Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hälfte

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Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hälfte

Beitragvon Montio » 10.06.2012, 13:55

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:energiewende-nur-lokaler-strom-macht-energie-bezahlbar/70047487.html

Was wir brauchen, ist mehr Energie pro installierte Leistungseinheit - das gelingt uns beispielsweise mit größeren Rotoren und höheren Türmen für Windenergieanlagen im Binnenland bei gleicher Generatorleistung. Solche Anlagen erzeugen schon bei einer frischen Brise ihre volle Leistung, und somit können auch im Binnenland statt 2000 dann über 4000 Volllaststunden erreicht werden. ... Doch der Vorteil an Land liegt auf der Hand: Es kostet nur die Hälfte.

Ergänzend zum bestehenden regenerativen Kraftwerkspark in Deutschland sind künftig also gute Windenergiestandorte im Süden Deutschlands und geeignete großflächige Solarpotenziale im Norden zu erschließen.

Woher Herr Willenbacher zu dieser Einsicht gelangt ist, würde speziell ich allerdings gerne mal wissen. :wink:
Ist wahrscheinlich irgend so ein Spinner...
http://www.photovoltaikforum.com/mitmachen-netzentwicklungsplan-nep--t79106.html#p722223

Gruß Montio
Zuletzt geändert von Montio am 10.06.2012, 14:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Kollektor » 10.06.2012, 14:31

Matthias Willenbacher ist alles andere als ein Spinner. Er ist knallharter Geschäftsmann mit Visionen. Und er würde gerne ein paar hundert weitere Windräder an Land aufstellen :idea: . In einem Punkt gehe ich konform mit ihm: Windstrom an Land ist billiger zu erzeugen als draußen auf dem Meer. Nicht nur wegen der Einsparung riesiger Nord-/Südhochspannungstrassen.
Sonnige Grüße
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Montio » 10.06.2012, 14:53

Kollektor hat geschrieben:Matthias Willenbacher ist alles andere als ein Spinner. ...

Ich sollte wohl mehr mir Ironie-Tags arbeiten. Was habe ich mir hier schon zu diesem Thema in diesem Forum alles anhören müssen. Bloß wenn es von Herrn Willenbacher kommt, ist es vermutlich sakrosankt.

Gruß Montio
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon energyturnaround » 10.06.2012, 15:45

Montio hat geschrieben:
Kollektor hat geschrieben:Matthias Willenbacher ist alles andere als ein Spinner. ...

Ich sollte wohl mehr mir Ironie-Tags arbeiten. Was habe ich mir hier schon zu diesem Thema in diesem Forum alles anhören müssen. Bloß wenn es von Herrn Willenbacher kommt, ist es vermutlich sakrosankt.

Gruß Montio

+1
Manche sind gleicher als andere :wink:
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Kurzentschlossen » 10.06.2012, 15:50

Herr Willenbacher ist eben ein knallharter Geschäftsmann . Unter dem Deckmantel Umwelt handelnd, interessieren ihn die " Dollarzeichen " , die das EEG und die dortigen Einspeisevergütungen bietet . Und mit seinem Unternehmen JUWI kann er eben scheinbar keine Windräder auf See, sondern nur auf Land bauen.
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Montio » 10.06.2012, 15:53

Kurzentschlossen hat geschrieben:Herr Willenbacher ist eben ein knallharter Geschäftsmann . Unter dem Deckmantel Umwelt handelnd, interessieren ihn die " Dollarzeichen " , die das EEG und die dortigen Einspeisevergütungen bietet . Und mit seinem Unternehmen JUWI kann er eben scheinbar keine Windräder auf See, sondern nur auf Land bauen.

Was heißt das jetzt: ist die Aussage falsch oder richtig?
Viel interessanter wäre die Frage, warum die ganzen Juwi-Referenz-Windparks die von ihm genannten 4000 VLS nicht erreichen.

Gruß Montio
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon hpt » 10.06.2012, 22:04

Bezogen auf die Aussage

Was wir brauchen, ist mehr Energie pro installierte Leistungseinheit - das gelingt uns beispielsweise mit größeren Rotoren und höheren Türmen für Windenergieanlagen im Binnenland bei gleicher Generatorleistung. Solche Anlagen erzeugen schon bei einer frischen Brise ihre volle Leistung, und somit können auch im Binnenland statt 2000 dann über 4000 Volllaststunden erreicht werden. Das sind Werte, die auf dem Meer nicht wesentlich übertroffen werden. Doch der Vorteil an Land liegt auf der Hand: Es kostet nur die Hälfte.

stellt sich natürlich die Frage: welche der folgenden Komponentengruppen machen bei einer WKA wieviel % der Kosten aus:
a) Generator inkl. Gehäuse
b) Rotoren mit Turm, Fundament
c) Verkabelung bis zum Einspeisepunkt, Sonstiges


Kann dazu jemand konkret etwas sagen? Unterschieden nach offshore / onshore?

Wenn a) bei heutigen 'typischen' Onshore-Anlagen einen relativ hohen Teil der Gesamtkosten ausmacht (was ich nicht weiß, aber mir kaum vorstellen kann) und
b) + c) offshore deutlich teurer sind als onshore (was sicher der Fall ist), liegt M. Willenbacher wohl nicht ganz daneben mit seiner Aussage: kostet nur die Hälfte.

Letzten Endes geht es - bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung der Alternativen offshore/onshore - ja um die Kosten je am Einspeisepunkt abgelieferter kWh über die gesamte Lebensdauer einer WKA (inkl. Wartung).

Bei volkswirtschaftlicher Betrachtung der Alternativen muss man natürlich die Kosten je in Verbrauchernähe abgelieferter kWh betrachten.

Habe leider noch kein Windenergieforum gefunden, indem über Energiepolitik / Kosten / Strategien onshore/offshore diskutiert wird. Sonst würde ich die Frage dort stellen.

Gruß, hpt
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http://www.abgnova.de/pdf/Sterner_IWES_ ... a_2011.pdf
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon gruennetz » 10.06.2012, 22:44

Windstrom war im vergangenen Monat 3,886 ct/kWh wert, somit kann man nach EEG-Preisblatt gut ausrechnen, wie die Bilanz aussieht. Die Kosten können vernachlässigt werden, da der Verbraucher und die Netzbetreiber eh feste Grßen zu zahlen haben, egal, ob die Anlagen proftabel arbeiten oder nicht. Wir alle wissen, der größten Ertrag erzielen die Anlagen, die wg. Netzbelastung abgeriegelt werden.

Gruß

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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon mawerix » 10.06.2012, 22:56

Was ist das für eine komische Diskussion hier?

Da guckt der blanke Neid bei einigen aus allen Knopflöchern.

Jede WKA in Verbrauchsnähe und ohne teure 1000km HS-Leitung ist besser als das ganze Off-shore Gerümpel.

Gruß mawerix
Die etablierten Kräfte der Energieversorgung zielen allenfalls auf eine Koexistenz von atomaren und fossilen mit erneuerbaren Energien (Hermann Scheer, 1944 - 2010)
Bürgerunternehmen können hier entgegenwirken, z.B.: http://www.solarcomplex.de
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Reinheit » 11.06.2012, 00:12

mawerix hat geschrieben:….
Jede WKA in Verbrauchsnähe und ohne teure 1000km HS-Leitung ist besser als das ganze Off-shore Gerümpel.

Gruß mawerix

Das möchte ich noch etwas verallgemeinern: auch jede mit einer 5 kWp-PV-Kleinanlage auf einem Hausdach erzeugte kWh, die es nicht mal bis zum nächsten Trafo schafft, weil sie auf dem Weg dorthin schon in den umliegenden Häusern verbraucht wird, entlastet imho das Netz, spart also Netzausbaukosten und ist viel billiger als die in 5 MWp-Solarparks erzeugten kWhs, die bis zur ihrem Verbrauch weit durch neue Leitungen reisen müssen.
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