigten 80 Gigawatt in Deutschland 20 Gigawatt von der Photovoltaik kommen, dann müßen die Kraftwerke eben diese 20 Gigawatt NICHT produzieren.

Leider freut es die Kraftwerkesbetreiber wenig, wenn sie keinen Strom produzieren müssen. Schließlich leben sie davon.
Die Herstellkosten von Atom- und Braunkohlestrom liegen bei etwa 2ct/kWh. Verkauft wird dieser für 5-6ct/kWh. Also machen die Kraftwerksbetreiber ganz schön Verlust.
Solarwatt hat geschrieben:Gleichzeitig laufen die Stromzähler aber doch weiter, und jede kw/h wird von den Verbrauchern mit 0,23 Euro bezahlt. Die 20 Gigawatt werden aus dem EEG bezahlt.

Von den Verbrauchern werden von den 23 Cent nur 18 Cent bezahlt. Die restlichen 5ct erlösen die Erneuerbaren selber an der Börse, wo der Strom von den Stromanbietern gekauft werden muss. Der Verbraucher zahlt nur die Differenz.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon Solarwatt » 11.07.2012, 12:49

Hallo Eggis,

ok, das die Kraftwerkbetreiber dadurch einen Verlust haben sehe ich ein. Gutes Beispiel.

Aber das ändert ja nichts an der Tatsache das mein Nachbar der meinen Strom bekommt 0,23 bezahlt, obwohl dieser Strom nicht von den Kraftwerken geliefert wird sondern von mir.

Kraftwerk liefert nicht, also keine Kosten aber auch keine 3,5 Cent Gewinn. Habe ich verstanden.

Mein Dach liefert an die Nachbarn, Nachbar zahlt 0,23 Cent für meinen Strom. Ich bekomme den Strom aber aus dem EEG bezahlt.

Also Nachbar ( Allgemeinheit ) zahlt 3,5 Cent an das EEG und 19,5 an die bspw. an die RWE obwohl keine Produktionskosten anliegen.

Wo ist da kein Gewinn ???


Gruß
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon donnermeister1 » 11.07.2012, 13:45

Und weil das so ein Bombengeschäfft für RWE und die anderen ist, sind die auch überhaupt nicht am Jammern und Politik gegen die PV machen.
http://www.neubauer-sonnenstrom.de/PV/
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon buergersolar » 11.07.2012, 14:38

Solarwatt hat geschrieben:Aber das ändert ja nichts an der Tatsache das mein Nachbar der meinen Strom bekommt 0,23 bezahlt, obwohl dieser Strom nicht von den Kraftwerken geliefert wird sondern von mir.

Du (bzw. deine PV-Anlage) bist doch auch ein Kraftwerk. Nur dein Strom ist viel teurer als der aus dem Kohlekraftwerk.
Spielt aber auch keine Rolle, denn der Stromanbieter muss für beides 5ct/kWh an der Börse zahlen. Egal, ob PV oder Kohle.
Nur das, was PV teurer ist als der Marktpreis, wird noch zusätzlich über die EEG-Umlage einkassiert.
Für den Stromanbieter macht es keinen Unterschied, welchen Strom er an der Börse einkauft, also hat er auch keinen Vorteil, wenn das PV-Strom ist.

Solarwatt hat geschrieben:Mein Dach liefert an die Nachbarn, Nachbar zahlt 0,23 Cent für meinen Strom. Ich bekomme den Strom aber aus dem EEG bezahlt.

  1. Nein, dein Nachbar zahlt nicht für DEINEN Strom, sondern für den Strom, den er von seinem Stromanbieter bekommt. Wo der den Strom einkauft, ist dessen Sache. Wenn er ihn an der Börse kauft, ist da auch dein Strom mit im Mix. Aber auch dafür bezahlt der Stromanbieter den Marktpreis.
  2. Du bekommst dein Geld also vom EEG. Wer ist das EEG, woher kommt das Geld? Einen Teil zahlen die Stromanbieter (auch der deines Nachbarn), wenn sie Strom an der Börse kaufen, den Rest bezahlen alle Endverbraucher (auch dein Nachbar) über die EEG-Umlage.
Keiner der Punkte bringt einen Vorteil für den Stromanbieter.

Also Nachbar ( Allgemeinheit ) zahlt 3,5 Cent an das EEG und 19,5 an die bspw. an die RWE obwohl keine Produktionskosten anliegen.
Doch, es liegen Produktionskosten an, oder produzierst (bzw. verkaufst) du den PV-Strom umsonst? Ich denke nicht. Du bekommst die Vergütung, und einen Teil davon hat der Stromanbieter deines Nachbarn bezahlt (ganau soviel, wie er auch für Kohlestrom bezahlt hätte).

Solarwatt hat geschrieben:Wo ist da kein Gewinn ???

Natürlich macht der Stromanbieter Gewinn. Aber nicht mehr, als wenn er Kohlestrom statt PV-Strom eingekauft hätte.

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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon michael091963 » 11.07.2012, 22:28

Solarwatt hat geschrieben:Kraftwerk liefert nicht, also keine Kosten aber auch keine 3,5 Cent Gewinn. Habe ich verstanden.


Dummerweise verursacht so ein Kraftwerk auch Kosten, wenn es nicht produziert. Mitarbeiter werden weiter bezahlt, die Anlagen laufen im Leerlaufbetrieb weiter. Es fehlen also nicht nur die 3,5 Cent Gewinn.

Du hast ja Deine PV-Anlage auch mit einer gewissen Einstrahlung kalkuliert. Wenn die Anlage nun weniger produziert, weil die Sonne nicht scheint, oder die Anlage im Interesse der Netzstabilität runterreguliert wird, haut das Deine Kalkulation durcheinander.
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon eggis » 12.07.2012, 07:58

michael091963 hat geschrieben: oder die Anlage im Interesse der Netzstabilität runterreguliert wird, haut das Deine Kalkulation durcheinander.

Den Teil der Aussage sollte man aber ausklammern oder zumindest die Bedingung für eine entschädigungslose Abregelung dazu schreiben.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon vzbiker » 12.07.2012, 08:10

Also ich hab den Fred jetzt komplett durchgelesen. Ich bin Metzger, aber auch ich hab es jetzt verstanden ;-)
Der Teil mit der "runterregulierung" interessiert mich jetzt aber mal genauer. Hat da jemand nen Link zu oder gibts nen Fred wo das genauer erläutert wird, sodass es auch ich verstehe?
Grüße aus dem sonnigen Süden
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Re: Bombenertrag für die Versorger, oder ?

Beitragvon eggis » 12.07.2012, 08:21

Moin vzbiker,
vzbiker hat geschrieben:Der Teil mit der "runterregulierung" interessiert mich jetzt aber mal genauer. Hat da jemand nen Link zu oder gibts nen Fred wo das genauer erläutert wird, sodass es auch ich verstehe?

was genau? Warum es eine Entschädigung für abgeregelte Anlagen gibt? Das ergibt sich aus dem im Gesetz verankerten Vorrang der Einspeisung für erneuerbaren Strom. So lange im Netz noch fossile Kraftwerke laufen, sind diese runterzuregeln. Wird das nicht gemacht, bekommen die abgeregelten 'Erneuerbaren' eine Entschädigung. Erst wenn sich nur noch eE´s im Netz befinden, entfällt diese Entschädigung. Was aber noch etwas dauern wird.
Mit sonnigen Grüßen
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