Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

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Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon buergersolar » 26.08.2011, 13:48

Da ich keinen besseren Thread gefunden habe (ich finde aber auch diese google-Forensuche nicht wirklich gut im Vergleich zur alten, eigenen), mache ich zu dem Thema mal nen neuen auf.

Bin gerade in nem anderen Thread auf diesen Link gestoßen: http://www.solarserver.de/solar-magazin ... sgrad.html

Solarstrom-Eigenverbrauch, Smart Grids und Netzintegration

Im Segment „Medium Power Solutions“ geht es um Zukunftsthemen wie Solarstrom-Eigenverbrauch, Smart Grids und Netzintegration. Zusätzlich zu der blindleistungsfähigen Sunny Boy-Familie SB 5000TL-21 stellt SMA die ebenfalls AR4105-konformen Sunny Boy HF-Geräte vor. Alle Geräte entsprechen in vollem Umfang den Anforderungen der VDE Anwendungsregel AR4105 und verfügen mit OptiTrac Global Peak ab sofort über den erweiterten MPP-Tracking-Algorithmus von SMA, der auch bei teilverschatteten Solargeneratoren für hervorragende Erträge sorgt.



Miele-Haushaltsgeräte können in das intelligente Lastmanagement einbezogen werden

Ein Highlight in Sachen Anwenderkomfort ist mit Sicherheit der Sunny Beam-Nachfolger „Sunny View“, ein farbiges Touchdisplay zur komfortablen Anzeige sämtlicher Anlagendaten. Aber auch beim Sunny Home Manager haben die SMA Entwickler weiter gedacht: Er soll künftig in der Lage sein, Miele-Haushaltsgeräte mit der Eigenschaft „SG-ready“ (SG steht für „Smart Grid“) unmittelbar anzusteuern und damit optimal in das intelligente Lastmanagement einzubeziehen. Vorteile für den Anwender: Die Bedienung des Haushaltsgerätes erfolgt wie gewohnt, während der direkte Datenaustausch (gewähltes Programm, Laufzeit, Energiebedarf) mit dem Sunny Home Manager zu einer genaueren Planung des Eigenverbrauchs beiträgt.

Zudem arbeiten die Ingenieure an einer kostengünstigen Erweiterung zur Beteiligung am Netzsicherheitsmanagement, das laut EEG 2012 auch für PV-Anlagen zwischen 30 und 100 kW Peakleistung vorgeschrieben ist. Die Sunny WebBox sowie die SMA Power Reducer Box bleiben als Produktlösung für größere PV-Anlagen auch weiterhin verfügbar.



Netzunabhängige Photovoltaik: Sunny Backup-System mit neuen Energiemanagement-Funktionen

Im Segment „Off-Grid Solutions“ steht neben der SMA Multicluster-Technologie zum Aufbau netzunabhängiger Stromversorgungen bis 300 kW Systemleistung das Sunny Backup-System mit neuen Energiemanagement-Funktionen im Fokus. Es ist seit August erhältlich und bildet in Kombination mit der Meter Box für Sunny Backup eine eigenständige Produktlösung zur Erhöhung der Eigenverbrauchsquote, indem es überschüssigen Solarstrom automatisch für einen späteren Verbrauch speichert. Die Funktion der ausfallsicheren Stromversorgung bleibt dabei im vollen Umfang erhalten. Darüber hinaus werden die Sunny Backup-Systeme S und M ab Herbst dieses Jahres auch mit Lithium-Ionen-Batterien verschiedener Hersteller kompatibel sein. Diese Batterietechnologie bietet gegenüber herkömmlichen Technologien deutliche Vorteile hinsichtlich Wirkungsgrad und Zyklenfestigkeit. Der Anwender hat damit die Möglichkeit, die für seinen Anwendungsfall optimale Batterietechnologie auszuwählen.


Das klingt super! Unsere Miele-Waschmaschine ist auch programmierbar, obwohl schon älter, aber mit echter PV-abhängiger Steuerung ist das natürlich ein super Schritt!
Ich bin zwar der Meinung, dass PV-Eigenverbrauch nicht grundsätzlich netzdienlich ist (z.B. im Winter), aber zumindest im Sommer wird in Zukunft mittags ein Strom-Überschuss im Netz sein, den intelligente Haushaltsgeräte helfen können, abzubauen. Der Schritt weg von der reinen PV-Optimierung hin zur "Gesamt-Stromangebot"-Optimierung wird dann kein großer mehr sein.

Bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen!

Sonnige Grüße

PS: @Mods: Falls "Energiepolitik" das falsche Board ist, gerne verschieben. "PV-News" fand ich unpassend (obwohl dort auch der "Eigenverbrauch schädlich und teuer"-Thread ist) und "Sonstiges" war mir jetzt zu unprominent ;-)
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon energyturnaround » 14.02.2012, 21:41

Eine, wie ich finde interessante, Kritik zu Smart Grids von Eduard Heindl (der Herr mit dem Lageenergiespeicher):

energiespeicher.blogspot.com
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon darwin » 14.02.2012, 22:09

Hier stellt sich sofort die Frage, ob es nicht günstiger wäre, einige weitere Windkraftwerke aufzubauen, oder noch besser, Strom-Speicher einzusetzen.

Mhn, schlägt er etwa vor Windkraftwerke nach Lastbedarf ab- und zuschalten ? Das wäre eine Neuerung im EEG.
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon energyturnaround » 14.02.2012, 22:26

darwin hat geschrieben:Hier stellt sich sofort die Frage, ob es nicht günstiger wäre, einige weitere Windkraftwerke aufzubauen, oder noch besser, Strom-Speicher einzusetzen.


Das ist genau seine Schlussfolgerung.

Das ganze lohnt sich höchstens bei richtig großen Verbrauchern, die Wärme/Kälte speichern können. Aber das wäre dann ein sehr kleines Smart Grid. Aber jeder Privatmann? Ich glaube nicht.
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon CFAR » 14.02.2012, 22:52

Smart Grids fuer Endkunden ist doch voelliger Bloedsinn, da viel zu teuer. Welche Verbraucher kommen denn ueberhaupt in Frage? Bedingt der Kuehlschrank und das Gefrierteil, ansonsten nur ganz bedingt die Waschmaschine. Das sind am Tag deutlich weniger als 2 kWh pro Haushalt. Bei 40 Mio. Haushalten macht das am Tag 80 GWh. Bei 1600 GWh am Tag Verbauch waeren das 5%, die man flexibel verschieben koennte - nicht wirklich viel. Und die 5% sind schon an der oberen Grenze, denn beliebig kann die Kuehlung beim Kuehlschrank nicht verschoben werden und auch die Waschmaschine nicht. Dafuer zahlt man aber eine Menge fuer die Steuerung. Dabei erreicht man fast das gleiche Ergebnis mit einer 10 Euro Zeitschaltuhr fuer den Kuehlschrank und einer Zeitschaltung bei der Waschmaschine, die ich sowieso habe, weil es mir nciht egal ist, wann das Ding laeuft.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon open source energy » 14.02.2012, 23:07

Genau, man sollte zu aller erst mal anfangen große Verbraucher zu steuern, Kühlhäuser etc, die eben auch Last aufnehmen können. Eine Waschmaschine hingegen wird hier nicht den Kohl fett machen.
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon bskf » 15.02.2012, 02:16

Hallo zusammen,

der Mix macht's!

Wenn die Energiewende erfolgreich sein soll brauchen wir:
a) Überkapazitäten bei den EEs (und leider auch Abschaltungen bei Überproduktion)
b) Speicher
c) Ausbau stromgeführte KWKs
d) Verbrauchssteuerung bei den Großen
e) Verbrauchssteuerung bei den Kleinen.

Zu a), b) und c) wurde bereits mehr als genug geschrieben.
Zu d) siehe u.a. diesen exzellenten Beitrag von User GAST
zu e) gibt es das erfolgreiche Modellprojekt Mannheim, quasi seit Inbetriebnahme von Stromnetzen den HT/NT-Tarif und neue Tarife wie Gezeitenstrom

Es geht also nicht um entweder dieses oder jenes sondern den richtigen Mix. Und in diesem Kontext wird unterschätzt, dass die "die Großen" hier bereits erheblich Potentiale zur Verbrauchssteuerung nutzen! Kaum ein Kühlhaus, das nicht zumindest schon über Optimierung zum Strombezug nachgedacht hat.

Bleiben uns also noch die Möglichkeiten, die Anreize zur Verbrauchsflexibilisierung zu erhöhen oder die "Mittleren" und die "Kleinen" endlich an den Optimierungsmöglichkeiten teilhaben zu lassen. Dank Smart Meter technisch kein Problem mehr, wenn man nur wollte.

In seinem Blogbeitrag hat Heindl im Übrigen mindestens zwei Aspekte nicht beachtet:

Fehler 1:
Auch wenn durch die Verschiebung von privatem Verbrauch nur 10% der Lastspitzen gekappt würden, wären dies ein Riesenerfolg und würde erheblich Kosten einsparen, auf jeden Fall mehr als 10% bezogen auf das Gesamtsystem. Schließlich ist das letzte Prozent der Kapazitätsbereitstellung immer das Teuerste.

Fehler 2:
Heindl differenziert zwischen Leistungs- und Arbeitspreis. Eine angepasste Nutzung der Bereitstellung kann aber auch zu einer Entlastung der Netze führen und somit langfristig zu einer Entlastung auf der Grund- bzw. Leistungspreisebene.

Ich halte ja seine Speicheridee für innovativ, aber bei so einem Beitrag kommt mir der Gedanke, ob er die Felle für seinen Granitspeicher davon schwimmen sieht?!

Grüße

bskf
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon bimon » 15.02.2012, 11:04

Das Gezeitenstrom-Modell funktioniert ja ohne zusätzliche Technik. Erstens kommt das dem privaten Verbrauch entgegen(tagsüber kaum daheim - wird sich durch Ganztagsschulen, längere Arbeitszeiten noch verstärken) und für weiteres gibt es dann die billigen Zeitschaltuhren. Weiterhin lassen sich wie schon mehrfach erwähnt im privaten nur wenige Verbraucher flexibilisieren. Und diese Verbraucher(Kühlschrank, Waschmaschine etc.) brauchen zum Glück immer weniger Strom und verlieren an Anteil.

10% Lastspitzen, die durch geregelten privaten Verbrauch kompensiert werden, sind ja auch kaum realisierbar, wenn man sich die Verbrauchsprofile anschaut. Da liegen die größen Verbräuche schon jetzt außerhalb der Spitzelastzeit. Hinzu kommt, dass ein Großteil des Verbrauchs auf das Wochenende fällt und mit dem Preismodell(Sa/So 16 Cent) harmoniert.

Sollten die Preise am Mittag kippen(was mit steigendem PV-Anteil wahrscheinlich wird), kann man sich über private Speicher Gedanken machen. Aber dafür braucht abseits des Speichers nicht jedes Gerät eine entsprechende Ansteuerung.

Die aktuellen Smart Grid/Smart Home-Geschichten sind für den privaten Haushalt auch bei deutlich steigenden Stromkosten zumindest mittelfristig nur für die Versorger vorteilhaft und füllen dessen Kassen. Für geschäftliche Bereiche, um die es in diesem Thread ja eigentlich nicht geht, sehe ich da auch Potential, keine Frage.
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon erwin333 » 08.03.2012, 19:33

Hi bin neu hier und hab ebenfalls intresse an einer Miniphotovoltahikanlagen
Ich hab bereits meinen Netzbetreiber (Eon) die Grünen (meine Letzte hoffnung) angemailt
bezüglich der Legalität solcher Hausnetzabschlüsse die ja bekanntlichermassen in den Niederlanden ,
Österreich und der schweiz soweit ich weiss volkommen unproblematisch sind.hier nur mal einenauszug meiner
Anfrage an die Grünen

Photovoltaikanlagen ,Minikraftwerke für Eigennutzung des selbsterzeugen und selbsverbrauchten Stromes,wie sie in den Niederlanden,Österreich und der Schweiz z.b. möglich sind werden von den Netzbetreibern nicht zugelassen da keine gesetzliche regelung vorhanden ist.Obwohl sie sich mittlerweile wirtschaftlich rechnen,(ohne staatliche förderung und den ganzen schnickschnack drumherum ),Selbs erzeugen selbst verbrauchen im eigenen Hausstromnetz und das völlig unproblematisch.Dafür solltet Ihr euch mal einsetzen,das soetwas möglich wird .Es gibt schon etliche Foren im I-Net die sich damit befassen ob es rechtlich i.o. ist sich diese kleinkraftzwerge an der balkonbrüstung ober im garten dem garagendach angebracht werden und betrieben werden dürfen.
Es gibt mittlerweile mehrere Anbieter dieser Anlagen und ich möchte keine Werbung dafür machen , aber nur mal hier als Beisbiel die Anlage von Gp-Joule Minijoule.Anlage Rechnet sich (Ohne staatlicher förderung ) in zb.Holland nach ca.6Jahren
in Old germany nach ca.8 bis 9 Jahren.Es besteht also die Frage ob die Netzbetreiber diese Minianlagen die prinzipiell nur den Grundenergieverbrauch senken nicht automatisch genehmigen sollten wenn die Anlage von einem kompetenten Elektromeister angeschlossen und in betrieb genommen werden? Meine Frage habt Ihr in dieser Richtung schon etwas als z.b. in planung .Es gibt schon ettliche dieser Anlagen die wie schon geschrieben in den Niederlanden ,Österreich usw. Strom liefern ,nur nicht bei Uns man befindet sich auf unsicheren Terrain wenn man hier eine Solaranlage füer den eigenverbrauch an das Stromnetz anschliest.
Ps.

Übrigens sind die Preise zumindest von einen Hersteller oder Vertreiber noch weiter gesenk worden
wobei sich so eine Alage aus meiner sicht zumindest füer mich noch lohnt (bunn 55 Jahre alt :-)
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Re: Smart Grid / Smart Home / Eigenverbrauch

Beitragvon Ralf Hofmann » 09.03.2012, 09:24

Hallo,

CFAR hat geschrieben:Smart Grids fuer Endkunden ist doch voelliger Bloedsinn, da viel zu teuer.


wieso? Die sind jetzt noch zu teuer.
Wenn so ein System zu jeder kleinen PV-Anlage dazukommt sind das hunderttausende.
Dann sinkt der Preis rapide.

CFAR hat geschrieben:Welche Verbraucher kommen denn ueberhaupt in Frage? Bedingt der Kuehlschrank und das Gefrierteil, ansonsten nur ganz bedingt die Waschmaschine. Das sind am Tag deutlich weniger als 2 kWh pro Haushalt.


Das ist falsch. Die Grundlast im Haushalt liegt locker zwischen 0,5 und 1 kw.
Die Heizungspumpen machen dabei den Löwenanteil in der meisten Zeit des Jahres.
Sind locker 6 kwh täglich, die sich`s zu puffern lohnt.

Bei uns liegt die Grundlast bei 3 Haushalten in einem Gebäude bei ca. 1,5 kw.
Ein Speichersystem, dass 20 - 50 kwh für die Nacht puffern kann, braucht auch keine große Batterie.

Ich bin absolut sicher, da kommt in den nächsten 2 Jahren genau für diesen Anwendungsbereich eine Menge auf uns zu für kleines Geld.
MfG
Ralf Hofmann

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