Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf?

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Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf?

Beitragvon das_evu » 21.11.2010, 02:13

Hallo,

wir haben Spätherbst, fast Winter, die gloreichen Zahlen zum wahnsinnigen kWh-Beitrag seitens der Erneuerbaren, maßgeblich der PV sind in aller Munde...

Aktuell strahlt der Vollmond durch leicht wolkenverhangenen Himmel...

Ja, es wird auch eineige wenige Tage in der trüben Jahreszeit geben, wo PV etwas zum Energieeintrag beiträgt...
Wer erzeugt die aktuell erforderliche Energie, um Nachtschichten und das das gesamte Nachtleben zu ermöglichen?
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon markfisch » 21.11.2010, 02:36

das_evu hat geschrieben:Ja, es wird auch eineige wenige Tage in der trüben Jahreszeit geben, wo PV etwas zum Energieeintrag beiträgt...
Wer erzeugt die aktuell erforderliche Energie, um Nachtschichten und das das gesamte Nachtleben zu ermöglichen?


Biogas, KWK, Windkraft, Wasserkraft,...usw. Das wolltest Du doch hören, oder?

Mark
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon Cruso » 21.11.2010, 04:30

...zwischen 10.00 und 14.00 Uhr kommt sogar noch einiges (siehe sma.de) und wir haben ja tiefsten Winter.
Ab März steht die Sonne dann wieder richitg hoch, und die noch kühlen Temperaturen versprechen gute Erträge.

3 GW zum Mittag von 70 GW sind ja nicht schlecht
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon lcmbt » 21.11.2010, 13:10

Hier auch noch ein Bereich mit Riesenpotential

http://www.gat-dvgw.de/fileadmin/gat/ne ... _Rieke.pdf

Gruss Martin
Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
jeder denkt er hätte genug davon!


http://www.sonnenertrag.eu/de/hochheim/ ... /1776.html
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon gunnar_kaestle » 21.11.2010, 20:03

das_evu hat geschrieben: Wer erzeugt die aktuell erforderliche Energie, um Nachtschichten und das das gesamte Nachtleben zu ermöglichen?


Andere Stromerzeuger werden dann eingeschaltet. Wir haben schließlich ein Hybrid-System in der Elektrizitätsversorgung.
Wichtig ist, dass sich durch die fluktuierenden Einspeisungen aus Wind und Sonne die fluktuierende Nachfrage des Verbrauches die fluktuierende Restlast verändert. (siehe Abb. 2)

Aufgrund der veränderten Bedarfsstruktur wird sich auch der steuerbare Kraftwerkspark verändern. Leistung wird nach wie vor gebraucht, aber nicht mehr die Energie (=Volllaststunden mal Leistung). Damit können auch billig zu bauende Spitzenlastkraftwerke (Gasturbinen, GuD) und KWK-Anlagen mit Wärmespeicher die Leistungsreserve darstellen. Teure Grundlastkraftwerke werden nicht mehr nachgebaut, die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken ist bei nur wenigen tausend Stunden Bedarf pro Jahr nicht gegeben.

Wenn ein Kraftwerksneubau statt 1800 Euro/kW nur noch 600 €/kW kostet, spart man in der Anfangsphase pro 800 MW rund eine Milliarde Euro.

Gruß,
Gunnar
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon irgendwer » 21.11.2010, 20:19

Wer erzeugt die aktuell erforderliche Energie, um Nachtschichten und das das gesamte Nachtleben zu ermöglichen?

In der Schweiz hat es ein AKW, welches nicht 1%, nicht 2%, nicht 3% sondern ganze 15% des Strombedarfes des Landes produziert und während nicht nur einer Nacht, nicht nur 2 Nächten oder gar 3 Nächten, sondern während über 170 Nächten und 170 Tagen keine einzige kWh Strom produziert hat:
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/n ... 14694.html

Und in Deutschland ist es diesbezüglich übrigens auch nicht viel besser:
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=47909

Und die Lichter sind übrigens trotzdem nicht ausgegangen...:roll:
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Stromspeicherung im Erdgasnetz

Beitragvon gunnar_kaestle » 21.11.2010, 20:27

Methanisierung

An dem Konzept sehe ich nicht so sehr den niedrigen Wirkungsgrad der Stromspeicherung als kritisch an. Die Wandelung von Strom in CH4 (eta= 60%) und per GuD-Kraftwerk zurück (eta = 60%) hat insgesamt einen Wirkungsgrad von nur 0,36. Das lässt sich sicher durch optimierte Hochdruck/Hochtemperatur-Elektrolysezellen noch verbessern und per Gasturbine aufgeladene Brennstoffzellen können den Wirkungsgrad der Verstromung noch hochtreiben. Die Abwärme dieser Prozesse kann zudem sinnvoll in Fernwärmenetzen genutzt werden. Der Vorteil der hohen Energiedichte von Methan und der einfachen saisonalen Speicherbarkeit können den niedrigen Wirkungsgrad ausgleichen.

Schwierig ist die Wirtschaftlichkeit des ganzen Vorhabens, wenn man sich die Kapitalkosten einer Elektrolysefabrik anschaut. Solch eine Anlage will man sicherlich nicht nur dann betreiben, wenn eine Wind- oder Sonnenspitze im Netz vorliegt, die man sonst nicht anders nutzen kann. Das sind Grundlastaggregate, die für einen auskömmlichen Betrieb viel Laufzeit brauchen. Somit lassen sich auf diese Weise nicht die Überschüsse verwerten, sondern es sind Betriebszeiten von 4000, 6000 wenn nicht gar 8000 Stunden im Jahr gefragt.

Dann ist es allerdings überlegenswert, wie der Strom nicht ohne den Umweg über das Gas direkt genutzt werden kann. Selbst bei 0,7*0,7= 50% Gesamtwirkungsgrad braucht man doppelt soviele Windkraftanlagen und Solarflächen, um den gleichen Nutzen beim Endverbraucher zu erzielen. Benötigt wird also eine Konvertierungsanlage, die so günstig ist, dass man sie auch mit nur 1000-2000 Volllaststunden im Jahr wirtschaftlich betreiben kann.

Gruß,
Gunnar
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon batome » 22.11.2010, 11:57

Cruso hat geschrieben:...zwischen 10.00 und 14.00 Uhr kommt sogar noch einiges (siehe sma.de) und wir haben ja tiefsten Winter.
Ab März steht die Sonne dann wieder richitg hoch, und die noch kühlen Temperaturen versprechen gute Erträge.

3 GW zum Mittag von 70 GW sind ja nicht schlecht


Und das reicht dann mal gerade für den Winterschlaf (den wir dann wohl wieder einführen sollten). Aktuell sind es übrigens deutlich weniger als 1 GW PV-Strom. Und wir benötigen Strom rund um die Uhr, hohen Bedarf haben wir rund 18 Stunden (von 6-24 Uhr), abends sogar Spitzenlast. Alles Schönreden hilft wenig, PV-Strom ist in den Wintermonaten kaum bzw. größtenteils gar nicht verfügbar.
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon huskimarc » 22.11.2010, 12:08

irgendwer hat geschrieben:
Wer erzeugt die aktuell erforderliche Energie, um Nachtschichten und das das gesamte Nachtleben zu ermöglichen?

In der Schweiz hat es ein AKW, welches nicht 1%, nicht 2%, nicht 3% sondern ganze 15% des Strombedarfes des Landes produziert und während nicht nur einer Nacht, nicht nur 2 Nächten oder gar 3 Nächten, sondern während über 170 Nächten und 170 Tagen keine einzige kWh Strom produziert hat:
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/n ... 14694.html

Und in Deutschland ist es diesbezüglich übrigens auch nicht viel besser:
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=47909

Und die Lichter sind übrigens trotzdem nicht ausgegangen...:roll:


...hoff nur das das akw leibstadt bei der sicherheit nicht so schlampt, sonst bin ich einer von denen der es evt am schnellsten merkt (wenn ich aus dem fensterschau, darf ich das tolle bauwerk sehen, welches die schweiz doch SOOOO weit von der grenze entfernt gebaut hat...
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Re: Wieviel Betrag leistet eigentlich PV zum Leistungsbedarf

Beitragvon Atommafia » 22.11.2010, 14:50

Tach
huskimarc hat geschrieben:
...hoff nur das das akw leibstadt bei der sicherheit nicht so schlampt, sonst bin ich einer von denen der es evt am schnellsten merkt (wenn ich aus dem fensterschau, darf ich das tolle bauwerk sehen, welches die schweiz doch SOOOO weit von der grenze entfernt gebaut hat...


wenn die anderen europäischen Nachbarn das als Vorbild ansehen,als Motto "Wie ärgert man die verwöhnte deutsche Wohlstandsgeneration
bis zur Weißglut" : einfach Kernkraftwerke grenznah aufstellen :-)

MfG
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