Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten errichten

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Re: Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten erricht

Beitragvon Chiemseer75 » 19.11.2011, 11:47

Wärmepumpen sind an sich ja eine tolle Sache nur meiner Meinung nach passen Sie nicht sehr gut zu den erneuerbaren Energien.
Denn Aufgrund der Erneuerbaren werden wir an Wind-und Sonnenarmen Wintertagen eher einen Strommangel haben als einen Überschuss!
Was passiert dann, die Häuser haben genau zu dieser Zeit einen erhöhten Wärmebedarf und die Wärmepumpe muss anspringen >>> jetzt geht das Stromnetz völlig in die Knie!!
Während an warmen Sommertagen mit zuviel Strom im Netz die Wärmepume sicher nicht benötigt wird, denn da ist es um ein vielfaches effektiver Solarkollektoren zu verwenden und heizen wird da auch niemand!!
Ich finde die Idee Stromüberschüsse aus den EE in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und diese bei Bedarf wieder in Strom rückzuwandeln besser da hier bereits riesige Speicher vorhanden sind z.B. Erdgasnetz .
Desweiteren würde ich aufhören das Biogas just in Time zu verstromen, sondern dieses bedarfsgerecht zu machen oder sogar das Gas ins Erdgasnetz einzuspeisen und es in Kraft-Wärmekopplungsanlagen zusammen mit Erdgas Bedarfsgerecht zu verstromen!!
Biogasanlagen, welche ihre Abwärme in die Luft blasen sind doch absolute Verschwendung!!! :?:
Liebe Grüße
Chiemseer75

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Re: Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten erricht

Beitragvon irgendwer » 19.11.2011, 12:32

Denn Aufgrund der Erneuerbaren werden wir an Wind-und Sonnenarmen Wintertagen eher einen Strommangel haben als einen Überschuss!

Womit sich dann GuD wieder besser rechnen würden.

Ich finde die Idee Stromüberschüsse aus den EE in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und diese bei Bedarf wieder in Strom rückzuwandeln besser da hier bereits riesige Speicher vorhanden sind z.B. Erdgasnetz .

Wobei dann immer noch nicht geheizt wurde:
Es ist wesentlich teurer alte, ineffiziente fossile Heizungen indirekt mit hypothetischem EE-Gas zu betreiben, als bereits kommerziell erhältliche Wärmepumpen direkt mit EE-Strom zu betreiben.

Es wäre sinnlos, das Netz auf 100% EE umzustellen und gleichzeitig die alten fossilen Heizungen weiterzubetreiben. Wenn man das eine tut, muss man auch das andere tun oder sonst grad sein lassen.

denn da ist es um ein vielfaches effektiver Solarkollektoren zu verwenden

Die brauchen allerdings einen grösseren Speicher und überschüssiger PV-Strom muss anderweitig gespeichert werden -> höhere Kosten.
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Re: Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten erricht

Beitragvon CFAR » 19.11.2011, 15:14

Mini-BHKW sind an sich eine tolle Sache, aber nur, wenn sie wärmegesteuert werden und nicht stromgesteuert. Das ganze könnte so laufen: BHKW in Mehrfamilienhäusern installieren und damit die Warmwassergewinnung und die Heizung im Winter betreiben. etwa 10 % der Leistung sind Verluste, ca. 25% Strom (je nach Technologie), der Rest nutzbare Wärme. Damit würde genau dann ausreichend viel Strom erzeugt werden, wenn man per PV wenig erzeugt. Zum vergleich die Größenverhältnisse: Im Altbau sind 100 kWh/m²*a Heizwärme nix (hat jemand Zahlen vom Bestand der Mehrfamilienhäuser?), aber nehmen wir einfach mal diesen Wert, um überhaupt was zu betrachten. Bei 40 m² pro Person sind das 4000 kWh Heizwärme im Jahr + 1000 kWh Warmwasser im Vergleich zu 1000 kWh Stromverbrauch. Bei 5000 kWh Heizwärme dürften rund 2000 kWh Strom anfallen, man könnte also in diesem Fall noch stärker auf Wärmeerzeugung setzen. Aber in Summe genügend Strom, um sogar noch verkaufen zu können. Wo ist der Haken bei Gaspreisen von 6 Ct/kWh?
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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Re: Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten erricht

Beitragvon PV-Berlin » 20.11.2011, 12:44

Der Haken ist bei den realen Kosten eines KWK zu finden. Man muss ja nicht nur das KWK selbst bezahlen, sondern auch die Implementierung und den Speicher. ca. 700 kWh je m2 beim Geschosswohnungsbestand sind relativ realistisch. Da viele der Wohnungsgesellschaften schon Heute eher unwirtschaftlich arbeiten und eher dazu neigen, die Betriebskosten als reine Durchlaufkosten zu sehen, sehe ich nicht, welche Motive die haben sollten, solch relativ große Investitionen ans Bein zu binden. Die Wärmedämmung z.B. kann man ja umlegen, ansonsten würde das auch keiner anfassen.

Dazu kommt, dass die Verschuldungsquote relativ hoch ist, viele meinen, die überteuerten Zukäufe (< 4% p.A. netto Mieterträge nach Kosten) der letzten Jahre mit Hilfe von viel Fremdkapital heben zu können, das ja im Moment relativ billig zu haben ist. Leider kommt das dicke Ende recht bald, wenn die Mieten kaum noch zu steigern sein werden und die Kreditbedingungen sich wieder eintrüben, fällt das Kartenhaus schnell zusammen.

Teilweise werden in diesem Jahr Preise (weniger als 2% vor Kosten) bezahlt, das sind Anzeichen einer Blase am Immobilienmarkt. Seit Ende 2009 konnte ich keinen Kauf mehr realisieren.

*Kosten= Verwaltung, Instandsetzungsrücklage etc.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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