Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

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Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon Cruso » 14.04.2011, 00:38

DIe Versorgungssicherheit soll nur aufgrund der milden Witterung (geringerer Verbrauch) und des guten Wetters ohne Atomkraft sichergestellt sein?

Ist das zu glauben oder nur eine weitere Propaganda?

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... tabil.html
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon open source energy » 14.04.2011, 06:51

Das könnte schon sein, wobei sich auf dem CO2 Zertifikatsmarkt nach dem Moratorium einiges getan haben soll. Daher kann man davon ausgehen, dass Kohle die Lücke locker schließen kann.

Das große Problem der Dampfkraftwerke ist aber die Kühlung. Wenn die Witterung weiterhin so trocken bleibt, dann wäre eine Versorgung mit AKWs auch nicht gesichert.

Der große Drachen spuckt Feuer und kämpft ums überleben.

http://www.youtube.com/watch?v=hzxfy4eN ... r_embedded
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon lcmbt » 14.04.2011, 07:10

Hallo,

ich hab es jetzt nicht genau gelesen,aber den ersten Satz unterschreib ich voll und ganz.

Gruss Martin
Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
jeder denkt er hätte genug davon!


http://www.sonnenertrag.eu/de/hochheim/ ... /1776.html
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon cephalotus » 14.04.2011, 07:55

Vor allem die 50Hz Transmission hat also Probleme durch das Abschalten der AKW.

Komisch nur, dass gerade dort gar keine AKW stehen...
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon PV-Berlin » 14.04.2011, 14:07

Allein der Übertragungsnetzbetreiber „50 Hertz“ (ehemals Vattenfall) habe „in den wenigen Tagen seit In-Kraft-Treten des Moratoriums Sicherheitseingriffe „mit einer Strommenge in Höhe von 56.148 Megawattstunden durchgeführt. Dies entspreche „bereits etwa 21 Prozent der Vergleichsmengen im gesamten Sommerhalbjahr 2010“. Es sei „auffällig, dass bereits bei den gegenwärtig moderaten Witterungsbedingungen in einem bisher eher unauffälligen Bereich im Netz so viele Eingriffe erforderlich werden“, warnt die oberste Regulierungsbehörde des deutschen Stromnetzes.


Es wäre mal schön, wenn eines der Braunkohlkraftwerke vom Netz ginge, oder zumindest mal runter geregelt wird. Einen starken Zubau von WKA gab es in 2010 nicht im Gebiet (50Hz) , nur jetzt gab es mal tüchtig Wind.
Mehr Unterschied kann ich nicht erkennen. Bestimmt hat 50 Hz dem Gaskraftwerk ohne KWK Kopplung in Greifswald schon gesagt, dass für die 1,2 GW kein Platz im Netz ist! * ha ha
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon nautica » 14.04.2011, 15:35

50Hz hat im Gegensatz zu EnBW und E-On auch 24% Erneuerbare Energien (davon 41% Wind) im Netz, im Gegensatz zu anderen Netzbetreibern, die ihre Netze vlt. noch nicht mit soviel EEG Strom füllen können.
Das Netz von 50Hertz ist in der Tat problematisch - das räumt die Firma /deren Vertreter auch selbst ein:
- Schwachlastgebiet (Bevölkerungszahl!, kaum Industrie)
-Erzeugung übersteigt Verbrauch (s.o.
- Mangelnder Netzausbau (Ost-West) (woran liegt das wohl?!)
50Hertz Präsentation = Quelle (Man beachte die modischen Strommasten in der Datei!)

Wenn im Stromnetz etwas zusammenbricht, dann sind das sicherlich die Übergabepunkte zu den ganzen Nachfragern, die im Süden dann im Dunkeln hocken, da sie selbst nicht genug Strom erzeugen :-)

Das sich 50Hertz über zu viel Energieerzeugung aufregt ist ... putzig.

PS: Der Autor schreibt auch andere nette Sachen wie Heilsversprechen helfen nicht weiter
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon GAST » 15.04.2011, 11:38

Soso,
5GW AKWs kann man also quer durchs Land verteilt nicht ersetzen??
Wir haben Tageslasten an Wochenenden von vielleicht 40GW und an Wochentagen von 70 und mehr GW...und eine installierte Leistung von 120GW...
Zudem alleine bei PV eine schwankungsbreite von 0W bis etwa 13GW innerhalb weniger Stunden...das ging immer?!!
Da frage ich mich nur wie denn die Betreiber ihre geplanten Windparks ins Netz bringen wollen??

Ausgerechnet so gut wie nicht regelbare AKW sind dann die Heilsbringer?? und mit Gas und Kohle kann man sowas nicht ausregeln??
Da kann ich leider nur ganz kräftig den Kopf schütteln!

Allerdings sieht man hier mal wieder das wir wesentlich mehr WKA im Süden brauchen, die können solange es ein wenig windig ist halt rund um die Uhr einspeisen.
Was aber viel wichtiger ist, die brauchen mal kreative Leute in den Netzleitstellen, vom AKW verstopfte Hirne helfen uns da nicht weiter....
Zudem müssen die Netzbetreiber mal langsam anfangen ihre Übertragungskapazitäten nicht nur zum Geldscheffeln zu nutzen, sondern inteligent und bedarfsgerecht zu modernisieren....es müssen ja nicht immer komplett neue Trassen gebaut werden, man könnte ja auch die alten ein wenig leistungsfähiger ausbauen.

Man man man, was haben die nur früher gemacht wenn mal irgendwo ein paar KW in Revison gegangen sind??
Hatten wir da wochenlange zumindest stundenweise Stromabschaltungen??
Kann zumindest ich mich nicht dran erinnern ;)

Gruß
Jörg
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Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon hofbauer51 » 15.04.2011, 12:28

[b]Da frage ich mich nur wie denn die Betreiber ihre geplanten Windparks ins Netz bringen wollen??[/b]
Das geht schon
http://www.freiewelt.net/nachricht-7027 ... -jahr.html
Auch wenns manche nicht wahrhaben wollen, es wird überdurchschnittlich teuer
Die 3Mrd kommen zu den Kosten für die Einspeisevergütung natürlich noch dazu :evil:
Da helfen auch die Verschwörungstheorien von GAST nicht weiter.
Günther
2,4kWp PV seit 2004. 4qm Solar für WW + Heizungsunterstützung + Stagnationsverhinderung, WP 2,7kW für Heizung, SplitKlima Heizungsunterstützung bis ca. 0 Grad AT Alleinheizung, WW WP extra
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon ElCattivo » 15.04.2011, 13:35

GAST hat geschrieben:Ausgerechnet so gut wie nicht regelbare AKW sind dann die Heilsbringer?? und mit Gas und Kohle kann man sowas nicht ausregeln??
Da kann ich leider nur ganz kräftig den Kopf schütteln!

Ich bin weit davon entfernt, ein Freund der Kernkraft zu sein. Dennoch frage ich mich seit langem, woher eigentlich das Gerücht kommt, Kernkraftwerke wären schlecht regelbar. Aus irgendeinem Grund ist diese Mär seit Jahrzehnten nicht totzukriegen. KKW sind durchaus zu beachtlichen Laständerungsgeschwindigkeiten fähig und dies wird (notgedrungen) auch (immer mehr) genutzt.
5% pro Minute sind absolut realistisch und das ist weit mehr als jedes Stein- oder Braunkohlekraftwerk zu leisten vermag. Selbst GuD tun sich da schwer.
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Re: Stromversorgung nur wegen milden Wetter sicher?

Beitragvon egnurg » 15.04.2011, 13:51

@hofbauer51: interessanter Bericht, vor allem Seite 51: kein Ausbau der Ost-West-Kuppelleitungen seit 1995.

Die brauchen doch nicht schreien wenn sie seit über 15 Jahren gepennt haben.
Nach der Grafik auf Seite 17 ist da auch nicht geplant, das in Zukunft auszubauen.
Meine Anlage: www.ingersheim-wetter.de
Dach: 5,1kW PV, 30x Sharp, SMA SB5000TL-HC
Fassade: 4,2kW PV, 23x UpSolar 185W, 2x Solarmax 2000.
Mein Job: www.druckeronkel.de
Und hier mache ich mit: windkraft-ingersheim.com
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