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von diesonnelacht » 12.10.2011, 19:46
cephalotus hat geschrieben:Halber Preis ist ebenfalls schwer irreführend, denn 0,8 Mrd € / %-Anteil bei 50% sind 40 Mrd. Euro pro Jahr statt bisher 33 Mrd Euro pro Jahr (1,5 Mrd. €/% * 22%).
Moment, vergleichen sollte man ja wohl die 40 Mrd. mit 35%*1,5Mrd./% = 52,5 Mrd. Und diese Ersparnis beruht hauptsächlich auf Onshore-Wind. PV kommt fast nebenbei; 1% im Jahr sind so etwa 7 GW, das wird uns Ende des Jahrzehnts nicht mehr als viel erscheinen (v.a. im Vergleich zu anderen Ländern). Denn bis dahin ist PV so günstig, dass sie sich förmlich aufdrängt. Innerhalb der nächsten 1-4 Jahre werden dann sogar Leute wie Montio anerkennen müssen, dass wir diese Entwicklung dem EEG zu verdanken haben. Bleibt die Frage: Wie versorgen wir uns in den dunkelsten Monaten? Offshore-Wind könnte einen Beitrag leisten, droht aber, seine Lernkurve zu verpassen, bevor es richtig losgeht. CSP droht ein ähnliches Schicksal. Biomasse von Oktober/November bis Februar? Pumpspeicher und HGÜ? Da wird es noch die eine oder andere Nuss zu knacken geben auf dem Weg von 50% zu 100%.
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von GAST » 12.10.2011, 21:45
Da wir bei den genannten Werten immer öfter Strom "verschenken" müssen, könnte man statt dessen diesen in H2 umwandeln und diesen ins Erdgasnetz einspeisen. Damit lässt sich einige Zeit lang ein Energiepuffer aufbauen um ihn in der dunklen Jahreszeit neben dem Ertrag aus WKA in GuD, und BHKW zu nutzen.
Gruß Jörg
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler EE-Strom kostet uns aktuell etwa 1/5 (20%) des Stompreises liefert dafür 1/4 (25%) der gesammten benötigten Strommenge!!Daheimhttp://www.solarbetreiber.de/
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von Spekulatius » 12.10.2011, 22:06
diesonnelacht hat geschrieben:cephalotus hat geschrieben:Halber Preis ist ebenfalls schwer irreführend, denn 0,8 Mrd € / %-Anteil bei 50% sind 40 Mrd. Euro pro Jahr statt bisher 33 Mrd Euro pro Jahr (1,5 Mrd. €/% * 22%).
Moment, vergleichen sollte man ja wohl die 40 Mrd. mit 35%*1,5Mrd./% = 52,5 Mrd. Und diese Ersparnis beruht hauptsächlich auf Onshore-Wind. PV kommt fast nebenbei; 1% im Jahr sind so etwa 7 GW, das wird uns Ende des Jahrzehnts nicht mehr als viel erscheinen (v.a. im Vergleich zu anderen Ländern). Denn bis dahin ist PV so günstig, dass sie sich förmlich aufdrängt. Innerhalb der nächsten 1-4 Jahre werden dann sogar Leute wie Montio anerkennen müssen, dass wir diese Entwicklung dem EEG zu verdanken haben. Bleibt die Frage: Wie versorgen wir uns in den dunkelsten Monaten? Offshore-Wind könnte einen Beitrag leisten, droht aber, seine Lernkurve zu verpassen, bevor es richtig losgeht. CSP droht ein ähnliches Schicksal. Biomasse von Oktober/November bis Februar? Pumpspeicher und HGÜ? Da wird es noch die eine oder andere Nuss zu knacken geben auf dem Weg von 50% zu 100%.
Für den Winter brauchen wir Wind, da gibt es keine bezahlbare Alternative! Der Spekulatius 
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von diesonnelacht » 12.10.2011, 22:18
Wind ist ja immer nett, aber wenn wir über ca. 50% EE wollen, brauchen wir mehr. Also: Ja, Wind muss, aber es muss auch noch etwas anderes im Winter, z.B. auch biogene Gase und synthetisches Gas (aus Wind/PV) im Erdgasnetz. Wer weiss, vielleicht kommt ja auch die Geothermie noch und trägt etwas bei.
Europa so mit Wind aufzurüsten, dass es im Winter jederzeit daraus versorgt werden kann, das wäre vermutlich nur bezahlbar, wenn man ordentlich Kleingeld hat.
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von bimon » 12.10.2011, 22:29
GAST: Das wird genau dann gemacht, wenn es sich rentiert. Selbst wenn man für den Strom nichts zahlt oder gar etwas dafür bekommt, muss so eine Umwandlungsanlage auch ausreichend ausgelastet werden, um die Anschaffungs- und laufdenden Kosten reinzubekommen. Weiterhin fallen auch bei 0 Cent Netzkosten an(Strom + Erdgas). Bei der Idee, das ganze bis zum Winder zu lagern, muss man das dann weiterhin entsprechend lange "Gasnetzlagerkosten" einrechnen. Der Netzbetreiber will sicher noch ein wenig extra Geld für diesen Service. Und man selbst bindet sein Kapital(verlorene Zinsen). Wenn danach noch 10% + x rausspringen, werden sich sicherlich genug Leute finden, die sowas umsetzen.
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von Rainbow » 12.10.2011, 22:43
Hi @ll, GAST hat geschrieben:Da wir bei den genannten Werten immer öfter Strom "verschenken" müssen, könnte man statt dessen diesen in H2 umwandeln und diesen ins Erdgasnetz einspeisen. Damit lässt sich einige Zeit lang ein Energiepuffer aufbauen um ihn in der dunklen Jahreszeit neben dem Ertrag aus WKA in GuD, und BHKW zu nutzen.
Genau auf den Punkt getroffen @Jörg, dass unterschreibe ich dir mit 100% Zustimmung. Speicherkapazität zur Zeit 20 Milliarden Kubikmeter. Das reicht für deutlich mehr als einen Tag in der dunkelsten Jahreszeit, 220 TWh sind es, soweit ich informiert bin. Rainbow
1. 42 Module Trina TSM 180-D, WR: 2 SMA SB 4000 TL 2. 20 Module Trina 175 Watt, WR: SMA SB 3000 TL 3. 12 Module Trina TSM 185-D, WR: SMA SB 2100 TL
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von Spekulatius » 12.10.2011, 22:51
diesonnelacht hat geschrieben:Wind ist ja immer nett, aber wenn wir über ca. 50% EE wollen, brauchen wir mehr. Also: Ja, Wind muss, aber es muss auch noch etwas anderes im Winter, z.B. auch biogene Gase und synthetisches Gas (aus Wind/PV) im Erdgasnetz. Wer weiss, vielleicht kommt ja auch die Geothermie noch und trägt etwas bei.
Europa so mit Wind aufzurüsten, dass es im Winter jederzeit daraus versorgt werden kann, das wäre vermutlich nur bezahlbar, wenn man ordentlich Kleingeld hat.
Was meinst Du mit biogenen Gasen? Kuhpfurze? Nur Sonne und Wind gibt es im Überfluss. Biomasse ist stark begrenzt, genauso wie Wasserkraft. Im richtigen Verhältnis reicht Wind und Sonne aus um Deutschland komplett zu versorgen. Andere EEs wie Biomasse können einen Teil der Regelleistung beitragen, aber keinen allzugrossen Teil der Stromerzeugung beitragen. Der Spekulatius 
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von diesonnelacht » 12.10.2011, 23:11
Spek, wo wohnst Du, dass es da keine windstillen Wintertage gibt??? Oder willst Du böser Bub etwa speichern?!?!? Das wird aber teuer!...
Biogen = "echte" Biomasse (Reststoffe und Energiepflanzen), Deponie- und Klärgas. Bitte nicht nur auf die Energiepflanzen gucken! Da kommen nicht nur Pfürze bei 'raus.
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von CFAR » 12.10.2011, 23:28
Fangen die saisonalen Speicherprobleme wirklich schon bei 50 % EE an? Ich stelle mir das so vor, die Tages- und Wochenschwankungen können mit Hilfe von dezentralen Speichern abgedeckt werden. Wenn 1 kWh bald 100 Euro kostet, kann man ohne weiteres für PV-Zubau 1-2 kWh/kWp Speichertechnik fordern. Macht 80 GWh Speicher bei einem zweistelligen GW an Regelleistung. Ganz schön viel finde ich. Falls auch noch Elektroautos massiv dazu kommen könnte man die Lastspitzen zumindest ein wenig abfedern durch zentrales Lademanagement, abhängig von der eingespeisten Strommenge durch EEs. Aber auf E-Autos würde ich jetzt nicht unbedingt groß bauen...Und unser saisonales Problem lässt sich mit Hilfe des Onshoreausbaus in den Griff bekommen. So lange aber Onshore zurück hängt, wird esmdarauf hinaus laufen, dass wir a) Strom aus F importieren und b) fossile Kraftwerke nur im Winter anwerfen, ähnlich wie unsere Heizung, die im Sommer ja auch still steht.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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von Spekulatius » 12.10.2011, 23:42
Klar brauchen wir bei 100% EE eine Menge Tagesspeicher, da kommen wir nicht drum rum. Wenn wir z.B. 80% des Stromes aus Wind und 20% aus PV beziehen wollen brauchen wir in etwa 200 GW an installierter Windleistung und 100 GWp an installierter PV-Leistung. Dass wir eine massive Kapa an Tagesspeicher brauchen ist offensichtlich. Bei PV ist es um die 2-3 kWh/kWp. Der Spekulatius 
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