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von hpt » 12.06.2012, 12:09
Den Eindruck, dass der Anfang vom Ende von Wind-offshore da ist, bekommt man beim Lesen dieses Artikels: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hint ... k/1780711/ An die geplanten 10 GW Offshore-Zubau bis 2020 glaubt ausser der Bundesregierung offenbar niemand mehr, nicht einmal mehr die WKA-Industrie. Zitat vorletzter Absatz: "Wir werden bei circa sechs bis sieben Gigawatt unser neues Ziel setzen müssen, und wir hoffen natürlich darauf, dass wir sukzessive dann auch Kostendegression im Bereich der Offshore-Windenergie nachweisen können, denn das ist ja sozusagen das Ziel der Maßnahmen auch in der Offshore-Energie kosteneffizient Kapazität bereitstellen zu können."
Sagt Hermann Albers vom Bundesverband Windenergie. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Ausser, dass ich mit Herrn Albers gerne um eine Palette Solarmodule wetten würde, dass wir 2020 nicht einmal 6 GW ins Netz einspeisenden Wind-offshore haben werden.... Na ja, wenn die WKAs erstmal laufen, kann man sie vielleicht noch zur Wasser-Elekrolyse gebrauchen.... 
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von buergersolar » 12.06.2012, 12:27
Naja, nur weil jemand die Prognose nach unten korrigiert, ist das Ende noch nicht eingeläutet. Die G4 werden ihren letzten Strohhalm so schnell nicht aufgeben.
Sonnige Grüße
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von Joerg aus dem Norden » 12.06.2012, 12:32
Ja die Windenergie.. Herr Albers kennt die Situation in S-H sehr gut, wenn die Regionalpläne erst rechtskräftig sind, die neue Landesregierung Ihre Pläne (Aufstockung auf 2 % der Landesfläche) verwirklicht ! Ja dann sind die WKA Hersteller auf viele Jahre ausgelastet mit Onshoreanlagen, da bleiben für Offshore keine Resourcen... Und dann die teure Anbindung der Offshoreparks... die keiner bezahlen will... Humor ist wenn man trotzdem lächelt...
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von Montio » 12.06.2012, 13:11
Joerg aus dem Norden hat geschrieben:Ja dann sind die WKA Hersteller auf viele Jahre ausgelastet mit Onshoreanlagen, da bleiben für Offshore keine Resourcen... Und dann die teure Anbindung der Offshoreparks... die keiner bezahlen will...
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Anbindung von Onshore in Richtung Süden für umsonst zu haben ist: das wird ebenfalls sehr teuer. Das Erzeugungsprofile (Stichwort Volllaststunden) sind schlechter, die Kapazitätanforderungen gehen rauf: um 10 GW offshore mit 20 GW onshore zu ersetzen sind leider auch das Doppelte an Leitungskapaziäten erforderlich, wenn man das so schlecht weiter betreibt wie bisher. Dann lieber gleich im Süden bauen, wo der Strom hingehört. Ohne Wind wird es aus der Energiewende (Abteilung) jedenfalls nichts werden. Es ist weiterhin mit Abstand die preiswerteste und ohne weiteres in hohen Mengen zur Verfügung stehende EE-Form. 10 GW offshore, die ja nicht nur von den G4 stammen und stammen müssen, produzieren mehr Strom als 40GW PV. Das Potenzial langfristig lässt sich wahrscheinlich gar nicht verschenken. Die irren Kosten, die die PV in den Jahren 2009-2012 verursacht hat, werden garantiert nicht erreicht. Gruß Montio
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von Cruso » 12.06.2012, 13:43
Die irren Kosten, die die PV in den Jahren 2009-2012 verursacht hat, werden garantiert nicht erreicht.
Auf den ersten Blick sicherlich nicht. Es laufen dort jedoch noch ganz andere Kosten auf (Steuerausfälle, neue nicht ausgelastete Kraftwerke, Abschreibungen). Und der Netzausbau wird nicht für den veranschlagten Preis zu haben sein. Man darf hoffen, der Austausch der Leiterseile setzt sich dort durch wo dies möglich ist. Ja dann sind die WKA Hersteller auf viele Jahre ausgelastet mit Onshoreanlagen, da bleiben für Offshore keine Resourcen...
Beim jetzigen Marktumfeld sicherlich nicht, die meisten Firmen gehen am Stock, da darf man hoffen das deine Prognose für Belebung sorgt. Auf den Süden warten ja auch schon viele. Naja, nur weil jemand die Prognose nach unten korrigiert, ist das Ende noch nicht eingeläutet. Die G4 werden ihren letzten Strohhalm so schnell nicht aufgeben.
Genau, Hr. Altmaier erwähnt nämlich für Offshore bei jeder Gelegenheit andere, wesentlich höhere Zahlen. Das ist genau auch der Grund, weshalb PV auf einen max. Zubau von 2 GW pro Jahr ausgebremst werden muss Käme jedes Jahr 5 GW PV dazu, gäbe es schon in überschlagenen 7 Jahren eine massive Konkurrenzsituation zum Wind und zu den konventionellen, der Erzeugungsstrompreis in Europa würde massiv gedrückt werden. Das wäre mit dem Wort "Delle" nicht mehr zu beschreiben. Und vermutlich hätte die PV noch einen gewissen Vorrang da sie ja in die regionalen Verteilnetze eingespeist wird und die nicht so schnell am Ende sind. Jetzt dürfte es wohl einigen dämmern, weshalb man gerne ein Ultranet etc. hätte? (und stattdessen nicht nur Leiterseile tauscht...) Leitungsbau+Windoffshore sind auf jeden teurer als Wind im Süden+PV
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von PV-Berlin » 12.06.2012, 15:14
Offshore WKA wurden doch erst nach der irren Erhöhung der Sätze (Novelle 2010) interessant. Vorher war das pures Geld verbrennen. Bis 2017 wird man bauen, ob die Netze da sind oder nicht, juckt doch keinen. Man wird entschädigt und gut ist! Offshore WKA zu 19 Cent und > 4.500 VLh (nach neusten Erkenntnissen eher noch eine konservativ Annahme) lassen die EEG Umlage derart explodieren, das selbst ein Zubau von 0 GWp PV nicht mehr helfen wird. Dazu noch die hübsche neue Netzumlage, die dann noch viel weniger Stromkunden zu bezahlen haben.
Jeder Hauptschüler kann sich das ausrechnen! 19 Cent zu durchschnittlich ca. 4 Cent Börsenpreis bei <90% Einspeisung (> 10% Abschaltung) . Das alles, sagen wir mal mit nur 5 bis 7 GWp und 4.500 VLh.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Cruso » 12.06.2012, 15:27
Man wird entschädigt und gut ist! Offshore WKA zu 19 Cent und > 4.500 VLh (nach neusten Erkenntnissen eher noch eine konservativ Annahme) lassen die EEG Umlage derart explodieren, das selbst ein Zubau von 0 GWp PV nicht mehr helfen wird. Dazu noch die hübsche neue Netzumlage, die dann noch viel weniger Stromkunden zu bezahlen haben.
Und dann wird der Ruf nach neuen Netzen nochmals lauter, falls die bis dahin nicht gebaut wurden. Es ist Irrsinn in eine solche Technologie zu investieren. Scheinbar merkt man in den Vorstandsetagen der G4 nicht, damit man sich mit steigenden Strompreisen selbst überflüssig macht. Bei Industriekunden ist kein höherer Preis durchsetzbar (siehe Netzumlage). Mittelstand und diverse Kleinbetriebe haben bald eine kostengünstige Alternative. Größere Vermietungen fallen irgendwann auch weg. Der steigende Strompreis ist für Deutschland vielleicht gar nicht so schlecht, da er die Grundlage für diverse Innovationen in Gebäudetechnik etc. ist. Auch möchten die BHKW und PV Anlagen Betreiber ihren überschüssigen Strom loswerden. Was bleibt übrig?
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von PV-Berlin » 12.06.2012, 20:04
Nicht missverstehen, ich bin ein großer Fan der Offshore! Aber mit einem angepassten Fahrplan der den Schwierigkeiten dieser Technik Rechnung trägt und die Vorteile hebt. Offshore kann > 6.000 VLh bringen, wenn man die Dinger entsprechend auslegt. Und es sind eben nicht die Null Wind Tage, die Probleme bereiten, sondern die extremen Starkwindtage. Aber zum Glück sitzen neben den politischen Entscheidern immer Leute, die die Kalkulationen und Modelle von KPMG & Co. lesen und verstehen können! *Ironie.
Null-Wind-Tage sind fast zu 99% Sommertage.
Offshore braucht einen verlässlichen Fahrplan der bis 2030/40 geht. Und in der Phase, die wir jetzt haben einen massiven Forschungsschub. Die Probleme und den Zeitmangel mit Geld tot zu schmeißen hilft da kein Stück weiter. (Vergütungsverdopplung)
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von Cruso » 12.06.2012, 20:42
Nicht missverstehen, ich bin ein großer Fan der Offshore! Aber mit einem angepassten Fahrplan der den Schwierigkeiten dieser Technik Rechnung trägt und die Vorteile hebt... Offshore braucht einen verlässlichen Fahrplan der bis 2030/40 geht.
Das ist sicherlich richtig und vernünftig, jedoch keine Option für die Unternehmen und Parteien, welche jetzt Offshore forcieren und entsprechende Renditen bzw. die Zementierung ihrer Gebietsmonopole darin sehen. Es ist vollkommen klar, Offshore verspricht mit speziellen Windkraftanlagen eine hohe jährliche Auslastung, speziell im Frühjahr und Herbst und ebenso immer zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang und Offshore wird vermutlich dazu geeignet sein, schwache Tage bei PV zu kompensieren (der Preis dafür ist nur kurz bis mittelfristig zu hoch, vgl. neue Gebäudesanierung Unterstützung von NUR 1 Mrd. pro Jahr durch Steuervorteile) . Offshore wird bis 2030/ 2040 massiv in Konkurrenz zu PV, Wind im Süden, Stromimporte ( die bauen ja mit fallenden Preisen auch zu) und anderen Erzeugern stehen. Es geht darum jetzt den Kostenkollaps zu verhindern, und damit ist auch der Kollaps der G4 gemeint, Offshore und Leitungen retten sie nicht, es bewirkt genau das Gegenteil, den Einstieg von neuen Marktteilnehmern. (In dem Zusammenhang ist auch interessant, was dazu die Innenansichten der größeren EVUs sind. Die sehen z.B. kleinere Stadtwerke nicht in der Lage ein Netz kostengünstig zu pflegen... )
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von PV-Berlin » 12.06.2012, 20:53
Kleine Stadtwerke müssen mit ihrem Cashflow die Wünsche und Bedürfnisse ihre "Aufsichtsräte" (Politiker) befriedigen. Wir hatten >60 Jahre keinen Krieg! Da mit dem hohen Netzkosten nicht klar zu kommen, ist schon eine starke Leistung, die nicht mal die "Beamten" in den Stadtwerken schaffen. Wer die "Rendite" der Stadtwerke 1:1 als mögliche Ausschüttung begreift und das seit den frühen 90. (Seit dem ist die Nachfrage an Erdkabeln in D. massiv eingebrochen) Kaiserkabel & Co. sind ja nicht deshalb verschwunden, weil sie sich vor Aufträgen nicht retten konnten.
Offshore WKA! Mir schon bewusst, ich möchte nur verhindern, dass unsere besonderen Forum User wieder uns einen Feldzug gegen die Offshore andichten.
Was hat man als erstes bei der Bewag in Berlin gemacht? Na klar! Die Rücklagen aufgelöst nach der Übernahme. Da waren ja auch Unternehmer mit Weitsicht am Ruder! *Ironie
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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