Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon AlexDD » 16.01.2011, 14:10

@Spekulatius
So viel würde ich in der Grafik nun nicht gleich reininterpretieren, auch wenn mir die Perspektive durchaus gefallen könnte :)

Tatsache ist, dass Frauenhofer hier ein handwerklicher Fehler unterlaufen ist, den man berücksichtigen muss, wenn man die Grafik interpretiert.
Nicht mehr und nicht weniger wollte ich zum Ausdruck bringen.

Die "gedanklich" korrigierte Grafik ist natürlich schon spannend, wobei natürlich die zugrunde liegenden Annahmen sehr genau zu hinterfragen sind, wie bei allen ähnlichen Studien aber auch.

Alex.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon cephalotus » 17.01.2011, 14:50

AlexDD hat geschrieben:
Damit ist die Grafik quasi wertlos.Schade :(


Warum? Weil Du sie ohne den Begleittext zu lesen nicht verstanden hast?
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon cephalotus » 17.01.2011, 14:52

Spekulatius hat geschrieben:1) PV ist und bleibt billiger als CSP...
2) PV macht Offshore Wind platt...

3) Bis 2020 hat PV das Kostenniveau der Fossilen im Sunbelt erreicht...


Alles eine Frage der Speicherkosten.

PV hat (außer im sunbelt als Spitzenlast) bei signifikantem Ausbau die höchsten Speicherkosten aller EE Technologien, von daher erzählen diese Vergleiche nur die halbe Wahrheit.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon AlexDD » 17.01.2011, 16:33

cephalotus hat geschrieben:
AlexDD hat geschrieben:
Damit ist die Grafik quasi wertlos.Schade :(


Warum? Weil Du sie ohne den Begleittext zu lesen nicht verstanden hast?

Nein, weil Äpfel mit Birnen verglichen werden und das nicht mal dran steht. Wenn ich zwei Seiten lesen muss, um ein Diagramm richtig zu interpretieren, dann ist das einfach nur Mist. Dann muss ich "Apfel in Birnen umrechen" und das Diagramm teilweise neu malen. Irgendwie geht für mich da der Sinn der Visualisierung als Diagramm verloren. Ohne das Lesen der zwei Seiten erhält man eine falsche Interpretation. Das lernt schon meine Tochter in der 5 Klasse, dass sowas nicht geht.

Alex.
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon Spekulatius » 17.01.2011, 20:19

cephalotus hat geschrieben:
Spekulatius hat geschrieben:1) PV ist und bleibt billiger als CSP...
2) PV macht Offshore Wind platt...

3) Bis 2020 hat PV das Kostenniveau der Fossilen im Sunbelt erreicht...


Alles eine Frage der Speicherkosten.

PV hat (außer im sunbelt als Spitzenlast) bei signifikantem Ausbau die höchsten Speicherkosten aller EE Technologien, von daher erzählen diese Vergleiche nur die halbe Wahrheit.


Hinter "im sunbelt als Spitzenlast" verstecken sich schon hunderte von GWs.

Ausserdem kann der PV-Strom mit NaS-Tagesspeicher kostengünstig dem Bedarf angepasst werden, Aufpreis ist im Sunbelt in etwa 3€cent/kWh.

Saisonalspeicherbedarf kann durch einen optimalen mix an Sonne und Wind minimiert werden, in DE 1:6, in Kalifornien geschätzte 3:2.

Die Speicherdiskussion können wir im Sunbelt im Gegensatz zu DE für einige Jährchen auf Eis legen.

Der Spekulatius :mrgreen:
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon ichbindu » 07.07.2011, 18:41

Hallo,

im Zuge einer Arbeit auf der Uni habe ich versucht die angegebenen Stromgestehungskosten für Photovoltaik aus dieser Studie einmal nachzurechnen.

Mein Fazit:
Die Ergebnisse sind nicht nachvollziehbar und eventuell beschönigt!

Konkret: auf Seite 2 wird angegeben, dass an einem Standort mit 1100 kWh/m²a (Ertrag 900 kWh/kWp) sich die Stromgestehungskosten von PV-Kleinanlagen (Investsumme 3010 - 3250 Euro/kWp) auf 0,30 Euro/kWh bis 0,34 Euro/kWh belaufen. Diese Werte sind meiner Meinung nach viel zu klein!

Ich lade alle ein meine Berechnung zu überprüfen:
anbei die Berechnung

Hier nochmal der Link zur genannten Studie:
http://www.ise.fraunhofer.de/veroeffent ... nload/file

Mfg
Stromgestehungskosten_PV-Forum.xlsx
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon solarstein » 07.07.2011, 21:03

Hallo ichbindu,

in den jährlichen Gesamtkosten (Spalte B) hast Du die Abschreibung (Spalte M) mit drin. Wenn Du dann noch die Investitionssumme (Feld A9) dazurechnet, sind die Investitionskosten ja doppelt gezählt. Laut ISE Seite 7 bestehen die jährlichen Gesamtkosten nur aus den fixen und variablen Betriebskosten (also Spalte K+L)

Statt B = K+L+M muss es also lauten B = K+L

Dann komme ich auf 0,361€/kWh bis 0,39€/kWh.

Für den Rest habe ich noch keine Erklärung.
Mit sonnigen Grüßen, solarstein
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon ichbindu » 07.07.2011, 22:04

Hallo Solarstein,

ich muss sagen eigentlich habe ich mir das bei der Fehlersuche auch schon gedacht!
Ich habe mich aber dann an die Angaben Seite 7 gehalten, die in meiner, anscheinend älteren Version der Studie, noch anders ausgesehen hat (siehe Bild)!!
SGK.jpg


Danke! Somit kommt man dem Ergebnis ja schon näher!

Vielen Dank erstmal!
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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon Rainbow » 14.07.2011, 17:31

Hi @ll,
Spekulatius hat geschrieben:2) PV macht Offshore Wind platt.

Spekulatius hat geschrieben:3) Bis 2020 hat PV das Kostenniveau der Fossilen im Sunbelt erreicht. Bei neuen Kraftwerken kommt vorwiegend PV zum Einsatz. Das zentrale Geschäftsmodell der Energieversorger implodiert. Dezentrale Dienstleister übernehmen die Stromversorgung. Einige gegenwärtige EVs schaffen die Transition zum dezentralen Versorger, andere gehen ein, viele neue entstehen. PV wird die grösste Industrie auf Erden.

Na Spekulatius, wenn du recht behalten solltest, würde mich das freuen,
aber wie wieso habe ich da auch meine Zweifel dran :wink:
Wobei bei den Offshore Anlagen ist der Schnittpunkt der Kosten wohl schon wirklich bald erreicht, ich sehe da - mein Beitrag oben - auch kein Senkungspotenzial bei Offshore Anlagen.
Daher habe ich so meine Bedenken gegen Offshore Anlage, auch wegen der geplanten Stromtrassen und ich den Eindruck habe, da wird eine Energieform wieder gefördert, die dazu dient, die Pfründe der dicken vier wieder zu sichern.

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Re: Studie: Stromgestehungskosten erneuerbare Energien

Beitragvon Herrvolt » 14.07.2011, 19:16

Man kann die Kosten aus erneuerbaren nicht einfach übernehmen, denn sie sind nur zur Zeit der Erzeugung so hoch. Oft muss dieser Strom allerdings zwischengespeichert werden, was mit Verlusten verbunden ist.
Auch müssen andere Kraftwerke oft im Standby laufen, falls mal kein Wind oder Sonne da ist.
Ich sehe auch in den erneueren die Zukunft, also nicht falsch verstehen. Meine kleine Wasserkraft habe ich mit viel Mühe über Jahre erhalten.
Aber selbst die läuft auch nicht das ganze Jahr, im Sommer ist meist wenig Wasser da.

Sicher man muss die Erneuerbaren im Mix sehen, aber so weit ist das alles noch nicht, dass allein die KKW erstetzt werden können.
Es wird mehr Speicher gebraucht, was natürlich auf die Strompreise der erneuerbaren Energien zu rechnen wäre.
Man muss schon fair sein, wenn man Preise vergleicht.
Setzt die kleine Wasserkraft dazu, die bekommen oft nur 7,67cent/kW, das würde den Schnitt etwas verbessern. :idea:
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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