Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersatz

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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon pseudoruprecht » 13.06.2012, 21:56

buergersolar hat geschrieben:energyturnaround ist mir zuvorgekommen, trotzdem mein Beitrag:

Von mir aus können sie auch die Laufzeitverlängerung wieder einführen, wenn sie mit entsprechenden Bedingungen gekoppelt ist:

Volle Versicherungspflicht
Sicherheitsnachrüstungen gegen Flugzeugabstürze
Sicherheitsnachrüctungen gegen schwere Handfeuerwaffen
unabhängige Sicherheitskontrollen (nein, der TÜV ist nicht unabhängig!)
Volle Kostenübernahme für die rückholbare, sichere, bewachte Lagerung des Mülls über min. 500.000 Jahre

Dann schalten die Betreiber die AKWs eh sofort freiwillig ab.


Das haben die Grünen nicht einmal bei der ersten Atomlaufzeitverlängerung, genannt "Ausstieg", hinbekommen. Schon da war der deal "Ausstieg am St.-Nimmerleinstag gegen Nichtdurchsetzung der Sicherheitsanforderungen/Bedingungen für den Betrieb von AKW". Irgendwo steht meines Wissens nach z.B., dass AKW nur betrieben werden dürfen, wenn die Entsorgung der Abfälle geklärt ist. Meines Wissens nach gibt es aber nach wie vor kein Endlager. Jedes AKW in Betrieb ist damit ein Schwarzbau, der sofort dichtgemacht gehört. Aber nein, die Asse ist ja ein Endlager, Schacht Konrad soll eines sein und auch Gorleben hat gefälligst eines zu sein.

Ich bin übrigens der Kaiser von Deutschland und ihr müsst mir alle jeden morgen in die Unterhose schneuzen. Wieso? Weil ich das so sage. (Meine Unterhose ist übrigens auch ein Endlager.)
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon Tho » 14.06.2012, 01:39

pseudoruprecht hat geschrieben: Irgendwo steht meines Wissens nach z.B., dass AKW nur betrieben werden dürfen, wenn die Entsorgung der Abfälle geklärt ist. Meines Wissens nach gibt es aber nach wie vor kein Endlager. Jedes AKW in Betrieb ist damit ein Schwarzbau, der sofort dichtgemacht gehört. Aber nein, die Asse ist ja ein Endlager, Schacht Konrad soll eines sein und auch Gorleben hat gefälligst eines zu sein.

Das wäre doch mal ne Klage Wert.... :juggle: :mrgreen:
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AW: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon JayM » 14.06.2012, 02:30

buergersolar hat geschrieben:Volle Versicherungspflicht

Der Ausstieg waere auf der Basis soooo einfach gewesen.
"Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kuendigt das deutsche Volk die bisher gewaehrte kostenlose Haftpflichtversicherung. Bitte legen Sie bis zum 1.7. eine Hagtpflichtversicherungsbescheinigung zur Deckung des vollen Betriebsrisikos vor.
mfg
Merkel "

Und tschuess AKWs! Das versichert naemlich keine Versicherung, nichtmal im Konsortium.
In D darf man noch nicht einmal ein Mofa ohne Hagtpflichtversicherung betreiben ... .
Gruss
Jochen
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon PV-Berlin » 14.06.2012, 10:23

Der ist gut!

Aber um es noch ein wenig geschmeidiger zu machen, würde ich den 15 Mrd. € "Schadenersatz" sofort zustimmen.

Aber natürlich in Anbetracht der Bonität der KKW Betreiber dieses Geld selbstverständlich in einen Trust einzahlen, der ausschließlich zum vollständigen Rückbau und der ordnungsgemäßen Entsorgung (Aufbereitung) verwendet werden darf. Ansonsten kann der Bundestag jederzeit ein Gesetz verabschieden, dass die Rücklagen der KKW Betreiber (Rückbau) vollständig aus den Bilanzen der Konzerne rauslöst und unwiderruflich und mündelsicher ausschließlich dem Verwendungszweck (Rückbau) zur Verfügung steht.

Seit 2007 ist der Welt ja bewusst, das man auf Nummer sicher gehen muss. Und seit 2011 ist kein KKW Betreiber groß und stark genug, um nicht umzufallen.

*Die Steuerfreie bzw. steuerschonende Behandlung der Rücklagen hat dazu geführt, das RWE und e-on nur Unsinn hoch 10 veranstaltet haben und keine bzw. negative Erträge aus den vielen Mrd. € "erwirtschaftet" haben. Also mehr als Grund genug als Letzthafteder (Staat & Steuerzahler) hier endlich aktiv zu werden. Auf das Kleingeld (15 Mrd. €) schauen wir nicht drauf.

Logisch muss die Rücklage dynamisch an die Kosten des Rückbaus (Erfahrungen und Zahlen liege vor) angepasst werden! :D
= daraus folgt= die Gewinne der KKW Betreiber sind in den nächsten 50 Jahren der Rücklage zuzuführen.
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon pseudoruprecht » 14.06.2012, 13:53

PV-Berlin hat geschrieben:Logisch muss die Rücklage dynamisch an die Kosten des Rückbaus (Erfahrungen und Zahlen liege vor) angepasst werden! :D


Meinst Du etwa Rheinsberg? :D
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon Cruso » 14.06.2012, 14:09

Das versichert naemlich keine Versicherung, nichtmal im Konsortium.


und das

Die Steuerfreie bzw. steuerschonende Behandlung der Rücklagen


sollte man mal dem Bildzeitungsleser, Volk, Bundesregierung und Vorstand von EON/RWE klarmachen.
Mal wieder ein nettes Thema für den nächsten Wahlkampf.

Was EON und RWE wohl ganz vergessen haben, kommt die Landesregierung von BaWü (hat Sperrmehrheit bei der ENBW) zu einer anderen Einschätzung, dann hat diese Einschätzung auch für die ENBW Gültigkeit.

Ein ungefälliges juristisches Gutachten ( und da gibt es ja in BaWü die tollsten sogar zu Notstandsparagraphen) kann RWE und EON schnell in die Deckung bringen, bevor überhaupt was geprüft wurde.

Wie man an den "Bestechungsgeldern" welche von der EnBW nach Russland flossen bemerkt, haben die G4 noch viel zu viel Geld in der Kriegskasse, damit sie solche juristische Auseinandersetzungen riskieren können.
Das Verfahren wird sich ja über Jahre erstrecken.
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon hans56 » 14.06.2012, 15:43

Mehrere Bundesländer hatten doch gegen die Laufzeitverlängerung geklagt. Weis jemand was da raus gekommen ist? Wenn die Klage durchgeht gibt es doch keine Laufzeitverlängerung und dannauch keine Entschädigung
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon PV-Berlin » 14.06.2012, 17:40

An die Versicherung ranzugehen ist ein heißes juristisches Pflaster auf das ich nicht setzen wollte. Aber für den Rückbau der Kernkraftwerke sind die Betreiber zuständig und haben Rücklagen gebildet. Es gibt ja einige aktuelle Projekte weltweit wo die Kosten relativ transparent sind zu dem ist das Thema nach der Abschaltung hochaktuell. Ergo muss es eine Neubewertung der Höhe (Rücklage) und der Sicherheit (Zugriff auf die Finanzmittel geben)

Nicht nur Stendal und Reinsberg kann man anführen, sonder auch das KKW in Italien und und und. Selbst die unverdächtige Regierung (das sie gegen KKW wäre) in Großbritannien hat nach einer Studie im Moment keine "Lust" auf Rückbau.

Da wir als Steuerzahler eh den Großteil zahlen müssen, sollten wir uns jetzt den Zugriff auf die Rücklagen sichern und die 15 Mrd. € "Entschädigung" mit in den Topf werfen. Mündelsicher kann in diesem Falle nur bedeuten, Deutsche Bond's da am Ende nur der Deutsche Steuerzahler letztendlich haftet. Also können die KKW Betreiber gerne mit der aktuellen "Rendite" ihrer Rücklagen keinen Blumentopf gewinnen. Das bedeutet, dass die Rücklage Heute die Kosten (hochgerechnet) in 20 bis 30 Jahren 1:1 decken muss. Wir haben 16 KKW? a. schmale 5- 10 Mrd. € plus Inflation . Also bitte! Rücklage in den Trust und die 15 Mrd. € "Schadenersatz. (bei 5 Mrd. € und 30 Jahren und nur 1,5% höheren Kosten p.A. kommt schon mal 7,84 Mrd. € raus. Nur das man mal sehen kann, wie Inflation bei Kosten wirken. Und 1,5% sind hyper optimistisch niedrig angesetzt.

Das wäre legal, nicht anfechtbar und überaus logisch! den e-on und RWE gehören zunehmend ausländischen Investoren, die ganz sicher nicht nach schissen werden wenn die Rücklagen "plötzlich" nicht reichen. Eine Insolvenz bedeutet nie, dass die Kosten und Schulden weg sind, sie bleiben nur bei den dann Dummen hängen. Im Falle des Rückbaus sollte der Deutsche Staat sich nicht dumm anstellen. Und die Verfassungsrechtler hätten kaum eine Handhabe dies juristisch wegzudiskutieren.
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon darwin » 14.06.2012, 22:56

2022 läuft die Verpflichtung aus, das die Mutterkonzerne für ihre Atomtöchter gerade stehen müssen.

http://www.greenpeace.de/themen/atomkra ... _druecken/
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