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von CFAR » 28.02.2012, 22:55
Wer lenkt hier ab und spart sich, auf die Argumente des anderen einzugehen???
Also weggelassen hab ich den roten Satz, weil er richtig ist und ich mit ihm inhaltlich uebereinstimme. Der Beitrag war eh schon lang genug, ich hab mich in diesem Fall entschieden, mich auf das zu beschraenken, wo ich anderer Meinung bin. Aber mein letzter Beitrag gilt immer noch. Also, was soll an dem System unfair sein?
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von energyturnaround » 28.02.2012, 23:18
CFAR hat geschrieben:hadl hat geschrieben: Und nun zu dem was Du noch als Unsinn empfindest, und Ausgangspunkt unserer unterschiedlichen Meinung ist, das von mir ins Spiel gebrachte „Backup Konto“
Zum Einen stehen die Erneuerbaren Energien bei den Kritikern als zu teuer und „Unstetig“ da, und zum anderen machen sie sich selbst teuer, weil sie in ein System gezwungen wurden, welches da heißt Vermarktung des EEG Stromes Umlagenermittlung nach einem „Wälzmechanismus“ (gültig ab 2010.) mit dem folgenden Ergebnis.
Sehe ich schon mal nicht so. EE-Strom wird zum aktuellen Stromkurs verkauft. Mir faellt kein sinnvolles Argument ein, warum EE-Strom fuer mehr oder fuer weniger als zu diesem Preis verkauft werden sollte. Man koennte natuerlich ueber ein alternatives System nachdenken, in dem EE-Strom ueber eine Quote in den Strommix gelangt. Die EVUs muessten dann Vertraege mit EE-Stromproduzenten Preise verhandeln. Damit waere garantiert, dass EE-Strom mit minimalere Rendite fuer die Betreiber ins System gepumpt wird. Fuer die Stromkunden waere das in meinen Augen die guenstigste Loesung. hadl hat geschrieben: Wie schon mehrmals erwähnt der EEG Strom senkt den Börsenpreis, vergrößert den Abstand zur Vergütung und die Umlage wird dadurch höher. Diese Fehlkonstruktion, zum Nachteil des EEG Stroms, will ich dahin gehend ändern, dass ich sage, der Anteil, um den der EEG Strom den Börsen Preis senkt, also den Merit Order Effekt, der soll den EE,s auch zustehen, um ihre Unzulänglichkeiten, sprich Kosten und Unstetigkeit zumindest zum Teil zu kompensieren.
Warum ist das eine Fehlkonstruktion? Viel Strom am Markt und Nachfrage niedrig --> EE-Strom ist wenig wert, wenig Strom am Markt und Nachfrage hoch --> EE-Strom ist viel wert. Erzielt man nun weniger Ertrag mit EE-Strom steigt halt die Umlage. Warum auch nicht? Gleichtzeitig reduziert EE-Strom nicht nur seinen eigenen Preis, sondern auch den des restlichen Stroms, was sich in geringeren Einkaufskosten fuer die EVUs bemerkbar macht. Bei einem funktionierenden Markt landet diese Einsparung bei den Stromkunden. Etwa 0,1 Ct. zahlt der Endkunde ueber die Umlage wegen des MOEs mehr, gleichzeitig besteht aber das Potenzial darin, dass sich die Stromkunden 0,5 Ct. sparen. Und das koennen sie, wenn sie nur den richtigen Stromanbieter waehlen wuerden. Nur weil Stromkunden nicht wechseln und diejenigen EVUs belohnen, die den MOE weitergeben, ist das System nicht falsch! hadl hat geschrieben: Nun kommt ein weiterer Punkt der uns auseinander bringt. Du, oder alle die gegen mich argumentieren gehen von den gewachsenen Strukturen aus bei der Umsetzung meines Planes. Mich interessiert ausschließlich der Merit Order Effekt und die 560 Millionen,. über die wir uns ja soweit einig waren.Die stecken in der Umlage, werden vom Verbraucher bezahlt, und landen unter Eingängen aus der Umlage auf dem EEG Konto. Diese 560 Millionen will ich abzweigen auf das „Backup Konto“ für die genannten Zwecke. Das Geld ist auf dem EEG Konto greifbar, wer es nun auf das „Backup Konto“ überweist ist mir egal.
Ist in der Praxis allerdings nicht egal. hadl hat geschrieben: Und nun zu der Lücke die dadurch auf dem EEG Konto entsteht. Jetzt muss ich anders herum fragen. Warum ist denn das Konto überhaupt ausgeglichen. Doch nur deshalb, weil in den Einnahmen aus der Umlage der MOE, sprich 560 Millionen, enthalten sind. Die eigentlich den Konventionellen an der Börse durch die geringeren Erlöse abgegangen sind, aber über die Umlage von den Verbrauchern wieder reinkommen.. Wenn ich die jetzt raus nehme und auf das Backup Konto überweise entsteht die „Lücke“ Somit dürfte klar sein wer die Lücke zu schließen hat.
Jetzt wird's abenteuerlich. Die 560 Mio. sind nicht der Betrag, um den der NICHT-EE-Strom billiger ist, sondern der Betrag, um den EE-Strom weniger Geld auf das Umlagenkonto spielt, weil er zum Boersenpreis MIT EE-Strom verkauft wird und nicht zum Preis OHNE EE-Strom. Richtig ist aber, dass dieser Fehlbetrag dadurch ausgeglichen wird, indem die Umlage um 0,1 hoeher ist als wenn man fuer EE-Strom Boersenpreis OHNE EE-Strom erhaelten wuerde. Nicht klar wird nur aus Deinen Worten, wer beim Abzwacken dieser 560 Mio. wer die Luecke zu schliessen hat.hadl hat geschrieben: Jetzt kommt ein weiterer Knackpunkt der uns auseinander gebracht hat. Die Frage, wo soll denn das Geld herkommen, um die Lücke zu schließen ohne die Verbraucherpreise zu erhöhen. Diese Frage unterliegt einem Denkfehler, da muss nichts erhöht werden, denn das Geld ist über die Umlage schon auf dem Konto. Die Konventionelle Seite darf es nur nicht behalten, sondern es muss auf das „Backup Konto“ überwiesen werden. Somit geben die zwangsläufig den MOE weiter, zwar nicht an die Endkunden, sondern für die genannten Zwecke.Wir hätten damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen, wäre die leidige Frage, “Wer gibt den MOE weiter oder nicht“ aus der Welt, und zum anderen hätten wir Geld um die „Unzulänglichkeiten“ der EE,s zu finanzieren.
Nein, der Denkfehler liegt bei Dir. Im Grunde fehlen die 560 Mio. ja schon auf dem Konto, weil das die Summe des fehlenden Erloeses ist, den der EE-Strom weniger erwirtschaftet, weil er (zu Recht) nicht zum Preis ohne EE-Strom verkauft wird, sondern zum Boersenpreis MIT EE-Strom! Weiterhin ist falsch, dass die "Konventionelle Seite" diesen Betrag hat. Wen meinst Du damit eigentlich? Den konventionellen Stromerzeuger haben mit diesen 560 Mio oder 0,1 Ct. Umlage schon mal gar nichts am Hut. Und wenn Du die 0,5 Ct.MOE damit meinst: Dieser Betrag entgeht doch den konventionellen Erzeugern aufgrund des EE-Stroms, wie kann man da von einbehalten sprechen? Und wenn Du eigentlich die EVUs meinst, dann kann ich Dir nur entgegnen, dass die, falls sie die 0,5 Ct. weitergeben, trotzdem nicht die 0,1 Ct. oder in Summe 560 Mio. von der Umlage einbehalten koennen zum Weiterueberweisen auf das Backupkonto. Dann wuerden 560 Mio. den Uebertragungsnetzbetreiber auf dem Umlagenkonto fehlen! hadl hat geschrieben: Wahrlich eine komplizierte Prozess. Mit dem ab 2010 gültigen Wälzmechanismus. sollte ursprünglich für mehr Transparenz gesorgt werden, statt dessen bleibt durch die Einrichtung des EEG Konto für den oberflächlichen Betrachter verborgen, was er nicht unbedingt wissen soll.
Sorry Hadl, aber offenbar nur zu kompliziert fuer Dich. hadl hat geschrieben: Gruß Hadl
Ich stelle fest, Du hast das System leider immer noch nicht durchblickt 
hadl, auch nach der Lektüre der neuen Beiträge kann ich das Problem leider immer noch nicht nachvollziehen, und finde die Antwort von CFAR fachlich so passend, dass ich sie nochmal einbringen will (besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können). Die Bezichtigungen gegenseitigen Unwissens möchte ich in Zukunft unterlassen (bin ja nicht ganz unschuldig). Diese habe ich nur der Vollständigkeit halber mitzitiert. Der blaue Teil ist für mich der springende Punkt und den müsstest du entkräften um mich zu überzeugen. Zusammenfassend ist für dich die Wirkung des MOE (macht den Börsenpreis für EEG-eingespeiste kWh kaputt) unfair und muss zurück"manipuliert" werden?! Auch wenn CFAR gerade nicht hyper freundlich dir gegenüber ist, "fordere" ich dich auf  seine Einwände zu entkräften. Mein Apell (hauptsächlich an dich, hadl): Versuche bitte direkt seine Aussagen zu zerlegen ( kurzes Zitat und Gegendarstellung), dann ist es mMn am verständlichsten. Nur so ein Vorschlag.
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von CFAR » 28.02.2012, 23:24
An dieser Stelle will ich mich fuer meine Unfreundlichkeit entschuldigen. Nur bin ich genervt, dass Hadl nicht auf die Argumente anderer eingeht. Fragen werden nicht beantwortet und es kommt immer wieder das gleiche, obwohl man darauf schon mehrfach geantwortet hat. Aber ich verspreche, mich kuenftig wieder zusammen zu reissen. Mir geht's schliesslich im Grunde um die Sache und nciht um Hadl.
Zuletzt geändert von CFAR am 28.02.2012, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.
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von hadl » 28.02.2012, 23:39
CFAR hat geschrieben:Wer lenkt hier ab und spart sich, auf die Argumente des anderen einzugehen???
Also weggelassen hab ich den roten Satz, weil er richtig ist und ich mit ihm inhaltlich uebereinstimme. mein letzter Beitrag gilt
@CFAR Den folgenden roten Satz hast Du weggelassen weil Du ihn richtig findest, wir stimmen also in diesem Punkt überein. Wie schon mehrmals erwähnt der EEG Strom senkt den Börsenpreis, vergrößert den Abstand zur Vergütung und die Umlage wird dadurch höherUnd warum stimmen wir ein paar Zeilen tiefer wo ich den selben Satz als "Fehlkonstruktion" bezeichne nicht mehr überein??. Hadl hat geschrieben. Wie schon mehrmals erwähnt der EEG Strom senkt den Börsenpreis, vergrößert den Abstand zur Vergütung und die Umlage wird dadurch höher. Diese Fehlkonstruktion, zum Nachteil des EEG Stroms, will ich dahin gehend ändern, CFAR hat geschrieben Warum ist das eine Fehlkonstruktion? Viel Strom am Markt und Nachfrage niedrig --> EE-Strom ist wenig wert, wenig Strom am Markt und Nachfrage hoch --> EE-Strom ist viel wert. Dieses Paradoxon "Börsenpreis runter = Umlage hoch ist der Kernpunkt meiner MOE Thesen, das scheinst Du nicht zu verstehen wie hier deutlich wird. Unterstellst mir aber ständig Ahnungslosigkeit. Jetzt schreib nicht wieder gleich und denk mal in Ruhe drüber nach, damit Du Dir nicht wieder widersprichst. Gruß Hadl
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von CFAR » 28.02.2012, 23:46
Die Antwort steckt in meinem Beitrag von 28.02.2012, 21:27.
Aber kurz zusammengefasst: Der MOE auf die gesamte Strommenge ist hoeher als der Aufpreis, der durch den MOE auf EE-Strom entsteht. Der Kunde kann sich dank dieses System den MOE-Anteil auf den konventionellen Strom zumindest sparen, bei der Wahl des richtigen Stromanbieters. Ausserdem wuesste ich nicht, mit welchem Preis man EE-Strom sonst verkaufen sollte, damit es noch fairer als so schon werden soll. Sag Du's mir!
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von energyturnaround » 29.02.2012, 00:05
hadl hat geschrieben:CFAR hat geschrieben Warum ist das eine Fehlkonstruktion? Viel Strom am Markt und Nachfrage niedrig --> EE-Strom ist wenig wert, wenig Strom am Markt und Nachfrage hoch --> EE-Strom ist viel wert.
Dieses Paradoxon "Börsenpreis runter = Umlage hoch ist der Kernpunkt meiner MOE Thesen, das scheinst Du nicht zu verstehen wie hier deutlich wird. Unterstellst mir aber ständig Ahnungslosigkeit.
Verstehen heißt nicht unterstützen. Ich sehe darin auch keine Ungleichbehandlung, auch wenn etwas "blöd" für die EEs ist. Wenn es da nicht noch irgendwelche gemeinen, versteckteren Konstrukte gibt, dann ist für mich der Käse gegessen Hiermit erkläre ich meinen freundlichen Dissenz mit dir, hadl CFAR hat geschrieben:An dieser Stelle will ich mich fuer meine Unfreundlichkeit entschuldigen. Nur bin ich genervt, dass Hadl nicht auf die Argumente anderer eingeht.
So schlimm war es ja auch nicht. 
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von bimon » 29.02.2012, 00:10
hadl hat geschrieben: mit dem folgenden Ergebnis. Wie schon mehrmals erwähnt der EEG Strom senkt den Börsenpreis, vergrößert den Abstand zur Vergütung und die Umlage wird dadurch höher
Damit liegst du doch auf unser aller Linie. Dieser Abstand, also die ca. 560 Mio., muss der ÜNB durch die erhöhte Umlage reinbekommen, damit er mit seinen Vorstreckungen auf Null kommt. In diesem Sinne stecken die 560 Mio vielleicht im MOE. Aber halt in negativer Ausführung. Der ÜNB will verständlicherweise zumindest +/- Null aus der Sache rauskommen. Ansonsten ist er allein mit seinen Netzen beschäftigt und betreibt weder böse Braunkohle- oder Atomkraftwerke und verkauft auch keinen Strom an Verbraucher weiter. Es ist doch paradox den roten Satz auszuführen, der ja sagt, dass man die zusätzlichen 560 Mio. in der Umlage zum Ausgleich braucht und auf der anderen Seite genau diese 560 Mio. in der EEG-Umlage als frei zu definieren. Die Umlage inkl. der 560 Mio. wird für dieses Ausgleichen gebraucht. Weitere 560 Mio. €, wenn man sie denn für ein Backupkonto haben will, müssen anderweitig beigebracht werden. Das wären aber ausdrücklich zusätzliche 560 Mio. die nicht mit der EEG-Umlage gedeckt sind. Es ist legitim solche für ein Backupkonto zu fordern. Meinetwegen holt man sich die von den EVU(also G4, Greenpeace Energy, Stadtwerke und Co.). Und es ist legitim , dass man es blöd findet, dass sich der EEG-Strom sich mit dem MOE die Börsenpreise selber kauptmacht. Aber es ist quatsch zu behaupten, dass man sie einfach von der EEG-Umlage abzweigen könnte als wären sie über und würden den ÜNB, die damit ihre Ausgaben decken momentan quasi als Gewinn zur Verfügung stehen.
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von JayM » 29.02.2012, 00:23
Sehr schön auf den Punkt gebracht, bimon.
Danke Jochen
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von CFAR » 29.02.2012, 00:28
@bimon: ist es denn wirklich "blöd", dass der MOE auch auf EE selbst wirkt und nicht nur auf konventionellen Strom? Wie müsste ein System aussehen, bei dem der MOE nicht auf den EE-Strom wirkt und warum sollte dieses System dann weniger "blöd" sein? Ich bin ja immer noch der Meinung, dass EE-Strom bei viel Angebot und wenig Nachfrage nun mal auch weniger wert ist, warum sollte das für EE-Strom nicht auch gelten?
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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von JayM » 29.02.2012, 00:46
CFAR hat geschrieben:@bimon: ist es denn wirklich "blöd", dass der MOE auch auf EE selbst wirkt und nicht nur auf konventionellen Strom? Wie müsste ein System aussehen, bei dem der MOE nicht auf den EE-Strom wirkt und warum sollte dieses System dann weniger "blöd" sein? Ich bin ja immer noch der Meinung, dass EE-Strom bei viel Angebot und wenig Nachfrage nun mal auch weniger wert ist, warum sollte das für EE-Strom nicht auch gelten?
Hallo CFAR, Wenn man zu sehr drauf rumhackt bekommen wir beim nächsten neuen Kohlekraftwerk auch den MO Effekt der zusätzlichen Grundlast vorgerechnet. mMn reicht es wenn man den MO Effekt durch EE analysiert und allgemeinverständlich bekannt macht. Dabei kann man die volkswirtschaftlichen Vorteile der EE herausstellen ohne dass man entweder Übertragungsnetzbetreiber mit einem strukturellen Minus hinterläßt oder eine neue Umlage/Abgabe/Steuer einführen muß. Gruß Jochen
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