Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon open source energy » 09.07.2012, 23:38

Montio hat geschrieben:
open source energy hat geschrieben:@ Monito
glaubst DU echt wegen den paar AKWs geht das Licht aus?

Ich gehöre jedenfalls nicht zu denen, die allen Ernstes behaupten, dass man mit 12 GW Photovoltaik 12 GW AKW-Leisutng erstetzen kann.

Gruß Montio



Aber wer macht das denn, ein GW PV produziert ja grob ein Achtel eines Grundlastkraftwerkes gleicher Leistung. Zudem ist die Stromproduktion saisonal und nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt.

Was hat das jetzt aber mit 12 GW Leistung zu tun also gerade mal 8% der Kapazität aus, das sollte doch nicht das größte Problem sein oder?
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AW: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon JayM » 12.07.2012, 05:33

Montio hat geschrieben:Wenn für die restlichen AkWs kein Ersatz geschaffen wird, ist Feierabend. Das ist ja wohl ziemlich klar.


Eben rechne ich vor, dass ohne fluktuierende EE und ohne AKW schon genug Kapazitaet vorhanden ist um selbst die hoechsten Winterspitzen abzudecken, und schon kommt ohne Gegenrechnung so eine Behauptung.

Daten und Fakten, um Deine Behauptung zu untermauern?

Gruss
Jochen
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon PV-Berlin » 12.07.2012, 11:49

Wer in "Grundlast" denkt, absorbiert doch nicht schnöde Fakten.

Wozu? Es wird ja auch immer so getan, als ob in Sekundenbruchteilen ganz plötzlich Wind und Sonne weg wären und überhaupt nicht planbar wären! (24h) Obwohl die größten und schnellsten Rechner in D. den Wetterfröschen zur Verfügung stehen und die SMA AG einen gigantischen Datenschatz angesammelt hat (WKA Betreiber bestimmt auch)

Bei den Stichproben behaupte ich mal ganz frech! Ist die Prognose mit entsprechenden Modellen und einem Rechner der neusten Generation bei den EE genauer, als bei Kohle und Gas! Wer das nicht glauben mag, fragt mal Google was die mit Hilfe der Statistik alles voraussagen können, dank ihrer "kleinen" Stichproben.

Bei den Übertragungsleitungen mag es schon nicht ganz leicht sein, da hab ich zu wenig Ahnung von, aber in der Stromproduktion hat man alle Zeit der Welt (Minimum 24h) um die EE abzufahren. Und das Thema Abschalten ist bei SMA ganz Oben! Und da reden wir von einer Verteilung und einer Reaktionszeit die alles bisherige in den Schatten stellt. Also schützen die EE Netz und Betrieb.

Und das bei entsprechenden Angeboten (Börsenpreise) die Kapazitäten nicht angefahren werden ist unlogisch. Ich würde sogar behaupten wollen, dass die Stromversorgung und der Markt noch viel besser funktionieren und sicherer werden, bei jeder zusätzlichen Abschaltung eines KKW's. Das liegt einem an der schieren Konzentration an Leistung und an der Technik (Zuverlässigkeit) die noch aus Zeiten stammt, wo wir noch C Netz hatten und mit Telefonzellen rumliefen.

Das die Abschaltung von KKW einen MO Effekt hat, ist ja auch logisch! Aber den können wir uns z.Z. eher leisten, bzw. den müssen wir ja haben, um nicht in die Gefahr zu laufen, das gute Kapazitäten (alte) endgültig vom Angebotsmarkt verschwinden. Die alten Kapazitäten (außer KKW) sind gute und umweltfreundliche Kapazitäten. Denn die brauchen keine "Grundlast" VLh um rentabel zu sein was die die schlechteren WG mehr als kompensiert. Die Braunkohle kann man ausschließlich nur über den Gesetzgeber zwingen beim Spiel nicht als Spielverderber zu gelten. Über CO2 Zertifikate ist der nicht bei zu kommen. Das neue GuD keine Chance haben und auch nicht ins Spiel passen sagt ja auch RWE, ergo, die sollten es ja wissen!
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon Ligand » 19.07.2012, 20:16

Also ich habe gerade durch Zufall diesen Bericht über die Schweiz gelesen:

http://www.windkraft-journal.de/2012/03 ... -ersetzen/

Ich teile die Meinung des Berichts, das Gaskraftwerke nur ein Zwischenschritt sind für die Energiewende und das man diesen, mit dem zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichern, überspringen könnte.

Und in Deutschland sollte das auch möglich sein...
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon Ralf Hofmann » 19.07.2012, 20:34

Hi,

Ligand hat geschrieben:Ich teile die Meinung des Berichts, das Gaskraftwerke nur ein Zwischenschritt sind für die Energiewende und das man diesen, mit dem zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichern, überspringen könnte.


das ist ganz richtig und einer der Gründe, warum im Moment keiner die Dinger baut.
Bei der Forderung nach Gaskraftwerken geht`s nur um eins: Um Regelenergie.
Kann die in ausreichender Menge auch anders bereitgestellt werden, braucht kein Mensch neue Gaskraftwerke.
Dabei ist zu beachten, dass sich Regelenergie auch noch in Minutenreserve teilt und Reserven, die etwas länger zum Hochfahren brauchen dürfen.

Es ist durchaus vorstellbar, einen Mix aus PV und Wind hinzustellen, der als Grundlast zu sehen ist und die Regelenergie durch Speicher und Biomasseanlagen sowie vorhandene, ertüchtigte konventionelle Kraftwerke abgedeckt wird.
Als Kaltreserve für den Tag X, die nur gebraucht wird wenn mal ganz großflächig der Wind nicht bläst wie immer reichen dann ein paar alte Kohlekraftwerke.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon PV-Berlin » 20.07.2012, 11:23

Ich bin ja voller Hoffnung, dass man mitlesen wird!
Neue GuD sind die totale Bremse für die EE, denn die machen ja nur Sinn, wenn der Strompreis über Stunden massiv über dem Durchschnitt liegt. In Summe braucht es zwischen 3.000 und 4.000 VLh p.A. je nach dem wer rechnet (ich meine 4.000 Vlh) Aber bei dieser VLh Zahl wird jeder Braunkohlekraftwerksbetreiber auch schon schwach, soll heißen, dass er da auch die $ Zeichen sieht. Und in Summe (Blöcke) können die ganz sicher die Kurve nachfahren. Die Kapa von Braunkohle ist wie groß? Siemens neuste Serie ist schon ein technisches Wunder! Block R in der Lausitz zeigt was geht und dass die schon dreimal rentabel sind, wenn GuD noch rausfliegt (Börsenpreis) sollte inzwischen selbst Laien klar sein.

Es wäre viel mehr die Aufgabe der Politik der Braunkohle den Appetit an noch mehr Umsatz ein wenig zu vermiesen. Also neue Tagebaue nicht zu genehmigen. Der Rest regelt schon der Strommarkt.

Und wo liegt das Problem, wenn wir zwischen 100 und ??? Stunden im Jahr wirklich mal 250 € je MWh bezahlen? Wenn wir den Rest des Jahres den Strompreis im Griff haben, kann da keiner behaupten in die Armut gedrückt zu werden. Und bei mehr als 25 Cent je kWh Börsenpreis möchte ich mal sehen, wer da sich noch zu fein ist Strom zu produzieren oder auf Stromverbrauch zu verzichten. Man bedenke! Wir haben immer Minimum 24 h Vorlauf! Also da werden wohl die meisten reagieren können.

Die Preise von Regelenergie sind eher zu niedrig, als zu hoch! Wer da Potential für GuD sehen möchte, der darf ja gerne bauen. Tendenz ist fallend! Total unlogisch, wenn man den Sprüchen der "Spezialisten" lauscht.
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon Montio » 20.07.2012, 11:45

PV-Berlin hat geschrieben:Und wo liegt das Problem, wenn wir zwischen 100 und ??? Stunden im Jahr wirklich mal 250 € je MWh bezahlen? Wenn wir den Rest des Jahres den Strompreis im Griff haben, kann da keiner behaupten in die Armut gedrückt zu werden.

Die Frage ist doch: Welches neue Kraftwerk ist in der Lage mit Gestehungskosten von selbst 250 Eur/MWh mit nur 100 Stunden pro Jahr zu produzieren. Vermutlich doch keines.
Und: wer garantiert, dass das Kraftwerk auch wenigstens 100+x Stunden laufen "darf" - bis jetzt niemand.

Gruß Montio
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon hofbauer51 » 20.07.2012, 12:10

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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon pseudoruprecht » 20.07.2012, 12:43

hofbauer51 hat geschrieben:PV-Berlin versteht's nicht oder will's nicht verstehen


Ich glaube, er hat es verstanden.

Somit steht Aussage gegen Aussage. Hilft uns das weiter? (Das ist eine rhetorische Frage, die mit "Nein" zu beantworten ist.)
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Re: Wie das EEG den Markt für Anbieter unmöglich macht...

Beitragvon open source energy » 20.07.2012, 12:46

Das Problem ist nicht das EEG Monito, sondern die Börse die eben auf eine zentrale Versorgung in das Netz ausgelegt ist und die EEs reduzieren eben diese Nachfrage! Ob es nun EEs sind oder die Leute Strom sparen kommt am Ende auf das Gleiche raus!

Der Markt muss neu geschaffen werden und nicht die EEs verteufelt, ich denke DU weißt das willst aber vermutlich absichtlich ein schlechtes Bild auf die EEs werfen warum auch immer?
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