Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

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Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon Ahoi » 12.03.2010, 11:17

.. da gibt es ja ungeahnte Schützenhilfe für die Erneuerbaren Energien. :D

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 41,00.html

PV-Anlagen in der Hand von Bürgern ist das (strom-)demokratischste was es gibt!

Viele Grüße und Ahoi
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon MrSteve » 12.03.2010, 11:49

Tschaka!!!!

Das habe ich auch gerade gelesen und hoffe, dass unsere Biene-Maja-Koalition (wer hier wohl Maja und Willi ist?) von Ihrer Atom-Lobby-Politik endlich mal abrückt.

In diesem Sinne, hoffe ich heute noch auf ordentlich Strahlen - sonnentechnisch natürlich.
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon za-ass » 12.03.2010, 11:52

Ahoi hat geschrieben:.. da gibt es ja ungeahnte Schützenhilfe für die Erneuerbaren Energien. :D

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 41,00.html

PV-Anlagen in der Hand von Bürgern ist das (strom-)demokratischste was es gibt!

Viele Grüße und Ahoi

Nicht schlecht Herr Specht!

Den Artikel kann man Zeile für Zeile unterstreichen!

Mal schau'n was die bei diesem Thema sehr lobbygeführte bunte Regierung dazu sagt, v.a. zu dem aus meiner Sicht nur folgerichtigen Aspekt 'Zusatzgewinne komplett abschöpfen' oder 'Kohlekraftwerke im Gegenzug vom Netz nehmen'.

Insgesamt ist das was diese Stadtwerke mit Rückendeckung durch den VKU hier im Visier haben ein Dolchstoß mitten ins Herz der Großen Vier.
Gut so!
Nennt sich dann wohl Parade-Riposte und der Gegenangriff ist mit dem 2-Millarden Invest in der Hinterhand kräftig genug, um Schmerz auszulösen.
Auf die Gegenmaßnahmen darf man gespannt sein!
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon Sinci » 12.03.2010, 13:07

za-ass hat geschrieben:Nennt sich dann wohl Parade-Riposte und der Gegenangriff ist mit dem 2-Millarden Invest in der Hinterhand kräftig genug, um Schmerz auszulösen.


Wenn ich mich nicht verlesen hab geht es um wesentlich mehr, wird doch von "Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe" gesprochen.

Aber diese Lösung hielte ich für die ökonomisch und ökologisch sinvollste ...
AKW weiterlaufen lassen, die Zusatzgewinne abschöpfen (damit liesen sich dann auch die Kosten für Asse locker bezahlen, zusätzlich die Staatsverschuldung reduzieren und die Bildungsausgaben erhöhen),
dazu die dadurch nicht mehr benötigten Kohlekraftwerke abschalten, das spart nicht nur enorme Importkosten und CO2, sondern verringert auch in großem Ausmaß die weitere Schadstoffbelastung in deren Umgebung durch Feinstaub, Schwermetalle, etc., erhöht dadurch die Luft- und Lebensqualität und senkt somit auch noch die Gesundheitskosten.
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon hofbauer51 » 12.03.2010, 13:35

Viele Stadtwerke hätten im Vertrauen auf das Auslaufen der Kernkraft Investitionen geplant

Na da haben die Stadtwerke wohl keine Zeitung gelesen. Neu ist das ja nicht :)
Gruß
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon buergersolar » 12.03.2010, 14:16

hofbauer51 hat geschrieben:Neu ist das ja nicht :)

Naja, es ist ca. ein halbes Jahr alt...

Sonnige Grüße
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon Ahoi » 12.03.2010, 14:27

hofbauer51 hat geschrieben:
Viele Stadtwerke hätten im Vertrauen auf das Auslaufen der Kernkraft Investitionen geplant

Na da haben die Stadtwerke wohl keine Zeitung gelesen. Neu ist das ja nicht :)
Gruß
Günther


:idea: Aufpassen!

Das Atomausstiegsgesetz ist 2002 in Kraft getreten. Somit besteht seit 8 Jahren Planungssicherheit für die Investition in Erneuerbare Energien bzw. in Kraft-Wärme-Anlagen. Bei einer Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken würden erneuerbare Energien vom Strommarkt verdrängt.

Nach einer Analyse des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) würden bei den für 2020 geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien nur noch 24,5 GW (heute 43,9 GW) an Leistung von fossilen und atomaren Kraftwerken benötigt.

Würden die Atomkraftwerke aber am Netz bleiben, müssten eigentlich fossile Kraftwerke abgeschaltet werden. Dazu fehlt jedoch die gesetzliche Grundlage.

Da Neuinvestitionen gegen abgeschriebene Anlagen (egal ob Atom oder Kohle) keine Chance haben, bedeutet dies, dass die Erneuerbaren Energien auf der Strecke bleiben.

Gruß und Ahoi
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon Ulmer » 12.03.2010, 14:34

Die Stadwerke Ulm (SWU) haben bis zum Jahr 2020 in ihren eigenen Stromnetzen auf 100% regenerative Energie aus Eigenerzeugung umgestellt. Bis 2025 dann den komplett verkauften Strom. Derzeit kaufen sie u.a. noch kräftig Atomstrom zu. Wenn das in zahlreichen Städten ähnlich ist, wird sicher viel Atom- und Kohlestrom gar nicht mehr benötigt.
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon buergersolar » 12.03.2010, 14:45

Um genau diese Investitionsvorhaben der Stadtwerke geht es doch wahrscheinlich, die bei einer Laufzeitverlängerung auf Eis gelegt werden sollen.
Daher halte ich es für ausgesprochen wichtig, den Ausstieg nicht zu verschieben.

Sonnige Grüße
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Re: Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz

Beitragvon hadl » 12.03.2010, 16:05

Das hier passt auch da zu.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

AKW-Laufzeiten: Regierungskurs schadet Mittelstand und Kommunen

Zum heute von den kommunalen Energieerzeugern vorgestellten Gutachten zu den Auswirkungen etwaiger Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke erklären Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik, und Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:

Der massive Widerstand der Stadtwerke beweist einmal mehr, dass die schwarz-gelben Laufzeitpläne nicht nur energie- und klimapolitisch falsch, sondern auch mittelstandsfeindlich und gegen kommunale Interessen gerichtet sind.

Mit ihrer konzernorientierten Gefälligkeitspolitik verhindert die Bundesregierung zukunftsfähige Investitionen und stürzt einen ganzen Energiesektor in lähmende Planungsunsicherheit. Sie riskiert, den Job-Motor der erneuerbaren Energien, den sie bereits ins Stottern gebracht hat, vollends abzuwürgen und will eine Branche, die 280.000 Jobs geschaffen hat, den Gewinn-Interessen von vier großen Energiekonzernen opfern.

Es wird immer klarer, dass niemand - außer Union, FDP, RWE & Co -  längere Laufzeiten überhaupt will und dass die schwarz-gelbe Energiepolitik den mittelständischen Energieunternehmen in Deutschland schadet.


Berlin, den 10.3.2010

Ihr Hans-Josef Fell MdB

Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen

Gruß Hadl
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