Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon MIST3R » 09.06.2012, 09:25

Hab heute in unserer Lokalzeitung ähnliches gelesen. Die Reaktoren werden wieder hochgefahren ... zum Glück gibts bei uns PV und Wind, da können die Meiler getrost abgeschaltet bleiben ... erhöhen alleinig die Gewinne der großen Konzerne.
Viele Grüße,
Sebastian


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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Farmjanny » 09.06.2012, 10:19

Warum wird nach den Vorkommnissen nicht der Atomstrom sozialisiert. Die Kosten für Schäden trägt doch eh die Gesellschaft, dann kann sie doch auch die Gewinne erhalten.
Wenn der Strom so unbedingt notwendig ist für die Versorgung, dann den Betreibern etwas Marge für die Löhne und den Betrieb des Reaktors lassen. Alles was an Strom darüber hinaus geht, wird kostenlos abgegeben. Die Strahlung wird ja auch "kostenlos" verteilt.
Nur so als Idee...
Grüße von der Küste
Farmjanny

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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Wade » 09.06.2012, 10:27

Farmjanny hat geschrieben:Warum wird nach den Vorkommnissen nicht der Atomstrom sozialisiert. Die Kosten für Schäden trägt doch eh die Gesellschaft, dann kann sie doch auch die Gewinne erhalten.
Wenn der Strom so unbedingt notwendig ist für die Versorgung, dann den Betreibern etwas Marge für die Löhne und den Betrieb des Reaktors lassen. Alles was an Strom darüber hinaus geht, wird kostenlos abgegeben. Die Strahlung wird ja auch "kostenlos" verteilt.
Nur so als Idee...


warum nur den Atomstrom? Die Kosten bei der Braunkohle in Form von Landschaftsverschandelung und CO2 Emmissionen trägt doch auch die Allgemeinheit... Wiso also nur Atomstrom, und nicht direkt die gesamte Energiebereitstellung?

Wenn die staatlichen Betriebe nicht so unflexibel/inovationslos arbeiten würden, wäre das die Ideale Lösung. Leider hat man ja in der Vergangenheit gesehen dass bei staatlichen Betrieben der Wettbewerb fehlt (ob das im Falle der G4 nen Unterschied für den Verbraucher macht?)...

Wo wir schon dabei sind, wäre ich auch dafür das komplette Bankenwesen zu verstaatlichen... die Privaten Zocker machen die Einnahmen und wenn sie sich verzocken soll der Steuerzahler/Staat dafür aufkommen?? Dieses System ist einfach nur noch lächerlich :shock:
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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Südostdach » 09.06.2012, 11:02

Wade hat geschrieben:Wo wir schon dabei sind, wäre ich auch dafür das komplette Bankenwesen zu verstaatlichen... die Privaten Zocker machen die Einnahmen und wenn sie sich verzocken soll der Steuerzahler/Staat dafür aufkommen?? Dieses System ist einfach nur noch lächerlich :shock:

Wo ist denn das Problem? Wenn man mal von der Cobk absieht (und hier war es politische Absicht die chronisch defizitäre DreBa der Allianz abzukaufen und mit der Commerzbank zu einem "schlagkräftigen" Unternehmen zusammenzuschließen, nach dem Motto, kreuze ich einen der humpelt mit einem ohne Beine, dann gibt es nach den Regeln der Mathematik Minus mal Minus = Plus, einen Sprinter), waren doch beinahe alle Banken in D, die gestützt werden mußten, entweder im Staatsbesitz, oder wie bei allen Landesbanken die Konkurs gegangen wären, im Länderbesitz, einige kleine Banken auch im Besitz von Kommunen oder Landkreisen. Paßt doch.
Aus meiner Sicht auch nicht weiter verwunderlich, schließlich sind Politiker im Vorstand selten eine Garantie dafür, daß das entsprechende Unternehmen marktwirtschaftlich geführt wird. Man denke nur an den Fall, wo an die bekanntlich bankrotte Lehmann-Bank die Woche darauf mel noch schlappe paar huntert Millionen überwiesen wurden, die dann eben weg waren. M.W. wurde dafür noch nicht einmal jemand gefeuert.
Das ist aber nur logisch. schließlich wurde daraus, daß eine Landesbank alle paar Jahre Mist baut und vom Steuerzahler gerettet werden muß, weder in Bayern, Berlin noch Nordrheinwestfalen je irgend eine entsprechende Konsequenz gezogen. Würden ja einige Politiker gute Posten verlieren.

Grüße
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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Südostdach » 09.06.2012, 11:18

Um zu Japan zu kommen, das Problem hier ist doch, daß in diesem angeblich privaten japanischen Atomkonzern bald mehr Politiker sitzen, als in der Regierung. Aber wir dürfen da keine Steine werfen. Man schaue sich doch nur an, wo unsere Ex-Politiker unterkommen, ob von den Grünen, von den Roten, oder von den Schwarzen, überall sitzen sie in Spitzenämtern nicht nur bei den G4, auch in kleineren Stromproduzenten. Und so wie Rösler sich gebärdet, will er wohl auch da über kurz oder lang unterkommen. Hätte sich Röttgen nicht so uneinsichtig wie ein Jugendlicher in der Flegel- und Trotzphase gezeigt, und so Mutti verärgert, (und zuvor die ganzen Landesfürsten) könnte er sich wohl bereits heraussuchen, welchen Vorstandssitz er übernehmen will. Na, vielleicht bekommt er nächstes Jahr einen gut dotierten Aufsichtsratsposten, da muß er nicht wirklich etwas tun, und kann damit nicht viel falsch machen.

Grüße
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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon dornfelder10 » 01.07.2012, 17:52

Servus zusammen,

jetzt ist es soweit! Das erste AKW in Japan läuft wieder. :( Bin gespannt wie das jetzt weitergeht - ich befürchte eine Lawine beim wiederanfahren der Reaktoren.

Andererseits ist ja heute auch der Tag 1 des japanischen EEG mit den Traumtarifen. :D Ich habe ja noch immer die Hoffnung dass es jetzt einen Mega-Boom gibt.

Gruß

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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Wolfsolar » 01.07.2012, 18:01

Hallo...

Da lohnt es sich wohl, in Japan PV-Anlagen zu installieren? Die Flugkosten kann man ja von der Steuer absetzen. :idea: Bestimmt ein lukratives Geschäft. :mrgreen:

Mit sonnigen Grüßen Wolfsolar
http://www.solarlog-home0.de/wolfsolar-bucha
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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon Atommafia » 01.07.2012, 18:25

Tach
Farmjanny hat geschrieben:Warum wird nach den Vorkommnissen nicht der Atomstrom sozialisiert. Die Kosten für Schäden trägt doch eh die Gesellschaft, dann kann sie doch auch die Gewinne erhalten.


Vor nicht allzulanger Zeit hatte die öffentliche Hand die Aktienmehrheit bei der G4 bzw den G4-Quellunternehmen

MfG
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Re: Japan nach 42 Jahren ATOMFREI

Beitragvon irgendwer » 04.07.2012, 09:36

Trotz Fukushima haben die japanischen Behörden (bzw. Regierung) übrigens beschlossen bis 2030 14 neue Reaktoren zu bauen: http://www.neimagazine.com/story.asp?se ... de=2056118
Zudem soll bis 2020 neue fossile Kraftwerke gebaut werden:
http://www.pv-tech.org/news/japan_publi ... y_road_map

Trotz den Kosten- und Terminüberschreitungen beim neuen Reaktor, hat die finnische Regierung ebenfalls beschlossen mit Unterstützung der E.ON zwei neue Reaktoren bis 2020 zu bauen:
http://www.businessweek.com/ap/financia ... 7JAIO1.htm

Zudem werden günstige Rahmenbedingungen zur Förderung des Ausbaus der EE europaweit zurückgefahren beziehungsweise gar nicht erst eingeführt.

Die "EE-Geht-Nicht-Fraktion" in diesem Forum wird darüber sicherlich besonders entzückt sein.
Allerdings untermauern diese Meldungen lediglich die politische Schwierigkeit bzw. Unmöglichkeit eines ernsthaften EE-Ausbaus.
Technisch wird ein hoher EE-Anteil dank dem politischem Widerstand - wenn überhaupt - noch ganz lange nicht zur Prüfung gestellt.
irgendwer
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