Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon Rainbow » 21.06.2012, 02:33

Hi @ll,
klar JayM, es ging um Stunden,
ich wollte dich nur ein wenig foppen,
du hast den *Lächel Smeily hinter meinem Post hoffentlich gesehen. :wink:
Aber wie du schon geschrieben hast, irgendwie gehen die Jahre schneller durchs Land.
Was habe ich bei "Ranga" gelernt, mit 21 Jahren hat man gefühlt fast die Hälfte des Lebens hinter sich.
Wie gut, dass diese Erkenntnis sicherlich bei uns nicht zutreffend ist . :wink:


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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon MrMrsMiller » 24.06.2012, 18:54

Cruso hat geschrieben:In den Medien und vor allem auch Leserbriefschreiber erwähnen jetzt, wie teuer Offshore wird und das dort die Lernkurve mit der bestehenden Technologie nicht so schnell sein wird (u.a. Kapitalkosten!).
Mit Mehrwersteuer ist sogar die Rede von 7 Cent pro kWH!


Hallo zusammen
hier News aus UK:
Vestas hat den Bau eines 2.000 Mann Werkes in Südengland aufgegeben.
http://www.guardian.co.uk/environment/2 ... shore-wind
Ohne Begründung.

MMM.
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon hpt » 02.07.2012, 21:07

Und weiter geht's - die nächste Drehbuchseite der Seifenoper Deutschland stolpert durch die Energiewende wurde soeben geschrieben:

Rösler und Altmaier einig bei Offshore-Haftung

...

Die Kosten des pauschalierten Schadenersatzes soll der "anbindungspflichtige Übertragungsnetzbetreiber" tragen. Der soll diese Belastung, je nach eigenem Verschulden, "bundesweit und ohne Zeitverzug" über eine so genannte Haftungsumlage auf seine Kunden umlegen können. Macht sich der Betreiber allerdings der groben Fahrlässigkeit schuldig, muss er 20 Prozent der Kosten - mit Obergrenzen - selbst tragen. Bei Vorsatz ist die Überwälzung der Kosten ganz ausgeschlossen.

Ist die Netzanbindung länger als 90 Tage nicht verfügbar, kann der Übertragungsnetzbetreiber die Kosten für den pauschalen Schadenersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen überwälzen. Voraussetzung ist, dass er alle möglichen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um die Störung zu beheben. "Die Haftung des Übertragungsnetzbetreibers gegenüber Offshore-Windparks für nicht vorsätzlich verursachte Sachschäden wird je Schadensereignis begrenzt auf 100 Millionen Euro", teilten die Ministerien mit. Um den Verbraucher zumindest einigermaßen vor zu hohen Risiken zu schützen, soll der Netzbetreiber angemessene Versicherungen abschließen. Bestehende Offshore-Windparks sollen ab dem Zeitpunkt der "unbedingten Netzanbindungszusage" Schadenersatzanspruch haben.


Quelle: http://de.reuters.com/article/domesticN ... 3Y20120702

:oops:
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CO2-Anteile an der Stromerzeugung DE: 50% Braunkohle, 50% andere.

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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon SolarDieb » 03.07.2012, 09:21

Das kann ja nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein. Kosten tragen zu müssen auf die ich keinen Einfluss haben kann stellt ja das Verursacherprinzip auf dem Kopf. Grob fahrlässig ist ein Sachverhalt der kaum nachweisbar ist. Welches Interesse hat dann ein Netzbetreiber noch überhaupt sich um den Anschluss und die Anschlusssicherheit kümmern zu müssen?
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon nautica » 03.07.2012, 09:47

MrMrsMiller hat geschrieben:
Cruso hat geschrieben:In den Medien und vor allem auch Leserbriefschreiber erwähnen jetzt, wie teuer Offshore wird und das dort die Lernkurve mit der bestehenden Technologie nicht so schnell sein wird (u.a. Kapitalkosten!).
Mit Mehrwersteuer ist sogar die Rede von 7 Cent pro kWH!


Hallo zusammen
hier News aus UK:
Vestas hat den Bau eines 2.000 Mann Werkes in Südengland aufgegeben.
http://www.guardian.co.uk/environment/2 ... shore-wind
Ohne Begründung.

MMM.


Zusammen also schon ~4000 Arbeitsplätze weniger (Doosan aus Südkorea zog sich im April zurück)
"In light of the overall economic conditions and liquidity issues in Europe, Doosan Power Systems decided in December 2011 to withdraw from its plans for developing offshore wind turbines in Scotland,

Dabei sollte doch gerade UK nicht betroffen sein - kein Euro und so (Wenn es an etwas anderem liegt, dann gibt es doch auch weniger "Euro Krise" )

Immer wieder faszinierend, wieviel unklare Faktoren wie "Glauben" in der Wirtschaft verbreitet sind - man befragt 300 Leute, bildet daraus einen Index und dann orientiert sich (im ungünstigsten Fall) die ganzen Entscheider der Wirtschaft danach (indem sie vlt. wegen der "Markt"Unsicherheit höhere Forderungen stellen).
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon Montio » 03.07.2012, 11:44

JayM hat geschrieben:Fazit: synthetisches Erdgas aus überschüssigem EE Strom macht erst Sinn wenn wir an mehreren 1000 Stunden Tagen im Jahr signifikante EE Überschüsse haben

Diesen Satz sollte man jeder Diskussion über eMethan im Speziellen, großtechnischer Speicherung im allgemeinen, voranstellen.
Zu erwarten ab 2040.

Gruß Montio
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon baernibaer » 03.07.2012, 23:01

Montio hat geschrieben:
JayM hat geschrieben:Fazit: synthetisches Erdgas aus überschüssigem EE Strom macht erst Sinn wenn wir an mehreren 1000 Stunden Tagen im Jahr signifikante EE Überschüsse haben

Diesen Satz sollte man jeder Diskussion über eMethan im Speziellen, großtechnischer Speicherung im allgemeinen, voranstellen.
Zu erwarten ab 2040.

Gruß Montio


Oder wenn von Anfang an dafür Kapazitäten vorgesehen werden???
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon Rainbow » 03.07.2012, 23:40

Hi @ll,
baernibaer hat geschrieben:Oder wenn von Anfang an dafür Kapazitäten vorgesehen werden???

Kapazitäten(ich gehe mal von der Umwandlung Strom zu Gas aus) sind schnell aufgebaut.
Aber es wäre schon ein Wahnsinn, teueren Offshore Wind(Strom) zu Gas umzuwandeln, was dann nochmal teurer ist, diesen wieder irgendwo in Strom umzuwandeln.
Getopt wird das nur noch dadurch, teure Offshore Windkraftwerke ins Meer zu bauen, um dann festzustellen,
"ups", die Trassen in den Süden für den Strom werden erst in zehn Jahren gebaut.
Und nun?
Windpark für 10 Jahre im Meer stehen lassen und mal hin und wieder etwas Strom zu erzeugen, der im Umland verbraucht werden kann,
oder nun doch Strom zu Gas umwandeln, denn den kann man immerhin durch schon bestehende Pipelines in jeden Winkel Deutschlands schicken.
Überlandtrassen wären dann auch verzichtbar, Gas ist ferner in großen Mengen schon heute speicherbar.

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AW: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon JayM » 04.07.2012, 00:28

baernibaer hat geschrieben:
Montio hat geschrieben:
JayM hat geschrieben:Fazit: synthetisches Erdgas aus überschüssigem EE Strom macht erst Sinn wenn wir an mehreren 1000 Stunden Tagen im Jahr signifikante EE Überschüsse haben

Diesen Satz sollte man jeder Diskussion über eMethan im Speziellen, großtechnischer Speicherung im allgemeinen, voranstellen.
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Gruß Montio


Oder wenn von Anfang an dafür Kapazitäten vorgesehen werden???

Solange noch Gas 2:1 oder Kohle 3:1 verbrannt werden macht es wesentlich mehr Sinn den Strom garnicht erst zu erzeugen als ihn 2:1 in Gas umzuwandeln (4 kWh Gas zu 2 kWh Strom zu 1 kWh Gas erreicht nichts ausser 3 kWh heisser Luft). Strom zu Gas macht energetisch erst Sinn wenn die fossilen Brennstoffe komplett verdraengt sind. Und wirtschaftlich erst wenn das fuer mehrere 1000 Stunden pro Jahr der Fall ist.

Gruss
Jochen
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Re: Wind-offshore: wird jetzt schon das Ende eingeläutet?

Beitragvon Mühli » 04.07.2012, 00:32

Technisch völlig richtig.

Aber emotional?

Audi baut ja Windräder für Methanproduktion.

Hat schon Vorteile....Technologie wird erprobt und günstiger gemacht, evtl. neue Möglichkeiten eröffnet.
Wenn Elektrolyseure günstiger/effizienter werden, könnte es schon deutlich früher Sinn machen(<1000h) Lastspitzen zu benutzen anstatt sie wegzuwerfen.

Und es könnte Autofahrer zum sparsamen Erdgasfahrzeug bewegen.

Gruß
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