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von Elektron » 05.11.2011, 22:40
Auszug aus http://wiki.piratenpartei.de/AG_Ausstie ... ria#FaktenDie Ausstiegskritische Nuklearia ist eine lose Vereinigung von Piraten, die den Ausstieg aus der Kernenergie (»Atomausstieg«) kritisch sehen und die Energieerzeugung mithilfe von Kernspaltung unter gewissen Randbedingungen für eine sinnvolle Option halten. Der Atomausstieg führt zu einem massiven Ausbau fossiler Kraftwerke (Kohle, Gas, Öl), was wir uns wegen des bereits in Gang gekommenen Klimawandels keinesfalls leisten können. Der Atomausstieg macht Deutschland zu einem Stromnettoimporteur. Aktuelle Zahlen dazu und ggf. weitere Informationen gibt es beim Statistischen Bundesamt: Tabelle Ein- und Ausfuhr von Elektrizität. Weitere Informationen im Bereich Energie Andere europäische Staaten wie Rußland, Litauen oder Tschechien sehen hier Marktchancen und bauen die eigenen Kernkraftwerkskapazitäten deutlich aus. Russischer Stromexporteur lockt mit Atomstrom, Handelsblatt, 2011-11-04 Lithuania Wins on Germany’s Nuclear Exit With Hitachi Offer, Bloomberg, 2011-07-15 Czechs Wedded to Nuclear Boost Utility CEZ as Germany’s Atomic Age Wanes, Bloomberg, 2011-04-20 Der Weltenergiebedarf läßt sich auf absehbare Zeit nicht allein durch Erneuerbare Energien decken. Auch ist es in kleinen, dicht besiedelten Ländern wie Deutschland praktisch kaum möglich, die Energieversorgung aus Erneuerbaren ohne Zuleitung aus dem Ausland zu decken. Im Vergleich mit den fossilen Energieträgern verursachen Kernkraftwerke bedeutend weniger Schäden an Mensch und Umwelt. Im Gegensatz zu dem verunglückten Reaktor in Chernobyl verfügen die in Deutschland zugelassen Leichtwasserreaktoren alle über negative Dampfblasenkoeffizienten, was bedeutet, dass die Reaktionsrate bei Erhitzung abnimmt, das System somit selbstregulierend ist. Es existieren realistische, in naher Zukunft umsetzbare Pläne für inhärent sichere Reaktoren, bei denen die Kernschmelze aufgrund der zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien unmöglich ist. Der von Kernkraftwerken erzeugte Abfall ist zwar ein gewisses Problem, aber ein kleines, da die Materialströme, die hinein und wieder heraus fließen, im Vergleich mit der sonstigen Industrie und den von dieser erzeugten Gift- und Abfallstoffen sehr gering sind. Auch existieren plausible Entwürfe von Reaktoren, die den Abfall unter Energiegewinn in kurzlebigere Nuklide transmutieren können. Für große Ozeanschiffe gibt es außer der Kernenergie kaum eine andere Möglichkeit, sie ohne Fossilbrennstoffnutzung anzutreiben. Auch für Raumfahrzeuge stellen kerntechnische Antriebe eine interessante Option dar.
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von Energiemanager » 05.11.2011, 22:49
hä? ist das ein Scherz?
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von Herrvolt » 05.11.2011, 22:49
Selbst wenn diese Aussage stimmen würde. Die Kernenergie hat in diesem Land keine Chance mehr. Keine Regierung wird jemals eine Mehrheit bekommen, dazu sind die Menschen wohl inzwischen zu weit aufgeklärt. Einziges Problem: Der Strompreis muss bezahlbar bleiben. Da sehe ich auf Dauer ein Risiko.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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von Farmjanny » 05.11.2011, 22:50
Auch ist es in kleinen, dicht besiedelten Ländern wie Deutschland praktisch kaum möglich, Ausweichflächen bereitzustellen, wenn es mal schmilzt oder strahlt. Unfassbar sowas!
Grüße von der Küste Farmjanny
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von user4711 » 05.11.2011, 23:02
Das Ende vom Lied der wiederkehrenden Atomkraft ist wohl erst dann ausgeträumt, wenn die Träumer die Atom-Kraft an Leib und Leben gespürt haben. 
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von smoker59 » 05.11.2011, 23:06
Energiemanager hat geschrieben:hä? ist das ein Scherz?
Na klar ist das ein Scherz! Schaut doch mal auf den link ganz unten auf der Originalseite! http://www.heise.de/tp/artikel/34/34347/1.html (Ich les da was von" wir bauen uns ein Atomkraftwerk....Loriot  Opa Hoppenstedt  ) Wenn`s kein Scherz wäre, dann hätte sich die Piratenpartei m.E. damit aus dem politischen Leben in Deutschland verabschiedet. mit freundlichem Gruß smoker59
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von Atavism » 05.11.2011, 23:09
Weil es also 4 Leute in der Piratenpartei gibt die Kernenergie wollen, ist dies gleich eine Position der gesamten Partei. Wow, so wenig Medienkompetenz hätte ich hier jetzt nicht erwartet... Die offizielle Position der Partei ist: Die Piratenpartei Deutschland lehnt die Stromerzeugung durch Kernspaltung ab. https://wiki.piratenpartei.de/Atomausst ... er_Anlagen
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von energyturnaround » 06.11.2011, 01:22
Ich warne davor in Beißreflexe zu verfallen. Die Kernkraft hat in Deutschland gesellschaftlich keine Chance, allein die Deutschen sind schon so kritisch, manche klagen sogar über PV-Anlagen, also wie sollen die jemals ohne Bürgerkrieg ein KKW irgendwo hinbauen?
Aber theoretisch haben sie auch Recht. Es wäre möglich unschmelzbare KKWs zu bauen, es wäre möglich den Müll zu minimieren, es wäre wahrscheinlich möglich die kWh billiger herzustellen, es wäre möglich Strom bedarfgerecht und extrem CO2-arm herzustellen.
Aber: Atomkraft ist prinzipiell gefährlich und sobald der Mensch (Bedienungsfehler) und die Politik(fehlende Kontrolle) hinzukommen ist theoretisch sicher auch praktisch unsicher. Außerdem sind die enormen Investitionssummen und die Jahrzehnte an Planung und Bau Minuspunkte hinsichtlich Monopolstellung und Finanzierung. Proliferation/Terrorismus sind gewisse Nebenwirkungen. Rohstoffbeschaffung bzw Versorgungssicherheit ist sicherlich auch ein Problem, gerade wenns zu einem weltweitem Revival der KK kommen sollte. Außerdem auch das mittlerweile bekannte Problem "To big to fail": Misswirtschaft in einem Unternehmen, nennen wir es Tepco, führt dazu dass der Staat einspringen muss, wenn nicht die Lichter ausgehen sollen; KKW werden idR ja nur von großen Konzernen betrieben.
Wenn alles passt ist KK wahrscheinlich billiger als Wind und PV in Deutschland, aber da muss bei so einem komplexen Thema auch alles passen. Wann tut es das schon? Vom wissenschaftlichen Standpunkt megainteressant, aber wenn Mensch, Politik, Mono/Oligopole, (Versorgungs)unsicherheit usw hinzukommt nicht mehr wirklich.
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von smoker59 » 06.11.2011, 01:34
energyturnaround hat geschrieben:
Wenn alles passt ist KK wahrscheinlich billiger als Wind und PV in Deutschland, aber da muss bei so einem komplexen Thema auch alles passen.
Aber auch nur, wenn man die Kosten für (richtige und sichere) Entsorgung und Rückbau alter Anlagen ausser acht lässt! Das Thema ist ja noch lange nicht vernünftig gelöst (und wird es wohl auch nie). Egal was kommt, für diese Punkte wird der Steuerzahler noch über viele Generationen bluten müssen. mit freundlichem Gruß smoker59
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von user4711 » 06.11.2011, 01:35
energyturnaround hat geschrieben:Wenn alles passt ist KK wahrscheinlich billiger als Wind und PV in Deutschland, aber da muss bei so einem komplexen Thema auch alles passen. Wann tut es das schon? Vom wissenschaftlichen Standpunkt megainteressant, aber wenn Mensch, Politik, Mono/Oligopole, (Versorgungs)unsicherheit usw hinzukommt nicht mehr wirklich.
Die Kernkraft war und wird nie billiger sein als alternative Energien, Die Denke AKW sind billiger ist der Kunst der Betreiber zu verdanken, die es geschafft haben die Folgekosten der Allgemeinheit aufzubürden. Wozu macht ein Politiker das (Folgekosten der Allgemeinheit aufbürden)? Sehr bedeutende Frage und wichtige Antwort!
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