Platz für Kommentare, Anregungen, Informationen oder Neuigkeiten und Aktionen zum energiepolitischen Tagesgeschehen
Moderator: Mod-Team
von dornfelder10 » 27.01.2012, 22:06
PV-Berlin hat geschrieben: *Ich werde, sofern ich so lange noch "lebe", meine Signatur bis nach 2020 stehen lassen, mal sehen wie weit ich von der Realität entfernt war!
Hallo PV-Berlin, Deiner Signatur stimme ich in fast allen Punkten zu. in 2012 von >30 GWp => ja bis 2015 Richtung > 50 GWp => locker 2020 über 100 GWp => aber sowas von Was ich nicht ganz verstehe sind die 5 Cent bis 2015. In Deutschland 5 Cent pro kwh?? Im Leben nicht!! Oder verstehe ich da was falsch. Gruß Dornfelder10
-
dornfelder10
- Stammmitglied

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 140
- Registriert: 31.12.2011, 23:33
- Info: Interessent
von Mühli » 28.01.2012, 01:38
5 Cent evtl. nicht 2015, aber es ist schon möglich. Redet ja niemand von Neuanlagen und beispielsweise 2020 werden doch schon "einige" Anlagen aus der Vergütung rausfallen. 2030 gibts dann (hoffentlich) viel wirklich billigen Strom
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
-

Mühli
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3509
- Registriert: 02.09.2008, 21:45
- Wohnort: Lkr. Deggendorf
- PV-Anlage [kWp]: 25,87
- Info: Betreiber
von GAST » 28.01.2012, 20:20
Mühli hat geschrieben:5 Cent evtl. nicht 2015, aber es ist schon möglich. Redet ja niemand von Neuanlagen und beispielsweise 2020 werden doch schon "einige" Anlagen aus der Vergütung rausfallen. 2030 gibts dann (hoffentlich) viel wirklich billigen Strom
Gruß
Klar, die 5ct/kWh Umlagewerden kommen...die frage ist nur ob 1-2Jahre eher oder später... Oder meint ihr allen ernstes das die G4 nicht alles versuchen um die PV weiterhin zu verteufeln und daher wie bereits geschehen immer mehr "Fremdkosten" in die EEG-Umlage einzupreisen. Unabhängig davon könnte der Strom theoretisch schon eher preiswerter werden, denn WKA werden meines Wissens nach keine 20 Jahre mit einer gleichhohen Vergütung im EEG berücksichtigt. Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
-

GAST
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2830
- Registriert: 05.09.2005, 15:43
- Wohnort: Niederrhein
- PV-Anlage [kWp]: 8,44
- Info: Betreiber
von Mühli » 28.01.2012, 20:24
Ich dachte, wir reden von PV-Strom?
Frage mich wirklich, wie man mit Neuanlagen auf 5Ct kommen kann? Also nicht in unseren Breiten und auch nicht mit halbwegs gutem Material. Kabel verlegen wir auch nicht mehr und WR ersetzen wir durch Hamsterräder mit Kommutator. Sicher, man kann alles aus Kunststoff machen und dann kleben, aber nicht auf meinem Haus.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
-

Mühli
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3509
- Registriert: 02.09.2008, 21:45
- Wohnort: Lkr. Deggendorf
- PV-Anlage [kWp]: 25,87
- Info: Betreiber
von GAST » 29.01.2012, 09:13
Mühli hat geschrieben:Ich dachte, wir reden von PV-Strom?
Frage mich wirklich, wie man mit Neuanlagen auf 5Ct kommen kann? Also nicht in unseren Breiten und auch nicht mit halbwegs gutem Material. Kabel verlegen wir auch nicht mehr und WR ersetzen wir durch Hamsterräder mit Kommutator. Sicher, man kann alles aus Kunststoff machen und dann kleben, aber nicht auf meinem Haus.
Gruß
Hallo Mühli, hättest du mal meinen Beitrag "zitiert", dann wär dir bestimmt aufgefallen das im "kleingedruckten" steht das die EEG-Umlage auf 5ct/kWh steigen wird, da werden die G4 inkl. ihrer Lobbyisten für sorgen schönen Sonntag Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
-

GAST
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2830
- Registriert: 05.09.2005, 15:43
- Wohnort: Niederrhein
- PV-Anlage [kWp]: 8,44
- Info: Betreiber
von PV-Insel » 29.01.2012, 13:18
Bzgl. der 5 cent/kWh PV-Stromgestehungskosten, sehe ich die als durchaus machbar in Deutschland, hängt alles nur von der Laufzeit ab. Angenommen wir haben 30 Jahre Laufzeit, dann kommen wir bei 1000 kWh/kWp Produktion und Kosten von 1,5 €/Wp auf 0,05 €/kWh. Der WR wird wohl keine 30 Jahre durchhalten, aber der Rest der Anlage schon (und auch länger wenn man gutes Material hat), deshalb, denke ich, kann man im Schnitt schon mit 30 Jahren rechnen. Wir müssen endlich wegkommen von dem Gedanken Alles nur kurzfristig zu sehen, ein neues Atomkraftwerk kommt auch nicht auf Stromgestehungskosten von 0,05 €/kWh, wenn man nur mit 15 Jahren Laufzeit rechnet (und natürlich schon gar nicht, wenn die Folgekosten miteingepreist wären, klar...). PS, der Moduldegradierung hab ich jetzt einfach mal die höhere Einstrhalung gegengerechnet, die wir wahrscheinlich Dank Klimawandel haben  , deshalb keine sinkende Produktion;-)
-
PV-Insel
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 101
- Registriert: 28.12.2010, 14:32
- Info: Solarteur
von Weidemann » 29.01.2012, 13:33
PV-Insel hat geschrieben:Bzgl. der 5 cent/kWh PV-Stromgestehungskosten, sehe ich die als durchaus machbar in Deutschland, hängt alles nur von der Laufzeit ab. Angenommen wir haben 30 Jahre Laufzeit, dann kommen wir bei 1000 kWh/kWp Produktion und Kosten von 1,5 €/Wp auf 0,05 €/kWh.
Das sind aber nicht die Stromgestehungskosten, dafür musst du die Zinsen berücksichtigen!
sonnige Grüße, -Weidemann-
-
Weidemann
- Moderator
-
- Beiträge: 3593
- Registriert: 09.08.2009, 11:01
- Wohnort: Bayern
- PV-Anlage [kWp]: 14
- Info: Betreiber
von Spekulatius » 29.01.2012, 13:47
PV-Insel hat geschrieben:Bzgl. der 5 cent/kWh PV-Stromgestehungskosten, sehe ich die als durchaus machbar in Deutschland, hängt alles nur von der Laufzeit ab. Angenommen wir haben 30 Jahre Laufzeit, dann kommen wir bei 1000 kWh/kWp Produktion und Kosten von 1,5 €/Wp auf 0,05 €/kWh. Der WR wird wohl keine 30 Jahre durchhalten, aber der Rest der Anlage schon (und auch länger wenn man gutes Material hat), deshalb, denke ich, kann man im Schnitt schon mit 30 Jahren rechnen. Wir müssen endlich wegkommen von dem Gedanken Alles nur kurzfristig zu sehen, ein neues Atomkraftwerk kommt auch nicht auf Stromgestehungskosten von 0,05 €/kWh, wenn man nur mit 15 Jahren Laufzeit rechnet (und natürlich schon gar nicht, wenn die Folgekosten miteingepreist wären, klar...). PS, der Moduldegradierung hab ich jetzt einfach mal die höhere Einstrhalung gegengerechnet, die wir wahrscheinlich Dank Klimawandel haben  , deshalb keine sinkende Produktion;-)
Hi PV-Insel, mit der Betrachtung könntest Du sogar noch weiter gehen und Erträge in 40 und 50 Jahre mit einbeziehen. Das würde die Gestehungskosten noch weiter drücken. Gestehungskosten liegen also im Auge des Betrachters. Allerdings kann man annehmen, dass der grösste Brocken des künftigen PV-Zubaus durch institutionelle Investoren getätigt werden wird, und dafür müssen die Marktkonforme Rahmenbedingungen und Annahmen greifen. Das heisst, die PV muss sich den Renditen (hast Du bei Deiner Rechnung aussen vor gelassen) und den Investitionslaufzeiten stellen, zu denen institutionelle Investoren den Rubel rollen lassen. Für Deutschland erfordern grosse PV-Investitionen im schlimmsten Fall (für ganz gierige Investoren) eine Abbezahlung der Anlage über 10 Jahre mit 7% Vorsteuerrendite. Bei €1500/kWp und 1000kWh/kWp sehen diese Investoren die Gestehungskosten bei 21 Ct./kWh. Weniger hungrige investoren können mit 15 Ct./kWh leben, das trifft in etwa die "Gestehungskosten" für Privatinvestoren. Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
-

Spekulatius
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3240
- Registriert: 12.12.2009, 13:54
- Info: Interessent
von PV-Insel » 29.01.2012, 13:51
Weidemann hat geschrieben:PV-Insel hat geschrieben:Bzgl. der 5 cent/kWh PV-Stromgestehungskosten, sehe ich die als durchaus machbar in Deutschland, hängt alles nur von der Laufzeit ab. Angenommen wir haben 30 Jahre Laufzeit, dann kommen wir bei 1000 kWh/kWp Produktion und Kosten von 1,5 €/Wp auf 0,05 €/kWh.
Das sind aber nicht die Stromgestehungskosten, dafür musst du die Zinsen berücksichtigen!
Welche Zinsen? Wenn ich keinen Kredit aufnehme, zahle ich keine Zinsen (jetzt komm mir nicht mit Eigenkapitalrendite, die dann berücksichtigt werden müsste - wie viel bekommst du denn für Festgeld 30 Jahre auf der Bank und was bleibt dir nach Inflation noch übrig?). Bei den Stromgestehungskosten, denke ich auch, macht es keinen Sinn Zinsen einzupreisen (ebensowenig wie Inflation und dergleichen), das sehe ich nur angebracht, wenn ich die Rendite eines Projektes errechnen will (dann rechne ich aber auch den Verbraucherstrompreis dagegen - und liege im Endeffekt sowieso falsch, da über einen solchen Zeitraum keine treffenden Aussagen über das Verhalten des Strompreises, der Zinsen, der Inflation etc. getroffen werden können. Kannst ja mal tippen und dann schauen wir in 30 Jahren, ob du richtig liegst..
-
PV-Insel
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 101
- Registriert: 28.12.2010, 14:32
- Info: Solarteur
von PV-Insel » 29.01.2012, 14:04
Spekulatius hat geschrieben:PV-Insel hat geschrieben:Bzgl. der 5 cent/kWh PV-Stromgestehungskosten, sehe ich die als durchaus machbar in Deutschland, hängt alles nur von der Laufzeit ab. Angenommen wir haben 30 Jahre Laufzeit, dann kommen wir bei 1000 kWh/kWp Produktion und Kosten von 1,5 €/Wp auf 0,05 €/kWh. Der WR wird wohl keine 30 Jahre durchhalten, aber der Rest der Anlage schon (und auch länger wenn man gutes Material hat), deshalb, denke ich, kann man im Schnitt schon mit 30 Jahren rechnen. Wir müssen endlich wegkommen von dem Gedanken Alles nur kurzfristig zu sehen, ein neues Atomkraftwerk kommt auch nicht auf Stromgestehungskosten von 0,05 €/kWh, wenn man nur mit 15 Jahren Laufzeit rechnet (und natürlich schon gar nicht, wenn die Folgekosten miteingepreist wären, klar...). PS, der Moduldegradierung hab ich jetzt einfach mal die höhere Einstrhalung gegengerechnet, die wir wahrscheinlich Dank Klimawandel haben  , deshalb keine sinkende Produktion;-)
Hi PV-Insel, mit der Betrachtung könntest Du sogar noch weiter gehen und Erträge in 40 und 50 Jahre mit einbeziehen. Das würde die Gestehungskosten noch weiter drücken. Gestehungskosten liegen also im Auge des Betrachters. Allerdings kann man annehmen, dass der grösste Brocken des künftigen PV-Zubaus durch institutionelle Investoren getätigt werden wird, und dafür müssen die Marktkonforme Rahmenbedingungen und Annahmen greifen. Das heisst, die PV muss sich den Renditen (hast Du bei Deiner Rechnung aussen vor gelassen) und den Investitionslaufzeiten stellen, zu denen institutionelle Investoren den Rubel rollen lassen. Für Deutschland erfordern grosse PV-Investitionen im schlimmsten Fall (für ganz gierige Investoren) eine Abbezahlung der Anlage über 10 Jahre mit 7% Vorsteuerrendite. Bei €1500/kWp und 1000kWh/kWp sehen diese Investoren die Gestehungskosten bei 21 Ct./kWh. Weniger hungrige investoren können mit 15 Ct./kWh leben, das trifft in etwa die "Gestehungskosten" für Privatinvestoren. Der Spekulatius 
Ich weiß Spekulatius, aber der eine Investor will 8 %, der andere 15 % und einem dritten snnd 20 % nicht genug (die gibt es tatsächlich) und nur weil das Gang und Gäbe ist, sehe ich dies nicht als gerechtfertigt, schon gar nicht wenn wir von PV 2.0 reden, wo der Eigenheimbesitzer eine Investition tätigt und die Alternative ist, das Geld zur Bank zu tragen. Ich habe es schon mehrmals gesagt, dass viele übliche Dinge und Erwartungen im wirtschaftlichen Alltag einfach nicht praktikable (bzw. nachhaltig praktikabel) sind, wenn wir von längeren Zeiträumen reden. 7 % Rendite über 100 Jahre gerechnet entspricht einem fast 900 Mal so hohem Mittelrückfluss als Mitteleinsatz, d.h. wir müssten unsere Effizienz um einen Faktor von 900 steigern in einem Jahrhundert (wenn wir 20 % Rendite voraussetzen, dann liegt dieser Faktor bei über 80.000.000), da wir nur einen Planeten mit begrenzten Ressourcen haben (etwas, was in der klassischen wirtschaftlichen Betrachtung nicht berücksichtigt wird). Wie können diese höheren Geldmengen erwirtschaftet werden? Nur durch Inflation; also erreiche ich meine 7 % Rendite auf Kosten, dass mein Geld entsprechend an Wert verliert, denn diese überzogenen renditen lassen sich gesamtwirtschaftlich nie durchsetzen (ich stelle mir vor ich fahre 900 Autos anstatt einem in hundert Jahren, oder noch besser 80.000.000 - wird dann ganz schön eng - oder? Grüße
-
PV-Insel
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 101
- Registriert: 28.12.2010, 14:32
- Info: Solarteur
Zurück zu Energiepolitik
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste
|