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von FeinerFug » 11.01.2012, 21:58
JayM hat geschrieben:Ich wollte nur mal Vorsicht bezüglich des Gerüchtes anmahnen, dass Ost/West Anlagen irgendwie wirtschaftlich zur besseren Morgen- und Abendversorgung beitragen. Das tun sie nur bei großer Dachneigung oder wenn man nur das eine oder andere fördert.
Sorry, aber das (von mir im Zitat hervorgehobene) ist doch Käse. Was macht es denn für einen Unterschied, ob ich bei Betreiber A eine Anlage mit 2x20kW auf einem Ost- und Westdach fördere oder bei A nur ein Ostdach mit 20kW und bei B nur ein Westdach mit 20kW. JayM hat geschrieben:Ansonsten ist es aus Sicht des Gesetzgebers / der Volkswirtschaft besser, Südanlagen zu fördern (und abzuregeln wenn wirklich mal zu viel Strom im Netz ist), die produzieren morgens und abends das Gleiche und mittags sehr viel mehr. Das ist nicht mehr so, wenn man die xx xxx kWh/kWp Förderung einführt. Jochen
Ja, prinzipiell wäre es natürlich volkswirtschaftlich sinnvoll, die besten Plätze für Anlagen am besten zu fördern. Aber das gilt nur so lange, wie die besten Plätze gleichmäßig über ganz D verteilt sind. Wenn wir aber auch in den dunklen Norden  Anlagen bringen wollen, müssen wir die eben auch rentabel machen, und deshalb vergleichbar fördern wie die tollen Südanlagen (wie meine  ) und das würde halt ein fester kWh-Satz einfach ermöglichen. Gruß, Andi
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von FeinerFug » 11.01.2012, 22:03
Was mir gerade noch einfällt: eigentlich müssten wir doch Ost- und West-Fassadenanlagen entsprechend fördern, damit die Erzeugungskurve morgens und abends angehoben würde, ohne Mittagsspitzen zu erzeugen. Aber im Moment passt die PV-Erzeugungskurve ja noch super zur Verbrauchskurve.
Gruß, Andi
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von energyturnaround » 11.01.2012, 22:37
Ich glaube nicht, dass es etwas bringt Ost- oder Westdächer speziell zu fördern. Man hat zwar bei einem Ost-Dach etwas mehr Morgenausbeute, aber dafür um so weniger Abendausbeute. Das heißt man müsste für jedes Ost-Dach auch ein West-Dach bauen, dann könnte man genauso gut ein Süddach nehmen, welches im Schnitt auch nicht schlechter ist als ein halbes Ost- und ein halbes West-Dach.
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von FeinerFug » 11.01.2012, 22:47
energyturnaround hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es etwas bringt Ost- oder Westdächer speziell zu fördern. Man hat zwar bei einem Ost-Dach etwas mehr Morgenausbeute, aber dafür um so weniger Abendausbeute. Das heißt man müsste für jedes Ost-Dach auch ein West-Dach bauen, dann könnte man genauso gut ein Süddach nehmen, welches im Schnitt auch nicht schlechter ist als ein halbes Ost- und ein halbes West-Dach.
Bei den Ost-/ und Westdächern geht es ja nicht darum mehr zu ernten, sondern darum die Tageskurve etwas flacher aber dafür breiter zu machen, damit eben morgens und abends mehr PV-Strom im Netz ist als wenn man nur Süddächer hätte. Der Effekt tritt aber natürlich nur bei steileren Dächern auf.
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von Weidemann » 11.01.2012, 22:49
von Extra-Förderung würde ich abraten. Aber umgekehrt: Wenn man die Förderung strikt zusammenstreicht, bleiben nur Süddächer in Süddeutschland rentabel, und das wäre unsinnig!
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von energyturnaround » 11.01.2012, 23:52
FeinerFug hat geschrieben:energyturnaround hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es etwas bringt Ost- oder Westdächer speziell zu fördern. Man hat zwar bei einem Ost-Dach etwas mehr Morgenausbeute, aber dafür um so weniger Abendausbeute. Das heißt man müsste für jedes Ost-Dach auch ein West-Dach bauen, dann könnte man genauso gut ein Süddach nehmen, welches im Schnitt auch nicht schlechter ist als ein halbes Ost- und ein halbes West-Dach.
Bei den Ost-/ und Westdächern geht es ja nicht darum mehr zu ernten, sondern darum die Tageskurve etwas flacher aber dafür breiter zu machen, damit eben morgens und abends mehr PV-Strom im Netz ist als wenn man nur Süddächer hätte. Der Effekt tritt aber natürlich nur bei steileren Dächern auf.
Wenn du wirklich gelesen hättest, was ich geschrieben habe, wäre das hier überflüssig.  Ostdächer machen die Morgenkurve etwas höher, sprich Tages- und Abendkurve flacher.  Klingt toll? Ahh! Da fehlt ja noch mehr Power am Abend! Also gleicher Trick nochmal...  Westdächer machen die Abendkurve etwas höher, sprich Tages- und Morgenkurve flacher.  Mmmh?! Blöd. Jetzt habe ich zur Hälfte eine besonders starke Abendkurve und eine besonders schwache Abendkurve. Das gleiche für die Morgenkurve. Jetzt heben sich beide Effekte mehr oder weniger auf und zusätzlich habe ich noch einen besonders schlechten Gesamt-Ertrag! Das hat sich ja gelohnt. 
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von JayM » 12.01.2012, 00:13
FeinerFug hat geschrieben:Sorry, aber das (von mir im Zitat hervorgehobene) ist doch Käse. Was macht es denn für einen Unterschied, ob ich bei Betreiber A eine Anlage mit 2x20kW auf einem Ost- und Westdach fördere oder bei A nur ein Ostdach mit 20kW und bei B nur ein Westdach mit 20kW.
Hallo Andi, ich meinte schon dass man dann in ganz Deutschland nur entweder nur Ost- oder nur Westanlagen besonders fördert. Wenn man sich im Sommer mal ein paar Tage transparency.eex Daten ansieht haben wir das größere Problem in der Abendzeit, wenn die Sonne untergeht und gleichzeitig die Leute nach Hause kommen und kochen. Von daher könnte eine spezielle Förderung von Westanlagen die PV Kurve leicht in den Abend verschieben und das Netz (geringfügig) entlasten. Fördert man beides bringt das morgens und abends herzlich wenig, wie hier ja auf verschiedene Weise schon erklärt wurde. Ich hab dazu auch eine Graphik gemacht, bekomme aber keine Dateien angehängt. Gruß Jochen
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von northcup » 12.01.2012, 06:39
energyturnaround hat geschrieben: Wenn du wirklich gelesen hättest, was ich geschrieben habe, wäre das hier überflüssig.
Ja, manN hat es nicht einfach im Leben. Aber die positiven Wirkungen von OST-WEST PV-Installationen werden u.a. von den Netzbetreibern selbst (!) hervorgehoben. Es haette u.a. netzentlastende Effekte. Und wenn manN einen Augenblick darueber nachdenkt, ist das durchaus nachvollziehbar. Fakt ist, dass morgens frueher und Abends laenger Energie ueber die PV-Anlagen eingespeist wird. Da dieser Effekt gewollt ist, sollte er entsprechend gefoerdert werden. Ich kann nicht sehen, wie sich daraus ein Problem stricken laesst. Es gibt keins ! Gruss, Klaus
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von solarfan10 » 12.01.2012, 10:41
Durch die Gesamtförderung von 15000 kWh werden Ost-West-Dächer sowieso wieder attraktiver. Ich sehe die auch nicht als Konkurrenz zu Südanlagen, eher als Ergänzung und Erweiterung der potentiell geeigneten Gebäudeflächen insgesamt.
Die Frage ist doch eher, ob es Volkswirtschaftlich sinnvoller ist, durch Förderung von Ost-/West-Dächern die PV-Produktionskurve besser an die Bedarfskurve anzupassen, was meiner Meinung nach bei einem weiteren Zubau der südausgerichteten Anlagen kaum ausreichen wird, um eine glatte Auslastung hinzubringen, oder ob man nicht stattdessen gleich in dezentrale Speicher investiert, die sowohl das PV-Produktionsprofilproblem als auch das Windenergieprofilproblem lösen können.
Das ist in meinen Augen auch ein wichtiges Argument für das OSEsche Modell, einen Speicherfonds einzurichten. Die damit zu erstellenden dezentralen Speicher wären ja universell einsetzbar.
Alternativ dazu müsste es für Speicherbesitzer im Hauskeller möglich sein, analog zu den Pumpspeicherbetreibern den Strom ohne die Abgabenlast zwischenspeichern zu können. Aber dazu ist vermutlich das Vertrauen in die EFH-Besitzer wegen der sich dann eröffnenden Missbrauchsmöglichkeiten zu gering. Also bleibt nur der Speicherfonds.
Jeder fängt mal klein an.
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von cephalotus » 12.01.2012, 11:19
Mühli hat geschrieben: Der Eigenverbrauch wird von manchem total überbewertet, so wahnsinnig viel ist das nicht. ... Wo da der dicke Vorteil liegen soll, ist mir nicht klar.
Der Eigenvebrauchsanteil liegt heute bei 23ct/kWh und STEIGT jährlich im Wert weiter an, das ist selbst bei 15% Eigenvebrauchsanteil schon signifikant. Außerdem will man doch Anreize schaffen, diese Quote zu erhöhen, z.B. über Speicher, E-Fahrzeuge oder elektrische Warmwasserbereitung. Wenn man diesen weg nicht gehen will kann man sich jede Disksusion zu grid parity auch komplett sparen. Wenn man eine "andere" Vergütung fordert, bin ich jedenfalls klar dafür, stärker zu staffeln, Anlagen unter 10kWp kosten deutlich mehr als 15-20kWp und Kleinanlagen werden wohl kaum in den Keller rasseln,
Über den Eigenvebrauch hats Du die beste denkbare Staffelung, die noch dazu für den Stromvebraucher weitgehend kostenneutral ausfällt. Warum soll ich als Stromvebraucher für Mini-PV Anlagen mehr bezahlen? Ich zahle ja für Mini-Windkraft oder Mini-KWK oder Mini-Biogasanlagen auch nicht mehr. Es ist unlogisch, ineffizienz zu fördern. dazu bleiben die Pauschalkosten einfach zu hoch. Anfahrt, Zählereinbau, Gerüst usw. werden in Zukunft eher teurer werden und das neue EEG fördert diese Anlagen schon zweimal nicht, siehe 70%-Regelung und sonstige Späße.
Wenn das so ist, un die Anfahrt + das Gestell so teuer sind, dass sich Mini-PV nicht rechnen, dann ist das eben keine Zukunftsfähige Technologie. Punkt. Ich sehe es anders herum. Man braucht für Mini-PV eben neue Konzepte, die preiswerter sind. z.B. ein 250W Solarmodul mit integriertem Wechselrichter, das ich ins Dach einhänge und dann auf 230V Ebene bis zu einer 5kW Anlage verschalten kann, indem ichs einfach zusammen stecke. da zahle ich einmal einen Basispreis für die Netzanbindung, datenlogger und die 230V Zufuhr und dann hänge ich mir im Dach eben die 250W PV Bausteine nach und nach ein, je nachdem, wieviel Geld ich ausgeben will. Alles fertig verkabelt, direkt per Spedietion gebracht und ohne großartige Zwischenhändler. Wer eine Satelittenantenne aufs dach bauen kann, kann sich auch ein solches Solarsystem drauf legen und einen 230V Stecker in eine Steckdoese zu stecken sollte die Leute auch noch hinbekommen. Kann sogar in Mietwohnungen funktionieren, einfach 1-2 solcher 250W Systeme an den Balkon anbringen und in die Steckdose stecken. Wenn das mit den kWp-Preisen anders wäre, hätte ich nicht unser (nicht so optimales) Ostdach belegt. Da der Tripower 15 aber kaum mehr als der Tripower 10 kostet...gabs den WR quasi gratis und es rentiert sich doch locker. Der Rest der Pauschalkosten blieb komplett unverändert, weder AC noch sonstiges waren aufwändiger.
Und Du willst, dass diese Anreize jetzt verschwinden sollen? Und wenn die "Experten" wie der planlose Krahwinkel 15cent Vergütung fordern, muss ich echt sagen: Realitätsfremd
Warum? Genausowenig wie diejenigen, die mit irgendwelchen Container-China-Pleite-Preisen rechnen. Ich kenne zumindest keinen Solarteur, der mir 5kWp mit Lieferung für 70 cent verkauft, zumindest nicht von Herstellern, die es morgen noch gibt.
Das Ziel ist ja nicht, den PV Markt bei 7GW pro Jahr zu stabilisieren, sondern im Schnitt auf 3GW/a zu kommen. Dazu wäre es prinzipiell aus energetsicsher Sicht auch akzeptabel, den Markt für 5 Jahre auf 1GW/a abzuwürgen. Im Interesse der Solarteure müsste man dann wohl eher 3GW/a anpeilen. Dazu muss PV WENIGER attraktiv werden, nicht gleich attraktiv bleiben. mfg
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
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