Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

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Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon eggis » 13.01.2011, 15:41

Das Frauhofer ISE hat die Entwicklung der Stromgestehungskosten der erneubaren Energien untersucht. (Studie in Anhang)

prognose_stromgestehungskosten.JPG


Eine Interpretation der Grafik bleibt euch überlassen. ;)
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon atlantikstrand » 13.01.2011, 17:53

Wieder so eine Energiestudie, die im Nachhinein wahrscheinlich komplett daneben lag. Der Schnittpunkt von Photovoltaik zu Offshore-Wind und fossil erst im Jahr 2030??? :roll:
Ich tippe auf 2015.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon eggis » 13.01.2011, 18:07

atlantikstrand hat geschrieben:Wieder so eine Energiestudie, die im Nachhinein wahrscheinlich komplett daneben lag.

Das Fraunhofer ISE ist ja nicht das BMU. ;)

Der Schnittpunkt von Photovoltaik zu Offshore-Wind und fossil erst im Jahr 2030??? :roll:
Ich tippe auf 2015.

Weil die Fossilen schneller steigen oder weil Offshore schneller sinkt?

Ich war überrascht, dass Offshore so wenig Senkungspotential hat und in Zunfuft ein der teuersten eE´s sein wird. Hinzu kommen dann wohl noch die erhöhten Netzkosten, um die Strom an Land zu bekommen.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon atlantikstrand » 13.01.2011, 18:34

Das Fraunhofer ISE ist ja nicht das BMU. ;)

In der Vergangenheit haben sich ja alle geirrt. Selbst Greenpeace und die Erneuerbaren-Lobby. Lest mal Hermann Scheers Energethischen Imperativ. S. 42-44 - sehr eindrucksvoll.

Weil die Fossilen schneller steigen oder weil Offshore schneller sinkt?


Vor allem, weil PV viel schneller sinkt und fossil viel schneller steigt. Dass Offshore kaum nach unten geht, stimmt wahrscheinlich.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon AlexDD » 14.01.2011, 00:08

Eine Interpretation der Grafik bleibt euch überlassen.

Bitte beachten, dass die Grafik für 2000KWh/m²/Jahr gilt!

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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon Rainbow » 14.01.2011, 01:28

Hi @ll,
eggis hat geschrieben:Weil die Fossilen schneller steigen oder weil Offshore schneller sinkt?

Weil China, Indien und die andern Tiger Staaten und auch Brasilien dafür sorgen werden, dass bei den Fossilen Rohstoffen die Preis nicht moderat steigen, sondern einen wahren "Höhenrausch" hin legen werden.
eggis hat geschrieben:Das Fraunhofer ISE ist ja nicht das BMU. ;)

Stimmt, ich halte vom Frauenhofer ISE auch sehr viel; von dem anderen eher sehr deulich weniger :wink:
Aber ich denke, dass das Frauenhofer das Wirtschaftswachstum und die Rückkoppelung auf die Rohstoffpreise nicht ganz zutreffend berücksichtigt hat. Vielleicht geht das Frauenhofer auch davon aus, dass es den oben genannten Staaten gelingt, die Wirtschaft auch ohne größe Rohstoff Nutzung wachsen zu lassen. So wie hier in Deutschland. Das bezweifele ich aber, schon allein die PKW Flut wird zumindest den Ölpreis deutlich beeinflussen.

Und nun zu OFFshore.
Wo soll denn da noch Senkungspotenzial sein?
Weder die Verankerung der Anlagen im Meer, noch die Kabel um den Strom an Land zu bringen werden billiger, sondern eher teurer.

Interessant ist aber die PV, die wirklich deutlich günstiger wird. Da wird es noch spannend werden, wie die Regierung das wohl findet?

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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon eggis » 14.01.2011, 11:12

AlexDD hat geschrieben:
Eine Interpretation der Grafik bleibt euch überlassen.

Bitte beachten, dass die Grafik für 2000KWh/m²/Jahr gilt!

Da steht aber...
An Standorten mit einer Globalstrahlung von 1100 kWh/m²/Jahr belaufen sich die Stromgestehungskosten von PV-Kleinanlagen zwischen 0,30 Euro/kWh und 0,34 Euro/kWh.

Zumindest für kleine PV-Anlagen (bis 10kWp) wurde eine geringere Einstrahlung angenommen.

Jetzt wo du es sagst, bin ich aber vom Einstrahlungsmix in der Grafik etwas enttäuscht. Zumindest die PV-Frei hätte man ebenfalls mit 1100kWh/m² betrachten sollen oder eine weitere Grafik einfügen können. Es stehen ja nicht alle Freiflächenanlagen in Spanien.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon AlexDD » 14.01.2011, 11:29

ich hatte gelesen
Der Vergleich von Photovoltaik-Anlagen (2. PVGroß) mit solarthermischen Kraftwerken zeigt aktuell ähnliche Stromgestehungskosten (PVGroß: 0,18 Euro/kWh;
CSP: 0,19 Euro/kWh) an Standorten mit einer jährlichen Einstrahlung von 2000 kWh/m²/Jahr.

Das passt ja zur zur gelben und dunkelroten Kurve. Und da war ich dann natürlich selbstverständlich davon ausgegangen, dass alle Kurven bei 2000KWh errechnet wurden, da alles andere sinnlos wäre. Der Abstand zu den "kleinen" Anlagen hatte mich zwar schon ein bisschen irritiert, jetzt habe wir des Rätzel's Lösung.

Damit ist die Grafik quasi wertlos.Schade :(

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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon Spekulatius » 15.01.2011, 23:56

AlexDD hat geschrieben:Damit ist die Grafik quasi wertlos.Schade :(

Alex.


Aber AlexDD, die Grafik hat es in sich, hier was drin steckt:

1) PV ist und bleibt billiger als CSP. Die Tage von Solar Millenium sind gezählt. Nach der Umsetzung der Projektpipeline geht das Unternehmen ein, zusammen mit der ganzen CSP-Sippe (Tower, Trough, Fresnel, Sterling). RIP

2) PV macht Offshore Wind platt. Eigentlich hat es im Sunbelt schon begonnen, da die Offshore-Gestehungskosten in Wirklichkeit einen Tick höher liegen als auf der Grafik, ca. bei 15-20 Örozent. Bis 2020 hat PV sogar in Nordeuropa Offshore weggefegt. PV wird wesentlich stärker zum Erreichen der EE-Ziele in Europa in 2020 beitragen, als in den NREAPs eingeplant.

3) Bis 2020 hat PV das Kostenniveau der Fossilen im Sunbelt erreicht. Bei neuen Kraftwerken kommt vorwiegend PV zum Einsatz. Das zentrale Geschäftsmodell der Energieversorger implodiert. Dezentrale Dienstleister übernehmen die Stromversorgung. Einige gegenwärtige EVs schaffen die Transition zum dezentralen Versorger, andere gehen ein, viele neue entstehen. PV wird die grösste Industrie auf Erden.

Der Spekulatius :mrgreen:
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon wieso » 16.01.2011, 00:18

Na dann wünsch ich dir frohes verspekulieren Spekulatius

Als Goldener Reiter auf dem PV Pferd

Gruss Lars
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