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von eggis » 23.07.2012, 18:08
Seltsame Blüten treibt die Energiewende. Durch die von Bayern angestoßene Diskussion um den Länderfinanzausgleich, stellt NRW´s Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Gegenrechnung auf. http://www.wn.de/NRW/Laenderfinanzausgl ... rn-zurueck„Es kann nicht sein, dass die Haushalte in NRW die Flut der Solaranlagen auf bayerischen Dächern fast alleine bezahlen müssen“
Ja, erst war´s nur der HartzIV Empänger aus Berlin, jetzt sind´s ganze Bundesländer, die bayrische Solaranlagen finanzieren. Die NRW-CDU hat auch schon reagiert und fordert einen höheren Beitrag NRW´s zur Energiewende, natürlich durch mehr Kohle und Gaskraftwerke. http://www.derwesten.de/nachrichten/nrw ... 08447.htmlVielleicht ist NRW auch noch nicht vorangekommen, weil EON und RWE zu viel Einfluss in die Politik haben. ...reine Spekulation. 
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von Mühli » 23.07.2012, 19:47
NRW hat doch viele Windkraftanlagen und auch PV, versteh ich nicht so ganz.
Selbst wenn, das können die Bayern schonnoch abdrücken, mit den letzten 10 Milliarden seit 2008 (Länderfinanzausgleich) könnte man verdammt viel PV finanzieren. Aber das wollen wir ja nicht, sonst gäbs gar keine grüne Wiese mehr.... Letztes Jahr warens 3,6 Milliarden Euro. Bei einem Durchschnittspreis von 30 Cent und 1000kWh/kWp, könnte man 12 Gigawatt PV finanzieren. Aktuell ist ~7GW installiert.
Und Gaskraftwerke können wir auch selber bauen, mag nur kein Investor, egal wo in BRD...wenn überhaupt, wären sie im Süden aber sinnvoller.
Gruß
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von win_solar » 23.07.2012, 20:11
Hallo eggis, als ich das heut morgen im Radio gehört hab, musste ich unwillkürlich mit dem Kopf schütteln. Von einer (auch von mir gewählten) rot-grünen Regierung hätte ich so eine Retourkutsche nicht erwartet, finde die Äusserung ehrlich gesagt auch ein bisschen peinlich. Vielleicht ja nur ein Sommerlochthema... Gruss Win
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von PV-Berlin » 24.07.2012, 09:15
Super Idee, sich auseinander zu dividieren zu wollen. Das bringt uns als Land wirklich nach vorne. Wie gut es uns mit dieser Strategie auf dem heutigen Grund ging, dürfte ja den allermeisten Absolventen unseres Bildungssystem bekannt sein.
Das wirkliche bedauerliche bzw. das wirklich erschreckende an diesen Meldungen ist, dass es Eliten sind, die hier vorne marschieren. Dass der kleine Angestellte in München mit seinen 3.500 brutto sauer ist (Länderfinanzausgleich) und der kleine Handwerksmeister in Bochum auch grade nicht begeistert (EEG Umlage) ist ja menschlich verständlich und nachzuvollziehen.
Wenn unsere Eliten noch nicht mal das kommunizieren können und für Akzeptanz werben, wie wollen sie denn dann, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren notwendigen Schritte angehen? *Europa & Afrika
Fremdschämen in einer ganz neuen Dimension.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von blacki » 09.08.2012, 01:40
Berlin ist das Problem nicht NRW oder Bayern, Berlin kassiert die ganze Kohle.  Aber das ist ein generelles Problem des Systems, vieles wird nur gemacht weil es gerade von irgend jemand bezuschusst wird, da geben Städte sinnlos Geld aus nur weill sie im Moment einen Zuschuss kassieren können. Es sollte ein System gebe welches die sparsamen belohnt z.B. In dem es 1 Jahr später die hälfte der nicht genutzten mittel ohne konkreten Verwendungszweck zur Verfügung stellt ! Grus blacki
Sry für die Rechtschreibung, das IPad ändert alles (falsch) :-) 11,14 kWp O/W 4x Solarmax WR (2012) 43,30 kWp Anteil Solarpark Dreieich (2011) 71,08 kWp Anteil Solarpark Hof (2012)
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von MIST3R » 17.08.2012, 15:11
Das ich nicht lache ... Bayern ist eben Vorreiter in ganz Deutschland. Sollen die mal lieber ganz still sein, stecken denen doch Geld ohne Ende dank dem Solidarausgleich hinten rein. Jetzt wird es Zeit, dass wir mal für 20 Jahre Geld von denen erhalten  . Etwas hart ausgedrückt, aber der Kern ist wahr.
Viele Grüße, Sebastian
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von eggis » 20.08.2012, 10:43
Die FAZ schürt mithilfe von Berechnungen des BDEW die Neiddebatte um die Verteilung der EEG Kosten. Länder-Wettlauf um die EEG-Förderung (faz.net)Das Ausmaß der mit dem EEG verbundenen Umverteilung wird deutlich, wenn - wie es der BDEW macht - für eine Beispielrechnung so getan wird, als müssten die Verbraucher in dem jeweiligen Land die Umlage selbst aufbringen.
Mecklenburg Vorpommern müsste 8,7ct/Umlage aufbringen, wenn es die eE-Anlagen selber zahlen müsste. Immerhin sind wir dann aber mit der Energiewende schon fast durch. Denn der Anteil erneuerbarer Erzeugung liegt im Verhältnis zum Stromverbrauch bei sagenhaften 84 Prozent. Schleswig Holstein und Brandenburg folgen mit 7,8 bzw 6,9ct Umlage bei ~75 Prozent erneuerbarer Stromerzeugung.
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