black hat geschrieben:sind die 10ct. nur der arbeitspreis oder gesamt gerechnet...denn das finde ich schon teuer!
bei uns zahlen private kunden folgenden tarif(inkl steuer):
0,30516€/m² beheizter wohnfläche grundpreis + 49,99€/MWh Arbeitstarif.
Wären dann bei angenommen 100m² und 10MWh Verbrauch pro Jahr =866€= Brutto 86,6€/MWh
Heizöl liegt hier im Moment (etwa Jahreshöchstpreis) bei knapp 90ct/liter...macht dann etwa 9ct/kWh....Erdgas soll günstiger sein, kenne jetzt den Preis nicht genau.
Nochmal, ich habe nichts gegen Fernwärme wenn das ganze direkt richtig geplant wurde...
Aber was nützt es mir wenn ich theoretisch die Möglichkeit hätte, diese aber praktisch aufgrund falscher Parameter nicht funktioniert.
Wie gesagt, für Fernwärme brauche ich nicht die ~40°C Kühlwassertemperatur die bei nem Kondensationskraftwerk anfällt, sondern wie oben steht um die 90°C....es soll ja nochwas beim Kunden ankommen!!
Zu den von Mühli erwähnten mind. 20 Jahren Restlaufzeit....
Dir ist schon klar das man in Deutschland alleine für die Planung, Beantragung und Bau einer solchen Leitung mind. 10 Jahre braucht??
Auch wenn es nur "Warmwasser" ist, aber da müssen hunderte oder tausende Grundeigentümer ihr OK geben, es muss geprüft werden ob man die Leitung an genau der Stelle und nicht ein paar cm weiter rechts oder Links verlegt werden kann und darf, dann muss es eine Genehmigung von irgendwelchen Ämtern und Behörden holen (kann 1-2Jahre dauern) Dann alles öffentlich auslegen, Einspruchsfristen abwarten, diese öffentlich ausdiskutieren, evtl. Klagen abwarten.... die Gerichte bemühen und dann noch hoffen das es keine Komplikationen beim Bau gibt.
Schlussentlich der ganze Aufwand für ein "paar" Jahre??
Es gab/gibt?? hier in der Nähe eine Fernwärmeversorgung mit Industrieabwärme aus einem Stahlwerk....da wurde dann der Hochofen abgestellt und ganz schnell für viel Geld ein Gasofen für die Fernwärme installiert....
Also letztenendes nichts anderes als die Therme im eigenen Haus, nur halt größer und zentralisierter, dafür aber mit Verlusten beim Transport die man im eigenen Haus wohl nicht hätte.
Ein Kollege erzählte damals das es mehrere Millionen DM Mehrkosten pro Jahr gab.
Wie gesagt, wenn schon dann gleich vernüftig....
Man möchte ja noch ein paar Kraftwerke in NRW ans Netz bringen....evtl. sollte man diese ein wenig umplanen und für Fernwärme auslegen,
Wenn ich ans Steag Kraftwerk in Walsum denke....das mit dem Gieskannenstahl

das wird komplett umgeplant werden müssen und dann wohl nicht den Wirkungsgrad erreichen den man mal ausgerechnet hat....
Evtl. wäre es da besser die Turbine gleich auf die neuen Parameter umzuplanen inkl. Wärmeauskopplung...
Gruß
Jörg