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von Spekulatius » 18.11.2011, 15:21
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 56076.htmlWenn an den AKW-Standorten 10 GW an GuD-Kapa entstehen wäre das doch eine super Sache für den Ausbau der EEs ! Was sagen die Experten? Welche Anreize bräuchten wir, damit an den Standorten die Entscheidung gegen Kohle und für Gas ausfällt? Zertifikate in höhe von €50/Tonne würden es richten, aber das hamma nun mal nicht... Der Spekulatius 
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von Boelckmoeller3 » 18.11.2011, 15:40
Hallo Spekulatius
Gas an sich ist auch noch keine super Sache für die CO²-Bilanz, höchstens eine leichte Verbesserung,dann sollte das Alles noch gekoppelt werden mit Fernwärmelieferung, oder möchtest du das Alles mit Biogas stemmen ? Dezentrale Kleinkraftwerke wie BHKW betrieben mit Biomasse sind eine mögliche Lösung. Rösler macht doch nur wieder Lobby-Politik.
Viele Grüße:
Klaus
"Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
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von open source energy » 18.11.2011, 15:49
Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo Spekulatius
Gas an sich ist auch noch keine super Sache für die CO²-Bilanz, höchstens eine leichte Verbesserung,dann sollte das Alles noch gekoppelt werden mit Fernwärmelieferung, oder möchtest du das Alles mit Biogas stemmen ? Dezentrale Kleinkraftwerke wie BHKW betrieben mit Biomasse sind eine mögliche Lösung. Rösler macht doch nur wieder Lobby-Politik.
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von Spekulatius » 18.11.2011, 15:53
BHKW auf Biomasse wäre in der CO2-Bilanz besser. Jedoch sehe ich den Bau von 10 GWp an Gaskraftwerken als viel praktischer und realitätsnaher an. Selbsverständlich sollen die nicht on top auf den gegenwärtigen Kraftwerkspark kommen. Der Clou wäre für diese 10GWp an GuD-Kapa in gleicher Höhe Braun- und Steinkohlekraftwerke abzuschalten. Wir würden mit dieser Umstrukturierung des Kraftwerkparks riesige Mengen an CO2 einsparen und gleichzeitig auch einen riesigen Spielraum für den Ausbau der EEs schaffen. Und es wäre zudem bezahlbar (Einspeisepunkte vorhanden, CAPEX der GuD-Kraftwerke ist niedrig) Der Spekulatius 
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von Boelckmoeller3 » 18.11.2011, 16:11
Ich denke du verkennst dabei die wirtschaftlichen Interessen der großen 4, die würden das garantiert dann nur mit abermals kräftigen Preiserhöhungen für die Verbraucher machen. Bei den EE schreit man immer wenns was kostet, beim Gas nicht ? Das Billigste im Einkauf ist nun mal für die Kohle möglichst noch oberirdisch abzubaggern und direkt in den Schlot.... Oder AKW wo die Folgekosten auf die nächsten Generationen verschoben werden. Eine Hypothek schonmal für die Kinder aufnehmen... Und für die CO²-Reduktion tust du, wie schon geschrieben, mit Gaskraftwerken nicht wirklich etwas.
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von nautica » 18.11.2011, 16:20
Was ist mit dem notwendigen Ausbau der Gasanschlüssen an den Standorten ? (vielleicht notwendig) Die Standorte der KKW können genauso auch mit Forschungsprojekten für Speicherung, Netzstabilisierung in Overlaynetzen, Windgas/H2 Erzeugung etc. benutzt werden Die nötigen Erzeugungskapazitäten werden noch näher am Verbrauch gebaut zusammen mit Fernwärme - zB: Karlsruhe hat scheinbar ein paar Lücken und baut aus ( siehe Karte) 
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von PV-Berlin » 18.11.2011, 16:43
Im Augenblick scheint nur der Zubau von GuD sinnvoll zu sein, alle anderen Lösungen sind entweder viel zu teuer oder verschlechtern die CO² Bilanz. GuD. rechnen sich erst bei ca. 4.000 Betriebsstunden plus p.A. Nimmt man WKA und PV zusammen, denken die ja grade mal etwa 2.000 h ab. Da speziell die PV in der Nacht fehlt, aber der Strombedarf auch in der Nacht geringer ist, sollte ein rentabler Betrieb der GuD möglich sein, wenn nicht KKW, Braunkohle und zum Teil Steinkohle den Platz an der Sonne blockieren. Um die Kosten trotzdem für die kWh nicht exorbitant steigen zu lassen, muss man an der Stellschraube Finanzierungen drehen. Deshalb wäre es auch die blödsinnigste Idee nun ausgerechnet ausländischen Investoren das zu überlassen.
1. Deren Rendite-Vorstellungen sind ungleich höher als die "unserer" Investoren 2. Auch Zinsen sind eine von Art Wertschöpfung
Die nationale Energiestrategie muss o.g Punkte im Auge haben, daher gibt es fast nur eine Möglichkeit, um die GuD haben zu können. Die BRD muss über die KfW die GuD finanzieren und die Betreibergesellschaften (sowas kann der Staat ja nicht) müssen ähnlich wie in den USA Renditegesteuert werden. Ein noch elegante Lösung wäre es, dies über die Versicherungswirtschaft darzustellen, dazu bräuchte es sozusagen nur einem Ranking AAA. Alleine der Nettomittelzufluss aus Lebensversicherungen beläuft sich auf ca. 80 Mrd. € p.A. die Zur Zeit kaum vernünftige und sichere Anlage finden.
Es ist ein grundsätzliches Problem, dass Infrastruktur (Transportwege, Netze aller Art und auch große Bauwerke) auf Ebene einer Kapitalgesellschaft (AG) kaum noch darstellbar sind, weil volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen und die sehr hohen Renditeerwartungen nicht zusammen gehen können. (aktuell Berliner Flughafen)
Geld ist das einzige Problem was D. nun ausgerechnet nicht hat. Solche Pipifax Summen klingen nur in den Medien nach viel Geld. In Anbetracht des Demograpischen Wandels, ist es auch aus Sicht des zukünftigen BIP effektiver jetzt das Thema Umstieg anzugehen, als die Kosten nach 2030 in die Höhe zu treiben, denn dann wird es verdammt schwer das BIP noch zu steigern, da dann die Babyboomer Generation aus dem Arbeitsleben scheidet.
Das gesamte Thema Umstieg zu den EE, ist aus Sicht unseres BIP mehr als entspannt nur aus dem Zuwachs (wenige % Punkte davon) abzubilden. Mal abgesehen, von der sehr hohen Sparquote in D. die für XX Umstieg reichen würde. Nicht umsonst ist die PV explodiert, weil die in der Spitze ca. 16 Mrd. € in einem Jahr gar kein Geld ist.
Begleiten kann man o.g. Maßnahmen auch mit einer 100% Ausweitung der CO² Kosten auf jeglichen Verbrauch von fossilen Brennstoffen, dass sollte helfen, den Gesamtverbrauch von i.d. Falle Erdgas (alle Import in Summe) im Griff zu behalten. Es ist z.B. überhaupt nicht zu erklären, dass Wärme u.ä. CO² Emissionen subventioniert werden. Auch ein steiger Anstieg der Treibstoffkosten durch Steuern, sollte zielführend sein. Importe in welcher Form auch immer (Strom, Waren, Transport usw.) kann man grundsätzlich auch mit einer CO²Abgabe belegen. Am anderen Ende ist der Faktor Arbeit zu entlasten. *Verwerfungen und Verlagerungen zu vermeiden
Bei der ganzen CO² Diskussion ist es im Grunde vollkommen gleichgültig, ob wir an den Klimawandel glauben oder nicht, Fakt ist, Energie wird immer teurer und kostet uns Exporterlöse. Hier gilt, die Mächtigen und Reichen von Morgen werden die Sparfüchse von Heute sein. Wir müssen, wenn wir es schlau anstellen, keine Kriege führen &/ gigantisch teure Armeen vorhalten und/ oder Länder über den Tisch ziehen und können die Software und Hardware am Ende auch noch gut verkaufen. Das entspricht viel eher dem Geschäftsmodell Deutschland, als sich mit dem Zaren ins Bett zu legen und/oder weiter abzuwarten und zu träumen, dass die fossilen Energien relativ billig bleiben werden.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Spekulatius » 18.11.2011, 16:51
Boelckmoeller3 hat geschrieben:Ich denke du verkennst dabei die wirtschaftlichen Interessen der großen 4, die würden das garantiert dann nur mit abermals kräftigen Preiserhöhungen für die Verbraucher machen. Bei den EE schreit man immer wenns was kostet, beim Gas nicht ? Das Billigste im Einkauf ist nun mal für die Kohle möglichst noch oberirdisch abzubaggern und direkt in den Schlot.... Oder AKW wo die Folgekosten auf die nächsten Generationen verschoben werden. Eine Hypothek schonmal für die Kinder aufnehmen... Und für die CO²-Reduktion tust du, wie schon geschrieben, mit Gaskraftwerken nicht wirklich etwas.
Ich muss Dir leider Gottes eine Wissenslücke bescheinigen: Erstmal zum CO2-Ausstoss: Steinkohle-import-Kraftwerk: 949 g pro kwh Braunkohle-Kraftwerk: 1153 g pro kwh Erdgas-GuD-Kraftwerk: 428 g pro kwh http://www.co2-emissionen-vergleichen.d ... ugung.htmlGas spart schon ohne KWK mehr als die hälfte der Emissionen ein, mit KWK ist die Bilanz noch besser. Ich kenne mich mit dem Betrieb der BHKWs nicht aus, aber ich kann mir gut vorstellen dass viele Leute kein Kraftwerk im Keller haben wollen (Betriebs- und Wartungsaufwand). Klar werden sich die G4 auch gegen Gas mit Händen und Füssen wehren (da es die Eintrittstür für die EE ist), aber es entscheidet nunmal das Volk, und wir haben zum Glück einen Konsens für einen starken Ausbau der EEs. Der Spekulatius 
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von GAST » 18.11.2011, 16:57
open source energy hat geschrieben:Boelckmoeller3 hat geschrieben:Hallo Spekulatius
Gas an sich ist auch noch keine super Sache für die CO²-Bilanz, höchstens eine leichte Verbesserung,dann sollte das Alles noch gekoppelt werden mit Fernwärmelieferung, oder möchtest du das Alles mit Biogas stemmen ? Dezentrale Kleinkraftwerke wie BHKW betrieben mit Biomasse sind eine mögliche Lösung. Rösler macht doch nur wieder Lobby-Politik.
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Hallo, ganz so schlecht ist die CO2 Bilanz von GuD nun auch nicht das man diese selbst als große Einheit von 400-600 MWel baut*Im Gegensatz zu Kohle, es wird weniger als die Hälfte CO2 durch GuD ohne KWK freigesetzt wie durch Steinkohle ohne KWK... Ansonsten wäre es ja eine tolle Sache wenn man entlich die Biogasanlagen nicht als GrundlastKW sondern entweder zur Erzeugung von Biogas fürs Erdgasnetz oder als reine Regellasterzeuger mit entsprechenden Vergütungen nutzen würde!! Genauso ist es auch sinnvoll die vorhandenen Netzknotenpunkte im Bereich der AKW und evtl. noch andere Infrastruktur zu nutzen statt diese an anderen Orten auf der grünen Wiese komplett neu zu errichten. Wobei mMn. die GuD als KWK im Bereich der industriellen Wärmegroßverbraucher ( z.b. Chemiewerke wie geplant im Chempark Leverkusen und Uerdingen) natürlich wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnten. Kohle ist meiner Einschätzung nach nicht mehr "Salonfähig", es sei denn man schafft es eine Zeche über 2018 hinaus zu betreiben und diese Kohle in einem neuen KWK Steinkohlekraftwerk zu verfeuern...dann würden sich evtl. nicht genug Bürger für Gegendemos und Bürgerinitiativen finden und so doch ein neues KW ermöglichen. Gruß Jörg
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler EE-Strom kostet uns aktuell etwa 1/5 (20%) des Stompreises liefert dafür 1/4 (25%) der gesammten benötigten Strommenge!!Daheimhttp://www.solarbetreiber.de/
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