Platz für Kommentare, Anregungen, Informationen oder Neuigkeiten und Aktionen zum energiepolitischen Tagesgeschehen
Moderator: Mod-Team
von math dittmann » 15.07.2011, 21:45
In Wustermark ( http://maps.google.com/?q=wustermark,Deutschland) soll Europas größtes Gaskraftwerk entstehen – knapp 500 m von bewohnten Häusern entfernt. Die geplante Einspeiseleistung soll 1.200 MW pro Stunde betragen. Das wären pro Jahr (1.200 * 24 * 365) 10.512 GWh oder 1,65 % gesamten in Deutschland pro Jahr erzeugten elektrischen Energie. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung) 10.512 GWh / 4.500 kWh = 2,336 Mio. 4-Personenhaushalte oder ca. 9 Mio. Menschen. (In Berlin und Brandeburg leben aber nur 6 Mio. Menschen.) Um diese el.Energie (1.200 MW pro Stunde) bei einem Wirkungsgrad von 60% (lt.Anlagenplaner) zu erzeugen, müßten also pro Stunde für ca. 2.000 MW Erdgas verfeuert werden. Für den Betreiber ein Geschäft. (Die MWh Erdgas kostet Spotpreis an der Börse ca. 25 EUR. Die MWh Strom bringt an der Börse ca. 80 EUR.) Also kauft man für (2000 * 25) 50.000 EUR pro Stunde Erdgas und erzielt (1.200 * 80) 96.000 EUR pro Stunde als Einnahme für Strom. Gewinn pro Stunde 46.000 EUR Macht einen Gewinn von (46.000 * 24 * 365) knapp 403 Mio.EUR minus Betriebskosten und Lohn pro Jahr vor Steuern. (Das Investment soll übrigens 640 Mio. EUR betragen. Nach 2-3 Jahren ist die Kohle also locker wieder drin.) Der Hammer: Eine Kraftwärmekopplung wird es nicht geben, da es im Umkreis von 20 km fast nur Einfamilienhäuser gibt. 800 MWh Wärmeenergie sollen also pro Stunde in die Luft gepustet. Wieviel Wärmeenergie benötigt ein Einfamilienhaus pro Jahr? Ich rechne mal mit 20.000 kWh: 800 * 24 * 365 / 20 = 350.400 (Wow!) Mit der in die Luft gepusteten Wärmeenergie könnte man 350.400 Einfamilienhäuser komplett beheizen. Der CO2-Emmission wurde vom Anlagenplaner mit 1,5 Mio. Tonnen pro angeben. Verglichen mit dem bundesdeutschen Durchschnitt ( http://www.umweltbundesamt-daten-zur-um ... Ident=2842) würde das nur etwa 20% der üblichen Emmission entsprechen, der sonst bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe anfällt. Aber es wird noch "lustiger": Bis zum Frühjahr 2011 war sogar eine el. Leistung von 1.600 MW geplant. Der Gemeinde Wustermark (ca. 12.000 Einwohner, Gemeinde ist wohl pleite und kurz vor der Zwangsverwaltung) wurden ca. 50 neue Arbeitsplätze und 3,6 Mio. EUR zusätzliche Steuereinnahmen in Aussicht gestellt. Nach massiven Bürgerprotesten hat der Investor nachgebessert. Jetzt ist die Rede von nur noch 1.200 MW Leistung und es werden 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Auf jeden Fall wird es spannend werden. Demnächst soll es eine Bürgerbefragung/Abstimmung geben, die aber nicht bindend für die Gemeindevertreter ist. Die Gemeindevertreter stimmen danach ab. Aktuell gibt es eine 50:50-Situation. Der Bürgermeister verhält sich neutral. Das es Abgeordnete gibt, die das Projekt befürworten und auch gleichzeitig Anteile an dem Land besitzen, daß der Investor kaufen will, scheint kaum jemanden zu stören. Hier noch die Links : PRO: http://www.advancedpower.ch (mit der 100%-Tochter http://www.wustermark-energie.de ... Da neben dem Fluß auf der Wiese soll demnächst das Gaskraftwerk stehen ... Abbildung ähnlich. ) CONTRA: http://www.gaskraftwerk-wustermark.deDas Bürgerinformationsbüro der Firma Wustermark-Energie war im Frühjar 2011 übrigens sporadisch durch einen ehemaligen Siemensmitarbeiter besetzt, der das ehrenamtlich macht. Siemens würde gern die Komponenten für das Kraftwerk liefern. Außerdem hätte Siemens dann ein Refererenz-Projekt - keine 30 Autominuten vom Sitz in Berlin-Siemensstadt entfernt. Meine Meinung: Der Laie wundert sich und der Fachmann reibt sich die Augen. Alle Angabe basieren auf eigenen Recherchen und Berechnungen. Irrtümer eingeschlossen. P.S.: Hat auch was mit PV zu tun. Es gibt Menschen, die auf der Fläche von knapp 16 ha statt des Gaskraftwerkes lieber eine PV-Anlage errichten würden.
-
math dittmann
- Stammmitglied

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 69
- Registriert: 10.11.2010, 22:38
- Wohnort: Berlin
- Info: Interessent
von hundertprosolar » 15.07.2011, 22:00
Moin, math dittmann hat geschrieben:...Die geplante Einspeiseleistung soll 1.200 MW pro Stunde betragen. Das wären pro Jahr (1.200 * 24 * 365) 10.512 GWh oder 1,65 % gesamten in Deutschland pro Jahr erzeugten elektrischen Energie.....
mal davon abgesehen, das Leistung in MW und nicht in MW pro Stunde erzeugt wird ... Hast Du Dich schon mal mit dem Begriff "Volllaststunden" auseinandergesetzt? Denn Deine Rechnung stimmt so leider nicht, auch Gas-KW stehen bei weitem nicht zu 100% zur Verfügung 
Sonnige Grüße von 100% Solar (Michael)
-
hundertprosolar
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 607
- Registriert: 22.01.2010, 12:14
- Wohnort: Hamburg
- Info: Interessent
von Herrvolt » 15.07.2011, 22:02
math dittmann hat geschrieben:P.S.: Hat auch was mit PV zu tun. Es gibt Menschen, die auf der Fläche von knapp 16 ha statt des Gaskraftwerkes lieber eine PV-Anlage errichten würden.
Welche Leistung hätte die PV-Anlage? Mich würde mal interessieren, wie sich manche Leute die Energiewende vorstellen. Ein paar Module aufbauen und "toll wir machen Strom" zig Gigawatt sicher ersetzen. Es mag einigen nicht passen, aber die AKW sind nicht so einfach zu ersetzen, vor allem ist es auch gerade um Berlin nicht leicht, denn da ist kaum ein Leistungsaustausch möglich. Große Pumpspeicherkraftwerke sind in dieser Gegend auch nicht möglich, wie soll die Gegend wohl sicher versorgt werden. Natürlich kann man die Gasleitung weiter nach Westen legen und dann in der Gegend von Braunschweig (fällt mir gerade ein) ein Kraftwerk bauen. Den kann man nach Berlin mit Leitungen transportieren. Klasse, das Energieproblem ist gelöst. Kein Unternehmer investiert wenn er nichts verdient. Ich kenne zwar nicht die Hintergründe, aber 1,2GW sind eine Leistung welche nicht verachtet werden solle. Auch wenn ich grün denke, eins habe ich nicht verlernt: Es gibt immer noch Regeln welche uns die Physik vorgibt, diese muss man beachten.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können. The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
-
Herrvolt
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1024
- Registriert: 14.11.2010, 19:56
- PV-Anlage [kWp]: 4,65
- Info: Betreiber
von math dittmann » 15.07.2011, 22:14
Eine PV-Anlage auf 16 ha wäre nicht mit dem 1,2 GW-Gaskraftwerk zu vergleichen. Es wäre doch sinnvoller, wenn man die alten Kohlekraftwerke aus DDR-Zeiten in Brandenburg durch Gaskraftwerke ersetzen würde.
Es geht doch um den Standort.
Bei Wustermark finde ich vieles merkwürdig: Eine Firma aus der Schweiz baut im Großraum Berlin ein 1,2 GW-Gaskraftwerk. Derzeit kann keiner sagen, wer es mal kaufen wird. Stadtwerke? E.ON? Vattenvall? Oder gar Gazprom und RWE? Es gibt ein Informationsbüro in Wustermark von der Größe eines Bäckerladens mit 3-4 bunten Postern.
Es gibt Abstände von knapp 500 m zwischen Kraftwerk und Wohnhäusern. Es gibt nur die Aussage, daß man im Abstand von 500 m "fast" nichts mehr hören kann.
Es gibt keine Kraftwärmekopplung. Es gibt eine Gemeinde Wustermark, die pleite ist. Alle umliegenden Gemeinden bis nach Spandau (10 km Luftline) sind gegen den Standort. Die Gemeinde mit ca. 12.000 Einwohnern will einfach in den nächsten Jahren ihre Schulden (über 20 Mio. EUR) zurückzahlen, die sie in den letzten 20 Jahren angehäuft hat. Und offenbar ist den Gemeindevertretern da jedes Mittel willkommen. Wustermark liegt im Havelland. Und das Havelland ist eine ländliche Region in der es wenig Industrie gibt. Es gibt eher viel Wasser, Wald und Felder und Naturschutzgebiete. Dieses Gaskraftwerk würde die gesamte Region verändern. Die Gemeinde Wustermark will nämlich auch gewaltige Gewerbegebiete entstehen lassen.
Alles schon etwas grenzwertig.
Und P.S.: Wenn wir schon die Atomkraftwerke abschaffen wollen, daß sollten wir auch alle anderen Kraftwerke die auf der Basis von fossilen Rohstoffen arbeiten auf den Prüfstand stellen. Wenn schon, denn schon! Wenigstens probieren könnte man es ja mal. Und so ganz schlechte Karten haben wir ja nicht.
-
math dittmann
- Stammmitglied

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 69
- Registriert: 10.11.2010, 22:38
- Wohnort: Berlin
- Info: Interessent
von Herrvolt » 16.07.2011, 18:35
math dittmann hat geschrieben:Und P.S.: Wenn wir schon die Atomkraftwerke abschaffen wollen, daß sollten wir auch alle anderen Kraftwerke die auf der Basis von fossilen Rohstoffen arbeiten auf den Prüfstand stellen. Wenn schon, denn schon! Wenigstens probieren könnte man es ja mal. Und so ganz schlechte Karten haben wir ja nicht.
Natürlich könnte man das tun und es wird auch geschehen: Womöglich in 20-30Jahren. Es ist ein Unterschied ob ca. 20% (Atromkraft) ersetzt werden müssen, oder oder das 3-4fache. So schnell geht es mit den erneuerbaren nun auch nicht.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können. The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
-
Herrvolt
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1024
- Registriert: 14.11.2010, 19:56
- PV-Anlage [kWp]: 4,65
- Info: Betreiber
von Mühli » 16.07.2011, 19:17
Klar ist der Strom selbst aus dem GuD nicht CO2-frei...aber es ist ein Beitrag zur Energiewende. Wir brauchen einfach Gaskraftwerke, um in den Zeiten, in denen wir nicht genügend EE haben, nicht auf Importe (Atomstrom ausm Ausland) angewiesen zu sein und das Netz stabil halten.
Nachdem das weder mit Kohle, Atom und sonstigen Grundlastkraftwerken geht UND noch nicht genügend Speicher vorhanden sind, müssen wir also in diesen Zeiten Strom flexibel erzeugen. Da bietet sich aktuell nur Gas an. Der Wirkungsgrad geht bis knapp 61%, dafür fällt dann schonmal keine Erdgas-Steuer mehr an...schon wieder 5€/MWh gespart... Alle anderen thermischen Kraftwerke (die wir einfach brauchen...) haben deutlich geringere Wirkungsgrade und deutlich höhere CO2-Ausstöße. Nebenbei kann man sowas noch mit einem Pressluftspeicher verbinden...wenn die geologischen Voraussetzungen stimmen, oder alte Stollen etc. in der Nähe sind.
Erdgas an sich, ist ein sauberer Brennstoff, der weder CO, viele Stickoxyde oder Schwefelzeugs/Schwermetalle raushaut...ist er momentan unsere einzige Alternative. Dazu kommt noch, dass man Erdgas leicht mit Biogas, Synthesegas oder Wasserstoff aus PV-Elektrolyse ersetzen kann. Wirklich revolutionär wärs jetzt, wenn man das ganze Gelände mit PV vollmacht, und direkt eine Gleichstromelektrolyse hinstellt. Evtl. den Bauern Verträge anbieten, und Solarparks auf Grünfläche ohne EEG-Unterstützung bauen. DAS wär dann quasi der wirtschaftliche Durchbruch für die PV. Den Wasserstoff könnt man direkt vor Ort speichern und problemlos in der Turbine verheizen. Somit könnte man zusätzliche Ökoanteile in den Gas-Strom packen und PV-Strom speichern, im großen Stil. Man würde sich außerdem die WR sparen...was ja auch nicht unerheblich wenig ist.
Dass die Abwärme nicht genutzt wird, ist an sich schade. Dafür muss man viele Bürger unter einen Hut kriegen, das ist schwierig. Wer sich vor 2 Jahren eine neue Heizung gekauft hat, will sich vielleicht die Anschlusskosten an die Fernwärme sparen, ist ja auch nicht so billig, auch wenn der Betrieb nachher weniger kostet.
Aber wenn du schlau bist, machst daraus einen Nutzen: Installiere mit der günstigen Abwärme eine Fisch und Garnelezucht. Das bringt ordentlich Kohle, was die Bauern freut. Das wäre ökologisch, weil wir den Fisch selber produzieren, und Transportwege gespart werden. Über früher oder später werden sich an allen solchen Kraftwerken mit sicherer Wärmeabgabe (vor allem im Winter) Unternehmen ansiedeln. Algenzucht zur Biospritproduktion halt ich auch für vielversprechend, dafür brauchts Wärme, Gärtnereien/Pflanzenzuchten sind auch nicht abgeneigt.
Will echt nicht wie der Erdgas-Vertreter klingen, hab mit dem Zeugs nix zu tun, Pelletsheizung und Solarkollektoren...aber es ist einfach unsere einzige Alternative, solange wir noch große Mengen an Regelkapazität erzeugen müssen. Bis Akkus oder sonstige Speicher/Brennstoffzellen etc. wirklich gut funktionieren und einen echten Anteil an der Regelkapazität haben, werden doch noch locker 10 Jahre vergehen, hoffentlich gehts schneller. Und haben die AKW abgeschaltet und schaffen es dann wirklich, diesen Anteil komplett mit Ökostrom zu decken! Denn die Kohlestinker stören mich mindestens so, wie die AKW. Man darfs ja hier kaum sagen, aber wenn man sieht, wieviel das dreckigste deutsche Kohlekraftwerk an Co2 raushaut, frag ich mich, ob man nicht lieber ein AKW dafür weiterlaufen lassen sollte, und das Kohleding sofort abschalten. Das alte Niederaußem ist das drittdreckigste in der EU...und die deutschen Kraftwerke haben Plätze 3 bis 7... Immerhin stößt es 1200gr/kWh an Co2 aus, das ist das doppelte des Bundes-Schnitts.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
-

Mühli
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3509
- Registriert: 02.09.2008, 21:45
- Wohnort: Lkr. Deggendorf
- PV-Anlage [kWp]: 25,87
- Info: Betreiber
von Horst4757 » 16.07.2011, 19:38
Mühli hat geschrieben:Dazu kommt noch, dass man Erdgas leicht mit Biogas, Synthesegas oder Wasserstoff aus PV-Elektrolyse ersetzen kann.
Gibt es schon Turbinen, die man mit Wasserstoff statt Erdgas betreiben kann oder ist das Zukunftsmusik? Falls ja - wo?
Grüße Horst______________ 5,58 kWp Solara S880TI; SB5000TL-20; 200°/DN 30° 06.08.09-05.08.10: 1.118,5 kWh/kWp; 2010: 1.055,3 kWh/kWp 06.08.10-05.08.11: 1.154,5 kWh/kWp; 2011: 1.235,1 kWh/kWp Solarlog mit Link zu Sonnenertrag
-

Horst4757
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1194
- Registriert: 23.04.2009, 18:16
- Wohnort: südlichstes Rottal/Inn
- PV-Anlage [kWp]: 5,58
- Info: Betreiber
von diehl_sucks » 16.07.2011, 19:54
Wir brauchen einfach Gaskraftwerke, um in den Zeiten, in denen wir nicht genügend EE haben, nicht auf Importe (Atomstrom ausm Ausland) angewiesen sind und das Netz stabil halten.
wir sind trotzdem noch vom ausland abhängig. das gas kommt überwiegend aus russland/norwegen. die anhängigkeit steigt mit gas sogar um einiges. braunkohle hätten wir selber zu genüge. Zudem ist Gas nicht wirklich so Umweltfreundlich wie hier immer gesagt wird. Die Verdichterstationen an den Pipelines brauchen selber auch Energie ( hier wird meist die Pipeline selbst angezapft) und das nicht gerade wenig: bis zu 1% der transportierten Menge je 100 km. Und alle 100 km kommt so eine Verdichterstation. Zudem gehen ca 3 % des geförderten Erdgases auf dem Weg zum Verbrauchen unverbrannt verloren ( gerade beim import aus russland) durch undichte Pipelines an den Verbindungen,Wartungen,Ausblasen..). Erdgas besteht zu etwa 98% aus Methan. Das CO2-Äquivalent für Methan bei einem Zeithorizont von 100 Jahren beträgt 25: Das bedeutet, dass ein Kilogramm Methan 25-mal stärker zum Treibhauseffekt beiträgt als ein Kilogramm CO2. So sauber ist Erdgas dann doch nicht wenn man die unverbrannten Entweichungen zur Co2 Bilanz hinzufügt. grüße
-
diehl_sucks
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 162
- Registriert: 07.07.2011, 13:22
- PV-Anlage [kWp]: 44
- Info: Interessent
von Mühli » 16.07.2011, 20:29
Braunkohle ist indiskuttabel für mich. Und ja, es gibt bereits Turbinen, in denen man Wasserstoff verbrennen kann. Ist ja nicht so kompliziert, außerdem besteht Erdgas auch zu einem gewissen Teil aus Wasserstoff, je nach Sorte.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
-

Mühli
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 3509
- Registriert: 02.09.2008, 21:45
- Wohnort: Lkr. Deggendorf
- PV-Anlage [kWp]: 25,87
- Info: Betreiber
von Horst4757 » 16.07.2011, 20:34
Mühli hat geschrieben:Braunkohle ist indiskuttabel für mich. Und ja, es gibt bereits Turbinen, in denen man Wasserstoff verbrennen kann. Ist ja nicht so kompliziert, außerdem besteht Erdgas auch zu einem gewissen Teil aus Wasserstoff, je nach Sorte.
Gruß
. . wird nur ein paar Grad heißer. Hast Du nix konkreteres?
Grüße Horst______________ 5,58 kWp Solara S880TI; SB5000TL-20; 200°/DN 30° 06.08.09-05.08.10: 1.118,5 kWh/kWp; 2010: 1.055,3 kWh/kWp 06.08.10-05.08.11: 1.154,5 kWh/kWp; 2011: 1.235,1 kWh/kWp Solarlog mit Link zu Sonnenertrag
-

Horst4757
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1194
- Registriert: 23.04.2009, 18:16
- Wohnort: südlichstes Rottal/Inn
- PV-Anlage [kWp]: 5,58
- Info: Betreiber
Zurück zu Energiepolitik
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
|