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von Boelckmoeller3 » 28.12.2010, 11:39
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 64,00.htmlHunderte Stromversorger schrauben 2011 die Preise nach oben, es ist die stärkste Verteuerung seit Jahren - und sie ist völlig ungerechtfertigt, heißt es nun in einem Gutachten der Grünen. Die Konzerne haben demnach massiv gesunkene Kosten nie an die Kunden weitergegeben. Und kassieren Milliarden zu viel.
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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von Cruso » 28.12.2010, 11:49
Die dpa Meldung ist mittlerweile in zig größeren Medien zu finden, war leider später dran und habe es unter einem anderen Thread - mit geringer Verspätung - gepostet. Der Gegenwind kommt nur aufgrund der sieben anstehenden Wahlen auf, den Preis wird es nicht drücken. http://wirtschaft.t-online.de/stromprei ... 7612/index
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von jonassonnengold » 28.12.2010, 14:48
Kann man lange drüber diskutieren. In meinen Augen ist die "einfachste" Lösung der großflächige Wechsel der Stromanbieter.
Keinen Cent mehr den Betreibern der AKWs und Volksschröpfer.
Wie wäre es, wenn das PV-Forum nen Deal mit naturstrom o.ä. macht: Werbung gegen Neukundenprämie? Das wäre doch mal was.
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von Cruso » 28.12.2010, 14:57
Die Wechselquote ist gering.
Die Stromkunden sind sehr verunsichert, deshalb wird oft auch nicht gewechselt.
Gründe hierfür sind: Verwirrende Tarifmodelle, mit Bonus, Geld vor der Lieferung usw. Kunden mit "Tag-/Nachtstrom" wissen nicht ob sie wechseln können... Angst vor Nachteilen durch Lieferantenwechsel
Dies führt dazu, dass die Strompreise insgesamt auf einem zu hohem Niveau sind.
Das Thema wird sicherlich auch zum Wahlkampfthema.
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von Montio » 28.12.2010, 16:24
Boelckmoeller3 hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,736764,00.html
Ist das die Studie? http://www.gruene-bundestag.de/cms/energie/dokbin/348/348969.strompreis.pdfNicht mehr taufrisch, aber wohl wegen des Stichtages 1.1. um so aktueller! Letztes Jahr wäre es noch mehr angebracht gewesen, da waren die Strompreise wirklich im Keller, aber jetzt geht es Richtung Wahlkampf... Interessant finde ich dagegen das hier: http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Stellungnahmen/100929_Bericht_Heizstrom.pdfMit andern Worten: jeder der in Deutschland mit Strom zu tun hat, macht ein Bombengeschäft, von der Erzeugung über Händler, Stadtwerke und Evu. Auch die "Ökös" profitieren vom undurchsichtigen Gefüge, und davon das auf dem Strompreis alle möglichen anderen Kosten lasten, hinter denen mal jede Erhöhung prima verstecken kann. Ein Wettbewerb wird dadurch regelrecht verhindert. Gruß Montio
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von orfix » 29.12.2010, 14:06
Hallo,
ich finde das ist eine super wahlwerbung für die grünen.
mfg
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von eggis » 29.12.2010, 14:29
Das Problem der G4 ist doch folgendes. Die Unternehmen sind an der Börse gelistet und die Anleger erwarten positve Geschäftsberichte mit einer von Jahr zu Jahr zunehmenden Gewinnsteigerung. Sonst würden die Anleger sich andere Anlageformen suchen.
Ich stelle mir das in etwa anhand von fiktiven Zahlen so vor. Einer der großen Versorger hat 2008 mit 30% Markanteil 15 Mrd. €uro Gewinn gemacht. Durch die erneuerbaren Energien schrumpfte der Markanteil auf 25%, aber die Anleger erwarten zumindest den selben Gewinn oder vielleicht sogar 20Mrd. Euro. Da dieses im Widerspruch zu den gesunkenen Marktanteilen steht, bleibt nur die Preiserhöhung oder die Nichtweitergabe von Einsparungen beim Stromeinkauf.
Der kaum vorhanden Wettbewerb macht dieses möglich.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt!" (Oscar Wilde)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von Cruso » 29.12.2010, 15:52
Hallo eggis,
genau das ist der Punkt. Die Firmen G4 dürfen nicht stagnieren. Die Aktionäre haben hohe Erwartungen, vor allem, weil der Gewinn und die Dividende noch sprudelt. Wird die AG den Erwartungen nicht gerecht, fällt die Aktie lawinenartig. Ein fallender Aktienkurs bedeutet aber auch weniger Unternehmenswert und schlechtere Kreditkonditionen (siehe EnBW).
Nun merken die Dinos zur Zeit, dass sie am Aussterben sind. Nicht nur die Erneuerbaren sondern auch viele Stadtwerke und andere machen ihnen massiv Ärger. Ein Großkraftwerk weiß halt nicht wohin mit der Wärme. EIn Stadtwerk kann kleinere Einheiten wirtschaftlicher bertreiben. Für die großen EVUs lohnt sich dies nicht. Deshlab wurde ja früher so manches Wasserkraftwerk von den EVUs verstossen. Man versucht heute dies mit Kooperationen zurückzuholen. Jedoch wird dabei auch die Hälfte des Kuchens abgegeben und es bleiben die Kosten für Verwaltung etc.
Scheinbar sind viele Manager der großen Vier nicht in der Lage die Umbrüche zu bewältigen. Statt langfristig in die Zunkunft zu denken, versucht man alte Strukturen und vor allem die hohen Gewinne zu zementieren. Durch kurzfristiges Handeln versucht jeder Manager seine Zahlen zu verbessern, was er damit in der Zukunft für seine Firma anrichtet bedenkt er nicht.
Deshalb ist mir auch der Kauf der ENBW durch Herrn Mappus sehr rätselhaft. Der Kurs wird - wie man schon sehen kann - fallen und die Verbindlichkeiten steigen. EVUs sind privatwirtschaftlich ein auslaufendes Modell und werden nur noch durch ihre Oligopolstellung bzw. Duopolstellung am Leben gehalten.
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von ManfredausR » 30.12.2010, 19:44
sueddeutsche.de hat geschrieben:Kritik an Strompreisen30.12.2010 05:50 Berlin - Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) haben die Strompreis-Erhöhungen zum Jahreswechsel kritisiert. Kurth sagte, die Beschaffungskosten hätten sich in den vergangenen zwei Jahren von 12 auf sechs Cent halbiert. 'Und das sind Preise, mit denen sie sich als Stromlieferant ein ganzes Jahr eindecken können', sagte er. Auch die Netzkosten seien in den vergangenen vier Jahren deutlich gesunken. Diese sinkenden Preisbestandteile würden nicht an alle Kunden weitergegeben.Brüderle erklärte, es sei gut, dass das Bundeskartellamt die Strompreisbildung überprüfe und 'wir hier bald erste Ergebnisse erwarten können'. Wettbewerb könne nur funktionieren, wenn die Verbraucher ihre Rolle als Marktteilnehmer aktiv wahrnähmen. dapd
Interessant, dass mittlerweile auch schon das Bundeskartellamt tätig wird. eggis hat geschrieben:Der kaum vorhanden Wettbewerb macht dieses möglich.
Der Aufruf zum Anbieterwechsel kommt jetzt sogar schon vom Bundeswirtschaftsminister. Beim Wechsel darauf achten, keinem Abzocker auf den Leim zu gehen (Vorkasse, Wechselprämie etc.) und dass das Geld am Ende nicht wieder bei den G4 landet. Problem, das noch bleibt: Erklären Sie bitte mal einem älteren Rentnerpaar, wie man den Anbieter wechselt! (hab ich in einem anderen Forum gefunden)
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von gunnar_kaestle » 30.12.2010, 21:07
Hier gibt's etwas ähnliches, auch im Auftrag der Grünen. Stromwatch 3Gruß, Gunnar
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