FDP: EEG Hammer

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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon za-ass » 31.08.2012, 17:29

Kollektor hat geschrieben:
Klinski-Referat unter 5.1 hat geschrieben:Denkbar wäre ein solcher Schritt etwa für Sondersituationen wie den Eintritt einer allgemeinen Deflation...


Bei Sondersituationen wie dem Eintritt einer allgemeinen Inflation werden die Vergütungssaätze dann sicherlich auch angehoben. :juggle:

Schön, wieder einer mehr der die Unsinnigkeit in der Argumentation erkennt, anhand des zitierten Klinski-Referats an der EEG-Vergütung schrauben zu wollen.
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon wolfi-baerli » 31.08.2012, 17:48

Theoden hat geschrieben:Erstaunt bin ich aber angesichts der Forderung einer Sonderabgabe für bestehende Anlagen. Zwar hatte ich immer schon Bedenken, ob nicht auch in Deutschland irgendwann irgendwer mit so einem Quatsch daher kommt - und die Weinnase war hierfür natürlich immer schon ein heißer Kandidat. Trotzdem bin ich jetzt etwas schockiert, wo es nun soweit ist. Es zeigt sich, dass Bestandsschutz und Rechtssicherheit in Deutschland genau so wenig zählen wie in Spanien, zumindest bei unserer sogenannten "bürgerlichen" Regierung.


Bist Du echt erstaunt? Also ich nicht. Ich habe meine Anlage Mitte 2010 ans Netz gebracht und mit meinem Solarteur die Frage "Bestandskraft" erörtert - und dann trotzdem gebaut, obwohl klar war, dass so etwas kommen wird. Übrigens wird ja an bestehenden Verträgen nicht gerüttelt, sondern Du wirst als PV-Stromerzeuger einfach zu einer Netzumlage gebeten, wenn's nach Schnapsnase geht.

Für mich der eigentlich Skandal: Die Strompreise werden nicht bloß durch Umlagen höher, sondern - entgegen von sog. "Studien" aus dem grünen Lagen, die das Papier, auf dem sie stehen, nicht wert sind - durch die sich aufbauende Grundlastlücke durch den hysterischen sog. "Atomausstieg". So grotesk es klingt: Die Umstellung auf Wind, PV usw. scheitert am populistischen "Atomausstieg" - allem Klima zum Trotz soll diese Lücke durch Kohle+Gas gestopft werden, allerdings findet sich kaum ein Betreiber mehr, der unter unsicherer Auslastung Kohle+Gas neu bauen will.

Und nun will man evtl. uns PV-Erzeuger für dieses groteske Versagen der Energiepolitik der BR zur Kasse bitten? Da hilft nur eines: Organisieren, und eines schönen Sommertags-Mittags kollektiv vom Netz gehen. Was die Flugbegleiter können, können wir auch.
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon open source energy » 31.08.2012, 17:50

Ich hatte diese Idee ja auch schon mal in die Runde geworfen im Hinblick auf die Netzintegration. Ich nannte das einen Speichercent den jeder Einspeiser Zahlen muss um Speicher aufzubauen!
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon Theoden » 31.08.2012, 17:57

open source energy hat geschrieben:Ich hatte diese Idee ja auch schon mal in die Runde geworfen im Hinblick auf die Netzintegration. Ich nannte das einen Speichercent den jeder Einspeiser Zahlen muss um Speicher aufzubauen!


Wenn dieses Fass erstmal offen ist, dann werden hier auch ganz schnell 19% der Vergütung per Steuer wieder eingezogen. Sieht man ja in Spanien, wohin rückwirkende Gesetzgebung führt. Da ging es auch mit kleinen rückwirkenden Schritten los, mit temporären Kürzungen wegen der Krise, und jetzt sollen dauerhaft 19% der Vergütung über eine Steuer praktisch wieder gestrichen werden. So wird's auch hier enden, wenn man mit solchen Ideen erstmal anfängt und dann ist die Rendite der meisten Anlagen so etwa bei 0% oder gar negativ.

Wobei selbst ein Speichercent ja bei neuen Freiflächenanlagen schon fast 10% der Vergütung ausmachen würde (da liegt die Vergütung ja bald bei 10 Cent). Eine weitere drastische Kürzung durch die Hintertür also, die Dir da vorschwebt.

Beste Grüße,
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon open source energy » 31.08.2012, 19:59

Ich meinte nicht Cent als Betrag es könnte auch 0,05 Cents sein! Es ging mir nur ums Prinzip
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon Kollektor » 01.09.2012, 01:20

Beispiele für "Bestandsschutz" in Deutschland gibt es viele, ich nenne mal 3 die mich betreffen:

1. Bis 2005 wurden Renten mit dem sog. Ertragsanteil besteuert, dann mit 50 %. Neurentner zahlen noch mehr.
2. Sog. Direktversicherungen waren bis 2005 frei von KK- und PV-Beiträgen, jetzt voller Satz.
3. Früher wurde das Studium bei der Rente angerechnet, jetzt nicht mehr.

Mit diesen Erfahrungen glaube ich nicht mehr an einen dauerhaften Bestandsschutz bei der EEG-Förderung.
Sonnige Grüße
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon eggis » 01.09.2012, 08:51

Moin Kollektor,
Kollektor hat geschrieben:Beispiele für "Bestandsschutz" in Deutschland gibt es viele, ich nenne mal 3 die mich betreffen:

1. Bis 2005 wurden Renten mit dem sog. Ertragsanteil besteuert, dann mit 50 %. Neurentner zahlen noch mehr.

gab es zu dem Thema nicht ein Urteil der Bundesverfassungsgerichtes, dass die alte Regelung als "ungerecht" gegenüber Pensionsbeziehern bezeichnete? Die Regierung musste hier nachsteuern, da der Fehler im Gesetz schon vorher vorhanden war.

Bei den anderen genannten Neuregelungen, weiß ich aber nicht, ob es dort ähnlich Gründe gab.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon PV-Berlin » 01.09.2012, 10:08

Eine sehr gute Frage warum die Befürworter des EEG bzw. des Umstieg's auf die EE nicht progressiv auf die Anschläge in den Massenmedien reagieren.

Ich denke, sie haben einfach Angst! Angst davor die Kosten zu nennen. Was ich persönlich überhaupt nicht verstehen kann, wenn ich mir den Zahlungsfluss beim Thema EEG anschaue.

Die Aussage dass die Energiewende "Uns" nix kostet ist im Kern vollkommen richtig. Leider wird das "Uns" nicht definiert, deshalb bleiben nur die Kosten hängen.

Was passiert denn mit den gewaltigen Finanzmitteln, die durch das EEG geschleust werden?
Wenn man "Uns" klar definiert und das in den volkswirtschaflichen Kontext stellt, dann könnte dass der Bürger u.U. auch nachvollziehen.

Grundvorraussetzung dafür ist natürlich ein klares Bekenntnis/ Einsicht, dass die soziale Marktwirtschaft das Optimum volkswirtschaflichen Handels darstellt.

Und darin liegt das Problem! Die SPD und die Grünen und deren Freunde können da nicht über ihren Schatten springen, denn sie haben immer das unbedingte Verlangen Verteilungsdiskussionen in die Richtung zu führen, das jede unternehmerische oder andere wirtschaftliche Tätigkeit im Kern auf Ausbeutung; Betrug etc. beruht.

Wer die soziale Marktwirtschaft als Leistungsgesellschaft versteht, in der man effektiv die volkswirtschaftlichen Gewinne aus Leistung unter dem Strich der gesamten Gesellschaft zur Verfügung stehen, dann entsteht Mehrwert.

Das EEG ist gradezu das perfekte Instrument dafür!

Was passiert denn mit den Gewinnen aus den Engagements im Segment EE?
Wohin fließen sie denn?
Auf welche Bilanz gehen sie denn?
Wie beeinflussen sie die Stückkosten?
Welche Auswirkungen haben steigende private Strompreise überhaupt?

Die Summe aller Exporte nach Rot-China reichte noch nicht mal aus, um unsere Energierechnung (Importe) zu bezahlen.
Welche Staatsquote wirkt effektiv auf die Gewinne aus Engagements im Bereich der EE?
Wer partizipiert denn am meisten von der Staatsquote?
Was passiert mit den freien Finanzmitteln bei den Investoren?
Was passiert mit den Finanzmitteln, die wir an Putin & Co. überweisen? Welche Deutsche Staatsquote wirkt da?
Welcher Teil unserer Volkswirtschaft profitiert davon am meisten, das Saudis & Co. volle Brieftaschen haben?
Ist das in Zukunft noch weiter ausbaufähig, in Anbetracht wahrscheinlich steigender Energiepreise?
Ist das überhaupt sinnvoll im Bezug auf die Arbeitsplätze und die Sozialsysteme in D.?
Wie wirkt das auf den "Rest" unserer Volkswirtschaft (Nicht Export-Wirtschaft)?

Man muss sich ohne ideologische Beschränkungen den Fragen stellen. Klar kann man zu einem ganz anderen Ergebnis als z.B. ich kommen. Wenn dem so ist, dann akzeptiere ich das! Aber wo werden diese Fragen gestellt bzw. überhaupt diskutiert?

Ich persönlich habe gar nix gegen die Anhebung des Spitzensteuersatz auf 50%. Diese Grausamkeit ist für mich allemal logischer, wenn wir gleichzeitig mal endlich davon wegkommen, ständig weit vor dem Strich schon abschöpfen zu wollen.

Das eine zusätzliche Belastung im Betrieb 1:1 (Betreiber) , wenn nicht gar höher (sicher) den Stromkunden teurer kommen wird, sofern man den Umstieg haben will, ist doch aller simpelste Betriebswirtschaft. Schon deshalb, weil eine ganze Reihe von Investoren zukünftig keinen Bock mehr haben werden und deshalb Geld knapper wird. Und je knapper das Geld, desto so höher muss der Anreiz sein. Wie viele Mrd. € benötigen wir denn noch, um auf 90% Anteil zu kommen? *Anteil der EE am gesamten Energieverbrauch.

Also ich kann das schwer einschätzen, aber ich denke, dass wir bis 2050 sicher noch mal 1.000 Mrd. € und mehr brauchen. Viel Spaß beim Einwerben.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon eggis » 01.09.2012, 16:13

Jetzt will die FDP in Person der Justizministerin Leuthäuser-Schnarrenberger ein Gesetz gegen die Hehlerei mit schweizer Steuer-CD´s verabschieden. http://www.tagesspiegel.de/politik/gese ... 82966.html
Zählen Steuerbetrüger nun auch schon zum Klientel der FDP?
Sorry, für Offtopic! :|
Mit sonnigen Grüßen
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Re: FDP: EEG Hammer

Beitragvon Ralf Hofmann » 01.09.2012, 16:25

Hi,

eggis hat geschrieben:Zählen Steuerbetrüger nun auch schon zum Klientel der FDP?


naja, das ist immerhin die Stammwählerschaft der FDP! 8)
Deutlicher wie die FDP kann man Lobby- und Klientelpolitik nicht demonstrieren, das hat schon was.
MfG
Ralf Hofmann

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