Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hälfte

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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon hpt » 11.06.2012, 09:48

@Reinheit: so ist es - ein massiver Leitungsausbau ist gar nicht nötig. Dazu der passende Kommentar:

Wie viel Leitung braucht man, um zu übersehen, dass man auf derselben steht?!

http://www.solarserver.de/solar-magazin ... steht.html
Stromerzeugungsanteile in Deutschland: 25% Braunkohle, 75% andere.
CO2-Anteile an der Stromerzeugung DE: 50% Braunkohle, 50% andere.

Power2Gas - die langfristige Lösung.
http://www.abgnova.de/pdf/Sterner_IWES_ ... a_2011.pdf
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon wesozell » 11.06.2012, 13:52

Reinheit hat geschrieben:
mawerix hat geschrieben:….
Jede WKA in Verbrauchsnähe und ohne teure 1000km HS-Leitung ist besser als das ganze Off-shore Gerümpel.

Gruß mawerix

Das möchte ich noch etwas verallgemeinern: auch jede mit einer 5 kWp-PV-Kleinanlage auf einem Hausdach erzeugte kWh, die es nicht mal bis zum nächsten Trafo schafft, weil sie auf dem Weg dorthin schon in den umliegenden Häusern verbraucht wird, entlastet imho das Netz, spart also Netzausbaukosten und ist viel billiger als die in 5 MWp-Solarparks erzeugten kWhs, die bis zur ihrem Verbrauch weit durch neue Leitungen reisen müssen.

Solarparks mit Leisungen bis 5 MW sind in der Regel in der Nähe der Verbraucher, und werden auch in der Regel nur an vorhandene Mittelspannungsnetze angeschlossen, die wiederum nur existieren, wenn Verbraucher in der Nähe sind.
Diese kleineren Parks kann man nämlich aus Kostengründen gar nicht an weit entfernten Umspannwerken einbinden.
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon PV-Berlin » 12.06.2012, 20:34

Kleine PV Parks sind nicht nur ökonomisch sinnvoll und aus Sicht der Netze unabdingbar! Sie sind zum großem Teil die einzige Chance "Flächen" die keine sind nutzbar zu machen. *EFH & kleine PV Anlagen wird keiner real regeln können.

Alte Industriebrachen mit Altlasten
Häßliche Brachen die nur den Müll und andere "Entsorgungen" anziehen.
Fluhrstücke die sonst nur Arbeit und Geld kosten (an der Autobahn, Bahntrassen, Freifläche Industrie, Wasserwirtschaft etc.)

Und was ich gesehen habe, werden die zu echten kleinen Ökoinseln, die in 20 Jahren ganz sicher jeder Grüne mit Leib und Leben bis zum Tode verteidigen wird.

Juwi? 4.000 VLh im Süden? Ja klar! Alte Standorte vor der Zeit Re-powern! Noch mal fett und lange Kohle kassieren. Dabei die armen Kleinanleger noch mal 10% weiche Kosten reindrücken und den Wartungsvertrag bis zum jüngsten Tag verlängern. Und der Stromkunde soll dann diese Uralt-Technologie, die in der Regel im Nix steht dann mit 15 Cent vergüten? Mal ganz davon abgesehen, dass die WKA bei lausigen 20 GWp heute schon kaum noch zu übersehen sind.

Sag ja nicht, das es keine einzelnen Standorte im Süden gibt, die unter den aktuellen Gegebenheiten (onshore WKA) der Vergütung als Neubau WKA bei 4.000 VLh eine schwarze Null schreiben. Aber dann sind wir bei 200 m plus!

Und wir brauchen bis 2040 > 50 GWp Wind Zubau! Das im Süden anteilig 30 bis 40 GWp? Wer sich das Repowern und den Wald an WKA mal im Süden vorstellen möchte, der fährt mal über die A20 in Richtung A11.

An Offshore WKA geht kein Weg vorbei! Nur muss man hier ganz andere Zeitkorridore ansetzen und viel mehr Geld in Forschung und Technologie stecken. > 6.000 VLh ist auf See nun gar kein Problem und Platz ist genug vorhanden.
(Die Vergütung für Offshore hätte man lassen müssen und dafür die Lernkurve deutlich flacher setzen)


Und zum Thema Netze! Es ist gradezu ökonomischer und ökologischer Schwachfug hoch 10 Polen mit seinen Netzen und seinen uralten Steinkohlekraftwerken nicht einzubinden. Meinetwegen gleich die Ukraine mit. Da hätten wir Freunde, Partner ein Leben lang und am Ende eine Haufen Geld und CO2 gespart. Zudem könnten wir uns dazu reichlich die EU Gelder geben lassen, die wir ohnehin fast alleine zahlen. Man stelle sich nur vor, wir kaufen dann Polen die Sommerzeit noch ab!
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon hfrik » 13.06.2012, 15:20

Klar muss amn auch in Richtung Polen die Netzkopplung verstärken und auch das HGÜ-Netz dorthin erweitern - nur das benötigt Zeit und Geduld, und ist weniger ein technsiches als ein politisches Problem. Das gleiche in verstärkter Form bei Ukraine, Weissrussland und Russland. Putin ist ja so ein ganz grosser Freund erneuerbarer Energien.....
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Montio » 15.07.2012, 16:56

hfrik hat geschrieben:Klar muss amn auch in Richtung Polen die Netzkopplung verstärken und auch das HGÜ-Netz dorthin erweitern - nur das benötigt Zeit und Geduld, und ist weniger ein technsiches als ein politisches Problem. Das gleiche in verstärkter Form bei Ukraine, Weissrussland und Russland. Putin ist ja so ein ganz grosser Freund erneuerbarer Energien.....

Um es noch mal so zu formulieren: Die Polen haben keine Lust sich die Volllaststunden ihre Kraftwerke durch subventionierten deutschen Strom kaputt machen zu lassen. Ich habe dafür sogar Verständnis: wer zahlt denn den Polen für deren betriebswirtschaftlichen Verluste?
Vielleicht kann man da ja beim deutschen Stromverbraucher noch was locker machen....

Gruß Montio
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon hfrik » 16.07.2012, 12:02

Nun, wenn der Strom aus D billiger ist als die Brennstoffkosten für Kraftwerke in P, werden sie den strom gerne nehmen. Vielleicht nicht die Kohlekraftwerksbesitzer, wohl aber die Endkunden. Dafür sind Märkte schliesslich da.
Und z.B. 1kWh Gas mit 2,5ct und die deutschen Spotmarktpreise für Strom liegenen schon häufig sehr dicht beieinander.
Polen hat übrigens gar keine schlechten Voraussetzungen für den Einsatz von WKA.
Nur hängt man in P mental noch deutlich mehr als in D an der "heimischen" Kohle.
In D hat es ja ca. 40 Jahre gedauert bis man sich von der eigenen Kohle wirklich verabschiedet hat. in P hat der Prozess erst vor 20 Jahren eingesetzt - entsprechen wichtig werden die Kohlekumpels dort noch genommen.
Aber auch das wandelt sich jedes Jahr ein Stück.
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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon eggis » 16.07.2012, 12:13

Montio hat geschrieben:wer zahlt denn den Polen für deren betriebswirtschaftlichen Verluste?

Da sorgen die Polen schon selber für. Und sei es dadurch, dass man kostenlose CO2-Zertifikate im Wert von 33 Mio Euro für ein Kraftwerk beantragt das gar nicht existiert.
http://www.klimaretter.info/politik/hin ... rtifikaten
Die Bedingung für die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten ist die physische Existenz des Kraftwerks bis spätestens 31. Dezember 2008.
...eine Ortsbesichtigung auf dem Gelände des Standortes Stara Wieś-Stasin in der Gemeinde Łęczna nur durch Wiesen, Felder und Fußwege geführt.

Sollte sich hier eine Betrugsabsicht herausstellen, sind alle kostenlosen Zuteilungen von CO2 Zertifikaten rückgängig zu machen. :evil:
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Juwi-Chef in FTD: Dezentrale Erzeugung kostet nur die Hä

Beitragvon Montio » 16.07.2012, 14:17

PV-Berlin hat geschrieben:Juwi? 4.000 VLh im Süden? Ja klar! Alte Standorte vor der Zeit Re-powern! ...
Sag ja nicht, das es keine einzelnen Standorte im Süden gibt, die unter den aktuellen Gegebenheiten (onshore WKA) der Vergütung als Neubau WKA bei 4.000 VLh eine schwarze Null schreiben. Aber dann sind wir bei 200 m plus!

4000 VLh geht auch auf 140meter, allerdings gibt es im Binnenland die dafür notwendigen Standorte mit 7 m/s nicht sehr reichlich. Hier müsste man noch entsprechende Anlagen entwickeln, die dann auch noch akzeptable Gestehungskosten haben (besser als Offshore liegt man damit trotzdem). Die Gestehungskosten liegen bei Einzelanlage 140m/117 Rotor/2,4 MW überschlagen bei 5,5 ct. Bei 6 m/s sind es noch 3100 VLH und 7 ct.
PV-Berlin hat geschrieben: Und wir brauchen bis 2040 > 50 GWp Wind Zubau! Das im Süden anteilig 30 bis 40 GWp?

Die BWE-Potenzialstudie hat ein Potenzial von ca. 65 GWp für Bayern und BW ermittelt. 30 wären schon mal sehr gut.
PV-Berlin hat geschrieben: Wer sich das Repowern und den Wald an WKA mal im Süden vorstellen möchte, der fährt mal über die A20 in Richtung A11.

Wenn die Anlagen im Binnenland im Schnitt 3500 VLH brauchen wir davon "nur" ca. 40.000, derzeit stehen schon 30.000 herum. Ein bisschen Offshore ist sicher auch nicht ganz verkehrt. Die Verspargelung ist in jedem Fall ein Horrormärchen.

Hohe VLH-Forderung muss dringend ins EEG. Der Schwachsinn mit den bisherigen Referenzerträgen sorgt im Gegenteil dafür, das an guten Standorten die falschen Anlagen errichtet werden, weil man länger abkassieren kann.

PV-Berlin hat geschrieben: Und zum Thema Netze! Es ist gradezu ökonomischer und ökologischer Schwachfug hoch 10 Polen mit seinen Netzen und seinen uralten Steinkohlekraftwerken nicht einzubinden.

Die wollen das halt nicht, und bauen lieber noch paar Phasenschieber ein, um die Netze nicht ausregeln zu müssen.

Gruß Montio
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