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von Cruso » 02.08.2011, 12:51
Wer die Preise (Lieferung) deutlich darüber legen möchte, der muss selten duslig sein.
Weshalb? Ein Großteil der Bevölkerung hat schlicht keine Möglichkeit sich eine PV Anlage aufs Dach zu holen. Entweder wohnt er zur Miete oder es fehlt am Geld. Man muss nur an Städte wie München denken, viele Wohnungen sind "Mietskasernen", der Wechsel in den Wohnungen ist bei min. 20% im Jahr. Hier hat weder der Mieter noch Vermieter (oft Investor) Interesse an PV. Die Rechnung wird für die Versorger aufgehen, ebenso wissen die Großen, dass beim Preis kein kleiner Versorger ausscherrt und wesentlich günstigeren Strom anbietet. Die Münchner Stadtwerke hätten dazu ja alle Möglichkeiten, jedoch ist jeder an großen Gewinnen interessiert und bei Städten findet sich auch sehr schnell ein Verwendung fürs Geld. In ländlichen Gebieten trifft die Aussage natürlich vollkommen zu, wir haben jedoch zur Zeit eine starke Verlagerung in die Städte.
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von Montio » 03.08.2011, 10:48
PV-Berlin hat geschrieben:Dass das für den Stromkunden billiger sein würde, sollte aber selbst einem PV Gegner auffallen können. PV Im Süden braucht keine 400 KV Leitung von Usedom nach München.
Wie immer machen Sie den Fehler kwh mit kwh zu vergleichen und noch dazu Wind gegen PV "auszuspielen". Ein EE-Erzeuger mit 4000 Volllaststunden ist viel wertvoller als ein PV-Mittagspeak den ich entweder billigst verkaufen oder wegschmeißen muss, weil eben keine Speicher existieren. PV-Berlin hat geschrieben:Außerdem sind 1.000 kWh mal 19 Cent weniger belastend, als 19 Cent mal Minimum 4.000 kWh je kWp (Offshore WKA)
Auch diese immer wiederkehrende Behauptung erschließt sich mir niemals. Beim Wind muss ich halt nur 1/4 installieren um auf die gleiche Belastung zu kommen. Gruß Montio
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von Spekulatius » 03.08.2011, 11:06
Montio hat geschrieben:Wie immer machen Sie den Fehler kwh mit kwh zu vergleichen und noch dazu Wind gegen PV "auszuspielen". Ein EE-Erzeuger mit 4000 Volllaststunden ist viel wertvoller als ein PV-Mittagspeak den ich entweder billigst verkaufen oder wegschmeißen muss, weil eben keine Speicher existieren.
Gruß Montio
Das Profil der Winderzeugung soll wertvoller sein als das von PV? Dann erklär mal welchen Fehler die Fraunhofer-Gesellschaft in ihrer Studie gemacht hat, in der sie auf einen Profilfaktor von 120% für PV und rund 80% für Wind kommt (Seite 9): http://www.eeg-kwk.net/de/file/2010_10_ ... _final.pdfHast Du etwa vergessen dass Offshore und Onshore auch nachts mächtig reinhauen, wenn Fuchs und Hase schlafen und alle Lichter aus sind? Im Gegensatz zu den Tagesstunden hauen die Spitzen in dieser Zeit in die Grundlast und nicht in die Mittellast rein. Im Übrigen hast Du noch immer nicht verinnerlicht, dass der Offshore-Industrie der kostspielige Netzanschluss geschenkt wird, und alleine aus diesem Grund ein 1:1 Vergleich der Vergütungen nicht sinnvoll ist. Der Spekulatius 
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von Montio » 03.08.2011, 12:16
Spekulatius hat geschrieben:... Hast Du etwa vergessen dass Offshore und Onshore auch nachts mächtig reinhauen, wenn Fuchs und Hase schlafen und alle Lichter aus sind? Im Gegensatz zu den Tagesstunden hauen die Spitzen in dieser Zeit in die Grundlast und nicht in die Mittellast rein. --- Der Spekulatius 
Bevor hier wieder wildes Spekulieren einsetzt: Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Weibull-Verteilung gibt es dazu etwas fundiertes. Das bedeutet dann, dass der Wind statistisch gesehen nur 10% des Jahres überhaupt nicht weht, die 90% verteilen sich im Wesentlichen hübsch auf Nachts und Tags. Wenn das bei PV so wäre, wären wir um einige Probleme ärmer. Und Nota Bene: die Preise gehen immer dann richtig in den Keller wenn die Sonne scheint und gleichzeitig der Wind bläst. So gesehen wäre es besser wenn die bisherigen 30 GW nur nachts am Netz wären. Und was ist billiger: PV bezahlen und wegschmeißen oder Wind bezahlen und wegschmeißen? Gruß Montio
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von hadl » 03.08.2011, 13:04
Montio hat geschrieben: Wie immer machen Sie den Fehler kwh mit kwh zu vergleichen und noch dazu Wind gegen PV "auszuspielen". Ein EE-Erzeuger mit 4000 Volllaststunden ist viel wertvoller als ein PV-Mittagspeak den ich entweder billigst verkaufen oder wegschmeißen muss, weil eben keine Speicher existieren.
Gruß Montio
Zur Zeit knappert der PV Mittagspeak den Vier Großen immer noch 350 000 bis 400 000 Euro stündlich am Umsatz ab. Das wird auch noch eine Weile so bleiben. Sonst würden die nicht, den weiterem PV Ausbau, gebetsmühlenartig als den versorgungstechnischen „Weltuntergang“ verkünden.
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von Spekulatius » 03.08.2011, 13:27
Montio hat geschrieben:Bevor hier wieder wildes Spekulieren einsetzt: Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Weibull-Verteilung gibt es dazu etwas fundiertes. Das bedeutet dann, dass der Wind statistisch gesehen nur 10% des Jahres überhaupt nicht weht, die 90% verteilen sich im Wesentlichen hübsch auf Nachts und Tags. Wenn das bei PV so wäre, wären wir um einige Probleme ärmer.
PV hat den Nachteil, dass die Leistung im Sommer stärker ist als im Winter, aber den Vorteil, dass die Leistung tagsüber erbracht wird. Wind hat den Vorteil, dass die Leistung gleichmässiger über das Jahr erbracht wird, aber den Nachteil, dass die Leistung im Schnitt gleichmässig über den Tag verläuft, oder leicht stärker in der Nacht als am Tag. Netter Versuch die Diskussion durch das Posten zu einer Wiki-Seite eines Statistiksachverhaltes zu beenden. Beantworte mal die konkrete Frage, wie Du mit einer starken Wind-Leistungsspitze in der Nacht umgehen möchtest. Meinesachtens wurden bislang die kritischen Leistungsspitzen, die zu Negativpreisen an der Börse führten, von Wind in der Nacht verursacht, oder? Ich versuche nicht Wind schlechzureden, und bekanntlich proklamiere ich den Ausbau von Wind und Sonne im Verhältnis 4:1. Aber die Spitzen von Wind in der Nacht werden uns grössere Probleme bescheren als die spitzen von PV tagsüber. Es ist ja allgemein bekannt dass Strom hauptsächlich tagsüber gebraucht wird. Montio hat geschrieben:Und Nota Bene: die Preise gehen immer dann richtig in den Keller wenn die Sonne scheint und gleichzeitig der Wind bläst. So gesehen wäre es besser wenn die bisherigen 30 GW nur nachts am Netz wären.
Nein, und Du kannst das im EEX genau verfolgen: Die Preise gehen gewaltig in den Keller wenn Wind nachts stark bläht. Einen Leistungspeak aus Sonne und Wind gleichzeitig wird es sehr sehr selten geben, weil eine grosse Sonneneinstrahlung mit Windflauten einhergeht. Das ist ein meteorologischer Zusammenhang den jedes Kind und jede Oma begreift, und Du kannst es auf der Transparency-Seite des EEXs mit den konkreten Daten nachvollziehen: http://www.transparency.eex.com/en/Montio hat geschrieben:Und was ist billiger: PV bezahlen und wegschmeißen oder Wind bezahlen und wegschmeißen? Gruß Montio
In dieser Reihenfolge: Onshore, PV, Offshore.
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von batome » 03.08.2011, 13:56
Spekulatius hat geschrieben:Wind hat den Vorteil, dass die Leistung gleichmässiger über das Jahr erbracht wird, aber den Nachteil, dass die Leistung im Schnitt gleichmässig über den Tag verläuft, oder leicht stärker in der Nacht als am Tag.
Das kommt dir vielleicht so vor, ist aber eher subjektiv. Das Windaufkommen ist am Tag durchschnittlich höher als in der Nacht. Somit werden sich PV und Wind nicht selten, sondern häufig addieren. Besonders häufig und stark addieren sie sich in den Übergangsmonaten wie April, Mai, Sept., Okt. Da wir aktuell weniger Grundlaststrom haben (AKWs teilweise ausgeschaltet), werden wir die Nachtstromüberschusse nur noch sehr selten sehen, aber die Nachmittagsüberschüsse an sonnigen Tagen werden zunehmen. Dazu braucht die PV bald auch nicht mehr den Wind, das schafft sie schon bald ganz alleine, zumindest an sonnigen Wochenenden. Dank (Teil-)AKW-Abschaltung gibt es noch 1-2 Jahre Gnadenfrist, da braucht man noch den Wind als Unterstützung... (der dann auch gerne mithilft)
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von Montio » 03.08.2011, 16:16
Spekulatius hat geschrieben:... Einen Leistungspeak aus Sonne und Wind gleichzeitig wird es sehr sehr selten geben, weil eine grosse Sonneneinstrahlung mit Windflauten einhergeht.
So selten, dass es nicht mal 1 1/2 Monate her ist: 19.6. = negative Preise an der Börse bei Wind & Sonne. Und das wird immer häufiger werden... Gruß Montio
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von PV-Berlin » 03.08.2011, 16:56
Das Stauchungsmodell der Offshore, das unsere Regierung in ihrer Weisheit beschlossen, ist nix anders als eine gigantische Subvention. Ich dachte, sie kommen selbst darauf: Es mindert die Zinsbelastung extrem. Und das gleich zweimal.
Erste mal im Punkt Zeitachse. *Abschreibung wesentlich schneller, Restkreditbetrag damit dramatisch fallend. Zweite mal im Punkt Zinshöhe *Es ist eben ein wesentlicher Unterscheid, ob sie über 5; 10; 15 Geld einkaufen am Markt.
PV Ist soweit, dass sie ganz entspannt (vergleichbare Anlagengröße) mit Offshore aufnehmen kann. Das Delta wird fast täglich größer. Ich hoffe, dass die neue Regierung das korrigiert. Die KP China hat es! Die sind in zwei drei Jahren unter Onshore WKA.
* dass die Novelle 2011 in Sachen PV die idiotisch lange Vergütung von 20 Jahren in gleicher Höhe fortschreibt, ist einer der Grundfehler. Dazu habe ich ausführlich Stellung bezogen. Die Kosten (Addiert) hätte man um Minimum 1/3 senken können, ohne die Anlagen dabei unrentabel zu machen.
PV 10 Jahre XX Cent, dann nur noch Durchschnittspreis der Börse, solange die Anlage im Betrieb bleibt (warum ist logisch, so hoffe ich. ?)
Offshore muss über gute Standorte kommen und braucht noch ca. 15 bis 20 Jahre, dann sollte sie Strom sogar zu wettbewerbsfähigen (Kohle) Preisen liefern können. *geringe Tiefen usw. Ich habe kein grundsätzlichen Widerspruch zu Offshore.
In 10 Jahren ist PV in D. unter Kohle, das nur mal als Hinweis. *Steinkohle versteht sich, sonst kommen die noch auf die Idee.....
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Spekulatius » 03.08.2011, 17:15
Montio hat geschrieben:Spekulatius hat geschrieben:... Einen Leistungspeak aus Sonne und Wind gleichzeitig wird es sehr sehr selten geben, weil eine grosse Sonneneinstrahlung mit Windflauten einhergeht.
So selten, dass es nicht mal 1 1/2 Monate her ist: 19.6. = negative Preise an der Börse bei Wind & Sonne. Und das wird immer häufiger werden... Gruß Montio
Dass es nur wenig her ist sagt ja nichts aus über die Eintrittswahrscheinlichkeit, gelle? Tatsächlich war es ein seltener Fall von einem rel. sonnigen und windreichen Tag. Hier die Daten von der EEX: Preis: http://www.eex.com/en/Market%20Data/Tra ... HELIX/-/1dKonventionelle Leistung: http://www.transparency.eex.com/en/Volu ... generationWindleistung: http://www.transparency.eex.com/en/Stat ... generationPV-Leistung: http://www.transparency.eex.com/en/Stat ... generationEs fällt auf, dass an diesem Tag nur 1GW an Steinkohle zum Zuge kommt, d.h. Wind und PV haben weitestgehend die Mittellastkraftwerke verdrängt und haben angefangen, in die Grundlast hinein reinzuknabbern. Der Preis ging gegen 0 weil die EEs die Grundlast angreift. Hatten wir am 19.6. ein Problem? Absolut nicht, da noch 24GW an konventioneller Leistung vorhanden waren, die Platz für die EEs machen können. Die 4G werden künftig schrittweise die Grundlastkraftwerke durch flexiblere Gaskraftwerke ersetzen müssen, so einfach ist die Lösung. Das werden sie nicht wollen, wegen der Gewinneinbüssen, aber da werden wir sie hinzwingen! Der Spekulatius 
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