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von eggis » 17.12.2010, 11:24
- Ausbaukorridor und Reduzierung sollen das Gesetz rettenZehn renommierte Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Institute haben sich in einem Appell zur Rettung des EEG für eine dynamische Anpassung der Vergütungen für Fotovoltaik und eine Deckelung des Ausbaus der Fotovoltaik auf 3,5 Gigawatt pro Jahr ausgesprochen.
Die genannten Wissenschaftler mögen ja recht haben, dass die Akzeptanz des EEG bei weiteren Umlagesteigerungen in Gefahr ist. Mich stört nur diese blinde Deckelungs und Einspeisevergütungsreduzierungsdiskussion. Es sollte mehr darauf geachtet werden, das kleine Hausdachanlagen bis 10kWp weiterhin als Anlageform interesant bleiben. Je größer die PV-Anlage wird desto mehr muss dieses sich dem Wettbewerb mit den konventionellen Kraftwerken stellen. Thomas Bareiß, Energieexperte der CDU, [...] schlägt sogar eine Begrenzung des Zubaus auf 3 Megawatt vor. Dass er das will, war mir schon vorher klar, aber ob er das wirklich gesagt hat?
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von MBIKER_SURFER » 17.12.2010, 12:14
eggis hat geschrieben:Thomas Bareiß, Energieexperte der CDU, [...] schlägt sogar eine Begrenzung des Zubaus auf 3 Megawatt vor. Dass er das will, war mir schon vorher klar, aber ob er das wirklich gesagt hat?
@eggis: Ja ja, mit den 1000-er Potenzen nehmen es unsere Politiker nicht so genau. Das ist wie mit den Billionen Schulden, die diese mittlerweile in einer Geschwindigkeit anhäufen, daß einem schwiendelig wird. Da wird es ähnlich sein - die denken, das sind nur Milliarden oder gar nur Millionen Gruß Martin
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von PeterQ » 17.12.2010, 18:25
MBIKER_SURFER hat geschrieben:Ja ja, mit den 1000-er Potenzen nehmen es unsere Politiker nicht so genau.
Zwar Offtopic, aber ein Beispiel wie Politiker mit Zahlen umgehen können: http://www.youtube.com/watch?v=x18vfsuGnm8Viel Spaß 
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von cephalotus » 17.12.2010, 20:51
andererseits hat das DIW auch das veröffentlicht: Ausbau erneuerbarer Energien erhöht Wirtschaftsleistung in Deutschland http://www.diw.de/documents/publikation ... /10-50.pdfAnsonsten ist die Sache doch recht logisch. Solarstrom ist nach wie vor teuer (die Kleinanlagen sind noch teurer als die großen) und die akzeptierte EEG Umlage ist begrenzt. Wenn wir bald 50% EE haben wollen und dazu die Leitungen und die Speicher und keine EEG Umlagekosten für Haushalte und Gewerbe jenseits der 10ct/kWh, dann darf die PV nicht weiter ausgebaut werden wie bisher. Mir erscheinen selbst 3GW pro Jahr noch für unverhältnismäßig teuer. Mir wäre es lieber, wir würden die Vergütung fürs repowering von WKA erhöhen und meinetwegen nochmal 0,5ct/kWh dort dazu geben, um hier +3 GW und mehr im Jahr zu erreichen. Genauso braucht es andere Vergütungsregelungen für Biogasanlagen und KWK Anlagen, ansonsten kommen wir in Teufels Küche. Derzeit geben wir übers EEG sehr viel Geld für nur sehr geringe Effekte aus, siehe die letzten Prognosen: http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 100004221/Der Anteil ist um sage und schreibe 0,6 Prozentpunkte gestiegen, dafür zahlen wir aber +70% bei der EEG Umlage drauf (ja, ich weiß, das ist ein bisschen zu einfach dargestellt) Wenn es in dem "Tempo" und mit dem Zubaumix weiter geht brauchen wir nach 30 Jahren gerade mal lausige 35% EE im Stromnetz und dafür bezahlen wir dann 1€/kWh. Das kann es doch auch nicht sein, oder? mfg
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von Helios » 18.12.2010, 00:03
...macht ja nichts, wir haben es bald geschafft, mit den Biogasanlagen gehts grad weiter. auch hier lesen. Nach dem Aus für Photovoltaik, Biogas, Geothermie setzen wird dann alles auf Windkraft. Toller EEG Mix Gruß Helios
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von ManfredausR » 18.12.2010, 07:25
Damit wir auch wissen, wovon wir reden: cephalotus hat geschrieben:Derzeit geben wir übers EEG sehr viel Geld für nur sehr geringe Effekte aus, siehe die letzten Prognosen:http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/anteil-der-erneuerbaren-im-jahr-2010-gestiegen_100004221/
Die Kritik an der Betrachtungsweise des BDEW steht ja schon im Artikel www.photovoltaik.eu/nachrichtenDie Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): 102,3 Mrd KWh 2010 Anteil erneuerbare 17% am Gesamtstrombedarf in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil damit um 0,6 %punkte angestiegen. Windkraftanlagen 6,2 % -0,5 % Biomasse 4,7 % +0,3 % Wasserkraft 3,2 % -0,1 % Photovoltaik 2,0 % +0,9 % Müllkraftwerke 0,8 %. k.A. Vergleichbare Zahlen der entstehenden Kosten durch nicht-regenerative Energiequellen werden in der Veröffentlichung nicht genannt. Preissenkende Effekte des Ökostroms an der Strombörse vernachlässigt der BDEW in seiner Darstellung ebenfalls.
cephalotus hat geschrieben:Ausbau erneuerbarer Energien erhöht Wirtschaftsleistung in Deutschland
Zusammenfassung der Thesen des DIW: Pressemitteilun des DIW 15. Dezember 2010 - (gekürzt)Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland wird unter dem Strich zu einem kräftigeren Wirtschaftswachstum und einem anziehenden Konsum führen. Dies sind zentrale Ergebnisse einer vom DIW Berlin veröffentlichten Studie zu den langfristigen Nettoeffekten des Umbaus des Energiesystems. In die Modellrechnung einbezogen wurden wachstumsfördernde Impulse ebenso wie kostentreibende Effekte. Für eine umfassende Bewertung dieser Effekte ist es wichtig, diese zum Teil gegenläufigen Effekte konsistent in ein Gesamtmodell zu integrieren.Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf rund 32 Prozent steigen. So sieht es das Leitszenario des Bundesumweltministeriums von 2009 vor. Dieses Ausbauziel war Grundlage für die jetzt vom DIW Berlin erstellte Modellrechnung.
Ausführlich im DIW-Wochenbericht(pdf)Aus dieser Analyse ergeben sich positive ökonomische Nettoeffekte: Das Wirtschaftswachstum ist deutlich höher als in einem Szenario ohne erneuerbare Energien. Dies wirkt sich auch positiv auf die Beschäftigung aus.
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von hadl » 18.12.2010, 10:48
Damit wir wissen von wem wir beim BDEW reden. Der BDEW ist die Nachfolgeorganisation des VDEW Vereinigung Deutscher Elektrizitäts Werke. Denen waren die Erneuerbaren Energien, schon von Anfang an ein Dorn im Auge. Als am Ende der Neunziger Jahre Grünstrom immer mehr zum Thema wurde, habe ich persönlich eine Veröffentlichung von denen in Erinnerung die meine, bis dahin naive Betrachtungsweise der Stromszene,entscheidend verändert hat. Unter Abwehraspekte grüner Angebote, kann man beim SFV unter der Rubrik „Zeitlich überholt“ das Folgende lesen. http://www.sfv.de/sob98440.htmIch denke es hat sich noch nichts verändert. Gruß Hadl
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