Kabel nach Norwegen bis 2018

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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon green-it » 24.06.2012, 12:18

Wären das bei 4400 Stunden nicht 6,16TWh?
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon energyturnaround » 24.06.2012, 20:35

green-it hat geschrieben:Wären das bei 4400 Stunden nicht 6,16TWh?


energyturnaround hat geschrieben:Wenn die Leitung die Hälfte der Zeit voll ausgelastet ist, dann wären wir bei 3 GWh anstatt deinen 8 GWh.


Ich habe das mal herausgehoben was ich als Bedingung genannt habe.

Es glaubt ja keiner, dass wir mal eben volle 1,4 GW nach Norwegen transportieren und dann von einem Moment auf den anderen wieder die maximalen 1,4 GW in die andere Richtung geschickt werden. Möglich wäre das, aber in welchem Szenario wäre das realistisch? Es wird ja auch mal Zeiten geben, wo Erzeugung und Verbrauch in Deutschland bzw in Mitteleuropa mal gut zusammenpassen.
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon eggis » 25.06.2012, 09:25

Eine zu diesem Zeitpunkt blödsinnige Leitung.
Die wird doch nur gebaut um Druck aus dem Markt zu nehmen und die Grundlastkraftwerke noch länger laufen zu lassen oder Investitionen in Steinkohlekraftwerke wie in Hamburg vor zu niedriger Auslastung zu schützen.
Der Erfolg wird die weitere Verhinderung des Baus flexibler Kraftwerke sein. :evil:
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon bskf » 26.06.2012, 11:27

eggis hat geschrieben:Die wird doch nur gebaut um Druck aus dem Markt zu nehmen und die Grundlastkraftwerke noch länger laufen zu lassen oder Investitionen in Steinkohlekraftwerke wie in Hamburg vor zu niedriger Auslastung zu schützen.
Der Erfolg wird die weitere Verhinderung des Baus flexibler Kraftwerke sein. :evil:

Bestehende Kraftwerke besser auszulasten und auf den Bau neuer CO2-emittierender Kraftwerke egal welcher Art verzichten zu können, finde ich gut. Desto eher gelingt die weitestgehende/komplette EE-Umstellung. Daher begrüße ich die Leitung im Grundsatz. Einzig problematisch ist die Stärkung der zentralistischen Strukturen (zwei TSOs) und der insgesamt mangelnde Fokus auf die Lösung des DE-Nord-Süd-Problems.

Grüße,

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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018 [NORD.LINK]

Beitragvon bskf » 17.07.2012, 10:37

Hi,

kann mir das jemand erklären? Von norger.biz:
Additionally the flow depends on the season of the year: In winter the prices in Norway are high and in Germany low so that Germany can export electricity to Norway. In summer, when the price in Norway is lower, it runs in the opposite direction.

Heißt das, dass die Betreiber davon ausgehen, dass D im Winter exportiert? Aber gerade im Winter haben auch wir doch unsere Spitzenlast mit demgegenüber knappen Kapazitäten - wenn nicht gerade gleichzeitig ordentlich Wind weht. Woher soll da der Export kommen?

Grüße,

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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon eggis » 17.07.2012, 11:21

Moin bskf,

im Winter haben wir immer unseren Exportüberschuss erwirtschaftet und im Sommer waren wir meist Stromimporteur.
Durch die PV-Leistung ist der Stromimport (besonders in diesem Jahr) aber zurückgegangen.
http://thiemonagel.de/2012/02/akw-absch ... f40bfrq8p0
Unbenannt.png

Für norwegische Wasserkraft sehe ich aber im Sommer keinen großen Markt in Deutschland. Tagsüber liefert PV und Nachts ist der Strom durch die Grundlastkraftwerke so günstig, dass es sich kaum rechnet Strom zu liefern.
Um diese Datei oder Foto laden zu können, musst Du im Forum eingeloggt/registriert sein
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon bskf » 17.07.2012, 12:11

eggis, Danke für die Erinnerung an die Graphik. Tja, die ist doch immer wieder erstaunlich...... Allerdings dürfte da im Winter kaum zusätzlicher Export drin sein. Dass andererseits im Sommer zusätzlicher Import unrealistisch ist, dem stimme ich Dir zu. Hauptaspekt der Ader ist ja Tag-/Nacht-Arbitrage. Und das ist m.E. sinnvoll und realistisch - nicht mehr, nicht weniger. Na, warten wir 8-9 Jahre, dann können wir's, denke ich, in der Praxis beurteilen.

Grüße

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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon dimos » 17.07.2012, 12:23

Ich kann mich dieser Meinung anschließen.

Was wir jetzt erleben ist der Versuch der großen VIER mit allen Mitteln die Bevölkerung von der Notwendigkeit der "Hochleitungsautobahnen" und Überseeleitungen zu überzeugen, um die Aufmerksamkeit weg von den dezentralen Möglichkeiten der Speicherung zu locken. Denn wie es auch klingt dezentral heißt klein und klein ist für die Großen einfach nicht "wirtschaftlich" sondern ist nur für die Bürger annehmbar. Darum haben auch die VIER noch kaum ein Cent in PV investiert. ABER damit entgehen ihnen nun jährlich ca. 500Mio EURO Gewinn und das ärgert sie.

Dezentrale Speicherung wäre aufgrund der geringeren Verluste im Vergleich zu den Tausenden KM an leitungen aus technologischer Sicht auf jeden Fall vorzuziehen.

Zusätzlich gerionale Wertschöpfung bei Installation, Wartung, d.h. das Geld belibt eher im Land. Aber das interessirt die VIER natürlich nicht :(


hpt hat geschrieben:Ist so eine Verbindung wirklich sinnvoll? Was ich bei derartigen Diskussionen (z.B. hier http://energiespeicher.blogspot.de/2012 ... terie.html ) vermisse, ist der Vergleich zu den diversen Power-to-Gas Konzepten. Schließlich hat das deutsche Gasnetz - wenn man es als Speicher für Biogas, also für Methan (nicht für Wasserstoff) - verwendet, mehr Kapazität als alle Pumpspeicherwerke und Speicherkraftwerke in Skandinavien und D-A-CH zusammengenommen.
(Quellen: http://www.neueenergie.net/fileadmin/ne ... S24-31.pdf, S.6 bzw. 29 bzw. http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas#Spe ... dgasnetzes - wobei leider unklar bleibt, ob es sich um thermische oder elektrische Kapazität handelt.)

Müsste man mal gegenrechnen, was da wieviel kostet.

Der Charme von Power-to-Gas liegt imho auch darin, dass wir damit DEZENTRALE EE-Strukturen erreichen - während eine Leitung nach Norwegen etwas für die ganz Großen ist

Übrigens, wenn das noch stimmt, was in der o.g. Quelle http://www.neueenergie.net/fileadmin/ne ... S24-31.pdf (aus 2010) steht, gibt es ja auch Verbesserungspotential bei uns in D
(vorletzte Seite unten rechts):

Pumpen und Strom erzeugen gleichzeitig
Hinterfragt man, wie die wertvollen heimischen Pumpspeicher heute
genutzt werden, zeigt sich ein absurdes Phänomen: Es passiert
gar nicht so selten, dass in einem Kraftwerk der Schluchseewerke
mit einer Maschine Wasser gepumpt wird, während in derselben
Halle ein anderer Maschinensatz Strom erzeugt. Diese widersinnige
Praxis hat einen handfesten Grund: Die Schluchseewerk AG gehört
zur Hälfte RWE und zur anderen Hälfte dem EnBW-Konzern.


:evil:
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon wieso » 17.07.2012, 12:26

Was wir jetzt erleben ist der Versuch der großen VIER mit allen Mitteln die Bevölkerung von der Notwendigkeit der "Hochleitungsautobahnen" und Überseeleitungen zu überzeugen, um die Aufmerksamkeit weg von den dezentralen Möglichkeiten der Speicherung zu locken


:wink: Genau
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Re: Kabel nach Norwegen bis 2018

Beitragvon Cruso » 17.07.2012, 12:44

Allerdings dürfte da im Winter kaum zusätzlicher Export drin sein. Dass andererseits im Sommer zusätzlicher Import unrealistisch ist,


Das würde ich pauschal nicht so sehen, heute haben wir auch gerade an Wind+ PV Spitze nur 20 GW und das im Sommer!

Genauso wird es Wintertage (Winterstürme) geben, da muss im Norden der Strom weg. Und im Sommer geht halt einiges in Revision, siehe heute 17.07.2012.

Auf jedenfall ist die Leitung nach Norwegen besser als VIER LEITUNGEN in den Süden, bei der gigantischen Reserve an Wasserkraftwerken, können uns die halt bei Engpässen aushelfen und sonst geht halt der normale Überhang drüber.

Evtl. waren für die Leitung sogar die neuen Hamburger Kraftwerke ausschlaggebend, mich hat es sehr gewundert das sowas zugelassen wird.
Cruso
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