Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersatz

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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon buergersolar » 13.06.2012, 11:40

energyturnaround ist mir zuvorgekommen, trotzdem mein Beitrag:

Von mir aus können sie auch die Laufzeitverlängerung wieder einführen, wenn sie mit entsprechenden Bedingungen gekoppelt ist:

Volle Versicherungspflicht
Sicherheitsnachrüstungen gegen Flugzeugabstürze
Sicherheitsnachrüctungen gegen schwere Handfeuerwaffen
unabhängige Sicherheitskontrollen (nein, der TÜV ist nicht unabhängig!)
Volle Kostenübernahme für die rückholbare, sichere, bewachte Lagerung des Mülls über min. 500.000 Jahre

Dann schalten die Betreiber die AKWs eh sofort freiwillig ab.

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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon Statler » 13.06.2012, 13:01

Hallo zusammen,

das mit den 15 Milliarden laeuft heute schon den ganzen Tag im WDR. Das ganze klingt mir nach einem Schmierentheater. Entweder haben die G4 schon die Macht im Staat und koennen ungestraft solch unverschaemte Forderungen stellen und durchdruecken, oder die drohen ein bischen und moechten irgendwelche anderen Zugestaendnisse/Gefallen seitens der Regierung erhalten. Vielleicht moechten die sich auch nur vor ihren Aktionaeren profilieren.

Normalerweise muesste Merkel die Jungs mal zu einem "Maennergespraech" vorladen, Ihre Optionen darlegen (Enteignung, Gesetzesaenderungen, Steuerpruefungen, Verschaerfung der Auflagen etc.), eventuell einen von den Pappnasen medial wirksam schlachten (Bestrafe einen, diszipliniere Hundert), danach muesste die Sache vom Tisch sein.

Die Enteignung waere unter den aktuellen politischen Kraefteverhaeltnissen sogar machbar: Gruene, Linke, Piraten, SPD. Als Schmerzengeld fuer die Unentschlossenen lukrative Posten in dem neuen Staatsbetrieb. Sowas muss man nur wollen.

Die Privatisierung systemrelevanter Infrastruktur war meiner Meinung nach ein riesen Fehler. Die Ergebnisse sehen wir aktuell.


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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon _michael_ » 13.06.2012, 13:31

Moin,

eine Enteignung wäre ja das allerdümmste überhaupt, da würde es sich sogar eher rechnen, 15 Milliarden auf den Tisch zu legen (mit gleichzeitigen Verträgen bezgl Sachen wie Rückbau usw). Alleine das Stromnetz sanieren / ausbauen, dann die AKWs in Betrieb halten / warten / runterfahren / abbauen... Nene Du, enteignen ist ganz schlechte Idee...

Ich wär ja eher für bisserl im Abklingbecken schwimmen lassen gehen, uh ja, dass wärs :)

Eigentlich gehört mal geprüft, ob und wie die Energiekonzerne / Netzbetreiber und was für Konstrukte an Firmen da es noch gibt, gegen aktuelle (Selbst)Auflagen verstoßen haben und welche Konsequenzen das haben könnte ggüber dem Bund. Als Beispiel eben Netzausbau. Haben die sich nicht verpflichtet, bei der Übernahme der Netze vom Staat, die entsprechend zu hegen und pflegen und weiter auszubauen?

Auch wenn ich das Oettingertierchen nicht mag aber er hatte ausnahmsweise mal recht:
"Das Beste wäre, wir hätten einen einzigen Eigentümer für die gesamte Energieinfrastruktur in der Union", sagte Oettinger
"Aus heutiger Sicht weiß ich nicht, ob das Unbundling der Netze eine gute Idee war, die uns in Deutschland vier verschiedene Netz-Eigentümer beschert hat. Ich glaube, dass in Frankreich oder Spanien, wo die nationale Energieinfrastruktur in der Hand eines einzigen Unternehmens ist, bessere Voraussetzungen existieren, um öffentliche Interessen beim notwendigen Ausbau zu berücksichtigen", sagte Oettinger.
Quelle: Verivox
http://www.verivox.de/nachrichten/oetti ... 64329.aspx
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon jodl » 13.06.2012, 13:37

_michael_ hat geschrieben:Auch wenn ich das Oettingertierchen nicht mag aber er hatte ausnahmsweise mal recht:
"Das Beste wäre, wir hätten einen einzigen Eigentümer für die gesamte Energieinfrastruktur in der Union", sagte Oettinger
"Aus heutiger Sicht weiß ich nicht, ob das Unbundling der Netze eine gute Idee war, die uns in Deutschland vier verschiedene Netz-Eigentümer beschert hat. Ich glaube, dass in Frankreich oder Spanien, wo die nationale Energieinfrastruktur in der Hand eines einzigen Unternehmens ist, bessere Voraussetzungen existieren, um öffentliche Interessen beim notwendigen Ausbau zu berücksichtigen", sagte Oettinger.


öffentliche Interessen zu berücksichtigen ?
da träumt der Ö,. und du auch

die Interessen dieses einzigen Unternehmens sind dan das einzige was brerücksichtigt wird, und sonst nichts mehr

das wäre noch vielfach schlechter als jetzt mit den G4
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon _michael_ » 13.06.2012, 13:44

Naja jodl,

es muss ja keine komplett privatisierte Unternehmung sein, 51% gehören der "EU" und fertig. Wenn Du verstehst, was ich meine. Oder nennen wir es nicht Unternehmen sondern Genossenschaft oder Verein oder was auch immer. Im Notfall mit Auflage, dass dieses Unternehmen keinen direkten Gewinn erwirtschaften darf, sondern normale Rücklagen bilden muss und der Überschuss wiederum in das Netz gepackt werden muss.

Man muss ja nicht immer nur einseitig denken, wenn man Unternehmen hört. Bisserl offen muss man schon sein.
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon buergersolar » 13.06.2012, 13:50

_michael_ hat geschrieben:es muss ja keine komplett privatisierte Unternehmung sein, 51% gehören der "EU" und fertig.

Naja, dann mischen sich die Atom-Franzosen in den Netzausbau in Deutschland ein. Nein danke.
Dann lieber 49% Anteile bei der EU und der Rest in den Händen des jewiligen Staates. Ah, nein, wenn es EINE Netzgesellschaft sein soll, dann müssen sich die Staaten ja die 51% wiederum teilen... Nun denn, das könnte man schon irgendwie regeln.

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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon jodl » 13.06.2012, 13:51

die EU hat uns bisher nur Gutes beschert
nicht auszudenken wenn unsere Stromnetze denen gehören würden

totaler Humbug so eine Idee
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon Statler » 13.06.2012, 14:02

Hallo Michael,

das Prinzip der grossen Oligarchen, egal welche Branche ist doch folgendes: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Die Kosten fuer die ganzen AKW'S haben wir als Steuerzahler sowiso an der Backe, siehe Asse. Wenn den G4 irgendwas aus dem Ruder laeuft, lagern die den ganzen Schrott in irgendeine Badbank aus, juristisch natuerlich alles einwandfrei.
Der Laden geht dann Pleite und wird durch den Steuerzahler gerettet, da Systemrelevant. Die Banker haben uns das Prinzip eindrucksvoll demonstriert.

Wenn wir schon die Kosten an der Backe haben, waere es doch sinnvoll, auch die Erloese einzusacken. Frueher waren die Versorger grosse, wichtige Arbeitgeber vor Ort. Ich bezahle doch lieber ein paar ueberfluessige Jungs vor Ort, die sonst Hartz IV waeren, als irgendwelche gierigen Aktionaere.

Irgendwas an die EUdSSR auszulagern waere ein noch groesserer Fehler, das waere die Pest statt Colera. Die wuerden uns den Hals komplett zudruecken.
Meiner Meinung nach gehoert systemrelevante Infrastruktur in die Hand des Staates: Wasser, Energie, Kommunikation, Strassen.

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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon _michael_ » 13.06.2012, 14:55

@ Jodl..
Richtig, die EU ist super.. Aber vielleicht kriegen sie es diesmal hin. Unsere Pfeiffen kriegen doch noch weniger hin und tanzen noch mehr nach den Melodien der z.B. G4 ... Nur glaub ich wird's auf Dauer teuer für die Stromkonzerne, das ganze EU Parlament zu kaufen...
Egal, es ist eine Idee von mir gewesen, aber ist ja eh alles Scheisse und schlecht.. Typisch deutscher Michl. Ich hab auch keine Bock auf den ganzen Mist der läuft, aber ich trett wenigstens ein paar Politikern mal auf die Füße oder mache sonst eine politische Aktion oder unterstütze diese.

Übrigens.. "denen gehören" .. Du bist EU! Egal, ob Du das wahr haben willst oder nicht..

@ Statler
Ja, ok, systemrelevant gehört in die Hand des Staates. Warum wurden dann Netze verkauft, warum die Post in die Telekom gewandelt usw usw. Und jetzt lacht die Telekom über die Forderung vom laufenden Hosenanzug, dass überall in .de Breitband Internet sein muss, schummelt bei den LTE Bedingungen usw. um andererorts den Ausbau lukrativ schnell voran zu treiben. Aber dann prinzipiell gegen jedwede Ideen wetttern.

Oh Gott, kotzt mich dieses deutsche Denken an -.- Manchmal wünsche ich mir echt mehr Elan ala Frankreich von diesem Volk.
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Re: Energiewende: AKW-Betreiber fordern 15 Mrd. Schadenersat

Beitragvon hfrik » 13.06.2012, 15:07

Also...

Im allgemeinen ist es keine Dumme Idee, natürliche Monopole in Staatshand zu belassen oder aber zumindest heftig zu reglementieren. Den realen Betrieb (Unterhalt, Ausbau9 kann man zur Kostenbegrenzung ja jederzeit wieder ausschreiben, und nur eine schlanke verwaltung des Eigentums staatlichbelassen, um Wasserkopfbildung vorzubeugen.
Hochspannungs und Versorgungsnetze sind natürliche Monopole. Kraftwerke nicht.
In dem Sinne wäre eine Auftrennung möglich, und ein direkter Durchgriff für die Daseinsvorsorge gesichert. Meine Meinung.
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