Platz für Kommentare, Anregungen, Informationen oder Neuigkeiten und Aktionen zum energiepolitischen Tagesgeschehen
Moderator: Mod-Team
von CFAR » 26.02.2012, 23:37
hadl hat geschrieben:Wade hat geschrieben: Dagegen entsteht auf Seiten der konventionellen Energieerzeuger (alle die nur zu Börsenpreis einspeisen) ein Verlust da ja der Börsenpreis durch die EE sinkt.
Hallo Wade. Das siehst Du genau richtig, nur holen die den Verlust mit der Umlage wieder rein, weil die Umlage aus der Differenz des durch EEG Strom bereits gesunkenen Börsenpreis und der Vergütung besteht. Mit andern Worten, der Verlust ist in der Umlage, die der Endkunde bezahlt enthalten. Gruß Hadl
Nein Hadl, das ist falsch. Die konventionellen Steomerzeuger haben einen Verlust, den sie nicht ausgeglichen bekommen. Sie kassieren auch nicht die Umlage, das tun nämlich die EVUs über den Strompreis und führen ihn an die ÜNBs ab. Kann es sein, dass Du den Markt noch nicht verstanden hast? Stromerzeuger verkaufen den Strom an EVUs und diese verkaufen ihn weiter an den Endkunden. Ein Teil des Stroms wird an der Börse gehnadelt, ein anderer direkt. Die ÜNBs zahlen die Vergütung an die EE-Erzeuger und verkaufen den EE-Strom an der Börse. Sie verwalten sozusagen lediglich das Umlagenkonto, verdienen an der ganzen Sache aber nicht. Nur weil einige EVUs auch gleichzeitig Stromerzeuger sind, ändert das nichts geundlegendes am System. Also, die Stromerzeuger müssen damit leben, dass sie durch die EEs weniger Geld verdienen mit ihrem Strom. Die EVUs dagegen profitieren von niedrigeren Einkaufspreisen. Bei schlecht funktionierdendem Strommarkt können sie sich diesen Vorteil in die eigene Tasche stecken. Ein Versuch, dieses Geld von den EVUs zu holen führt nur dazu, dass die EVUs die Zusatzkosten von den Kunden wieder hereinwirtschaften, weil sie den Preis weitestgehend vorgeben können.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2009
- Registriert: 28.08.2011, 11:49
- Info: Interessent
von Wade » 26.02.2012, 23:48
CFAR hat geschrieben: Ein Versuch, dieses Geld von den EVUs zu holen führt nur dazu, dass die EVUs die Zusatzkosten von den Kunden wieder hereinwirtschaften, weil sie den Preis weitestgehend vorgeben können.
Das wäre aber gerechter und dann könnten sie es aber nicht mehr so leicht auf die Erneuerbaren schieben. Da der Markt es anscheinend nicht regelt müsste man die EVUs dazu zwingen. Ich stimm dir 100% überein, dass denen dann halt was neues einfällt um den Strompreis zu erhöhen und ihre Milliardengewinne zu sichern...
-

Wade
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 791
- Registriert: 25.02.2012, 13:55
- Wohnort: 97***
- PV-Anlage [kWp]: 500
- Info: Betreiber
von Spekulatius » 27.02.2012, 01:29
hadl hat geschrieben:Spekulatius hat geschrieben:hadl hat geschrieben:...Sie würden verlieren, wenn die 560 Millionen die der EEG Strom den Börsenpreis gesenkt hat auch dem EEG Strom zu gute käme, und nicht an die Übertragungsnetzbetreiber mit der Umlage zurückfließen würde. Darauf will ich hinaus.
Wen meinst Du mit "Sie" ? Der Spekulatius 
Na jetzt stell Dich nicht so an, Du weißt doch genau, dass ich die ÜNB meine.Ist Dir wohl spontan nicht mehr eingefallen wolltest aber sofort reagieren. Hadl
Aus Deiner Antwort ging hervor dass Du Dich auf die ÜNBs beziehst, allerdings konnte ich nicht so recht glauben dass Du schon wieder an die ÜNBs möchtest nachdem ich Dir doch vor wenigen posts noch einmal gesagt habe dass die ÜNBs nichts mit den Stromerzeugern und den EVUs zu tun haben. Ich bin völlig fertig. Könntest Du mir ohne links und ohne Allgemeinplätze erklären, wieso Du die ÜNBs belasten möchtest, die doch losgelöst von den EVUs und den Stromerzeugern sind (mit Ausnahme eines 20% Anteils von RWE an einem) ?
-

Spekulatius
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 4621
- Registriert: 12.12.2009, 01:00
- Info: Interessent
von hadl » 27.02.2012, 09:40
Spekulatius hat geschrieben: Aus Deiner Antwort ging hervor dass Du Dich auf die ÜNBs beziehst, allerdings konnte ich nicht so recht glauben dass Du schon wieder an die ÜNBs möchtest nachdem ich Dir doch vor wenigen posts noch einmal gesagt habe dass die ÜNBs nichts mit den Stromerzeugern und den EVUs zu tun haben.
Ich bin völlig fertig. Könntest Du mir ohne links und ohne Allgemeinplätze erklären, wieso Du die ÜNBs belasten möchtest, die doch losgelöst von den EVUs und den Stromerzeugern sind (mit Ausnahme eines 20% Anteils von RWE an einem) ?
@Spekulatius Hättest Du mir die unten folgende Frage beantwortet, wäre Deine jetzige Frage überflüssig. Was die Links betrifft. Forderst Du an anderen Stellen nicht gebetsmühlenartig Quellenangaben.???? @Sekulatius Hier noch eine Frage an Dich mit der Bitte um eine Antwort. Was glaubst Du, was Übertragungsnetzbetreiber von den Privaten Kunden hier erstattet bekommen. Ich sage es sind die 560 Millionen MOE,um die der EEG Strom den Börsenpreis gesenkt hat, sprich die Übertragungsnetzbetreiber weniger eingenommen haben, aber über die höhere Umlage auf ihrem Konto wieder eingehen. Was bekommen sie nach Deiner Meinung hier erstattet.??? http://www.heise.de/tp/blogs/2/151213Bei all dem muss man sich immer vor Augen halten, wie die EEG-Umlage zustande kommt. Sie spiegelt keineswegs die realen Mehrkosten der erneuerbaren Energieträger wieder, sondern ergibt sich vor allem aus der Differenz zwischen den bezahlten Vergütungen und den Preisen, die die Übertragungsnetzbetreiber an der Börse für den grünen Strom erzielen. Dabei haben sie allerdings keine Motivation, einen besonders hohen Preis zu erzielen, da sie die Differenz ja auf jeden Fall von den Privatkunden und kleinen Gewerbebetrieben erstattet bekommen. Gruß Hadl --------------------------------------------------------------------------------
-
hadl
- Forumsinventar

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 3155
- Registriert: 05.05.2008, 19:13
von Spekulatius » 27.02.2012, 13:56
Ich geb es auf, es macht keinen Sinn mehr. Meine Nerven sind am Ende.
-

Spekulatius
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 4621
- Registriert: 12.12.2009, 01:00
- Info: Interessent
von hadl » 27.02.2012, 14:07
Spekulatius hat geschrieben:Ich geb es auf, es macht keinen Sinn mehr. Meine Nerven sind am Ende.
Nicht weil es keinen Sinn mehr macht, sondern weil Dir auf den letzten Beitrag nichts mehr einfällt. Ich hoffe nur, dass Du wenigstens jetzt weißt, welche Rolle die Übertragungsnetzbetreiber beim Geldfluß spielen. Dann hats letztendlich doch noch "Sinn" gemacht. Gruß Hadl
-
hadl
- Forumsinventar

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 3155
- Registriert: 05.05.2008, 19:13
von energyturnaround » 27.02.2012, 15:00
hadl hat geschrieben:Spekulatius hat geschrieben:Ich geb es auf, es macht keinen Sinn mehr. Meine Nerven sind am Ende.
Nicht weil es keinen Sinn mehr macht, sondern weil Dir auf den letzten Beitrag nichts mehr einfällt. Ich hoffe nur, dass Du wenigstens jetzt weißt, welche Rolle die Übertragungsnetzbetreiber beim Geldfluß spielen. Dann hats letztendlich doch noch "Sinn" gemacht. Gruß Hadl
hadl hat geschrieben:@Sekulatius Hier noch eine Frage an Dich mit der Bitte um eine Antwort. Was glaubst Du, was Übertragungsnetzbetreiber von den Privaten Kunden hier erstattet bekommen. Ich sage es sind die 560 Millionen MOE,um die der EEG Strom den Börsenpreis gesenkt hat, sprich die Übertragungsnetzbetreiber weniger eingenommen haben, aber über die höhere Umlage auf ihrem Konto wieder eingehen. Was bekommen sie nach Deiner Meinung hier erstattet.???
Er versuchte nur erfolglos bestimmte Grundelemente zu erklären. Einer davon sind die Übertragungsnetzbetreiber. Den ÜNBs ist es scheißegal, ob der Strom 0,1 ct/kWh oder 100ct/kWh kostet. Die EEG-Vergütungen sind nur Durchlaufkosten zu festen Regeln. Auch wenn die ÜNBs kein Interesse haben die Differenzkosten gegenüber Börsenpreisen klein zu halten, haben sie auch kein Interesse andersherum und auch keine Möglichkeit das zu ändern. Alles was du hier schreibst, wurde hier schon hundertmal erklärt und von der überwältigenden Mehrheit hier bestätigt. Deswegen könnte man hier alles nochmal schreiben, aber warum sollte es sich plötzlich ändern? Wenn man eine sehr exklusive Meinung hat und nach langer Diskussion niemand davon zu überzeugen ist, dann hat man a) einfach Unrecht b) einen genialen, komplizierten Ansatz, der entweder zu komplex für die "Masse" ist oder einfach sehr schlecht ausgeführt ist
-
energyturnaround
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 686
- Registriert: 02.09.2011, 19:11
- Info: Interessent
von CFAR » 27.02.2012, 20:30
Hadl, ich gehe davon aus, dass Du unsere Beitraege nicht liest und das nervt mich, denn Du machst immer wieder die gleichen falschen Annahmen und triffst deshalb die falschen Schlussfolgerungen. Jedem ausser Dir faellt das auf! Und jeder begreift spaetestens nach drei Seiten dieses Threads, wie der Strommarkt funktioniert - wer also wem Strom verkauft, wer die EEG-Umlage abfuehrt und wer das Umlagenkonto verwaltet - jeder, ausser Du! Entschuldige, aber ich bin sauer, dass Du auf unsere Punkte nicht eingehst.
Fuer alle, die auf diesen Thread gestossen sind: Lest Euch bitte die Beitraege all jender durch, die nicht Hadl heissen. Dort steht alles drin, was man zum MOE wissen muss.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2009
- Registriert: 28.08.2011, 11:49
- Info: Interessent
von hadl » 27.02.2012, 20:46
energyturnaround hat geschrieben:Er versuchte nur erfolglos bestimmte Grundelemente zu erklären. Einer davon sind die Übertragungsnetzbetreiber. Den ÜNBs ist es scheißegal, ob der Strom 0,1 ct/kWh oder 100ct/kWh kostet. Die EEG-Vergütungen sind nur Durchlaufkosten zu festen Regeln. Auch wenn die ÜNBs kein Interesse haben die Differenzkosten gegenüber Börsenpreisen klein zu halten, haben sie auch kein Interesse andersherum und auch keine Möglichkeit das zu ändern.
Alles was du hier schreibst, wurde hier schon hundertmal erklärt und von der überwältigenden Mehrheit hier bestätigt. Deswegen könnte man hier alles nochmal schreiben, aber warum sollte es sich plötzlich ändern?
Wenn man eine sehr exklusive Meinung hat und nach langer Diskussion niemand davon zu überzeugen ist, dann hat man a) einfach Unrecht b) einen genialen, komplizierten Ansatz, der entweder zu komplex für die "Masse" ist oder einfach sehr schlecht ausgeführt ist Einen genial komplizierten Ansatz und zu komplex für die "Masse". Da stimme ich Dir zu.Vor diesem Hintergrund sehe ich allerdings den ab 2010 gültigen „Wälzmechanismus, um die Differenz Kosten zwischen Börsenpreise und EEG Vergütung zu ermitteln. Der Geldfluss wurde dabei so geschickt geregelt, dass auf der konventionellen Seite so wenig wie möglich Schaden entsteht. Diese „Fehlkonstruktion“ gipfelt in dem Paradoxon, dass durch den Merit Order Effekt – ausgelöst vom EEG Strom - .der Börsenpreis sinkt der Abstand zur Vergütung größer wird und dadurch die Verbraucher belastende Umlage höher. Der EEG Strom sich selbst diskreditiert und somit eine Angriffsfläche für die öffentliche Diskussion bietet. Als ich den Merit Order Thread vor über 2 Jahren startete, wollte ich eigentlich nur den „Milliarden“ Rechnern zeigen, dass mehr dazu gehört als die Umlage für alle Haushalte auf 20 Jahre zu summieren, um auf „Stammtisch“ brauchbare „Horrormilliarden“ zu kommen. Je öfter ich mich mit MOE beschäftige, desto mehr wird mir klar, wie und wo, der MOE in der „Dunkelkammer“ der Strompreisgestaltung wirksam, und vor der breiten Öffentlichkeit, „streng geheim“ gehalten wird.. Wenn ich nun versuche etwas Licht in die „Dunkelkammer“ zu bringen, ist es so, dass innerhalb weniger Stunden die Aufrufe im Forum schlagartig ansteigen, das Interesse ist offensichtlich groß für das Thema, die „Mitdiskutanten“ aber sofort wieder versuchen das Licht auszuschalten, damit ja keiner der vielen Mitleser eventuell der Realität etwas näher kommen kann Für ein PV Forum wo die Energiewende das Ziel ist, sind solche „Rudelauftritte“ eigentlich ungewöhnlich..Jüngstes Zeichen dafür, dass Du für Spekulatius in die Breche springen musst.. Bei allen Schwierigkeiten die mein Vorschlag mit dem „Backup Konto“ bei der Umsetzung, gerade wegen der „Fehlkonstruktion“ Umlage, bereiten, ist es auffällig, dass vordergründig „ Geht nicht“ diskutiert wird. Ich würde sagen Leute die voll hinter der Energiewende stehen, diskutieren eher unter dem Motto „Geht nicht gibt’s nicht“ Ich habe schon einige Podiumsdiskussionen erlebt. Diejenigen die „Geht nicht „ sagen, sind meistens von der konventionellen Stromwirtschaft. Wenn Du von unrecht sprichst, stelle ich fest, dass der „Unrechtssprecher“ jemand ist, der offensichtlich der Meinung ist, die Energiewende könnte auf der Basis der alten Strukturen stattfinden. Gruß Hadl
-
hadl
- Forumsinventar

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 3155
- Registriert: 05.05.2008, 19:13
von CFAR » 27.02.2012, 21:01
Hadl, die Tatsache, warum so viele auf Deine Posts antwrten ist schlicht und einfach die Tatsache, dass Du laufend Dinge falsch darstellst und die Forumskollegen und ich versuchen, den Schaden an Fehlinfo, den Du anrichtest wieder gutzumachen.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2009
- Registriert: 28.08.2011, 11:49
- Info: Interessent
Zurück zu Energiepolitik
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
|